Posts by 1/f

    Zu 2:

    In diesem Thread wurde von norma und anderen ja bereits schön dargestellt, daß die physisch Größe der Blendenöffnung vor die erste Linsengruppe abgebildet werden muß (eben durch selbige) um ihre „optisch wirksame“ Größe zu erhalten. Denn hier schneidet sie als Eintrittspupille aus einem einfallenden Parallelstrahl den Teil aus, den Film belichtet. Nutzt Du nur das vordere Glied, ändert sich hier nichts. Die Blendenöffnung (in Längeneinheiten) bleibt gleich, die Blendenzahl ändert sich proportional zur Brennweite.

    Nutzt Du nur das hintere Glied, ist die Blende ja schon ganz vorne, und der optische Durchmesser ist gleich dem physischen (auch wieder in Längeneinheiten) und die Blendenzahl errechnet sich wieder mit der Brennweite.


    Hat jemand da eine Bezugsquelle?

    Leder für Bucheinbände müsste doch ganz gut auch für diesen Zweck gehen. Gibt es in diversen Onlineshops oder zum Beispiel hier. Gekauft habe ich noch keines; bin bloß auf der Suche nach Buchbinderzwirn drübergestolpert.

    Man muss sich halt folgendes vor Augen führen, die erwähnte Hedler 650 hat eine Lichtleistung von 750 Watt (entsprechend bei Halogen) pro Stunde.

    Studioblitze sind in Watt Sekunden angegeben.

    Ein 400 Ws Blitz hat also nominal die fast 200 fache Lichtmenge der Hedler Leuchte, oder mache ich hier einen Gedankenfehler?

    Jein. Zur Präzisierung. Ws (Wattsekunden = Joule) ist eine Energie; in Deiner Stromrechung ist die bezogene Enrgie in kWh = 1000Wx3600s angegeben. Watt (=J/s) ist eine Leistung, also Energie pro Zeit. Der Blitz gibt seine Energie E in der Zeit t ab (so eine bis ein paar tausendstel Sekunden) und nehmen wir mal an er tut das konstant über diese kurze Blitzzeit, dann hat er eine Leistung von E/t (also z.B. 400 Ws / 0,001s = 400.000 W = 400kW) Also bräuchtest Du einen 400kW-Strahler um auf 1/1000 s Belichtungszeit zu kommen.

    Diese Rechnung ist zwar korrekt. Aber nicht unbedingt hilfreich, weil sehr oft braucht man ja die kurze Blitzbelichtungszeit gar nicht.

    Also nehmen wir an Dein Bild ist mit einem Blitz der Energie E gut ausgeleuchtet und Du hättest gerne eine Belichtungszeit t, dann braucht die Dauerleuchte eine Leistung P = E/t. Oder anderstherum aufgelöst ergibt sich bei gegebener Leuchte eine Belichtungszeit E/P.

    Also im Beispiel E=400 Ws, P=750W t=400Ws/750W also etwa eine halbe Sekunde.


    PS: Natürlich kann diese Überlegung Fehler enthalten

    PPS: Mich würde auch interessieren über all diese Leistungs- und Enirgieangaben sich auch das abgestrahlte Licht beziehen oder auf die reingesteckte elektrische Leistung.

    Hallo Markus,


    ich habe mit eine würfelförmige Kiste aus Sperrholz gebaut. Knatenlänge so um die 60 cm, innen mattschwarz gestrichen, Deckel mit Falz, und an zwei Seiten übers Eck zwei Ärmel aus Verdunkelungsstoff mit Gummibündchen als Eingriff befestigt. Bei Interesse kann ich am Wochenende Bilder davon machen.


    Grüße

    Boris

    Das runde Bankrohr mit nur einer Nut:


    Und damit kann man zwei Rohre mit zwei Haltern hintereinander montieren:

    Was kann ich damit anfangen?

    Das was Du schon getan hast. Umformen, sodass die Größen die Du kennst, diejenigen ergeben die Du wissen willst. Du könntest auch noch verwenden "Abbbildungsmassstab = G:B". Oder feststellen wenn G<F dann 1/G > 1/F und daraus folgt falls F>0 (was es ja bei Objektiven ist), dann B<0 also kein reeeles Bild auf dem Film. Also bei Makroaufnahmen nicht näher ran als die Brennweite. Oder für B=F folgt G=00 (unendlich). Oder B=2F draus folgt G=2f daraus folgt B:G=1. Also Bild- und Gegenstansweite gleich doppelter Brennweite ergibt 1:1 Abbildung.

    Also langer rede kurzer Sinn, die Formel ist der leich zu merkende Ausgangspunkt für einige Überlegungen. Du kannst natürlich auch Ausganspunktpunkt und Umformungen vergessen und Dir nur das Ergebnis das Dich interessiert merken)

    Hallo Schwarzweißseher,


    ja da kann ich Dir was dazu sagen. Zum Scharfstellen stellt man Bild- und Gegenstandsweite nach dem bekannten 1/f = 1/g + 1/b. Die Weiten sind prinzipiell immer von den sogannten Hauptebenen (objektseitige und bildseitige) zu messen. Für symmetrische, dünne Einzellinsen fallen die Hauptebenen mit der Symmetrieebene zusammen. Für dicke Linsen und Linsenkombinationen tun sie das nicht. Bei symmetrischen Objektiven mit zwei Gruppen (z.B. Tessar) liegen die Hauptebenen aber in der Nähe der Symmetrieebene (zumindest um den nötigen Auszug grob auzuschätzen sollte funktionieren). Baut man ein Objektiv unsymmetrisch kann man die bildseitige Hauptebene nach vorne - Richtung Objekt - verschieben. damit liegt die Bildweite teilweise im oder vor dem Objektiv und die ganze Kamerakonstruktion wird kürzer. Braucht man vorallem bei Kleinbild. Die Novoflexschnellschußobjektive aber zum Beispiel sind einfach nur einzelne Achromaten und ein 600er ist wirlich stolze 60 cm lang. Das umgekehrte geht natürlich auch. Bei KB-Spiegelreflex-Weitwinkel-Objektiven schiebt man die Hauptebene Richtung Kamera, weil man ja noch Platz für den Spiegel braucht. Schönes Gegenbeispiel ist das Jupiter-12 für Zorki-RF-Kameras. das ragt bis kurz vor den Verschluß ins Gehäuse, da ist ja auch kein Spiegel im Weg. Konstruktiv funktioniert das beim Tele mit einer Barlow-Linse (->Google). Die Frontgruppe hat eine kürzere Brennweite als die Gewünschte, die hintere Gruppe (=Barlow-Linse) ist eine Zerstreuungslinse (negative Brennweite). Das Umgekehrte (für Weitwinkel) nenn man glaube ich Retrofokuskonstruktion und die Verhältnissse sind umgekehrt. Die Frontgruppe ist negativ und die hintere Gruppe hat eine kürzere Brennweite als die gewünschte Gesamtbrennweite.


    Grüße

    Boris


    PS: Bei Fragen, einfach fragen, denn dumme Fragen gibts nicht

    Also, ich bin jetzt angefixt und möchte Farbe machen, egal, wie ich das Dia dann später geprintet kriege.

    Bitte klärt mich auf. Ich dachte bisher immer der einzige Vorteil von Dia sei, daß man es projizieren kann und Abzüge gingen vom Negativ viel besser. Irrte ich hier jahrzehntelang?

    Oder liegt hier ein Denkfehler vor?

    Nein. Allerdings wenn Dein Objektiv 276 mm Brennweite hat, bist Du schon bei 310 mm Bildweite bei 2,5 m Abstand. Könnte also doch knapp werden. Die Frage ist ob die Gegenstandsweite eventuell eher größer oder kleiner wird. Bei 2,5 m Gegenstandsweite ist der Abbildungsmaßstab etwa 1:9. 4“x5“ Bild entspricht etwa 90x114 cm Wirklichkeit. Für ein Bild nur des Gesichts reicht Dein Auszug wohl eher nicht.


    PS: Abbildungsmaßstab = b : g

    PPS: Sollte jemand einen Fehler in diesen Rechnungen finden, hat er/sie natürlich recht

    Du schreibst, Du hättest "auch so ein Teil rumliegen". Heißt das, daß Du es nicht brauchst? Würdest Du es eventuell hergeben?

    Habe ich letztens in der Bucht gekauft. Leider hat das Gewinde für das hintere Linse eine Macke. Diese lässt sich also nicht gerade einschrauben. Ich will noch versuchen das Gewinde wieder zurechtzuschneiden. Ob ein Montageflansch oder Konterring dabei weiß ich nicht auswendig (bin erst nächste Woche wieder daheim). Da ich keinen Hinterlinsenverschluß habe, wollte ich das Teil an eine Plaubel Universal montieren und mit Deckel auf, Deckel zu belichten (Dank diese Threads weiß ich jetzt wozu dieser ominöse Hebel da ist :) Sollte ich das Ding schlußendlich wieder loswerden wollen, melde ich mich gerne bei Dir.

    Ich muß aber ganz sicher sein, daß die ich die richtige Steigung angebe. Die kann ich leider nicht messen.

    Goggle doch mal nach Gewindeschablone oder Gewindelehre. Die kann man eventuell auch im lokalen Werkzeughandel bekommen, wenn einem Amazon zuwider ist. Damit sind Gewindesteigungen einfach messbar. Du kannst ja auch versuchen die Höhe von fünf oder zehn Gewindegängen mit Lineal oder Schiebelehre zu messen. (Bei metrischen Gewinden ist die Steigung einfach der Abstand zweier Gewindegänge, bei Zollgewinden werden die Gänge pro Zoll angegeben). Ich habe auch so ein Teil rumliegen und glaube mich zu erinnern, daß es ein 72x1 Gewinde haben soll. Übernächste Woche könnte ich es Dir mal nachmessen, aber wirklich sicher ist es natürlich nicht, daß unsere Objektive auch gleich sind.


    Grüße

    Boris

    Jetzt hört doch endlich auf, Gase wie nicht mischbare, unterschiedlich dichte Flüssigkeiten zu behandeln! Das eine Prozent Argon in der Luft setzt sich auch nicht im Keller ab. Bei Raumtemperatur ist der Luftraum ein 3D-Billiard, in dem die "Bälle" pro Sekunde Milliarden Stöße erfahren, die mischen sich stante pede und können sich nicht *entmischen*, das wäre eine Verletzung des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik.


    edit: Nicht mal der Maxwellsche Dämon kann das.


    Das tut ja weh...


    Du hast unterstellt, daß sich Radon aufgrund seiner Dichte absetzt -- bei Gasen geht das nicht.

    <klugscheissen>

    Sorry, ich bin der Meinung das geht. Schließlich tut es auch die Luft der gesamten Erde, die setzt sich auch dem Meeresspiegel ab und für den Mt. Everest bleibt nicht mehr viel übrig. Alle Landwirte die bewiesen haben, daß sich CO2 in Silos absetzt, könen Dir das leider nicht mehr bestätigen, weil sie das in der Mehrzahl nicht überlebt haben. Bei der Sendung mit der Maus gibt es eine netten Film über eine C02-Quelle in einer Höhle. Die CO2-Konzemtration nimmt zum Boden hinzu und damit die Dichte der "Luft" und ein normaler Luftballon erhält genug Auftrieb um zu schweben. Noch ein Beispiel: Um Uran anzureichern (U235 von U238 abtrennen) wird Uranhexaflourid, ein Gas, bei Raumtemperatur zentrifugiert. Da setzten sich auch die schweren Gasmoleküle in der Zentrifuge ab.

    Dein Argument mit der kinetische Gastheorie ist schon richtig, aber die leitet man für gewöhnlich ohne Gravitation her. Rechnet man die hinzu kriegt jedes Teilchen Stöße in alle Raumrichtungen und halt zusätzlich noch etwas Schwerkraft nach unten und die reicht für ein Konzentrationsgefälle. Klar die Grenzlinie ist natürlich nicht scharf.

    </klugscheissen>


    PS: Ich bin gerne bereit die obige Aussgae zu diskutieren und lasse mich auch gerne eines besseren belehren


    PPS: Zu Deinem Argument mit dem 2. Hauptsatz ist anzufügen: All der Staub und Dreck im Weltall verteilt sich nicht gleichmäßig, sondern hat sich zu Sternen, Planeten etc. zusammengefunden. Und in der Erde hat sich das schwere Eisen nach unten in den Kern abgesetzt. Also ist der Grad der "Unordnung" (im Sinne von Sauverhau) gesunken. Die Entropie wohl eher nicht (sonst wäre ja der zweite Hauptsatz verletzt).

    Argument warum das Absetzen von schweren Gasen am Boden den 2.Hauptsatz nicht verletzt:

    Also eine mögliche Formulierung des 2. Haupsatzes wäre:

    "In einem sich selbst überlassenen System in einem beliebigen Anfangszustand bewirken dann die spontan ablaufenden inneren Vorgänge, dass der Zustand des Systems sich mit größter Wahrscheinlichkeit demjenigen Makrozustand annähert, der bei gleicher Energie durch die größte Anzahl verschiedener Mikrozustände realisiert sein kann, also die höchstmögliche Entropie hat." (Quelle: Wikipedia, ok nicht die allerbeste, aber imho korrekt). Wesentlich ist die Aussage "bei gleicher Energie". In einem Gravitationsfeld ist es aber energetisch günstiger, wenn die schweren Teilchen "unten" sind. Also ist der 2. Hauptsatz nicht verletzt. (Gilt ebenso für die Bildung von Himmelskörpern).