Posts by Vidom

    Mal ganz doof gefragt: Wofür ist/war denn so ein Tetra-Skopar gedacht? Könntest Du bitte mal ein Bild davon zeigen?

    Ansonsten: Ich finde es großartig und inspirierend, dass Du Deine Arbeit mit dem Altglas zeigst! Bitte weiter so!

    Viele Grüße - Peter

    Das sogenannte "Profi-Kompendium" für die neueren Linhof Kardan-Modelle hat einen Einschub, der offenbar für Filter oder Filterfolien etwa in der Größe 10 × 10 cm gedacht ist. Ich würde mir gern einen Satz passender Filter für die Schwarzweißfotografie (mindestens gelb und orange, vielleicht auch andere Farben) beschaffen. Wo gibt es sowas?

    Viele Grüße

    Peter

    Zuerst an Vidom und er wollte es dann weitergeben an Karsten wenn es bei ihm zeitlich im Juni passt.

    Hallo Varg, ich finde das Projekt zwar superinteressant und würde mich auch gelegentlich beteiligen, wir hatten uns dazu aber bisher nicht abgesprochen; wahrscheinlich verwechselst Du mich mit einem anderen Forenten, der sich schon konkret dafür angemeldet hat. Ich bin beruflich so stark beansprucht, dass ich Im Moment kaum zum Fotografieren komme.

    Viele Grüße

    Peter

    Bei diesen recht hoch korrigierten Sechslinsern waren sie damals aber auch schon sehr dicht dran alle drei Farben auf einen Punkt zu fokussieren. Leider litt darunter die sphärische Korrektur und deswegen muss bei fast allen voll verkitteten Objektiven der Fokus bei starker Abblendung korrigiert werden.

    Ich hatte noch nicht so viel Zeit, das wirklich gründlich auszuprobieren, aber ich habe den Eindruck, dass der ebenfalls offenbar sehr gut korrigierte Zeiss-Protar-Satz VIIa mit vollverkitteten Vierlinsern auf beiden Seiten der Blende nicht so viel Fokuskorrektur bei starkem Abblenden benötigt, jedenfalls definitiv nicht soviel wie der Polyplast-Satz (mit seiner etwas abenteuerlich anmutenden Kostruktion mit einem Vierlinser hinten und in allen Kombinationen jeweils einem Zweilinser vorn, über den dann die Brennweite bestimmt wird - erstaunlich, dass das letztendlich doch ganz gut funktioniert).

    Bemerkenswert wie gut die Bildfeldwölbung korrigiert ist.

    Ja, der Polyplast-Satz ist erstaunlich gut, wenn man es denn schafft, bei stark abgeblendetem Objektiv die Schärfeebene korrekt zu treffen, was durchaus herausfordernd ist.

    Lustigerweise ist hier sogar von "apochromatischer Korrektur" die Rede:

    https://www.cameraeccentric.com/static/img/pdfs/staeble_1.pdf

    Daran glaube ich nicht so recht, aber meine Bilder sind scharf genug und kontrastreich. Wie gesagt, die Arbeit mit dem Altglas macht viel Freude und nötigt mir einigen Respekt vor den Konstrukteuren an der Schwelle zum 20. Jhd. ab.

    Das ist der Kran von dem anderen Bild, von der anderen Seite fotografiert mit dem Polyplast-Satz in der Kombination IV, also mit 23,5 cm Brennweite.


    Ein Forumsmitglied hat mir ein schönes altes Satzobjektiv verkauft, ein Staeble Polyplast 1:6,3 16,5 cm im Koilos Verschluss, also wohl für das Format 10x15, mit dem kompletten Satz Linsen, so dass das System Brennweiten von 12,5 cm bis 27 cm abdeckt. Das Objektiv stammt aus der Zeit so um 1910.

    Ich habe das Ding auf eine Technika gesetzt und ein paar Bilder gemacht, da, wo ich häufig hingehe, wenn ich was probiere, also im Hafen.

    Den Poller habe ich mit der "Standardbrennweite" von 16,5 cm, also der Kombination II, im Negativformat 9x12 gemacht. Man muss ordentlich abblenden und Focus Shift korrigieren, aber dann wird das erstaunlich scharf. Mit 'nem Apo-Symmar wird es vielleicht noch schärfer, macht aber dann nur halb soviel Spaß.


    Hallo!

    Bei meiner alten Voigtländer Bergheil ist auch ein Vario-Compurverschluß eingebaut und die Langzeiten verharzt.

    Also habe ich mich an die Reparatur getraut und beim Abnehmen des Deckels ist der untere Teil des Spannhebels wohl durch klebendes Fett rausgezogen worden und die Spannfeder aus dem Teil gerutscht!

    Jetzt weiss ich nicht wie ich die wieder in das Teil einfügen kann

    Hallo Friedhelm, ich habe in einem anderen Thread ziemlich ausführlich darüber geschrieben (vorletzter Beitrag in dem Thread):

    Vidom
    September 16, 2023 at 4:43 PM

    Vielleicht hilft das ja.

    Ich denke, um die Feder wieder in das Federgehäuse zu bekommen, muss die Feder aus dem Verschluss entfernt werden (sie ist auf der Achse eingehängt, man muss sie vorsichtig drehen, bevor man sie nach oben abziehen kann); Du musst dann irgend eine Methode finden, die Feder sehr eng zusammenzuwickeln und dann das Federgehäuse darüber stülpen; ich habe dafür aus einem Schrottverschluss so eine Federachse ausgebaut und auf ein Brett geklebt. In die Achse wird dann die Innenseite der Feder eingehängt, dann kann man die Feder eng aufwickeln, wenn man das andere Ende festhält. Wenn die Feder wieder im Federgehäuse eingeklemmt ist, kann man das zusammen wieder auf die Achse stecken und das innere Ende der Feder durch Drehen in der Achse einhängen.

    Aber das ist eine furchtbare Friemelei, die Feder da wieder rein zu bekommen. Viel Glück!

    Viele Grüße

    Peter

    Bist Du sicher? Das Sironar und das Symmar mit 100 mm Brennweite decken zwar den Bildkreis von 4x5 mit etwas Mühe gerade noch ab, die Verstellreserven sind dann aber sehr gering. Das sind eben keine typischen Weitwinkelobjektive, sondern die „Normalobjektive“ für das nächst kleinere Format.

    Ach Leute, haltet doch mal den Ball flach - ich denke mir immer, was für Ansel Adams gut genug war, reicht mir auch. Spätestens seit dem Entwicklungsstand von 1945 (wahrscheinlich gilt das bei den besseren Rechnungen auch für viel frühere Entwicklungsstände) beschränken die Eigenschaften des Films und meine persönlichen Fähigkeiten ab dem Mittelformat die technische Qualität meiner Fotografien mehr als die Qualität der Objektive, solange man diese sinnvoll einsetzt, also bei Arbeitsblende und ohne übertriebene Verstellungen. Und natürlich ohne Farbe.

    St. Ansel hat in „The Camera“ darauf hingewiesen, dass bei unvergüteten (!) Objektiven wegen interner Reflexe eine Aufhellung der Schatten erfolgen kann (ideal für Fomapan 100 8)); der Unterschied zwischen einfach vergüteten und mehrfach vergüteten Objektiven geht dann bei mir aber schon wieder im Rauschen unter (und bei einer simplen Konstruktion mit wenigen Glas-Luft-Grenzflächen wie den Tessar-Typen lässt sich der Unterschied zwischen einfach vergüteten und mehrfach vergüteten Gläsern wahrscheinlich kaum einmal mehr messen). Die echten Kenner sehen wohl noch Unterschiede. Von „matschig" sind wir da aber noch meilenweit entfernt.

    Ja, das ist ja genau so ein Silberling. Natürlich ist so ein Symmar conv. nicht unbedingt das Schärfste, aber was soll's: die Negative sind 13x18, und ich glaube, dafür reicht das allemal; sie werden ja weniger stark vergrößert als 4x5 oder ein Ausschnitt daraus.

    Das sind sehr schöne Bilder! Und was sollte es an den alten Symmaren auszusetzen geben? Bei Arbeitsblende ist doch allenfalls der Bildkreis ein bißchen kleiner als bei den neueren Objektiven, aber an der Schärfe - was auch immer man als "Schärfe" definiert - gibt es doch eigentlich nichts zu meckern, jedenfalls gehen bei mir eventuell vorhandene graduelle Unterschiede zu moderneren Konstruktionen, sollte es sie geben, in den Körnerwüsten meiner mediokren Negativverarbeitung verloren.

    Gruß, Peter

    Was mich erstaunt bei meinem alten 168mm Dagor, es scheint einen ziemlichen grossen Bildkreis zu haben, das hatte bei 4x5 noch einiges an Verstellreserven, was mich überrascht hat obwohl es ein sehr kleines Objektiv ist..mein kleines Doppel-Protar mit 2x224mm nicht so sehr

    Das ist klar, bei dem Brennweitenunterschied. Das Doppel-Protar mit 2x224 mm hat ja nur eine Brennweite des Gesamtsystems von 128,6 mm und einen Bildkreisdurchmesser von gut 21 cm, wohl bei offener Blende (nach einem Katalog von 1904, ich weiß nicht, was die damals als brauchbaren Bildkreis angesehen haben). Das war ja die Idee bei den Protaren, man hat über die Kombinationsmöglichkeiten des Systems mindestens zwei brauchbare Brennweiten, bei Deinem eben 128,6 und 224 mm, wobei die 224er Protarlinse allein schon einen vergleichsweise gigantischen Bildkreis von knapp 35 cm ausleuchtet. Für 9x12 war das funktional sowas wie später ein Standardzoom 35-70 bei Kleinbild... Mein Doppel-Protar hat die Brennweiten 224 und 350 mm, im Gesamtsystem 26,7 cm Bildkreisdurchmesser bei ca. 152 mm Brennweite, das dürfte schon etwas mehr sein als bei den Tessar-Typen vergleichbarer Brennweiten, da ist noch einige Verstellreserve vorhanden.

    Das 168mm Dagor dürfe mindestens für 10x15, vielleicht auch für 13x18 vorgesehen gewesen sein, mit dem entsprechenden nutzbaren Bildkreis, der sich durch Abblenden - wie beim sehr ähnlichen Angulon - sicher noch deutlich vergrößert.

    Ja, das ebenfalls mehr als hundert Jahre alte Protar, mit dem ich gerade ebenfalls spiele (meine beiden anderen neueren Threads) hat sogar vier verkittete Linsen auf jeder Seite, damit eben auch nur vier Glas-Luft-Flächen; das Voigtländer Kollinear hat, wie Dagor und Angulon, je drei Linsen. Die sind alle bei Arbeitsblende erstaunlich kontrastreich und scharf; ich habe keine Sonnenblende benutzt und bei keinem Bild irgendwelche Reflexe gesehen. Ich hatte das erst für Spielerei gehalten mit dem Altglas, aber man kann das doch ganz ernsthaft für technisch gute Bilder (in SW) verwenden.

    Ich hadere etwas mit den alten Kameragehäusen; meistens ist die Mattscheibe für mich als Brillenträger nicht gut zu sehen (ich muss wohl doch mal in die Horseman Stiel-Lupe investieren, um durch die Lichtschächte zu sehen). Vielleicht setze ich doch die schönen alten Objektive auf Platinen für eine modernere Kamera. Andererseits geht 9x12 kaum noch kompakter als mit den frühen Faltern; solange man nur ein bißchen shiften will, reichen die dann auch für die Landschaft, aber bei Scheimpflug ist dann meistens Schluss (wobei - ein bißchen kann die ICA Ideal das auch, eines meiner nächsten Projekte), und die frühen Präzisionskameras wie die Linhofs und ihre Clones der „Münchner Bauart“ sind dann gleich ein ganzes Stück größer und schwerer.

    Ich arbeite gern mit alten Objektiven. Um das berühmte Goerz Dagor ausprobieren zu können, musste ich mir eine Tenax besorgen, wahrscheinlich kurz vor dem ersten Weltkrieg gebaut. Ich bin in den Rostocker Stadthafen geradelt und habe - mal wieder - die alten Hafenkräne als Testmotiv genommen. Blöderweise habe ich die alten Blechkassetten der Tenax nicht ordentlich gereinigt, da ist ordentlich Dreck auf den Negativen, den ich digital nur teilweise wegbekommen habe. Ich zeige die Bilder trotzdem mal, als Demonstration, was so ein altes Dagor noch kann - jedenfalls bei Arbeitsblende. Alles Bl. 22, Fomapan 100, Rodinal 1+50.

    Viele Grüße

    Peter

    Zeiss Protar Satz VIIa 22+35 cm (= ca 15,5 cm) @ Bl. 22 an einer Linhof Präzisionskamera, Fomapan 100, Rodinal 1+50


    Eines der Motive in meiner Nähe, habe ich hier schon mal gezeigt; ich fotografiere die Brücke manchmal, wenn ich irgendwas ausprobiere, hier mein neues Protar. Heute hatte ich Glück - das ist bisher mein liebstes (und technisch bestes) Bild von der Brücke.

    Viele Grüße

    Peter

    Warnow bei Niex, Zeiss Protarlinse 22cm @ Bl. 22, Fomapan 100 in Rodinal 1+50

    Ich bin beeindruckt, was so ein 120 Jahre altes Satzobjektiv noch leistet.

    Viele Grüße

    Peter