Posts by Kurt

    Und hier als Abschluss der Geschichte mein erstes "ernsthaftes" Bild aus unserem Garten, was meine Erwartungen erfüllt.

    (Tachihara 4" x 5", 100 Tmax 6cmx10cm, Zeiss Dominar 10,5cm, 1/2 Sekunde, Blende 11.)

    Einlegen des Films ging wie geschmiert, Planlage ist ok (sieht man an der schrägen Schärfeebene, die das Gewünschte scharf abbildet; was eben mit einer normalen MF-Kamera nicht so möglich ist), und somit gute Aussichten für alte und neue Rollfilme.

    So, mission completed!

    Heute morgen habe ich das Thema (für meine Zwecke) zufriedenstellend abgeschlossen. Das Ergebnis sieht so aus, dass ich aus ganz wenigen Zutaten (alte Planfilme + Klebstoff) eine Filmkassette (rückstandsfrei reversibel!) zur Aufnahme von 6x10 Rollfilm-Abschnitten umgerüstet habe (siehe auch angehängte Abbildung).


    Oberer Streifen = 2 Planfilmstücke passend zugeschnitten und mit einem dritten leicht überstehenden Filmabschnitt (als Niederhalter) zusammengeklebt in die Kassette geschoben (die doppelte Filmdicke dient dazu, diese Konstruktion klemmfest an ihrem Platz zu halten, sowie den Rollfilmabschnitt daran zu hindern, nach oben zu verrutschen).

    In der Mitte der Rollfilmabschnitt (einen Tag vorher den ganzen Rollfilm einmal auf links wickeln, damit er seine Spannung verliert, die Abschnitte (6cm x 10cm) im Dunkeln so kennzeichnen /z.B. obere rechte Ecke abschneiden/ dass man auch später noch erkennt, wo vorn und hinten ist.

    Unterer Streifen fast genauso wie den oberen, nur im Randbereich (links und rechts) nicht doppelt, sodass er verschiebbar bleibt. WARUM? Weil man so zunächst mal den Rollfilmabschnitt an den oberen Haltestreifen anlegen kann, während der untere Streifen noch leicht weggeschoben bleibt. Dann diesen unteren Streifen an den Rollfilmabschnitt heranschieben, so dass der Niederhalter übersteht und gleichzeitig (hier sollte man recht genau messen und schneiden) die Unterkante dieser Konstruktion möglichst exakt VOR den kleinen rechteckigen Erhebungen im Boden der Kassette landet. Beim Zuklappen der unteren Leiste der Kassette wird so der untere Haltestreifen sicher fixiert, sodass auch der Rollfilmabschnitt fest an seiner Stelle bleibt.

    Wenn man das alles ein paar Mal mit geschlossenen Augen durchspielt, geht das dann auch ohne Licht flott vonstatten! (Heute morgen angefertigt, die restlichen Abschnitte warten in lichtdichtem Karton auf ihren Einsatz und ein entwickeltes Testnegativ trocknet gerade seiner Vergrößerung entgegen, also kein Hexenwerk...)

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    Durch die waagerechte Schärfeebene in Augenhöhe wird der Blick geradezu in den Wald hineingezogen.

    Zeigst Du uns das dann? I

    Hier ist mal das allererste Bild (Blick über unseren Gartenzaun rüber zur Blauen Mauer), das ich heute aus meiner ersten Versuch-macht-kluch-Bastelei gewonnen habe.

    Von einem meiner alten Rollfilme habe ich dazu einen exakt 10 cm langen Streifen abgeschnitten und quer und mittig in einer 4x5-Kassette positioniert. Damit er nicht verrutscht, vorher bereits einen alten Planfilm eingelegt, als Unterlage.

    Damit er an der richtigen Stelle bleibt, auf diesen Planfilm einen Querstreifen mit leicht überstehender Lippe geklebt, um die Rollneigung zumindest an der oberen Kante zu bändigen. Die vorzeigbare fertige Version zeige ich Euch dann, wenn sie vorzeigbar ist.

    Das allergrößte Problem war nämlich die Rollneigung des Films! Im Dunkeln diesen springlebendigen Schnipsel in die Seitenführung der Planfilmkassette zu zwingen und dann unter die Lippe des Querstreifens, war nicht ganz einfach.

    Daher jetzt schon mal der Tipp für eventuell Interessierte: Da der Film sowieso von hinten, also da, wo er nicht am Trägerpapier festgeklebt ist, abgeschitten werden sollte, muss man ihn umspulen. Und das nicht so wie ich es machte, in der gleichen Rollrichtung, sondern dagegen, dass also von Trägerpapier die schwarze Seite außen ist. Das habe ich mit der verbleibenden Rolle nachträglich so gemacht, und hoffe nun, dass sich bis morgen der Film etwas weniger rückstellfreudig zeigt. Der Planfilm ist 0,19mm dick, der Rollfilm 0,14mm. Meine o.g. Methode führt also dazu, dass der Rollfilmabschnitt ein wenig außerhalb der Schärfeebene liegt. Dazu will ich mal Aksak's Hinweis folgen, und schauen, was es da an geeigneteren Unterlag-Materialien gibt. Aber das ist dann der Feinschliff.

    Vielleicht wäre eine Vorbelichtung sinnvoll gewesen. Aber das ist immer so eine Sache: zwischendurch regnete es, und die Wolken wechselten schnell, da dachte ich gar nicht so weit!

    Dazu ein belichtungstechnischer Gedanke: Ob Vor- oder Nachbelichtung ist dem Film ja eigentlich egal! D.h., wenn die Zeit knapp ist (weil die Wolken nicht stillhalten), könnte man ja erstmal die Situation fotografisch nutzen und "auf die Platte bannen", und dann später in aller Ruhe ggf. nachbelichten.

    Zitat von Shen Hao 2 Bilder verknipsen, dann noch ein Bild weiterspulen; Kamera/Kassette öffnen, Film durchschneiden, die 2 Bilder entnehmen, neue Spule einlegen, Restfilm ggf. anspitzen, Papierstreifen etwas kürzen, und wieder auffädeln. Reicht mind. für 2x2 Bilder, bei 6x9cm, und womöglich für mehr bei kleineren Formaten.

    Zitat von Michael

    Das finde ich aber auch ein arges Gefummel.Dann doch lieber den o.g. Vorschlag von aksak_maboul, der ist halt auch gleich mit beträchtlichem Lerneffekt verbunden ...
    Viele Grüße
    Michael


    Die Methode mit dem Abschneiden habe ich manchmal mit Erfolg bei Kleinbild angewendet, das hat immer gut geklappt.
    Bei Rollfilm allerdings stelle ich mir bereits bei voller Beleuchtung vor, wie ich spätestens nach einer halben Stunde das ganze Geraffel unter wilden Flüchen an die Wand schmeiße... (Na gut, im Dunklen sieht man mich wenigstens nicht dabei...)

    Der erste Vorschlag von Aksak hat mir nicht so zugesagt (wie auch meine zurückhaltende, bzw. nicht erfolgte Antwort darauf erkennen lässt), aber den zweiten halte ich nun doch für durchaus zielführend! (nach dem Motto: dem Ingeniör ist nix zu schwör). So eine passende Maske anzufertigen und innerhalb einer 4x5-Kassette zu platzieren, traue ich mir zu, das Problem mit der Materialstärke ist sicherlich beherschbar (guter Tipp mit den Kunststoffblättern, erste Versuche mit alten Planfilmen geben Hoffnung), und wenn das funktioniert, hätte ich nicht nur meinen alten Rollfilmen noch einen sinnvollen Lebensabend verschafft, sondern auch kommenden Generationen eine Zukunft aufgezeigt :) .

    Rollfilm ist 50% dünner als Planfilm.


    Das Gefummele würde ich mir nicht antun

    Habe ich auch gerade festgestellt, das rutscht hin und her...


    Da werde ich jetzt mal drüber schlafen, und dann vermutlich die Klamotten so nutzen, wie sie gedacht sind: meine Planfilmkassetten für Planfilme und meine Cambo-Boxen für die restlichen Rollfilme (mit speziell dafür antrainierter Geduld, d.h. den Rollfilm halt 'nen Tag länger drin lassen, für das nächste Motiv).

    Jedenfalls nochmal ganz vielen Dank an Euch alle für die hilfreichen Antworten!

    Danke für die Antworten, aber ich hatte (glaube ich) nicht ausreichend deutlich gemacht, wo mein Problem liegt: Ich will mit meiner 4x5-Tachihara meine alten 120er Rollfilme aufbrauchen, mir ist aber ein ganzer Film zu lang! Daher will ich in stockdunkler Finsternis diese Rollfilme in einzelne Blätter schneiden und irgendwie in die 4x5-Kassetten reinfriemeln.

    Oder vielleicht gibt es Kassetten, die 6x9-Filmabschnitte aufnehmen und in 4x5"-Kameras hineinpassen?

    Eine Möglichkeit scheint mir die Nr. 2 von geo zu sein ("Eine 4x5 Kamera mit der 6x9 Reduzierung und 6x9 Planfimkassetten verwenden"), HOPPLA, da kommt die Antwort von Michael, JA, mit diesem "Geraffel" scheint mir die Lösung näher zu rücken,

    Frage an Michael daher: würde dieser Sinar-Adapter auch an eine 4x5"-Tachihara passen, oder ist das völlig undenkbar?


    Nochmal in Ruhe gelesen: Michael, vermutlich bin ich da zu optimistisch, ich sehe nun, dass diese Adaption ja so aussieht, dass man die ganze Hasselblad mit Kassette an der Sinar anbringt, oder?; mir geht es ja nur darum, diese Filmabschnitte in einer 4x5"-Kassette an meiner Tachihara unterzubringen.

    Und dann ist der Aufruhr ja voraussichtlich auch mit dem letzten meiner Rollfilme dann komplett erledigt...

    Also, zunächst mal vielen Dank für die schnellen Reaktionen, aber ich denke, mit meiner Scherenschnitt-Quer-in-die-Kassette-schieben-Version werde ich mich jetzt erstmal näher beschäftigen.

    Warum nimmst du keinen 4x5" Film? 2 Bilder sind eine Kassette?

    Ja klar, 4x5-Filme habe ich reichlich, mir geht's darum, endlich mal diese alten Rollfilme zu verbrauchen, aber eben nicht sinnlos zu verballern. Die Qualität ist gar nicht so übel, ich finde es nur schade, dass ich von einer Rolle bei den ersten 3 Filmen den größten Teil mehr oder weniger verschwendet habe, weil mir ein ganzer 120er Film einfach zu lang ist.


    Gerade kommt mir eine Idee in den Sinn: wenn ich exakt zuschneide, dann könnte ich doch einen Rollfilm-Abschnitt quer in eine 4x5-Kassette einschieben, müsste dann auf der Mattscheibe eben kennzeichnen, wo der Film liegt, und zack, fertig! In der Kassette evtl. einen dünnen Karton als Anschlag platzieren, dann findet der Rollfilm-Abschnitt sicher seine Position. Werde ich mal probieren; hoffentlich macht mir die Rollneigung des Films keinen Strich durch die Rechnung.

    Ich habe im Gefrierschrank noch einige Rollfilme (Ablauf 2007), von denen ich nun 2 oder 3 via Cambo-Box in der 4"x5"-GF-Kamera verknipst habe. Mir sind das aber zu viele Bilder auf einem Film. Nach 1 bis 2 Stunden bin ich normalerweise fertig mit dem Fotografieren und habe dann vielleicht 2 Bilder gemacht, die ich dann aber auch umgehend entwickeln will (der Rest war dann für die Tonne).

    Daher meine Frage: Gibt es eine fertige technische Lösung dergestalt, dass man in eine 4x5-Filmkassette einen einzelnen ca. 6x9cm - Abschnitt vom Rollfilm einlegen kann? Alternativ könnte ich natürlich auch einen solchen Abschnitt in eine Cambo-Box fummeln (ich habe 2 davon, würde also für meine Zwecke reichen), aber vielleicht gibt es ja was einfacheres?

    Zum Thema "Aufhängen":

    nachdem mir 1 oder 2 mal ein Film aus der Klammer (Wäscheklammer aus Holz bzw. Kunststoff) gerutscht ist, nehme ich nun solche Krokodil-Klammern (aus der Autozubehör-Abteilung, Elektrik-Regal); die kann man ganz knapp am transparenten Filmrand zubeißen lassen, sie lassen auch nichts los, was sie einmal zwischen den Zähnen haben...

    Hier habe ich mal etwas rumgespielt:

    eine geladene Kassette im Garten im Farn plaziert, geknipst, den daraus angefertigten Papier-Abzug dann wieder in denselben Farn gelegt und unter Verwendung der abgebildeten Kassette nochmal geknipst und geprintet. Also die Kassette auf dem abgebildeten Bild enthält den Film, von dem ich dann dieses Bild hier gefertigt habe.

    Danke für diese Anregung!) Das hat mich heute morgen motiviert, noch im Bademantel mal mein (gestern Abend geöffnetes und gereinigtes) Zeiss Dominar f10,5 cm (eigentlich wohl eher für 6x9 gemacht) für diese Nahaufnahme (Blende 11, 1/10 sec.) zu aktivieren; wollte mal wieder eine schräge Schärfeebene probieren. Und dann isses ja auch vom Motiv ein Gegenstück zum oben abgebildeten edlen Gerät, diese meine stehengebliebene Werbegeschenkuhr... durch die kurze Entfernung war der Bildkreis ausreichend für 4x5"..

    1 min. Netzmittel, nicht mehr rotiert(wegen der Schaumentwicklung)

    so hatte ich das vor vielen Jahren auch gemacht, bis mir dann ein Fläschchen Klarspüler in die Hände fiel, das bei der Geschirrspülmaschine keine Verwendung mehr fand wegen Umstieg auf Allround-Tabs. Ich habe dann sämtlichen sachkundigen Ratschlägen getrotzt und seither immer nur damit rotierend schlussgewässert (1 Spritzer auf 300ml Wasser), kein Schaum, keine Streifen, keine sichtbaren Schäden an den Negativen... also ich werde dabei bleiben.