Posts by Vidom

    Bei Leitz in Wetzlar wird auch noch sehr viel von Hand gefertigt, bei einer Werksführung saß ein Mitarbeiter vor einer " Minitöpferscheibe ",

    bis zu 7 Stunden an einer einzelnen Linse...

    Da wurden sicher in mühevoller Handarbeit die wertvollen Abbildungsfehler in die Linsen des Thambars eingeschliffen. Ich bin sicher, bei Bedarf können die ihre Linsen auch maschinell fertigen....

    Hallo,


    ich benötige einen Konterring (für ein Objektiv Verschlussgröße 0); wer bietet sowas an? Ich habe nur bei Ebay irgendwen in GB gefunden, der sowas aus Plastik nachfertigt; gibt es da keine (zB hiesigen oder fernöstlichen Anbieter), die sowas auch in Metall haben?


    Viele Grüße

    Peter

    Nach der Seriennummer ist das Objektiv zwischen Ende 1959 und Anfang 1961 entstanden. Aus Sammlerperspektive passt der moderne Verschluss nicht dazu, aber wer das Objektiv seiner Bestimmung zuführen (und es nicht nur in der Vitrine verstauben lassen) will, wird sich über den Prontor freuen.


    Hin und wieder wird mal eins bei eBay angeboten; ein realistischer Verkaufspreis liegt dann aber eher in der Größenordnung zwischen 600 € und 1300 €. Es gibt ein paar klassische GF-Objektive, für die Händler Mondpreise verlangen (Apo-Lanthare, Biogone, Planare, die lichtstarken Planar-Äquivalente von Rodenstock und Schneider), ich bezweifle aber stark, dass die aufgerufenen Preise tatsächlich gezahlt werden. im Großformat gibt es weniger Sammler als in den anderen Formaten, so dass kleine Stückzahlen nicht unbedingt den Wert so stark erhöhen wie zB bei historischen Leica-Objektiven oder sowas, und der Nutzwert der hochlichtstarken Objektive ist doch eher beschränkt (solange man die Technika nicht für Actionfotografie benutzen will, wie es in der frühen Werbeliteratur bei Linhof suggeriert wird). Aber das ist ein sehr schönes Objektiv, wenn ich es hätte, würde ich es behalten.


    LG Peter

    Ich habe die Platte mit einem alten Symmar 5,6/210 gekauft. Das Symmar ist jetzt auf einer Linhof-Platte, die Sinarplatte ist übrig -ich habe keine Sinar.


    Die Platte hat die Maße knapp 140x140 mm. Die Anzeuge der Blendensteuerung geht von 5,6 bis 45. Das passt für einen alten Synchro Compur 1 mit einem Symmar (wie gesagt, da war ein 210er drauf, aber die Blendensteuerung müsste mit dem alten Compur für alle Symmare in Verschlussgröße 1 passen, also jedenfalls 150er, 180er und 210er. Vorn sieht sie gut aus, an der Rückseite sind ein paar Kratzer, nichts Schlimmes. Sonst alles gut.


    Ich denke mal, 30 € incl. Versand wäre ok.


    Findest Du die obigen Bilder sehr kontrastreich?

    Nein, die nicht, die sind aber ohnehin schon bei stärkerer Verdünnung (und teilweise auch geringem Motivkontrast) entstanden, und in der digitalen Nachbearbeitung habe ich die hellen Stellen abgetönt und damit den Kontrast weiter gemindert. Du hattest aber den FP4+ angesprochen, ich wollte dazu nur anmerken, dass man da selbst bei 1:100 noch recht dichte und kontrastreiche Negative kriegen kann - hatte mich gewundert, ich dachte, da wäre mehr Ausgleichwirkung im Spiel (aber dann bin ich vielleicht noch nicht weit genung oben in der Schwärzungskurve...)

    Es wäre aber sowieso unsinnig, aus meiner digitalen Nachbearbeitung irgendwas zu schließen - das Einzige, was klar ist, ist dass alles, was auf den Digitalisaten zu sehen ist, in irgendeiner Form auch auf dem Negativ sein muss. 8)

    Die Rodinal-Entwicklung des Fomapan passt da sehr gut dazu. Sie arbeitet weich und ausgleichend, und das gibt dem Ganzen was Silbrig-Irisierendes. Das ist schwierig umzusetzen. Dir ist es gelungen. - Ich selber habe aktuell eher das Problem von zuviel Kontrast. An Bild 3 werde ich mich orientieren und mal FP4+ in Rodinal 1+100 oder mehr ausprobieren ...

    Ich experimentiere noch mit verschiedenen Verdünnngen. Mein letzter FP4+ (allerdings Rollfilm, mit 80 ASA bei sonnigem Wetter belichtet) in Rodinal 1+100 war relativ dicht in den Lichtern und mir schon fast zu kontrastreich, da hätte ich mit mehr Ausgleichswirkung gerechnet. Die Einstellung der Empfindlichkeit war aber schon o. k. für die Schatten. Beim nächsten Mal verdünne ich noch mehr, jedenfalls für kontrastreiche Motive.

    Eigentlich bin ich eher Schönwetterfotograf, aber ich wollte eine Kamera ausprobieren und bin dann bei leichtem Regen mal rund um den See... alles von der Leuchtplatte abfotografiert und quick and dirty mit Lightroom bearbeitet; wenn ich mal Zeit habe, gehe ich damit vielleicht auch noch in die Dunkelkammer.


    Technika IV (9x12), S-A 8/90, Fomapan 100, Rodinal 1:125 (quasi Standentwicklung),


    Technika IV (9x12), Apo Symmar 5,6/150, Fomapan 100, Rodinal 1:125 (quasi Standentwicklung)



    Technika IV (9x12), Apo Symmar 5,6/150, Fomapan 100, Rodinal 1:125 (quasi Standentwicklung)


    Schönen Rest-Sonntag noch!


    Peter

    Moin Peter,

    die Filmwahl ist erstaunlich. Ich wusste gar nicht, dass der SHD 400 auch für 120 produziert wurde?

    Offensichtlich. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich ein paar Rollen davon ein paar Jahre nach der Jahrtausendwende bei Fotoimpex gekauft; ich hatte zwischendrin länger keine Dunkelkammer und meine ganzen Filmvorräte in die Gefriertruhe gesteckt, jetzt hole ich sie wieder hervor. Das war aber, glaube ich, die letzte Rolle davon.

    Du hast einen interessanten Prozess, der mich neugierig macht. "HP4+" bei 80ASA in Rodinal 1+100 ... Deine Tonwerte gefallen mir.

    Das ist mein Universalprozess für größere Negative, wenn ich mir keine großen Gedanken über irgendwas machen möchte. Ich belichte dann konventionelle SW-Filme pauschal eine knappe Blende reichlicher als auf der Packung steht, damit ist bei Belichtungsmessung auf Durchschnittswerte sichergestellt, dass Zeichnung in den Schatten ist; die starke Verdünnung fördert die Ausgleichswirkung bei Rodinal, dann werden die Lichter nicht zu dicht, bei größeren Negativen ist das Korn auch kein größeres Problem. Die Standentwicklung (am Anfang eine halbe Minute kippen, danach bei ungefähr 1 Stunde Entwicklungszeit alle Viertelstunde je 15 Sekunden kippen) soll noch Kanteneffekte fördern; mir kommen die Bilder scharf vor, aber ob ich da Kanteneffekte sehe kann ich nicht beurteilen. Der Prozess funktioniert völlig unabhängig von der verwendeten Filmsorte, ist weder zeit- noch allzu temperaturkritisch und kommt damit meinem schlampigen Naturell entgegen. Außerdem brauchen die großen Negative immer viel Flüssigkeit, da geht Rodinal in homöopathischer Verdünnung nicht so ins Geld. Wenn ich nicht ganz ungewöhnliche Kontraste im Bild habe, kann ich so entwickelte Filme ohne größere Manipulation meistens ganz gut auf 2er-Papier (oder etwas steiler) vergrößern.

    Hallo,


    das sind meine ersten Bilder, die ich hier poste, also seid bitte gnädig mit mir...


    Ich steige nach ein paar Jahren, in denen ich vor allem digital in Farbe und im Kleinbildformat fotografiert habe, gerade wieder verstärkt in die SW-Arbeit mit größeren Negativen ein. Fürs Gelände habe ich eine Technika III, die ich bisher immer mit Planfilm 9 × 12 verwendet habe. Seit ein paar Tagen bin ich stolzer Besitzer eines bis 6 × 12 einstellbaren Rollfilm-Magazins. Die Aufnahmen hier sind im Grunde nur Probeaufnahmen, die ich mit dem Rollfilm-Magazin gemacht habe, auch um ein Gefühl für das überbreite Bildformat zu bekommen; das hat alles keinen gesteigerten künstlerischen Wert, ich dachte, ich teile es trotzdem mal. Ich habe die Negative mit einem alten Flachbett-Scanner mit Durchlichteinheit digitalisiert und ungefähr so nachbearbeitet, wie ich mir einen Abzug davon vorstellen würde, ich weiß noch nicht, ob ich mir die Mühe machen würde, damit auch noch einmal durch die Dunkelkammer zu ziehen. Offenbar betont der Scanner die Kornstruktur der Negative, die unter der Lupe nicht so hervortritt.



    Sonnenblumen - Technika III, Xenar 4,5/150, lange abgelaufener Lucky SHD 400 (belichtet wie 200 ASA) in Rodinal 1:100 Standentwicklung




    Darß/Weststrand, Technika III, Super-Angulon 8/65, FP4+ (80 ASA), Rodinal 1+100 Standentwicklung




    Darß/Weststrand, Technika III, Super-Angulon 8/65, FP4+ (80 ASA), Rodinal 1+100 Standentwicklung



    Das alte 65er geht nur mit einem Weitwinkel-Einstellgerät an die Technika III, es ist dann bis auf die Fokussierung nicht verstellbar, beim letzten Bild musste ich die Kamera nach oben richten, um die Bäume vollständig drauf zu bekommen. In diesem Fall schaden die stürzenden Linien der Bildwirkung mE nicht so sehr, weil sie die Aufmerksamkeit auf die Baumgruppe in der Mitte lenken. ich wollte mal ausprobieren, wie sich die Kombination des breiten Bildformats mit dem starken Weitwinkel macht. Das 65er habe ich eigentlich vorrangig als leichten Weitwinkel für 6 × 7/6 × 9, für 6 × 12 hätte ich es weiter abblenden müssen (ich glaube, ich hatte Blende 16 eingestellt), die Ränder sind nicht ganz scharf. Andererseits war es an dem Tag sehr stürmisch, so dass ich zur Vermeidung von Bewegungsunschärfe eine kurze Belichtungszeit haben wollte. Die sichtbare Vignettierung stört mich nicht.


    Viele Grüße

    Peter

    Bei dem schon genannten Versender aus Hongkong habe ich in der Bucht einen Balgen für meine Linhof Kardan Super Color ST gekauft, alles bestens, sehr gute Qualität, schneller Versand, kurioserweise wurden weder Zoll noch Einfuhrumsatzsteuer erhoben, das Ding kam einfach so mit der Post. Kann ich nur empfehlen.


    LG Peter

    Hallo,


    ich heiße Peter, lebe bei und arbeite in Rostock und bin neu in diesem Forum. Ich fotografiere und vergrößere in SW seit meiner Schulzeit (in den 80ern), erst nur KB; dank Freude an altem Fotogerät, das ich sammle, habe ich mich ich dann über das Mittelformat (erst mit ein paar Faltern und zweiäugigen Ikoflexen und Rolleiflexen, für ernsthaftere Arbeit heute u.a. mit einer Fuji GW 690 II - aka Texas-Leica - und einer Rollei SL66E) bis 9x12/4x5 weiterentwickelt; angefangen hat das aus einer Laune heraus mit mit einer billig gekauften Linhof Color, es kamen dann eine SuperTechnika III und eine Kardan Super Color ST im selben Format dazu (was mich wohl für dieses Forum qualifiziert), neuerdings achte ich mehr auf Tragbarkeit und arbeite mobil wieder mehr im Mittelformat, wobei ich nicht mehr auf die Verstellmöglichkeiten verzichten möchte; ich konnte an einer SuperTechnika IV 6x9 mit dem kompletten Zeiss-Objektivsatz nicht vorbeigehen, die ich mal günstig kriegen konnte, weil ich aber nicht mit einem Tieflader ins Gelände möchte, habe ich mir noch ein paar kompaktere Objektive und dann auch ein Technika III 6x9-Gehäuse ohne den E-Messer besorgt - schön klein und leicht. Als mich der Linhof-Virus dann vollständig im Griff hatte, konnte ich mir sehr preiswert eine Technikardan 6x9 besorgen; jetzt warte ich darauf, dass meine Frau wieder mit mir spricht. Es sind doch grandiose Zeiten - wenn man nicht die modernsten Objektive braucht, gibt es die coolsten Sachen für wenig Geld. In Farbe arbeite ich nur Digital, SW nur auf Film, allenfalls digitalisiere ich mal die Negative fürs Web oder einen schnellen Überblick, sonst mag ich die Arbeit in der Dunkelkammer. Ich freue mich auf den Austausch mit Gleichgesinnten!


    Viele Grüße

    Peter