Posts by Robert Auer

    Gute Idee! Zeigst Du uns dann ein paar Aufnahmen?

    Ja, kann ich machen!


    wwelti: Ich bin ja im Grundsatz ganz bei dir, aber wenn ich meine A7RIV Kameras an meine Sinar Kameras adaptiere, habe ich halt nur einen KB-Sensor im Einsatz und da hilft es nicht, dass man mit dem Grossformat mehr Linien auf den Film bekommen kann. ;)

    Aber meine besten GF-Objektive bilden auch auf dem 61MP KB-Sensor zumindest in der Bildmitte ganz brauchbar ab. Das habe ich für meine Super Angulone 5.6/47mm und 5.6/58mm, für das Repro-Claron 8/135mm, für das Symmar-S 5.6/120 und für das Sinaron-S 5.6/150mm zunächst einmal am Testchart ohne Verstellungen ermittelt. Demnächst zeige ich dazu Bilder von Chart und Studioaufnahmen.

    LG Robert

    Heute sind meine "Neuen" angekommen, ein Symmar-S 5.6/120mm und ein Sinaron-S 5.6/150mm (= Sironar-N ?) und sie mussten sich beide (an A7RIV/Sinar P) gleich am Testchart bewähren und auch gegen das Zeiss Batis 2.8/135mm (an A7RIV). Beide Linsen machen eine ganz ordentliche Figur, kommen jedoch bzgl. Detailauflösung (in der Bildmitte) immer noch nicht an das offenblendig und bei F5.6 verglichene Zeiss Batis 2.8/135mm heran. Trotzdem, beide Objektive sind offenblendig nun bei F5.6 bereits auf dem Niveau meines Repro-Claron F8/135mm (bei F8 = offenblendig) und sind etwas besser als mein Rodenstock Rodagon 5.6/135mm (bei F5.6 = offenblendig). Insbesondere das Sinaron-S 5.6/150mm gefällt mir sehr gut! Etwas lästig für mich, dass beide Verschlüsse (Copal #0 bzw. Prontor Professional #1) keine T-Einstellung haben und die Öffnung zum Scharfstellen auch die Blende öffnet - da muss ich immer mit dem festgestellten Drahtauslöser bei B-Einstellung arbeiten, um bei offenem Verschluss an die Arbeitsblende zu kommen.

    ps.: Mal sehen, wie sich die Teile in der Praxis bei T/S-Verstellungen schlagen.

    rawitz: Danke Rainer für deine interessanten Informationen. Ich habe neben CS4 und LR5... auch zwei Vollversionen von C1, bin damit aber noch nicht so richtig warm geworden.

    Guadarmar: Danke auch dir Thure!


    ps.: Ich werde über meine Neuzugänge nächste Woche kurz berichten, allerdings nicht unter der Rubrik "An- und Verkauf", aber ggf. mit Chart-Fotos im Vergleich.


    LG Robert

    Ein Leica-Ingenieur erzählte mir mal, dass CMOS-Zellen mit ihren Mikrolinsen und Farbfilterschichten ungleich tiefer seien als Filmschichten. Generell müsse bei CMOS das Licht steiler auf den Sensor fallen. Weswegen man eigentlich Objektive neu rechnen müsse, die Bildkreise kleiner ausfielen und man sich mit Verstellungen von Filmobjektiven vor Digitalsensoren keinen großen Gefallen tue, weil gerade an den Rändern das Licht von der Seite einfiele. Bei Leica mache man die Mikrolinsen noch dicker als bei anderen CMOS, um das Licht an den Rändern besser in die Sensorzelle hineinzuleiten, was die erfolgreiche Verwendung der älteren Objektive ermögliche.

    Ja, da könnte was dran gewesen sein, denn zumindest die Adaption von analogen Leica-UWW-Objektiven der M-Serie machte auch an den ersten Sony-DSLM besonders an den Bildrändern Probleme. Also m.W. auch bei Retrofokuskonstruktionen im WW-Bereich.

    Zwischenzeitlich hört man von diesen Problemen allerdings nichts mehr. Vermutlich da das umfangreiche native Sony E-Mount Objektivangebot bei Sony das Adaptieren zur Nebensache machte. Aber die heutigen CMOS-Sensoren werden ja "mit rückwärtig belichteten Design" konzipiert.


    Aber umgekehrt: Ist bei der Adaption von GF-Objektiven an KB-DSLM-Kameras durch das größere Auflagemaß der GF-Objektive die Problematik nicht generell entschärft?

    Zudem: Auch beim Tilten und Shiften nutzen die an GF-Objektive adaptierten KB-Kameras (-Sensoren) doch immer noch einen relativ zentralen Bereich des Bildkreises eines 4x5"-Objektives. Da dürfte die Herausforderung bei einem nativen UWW für den Strahlengang deutlich größer sein. Oder sehe ich das falsch?

    Meine kürzeste GF-Brennweite beträgt 47mm und da ist es eher schwer mit dem 21mm im DSLM-Körper zurück gesetzten Sensor noch genug Spielraum für Tilten zu erhalten.

    LG Robert

    Hallo Rainer, danke für deine Erläuterung des Sachverhaltes hinsichtlich Beugung und Colorshift.

    Ja, ich habe eigene Testergebnisse und die sagen mir, dass ich auch noch mit Blende 8(-14) ganz brauchbar arbeiten kann. Allerdings sind das alles nur Tests am Chart im Bereich der Bildkreis-Mitte und ja, die Ergebnisse bewegen sich dann immer noch etwas unter der Leistung meines Zeiss Batis 2.8/135mm bei Offenblende. KB Objektive sind ja auch sehr auf Offenblende hin getrimmt.

    Der Verkäufer hat mich insbesondere beim Symmar-S 5.6/120mm mit seiner eigenen positiven Erfahrung angefixt und mir Hoffnung gemacht, dass dieses (längere Zeit unverändert ins Digitale übernommen wurde und sogar) dem später entwickeltem Digaron nahe komme. Er nutzte die Fuji GFX 100 und kennt angeblich auch die für Beugung besonders empfindliche Sony A7RIV.

    Versuch macht klug und ich möchte ja auch nur spezielle Motive mit T/S via GF-Kamera-Adaption bewältigen.

    Ich bin sehr gespannt auf die Neuzugänge und bei Schleimpflug muss ich ja nicht so stark Abblenden.

    LG Robert

    Daniel1983: Danke für die Info. Ich habe bereits zwei Objektive gekauft und bezahlt. Es wurden ein Rodenstock Sironar-N 5.6/150mm (Sinaron-S) und ein Schneider-Kreuznach Symmar-S 5.6/120mm. Letzteres soll ein Geheimtipp bzgl seiner Schärfe an Digitalkameras sein. Beide in einem sehr guten Zustand. Die beiden Objektive sollen Anfang nächster Woche ankommen und werden dann zunächst einmal am Testchart gegen meine "guten" 135mm Objektive antreten.

    Aussortiert aus meinem Bestand werden bereits die schwächeren aus meinem Bestand, ein Symmar 5.6/135mm und ein G-Claron 9/150mm (jeweils ohne Verschluss). Ferner zwei nicht vergütete 6x9cm Objektive, 5.6/135mm von Voigtländer und Kodak (im Verschluss).

    Wenn es interessiert, kann ich ja hier auch noch über meine Tests berichten. Ich vermute, dass ich das dann nicht mehr in diesem Thread machen darf.

    LG Robert

    Dann gehörst du zu den Anwendern, die nach optimaler Blende zur Vermeidung von Beugung fragen. Da bist du eigentlich bei einem GF-Objektiv für analoge Fotografie an der falschen Adresse. Bei offener Blende 5.6 sind diese Objektive weit entfernt von ihrer maximalen Leistungsfähigkeit (auf größere Filmblätter bezogen). Bei weiter geschlossener Blende ist die Auflösung aber schon durch die Beugung begrenzt.


    Beim Apo Sironar S sind Verzeichnung und Farblängsfehler geringer als bei Apo Sironar N - am Rand des Bildkreises ist die S-Variante besser als das N.

    Ja, bei KB-Objektiven nutze ich in der Tat zur Vermeidung von Beugung i.R. Blenden bis f/5.6-6.3. Aber mir ist natürlich auch bekannt, dass die GF-Objektive viel stärker abgeblendet werden - und - ich traue mich das auch! Wieviel Abblendung ich zulasse ermittle ich pro Objektiv aufgrund eigener Testreihen auf einem Testchart für Objektive. Im Moment habe ich sechs 135er und ein 150er GF-Objektiv, da macht das Reduzieren auf ein "Standardobjektiv" und ggf. 1-2 Spezialisten in diesem Brennweitenbereich m.M.n. durchaus Sinn.


    Wen es interessiert, dieses Teil habe ich mir gekauft: Apo Sironar-N MC 5,6/150 mm 72° Prontor Pro Rodenstock, Sinaron S


    ps.: Falls ich damit nicht zufrieden bin oder mir ein bezahlbares Sironar-S über den Weg läuft, dann kommt es halt wieder in den Verkauf.

    LG Robert

    Aufgrund der erhaltenen Informationen bin ich nun im Begriff, mir ein neueres Sinaron-S 5.6/150mm für 500,-€ zuzulegen. Das soll einem Rodenstock Siranon-N entsprechen und im Gegensatz zu den älteren Modellen auch im Nahbereich (kein Makro) gut abbilden.

    Aber das kommt mir auch nur ins Haus, falls ich für dessen Blendenbetrieb keinen Hinterlinsen Verschluss benötige.

    LG Robert

    Aber sorry, ich hatte erwartet, dass digital arbeitende Lichtbildner soviel Kenntnisse von Bildbearbeitung am Computer haben, dass man auch mit den besten GF-Objektiven und GF-Kameras nicht die Ergebnisse von gestackten Schärfeebenen oder gestitchten Panoramen oder von perspektivekorrigierten 61-MP-Digitalaufnahmen erzielt und das man mit einem Auszug von 135mm viel Luft auf den Sensor pumpft, den man dann dauernd reinigen darf.

    Da bin ich wohl jemandem - ohne es zu wollen - zu nahe gekommen!

    Übrigens ist der 135mm Auszug bzgl. Staubpumpe nicht unbedingt problematischer wie kürzere Abstände mit WW-Balgen.

    Auch leidet die Qualität bei einer Perspektive korrigierten EDV-Bearbeitung.

    Ein Pixelpeeper wie ich kennt diese Probleme aus der Praxis und hat sich u.a. auch daher verstellbare "Balgen" angeschafft. :)

    Versuche das mal einem zu erklären Der im Besitz von einem Super Anugulon ist! :)

    Ich habe von Schneider-Kreuznach die Super-Angulone 5.6/47mm und das 5.6/58mm und kann bestätigen, dass die selbst am eng gepackten 61MP KB-Sensor Auflösungstechnisch im Mittelfeld ganz brauchbar sind. Deren Kontrastbewältigung dürfte allerdings für mich deutlich besser sein. Aber alles Gute ist nie beisammen.

    LG Robert

    Diesch: Danke für die Hinweise

    - auf die Canon TS-E Objektive: Ich selbst habe nur eine 24mm KB-T/S-Brennweite. Weiß aber von Dierk Topp, dass insbesondere das 17er TS-E eine gute Qualität haben soll und der Bildkreis auch noch sehr brauchbar am MF sein soll.

    - auf die leichter zu bekommende Brennweite 150mm: Ich gehe dem nach. Ergänzend habe ich auch ein bezahlbares 135mm in Version N gesehen und gelesen, dass dieses optisch ebenfalls sehr zu empfehlen sei, aber einen kleineren Bildkreis ausleuchtet. Wenn dem so wäre, könnte ich Geld sparen.


    Da ich u.a. ja auch Tabletop mache, muss ich die Sironare generell noch auf ihre Nahaufnahme-Fähigkeiten abklopfen. Dazu habe ich kritische Stimmen wahrgenommen. Keine Ahnung, ob da was dran ist?

    Achtung: ein apo sironar digital hat einen deutlich kleineren Bildkreis.

    Danke für den Hinweis!

    Vergleich analog zu digital gerechneten Objektiven war dir ja schon bekannt.

    Grüße

    Ja! Ich weiß aber auch, dass selbst viele Rechnungen für "gute" Digital-Objektive älter als 30 Jahre sind und in der Marketingabteilung digitalisiert wurden. ;)

    Ein GF-Objektiv mit den Eigenschaften meiner Sony GM oder Zeiss Batis erwarte ich ja auch nicht, denn dann wäre ein GF-Objektiv für mich kaum bezahlbar. :(

    LG Robert

    aksak_maboul: Das wäre super, wenn ich zu diesem Preis kaufen könnte! Danke für die Info!


    ps: Auf die sonstigen User-Kommentare zu KB gehe ich besser nicht ein. Nur soviel: Ich verstehe ja, dass man sich hier oft nicht vorstellen kann, dass ich meine GF-Kameras nur als verstellbare Balgen benutze und dann zur Nutzung der Freiheitsgrade auch gute GF-Objektive benötige.

    Aber sorry, ich hatte erwartet, dass GF-Lichtbildner soviel Kenntnisse von KB haben, dass man auch mit dem besten T/S- KB-Objektiv nicht die Ergebnisse von Fachkameras erzielt und dass man mit einem Auflagemass von 21mm wenig Spielraum für T/S hat.

    Zu Analog kehre ich nicht mehr zurück, das hatte ich mehr als vier Jahrzehnte.

    LG Robert

    Zunächst noch einmal vielen Dank für eure Unterstützung, ich interessiere mich nun für ein Rodenstock APO Sironar S 5.6/135mm. Da dessen Preis für mich derzeit eine Herausforderung darstellt, kann sich die Anschaffung noch etwas hinziehen.

    Übrigens kann ich alle eure Hinweise nachvollziehen, ich beschäftige mich ja auch schon einige Jahrzehnte ernsthaft mit Fotografie. Ihr habt euch ja schon auf eure Fragen selbst die korrekten Antworten gegeben. Einzig, meine Anforderungen an den Bildkreis sind nicht so hoch, da ich ja (nur) meine Sony A7RIV Kameras adaptiere. Das wird hier ja nicht so gerne gesehen, darum habe ich das auch nicht in den Vordergrund gestellt. Doch fordern meine 61MP Kameras auch die Randbereiche des Bildkreises.

    Mir ging es um die Vorschläge aktueller Produkte, da ich heutzutage ja in erster Linie mit KB sowie Sony GM und Zeiss unterwegs bin.

    Angebote der von mir favorisierten Linse sind willkommen, ansonsten ist das Thema für mich positiv beantwortet!

    LG Robert

    Einfach vergütet!? Das wird für die Farbfotografie aber nicht so gut sein. Auch wenn der Preis nicht unbedingt auf die beste Qualität hindeutet, bei den im Internet aufgerufenen Preisen (100-150€) hätte mich das aber auch gewundert, wenn das Fujinon zu den besten 135ern gehört hätte.

    Ich habe ja bereits ein Symmar, ein G-Claron, ein Repro-Claron, ein Rodagon usw. und suche eine noch bessere Linse als die vorhandenen.