Posts by macrobernd

    Im direkten Vergleich mit Andreas erstem Beispiel (JPEG mit sRGB eingebettet) fällt vor allem die höhere Schärfe (ob gut oder schlecht sei mal dahingestellt) und etwas weniger Farbsättigung (minimal) in meinem Beispiel auf.

    Hallo zusammen,


    ich habe die Steinmüller Vorlage in Photoshop geladen, dabei das Farbprofil nicht verändert.

    In Photoshop auf 2000 px Kantenlange (bikubisch weich) skaliert und mit einem Hochpassfilter (0,6 Pixel Radius, Ebenenverrechnung: Hartes Licht) geschärft. Der Export nach JPEG erfolgte in Photoshop über Datei --> Exportieren --> Für Web speichern (Legacy) mit den im Screenshot gezeigten Angaben, u.a. konvertiert in sRGB.



    Zumindest in der Vorschau sehe ich bereits, dass durch die Forensoftware die Farben, z.B. bei den Erdbeeren viel stärker gesättigt sind.

    das Beispiel mit dem Ping Pongball is interessant, aber auch eher experimentell. Falls man wirklich so was ernsthaft probieren wollte, geht das ja in Richtung wissenschaftliche Fotografie (musste da an Muybridge denken :mrgreen: ) ..welcher Ball fliegt denn immer auf der gleichen Flugbahn.

    Das zweite is auch mein Favorit, mehr Vordergrund.

    Der PingPongBall, der immer auf der selben Flugbahn durchs Bild rauscht, war ja auch nur ein Gedankenmodell.


    Martins Bild aus #14 zeigt aber schon sehr gut, was Einzelbelichtungen gegenüber einer Langzeitbelichtung bringen können. In diesem Fall war es auch hilfreich, Bereiche mit weniger Gischt abzulichten (unterer linker Bildrand), denn nur dort wird der Effekt der addierten EZ deutlich sichtbar. In Bereichen mit viel Gischt (=Chaos) sieht es ähnlich milchig aus.


    Übrigens gefällt mit #14 von der Komposition her auch am besten :thumbup:

    Hi Martin,

    interessanter Ansatz mit der Mehrfachbelichtung. Das Ergebnis gegenüber einer Langzeitbelichtung wird definitiv anders sein, aber ich glaube bei fließendem Wasser addieren sich die Einzelbelichtungen zu einer Mehrfachbelichtung.


    Warum? Brechen wir deinen Ansatz auf ein einfaches Modell herunter:

    Langzeitbelichtung:

    Schwarzer Hintergrund, ein Tischtennisball fliegt auf einer Geraden von rechts nach links in einer Sekunde durch das Bild. Für eine korrekte Belichtung musst du das Foto 1 Sekunde belichten. Als Ergebnis erhältst du einen weißen/grauen Strich in der Breite des Tischtennisballs.

    Mehrfachbelichtung:

    Schwarzer Hintergrund, der Tischtennisball fliegt immer wieder auf exakt der selben Bahn von rechts nach links durch das Bild. Du machst 10 Bilder mit 1/10 Sekunde Belichtungszeit im Abstand von 11/10 Sekunde, d.h. beim zweiten Bild ist der Tischtennisball an exakt der gleichen Stelle, wo er sich im ersten Bild zum Ende der Belichtungszeit aufgehalten hat, usw.


    Beide Fotos sollten am Ende sehr ähnlich sein. Ein weißer Strich durch das Bild.

    Wählt man die Abstände zwischen den Aufnahmen dagegen zufällig und unterschiedlich, wirst du wahrscheinlich einen teilweise unterbrochenen Strich erhalten, der an einigen Stellen heller ist, weil dort der Ball mehrfach belichtet wurde.


    Bei dem chaotischen Zustand des Wassers werden sich wahrscheinlich auch bei sehr vielen Einzelbelichtungen die Lichtbrechungen der Wassertropfen, die immer ähnlichen Bahnen verfolgen, zu einem milchigen Teppich addieren - also zu einer Langzeitbelichtung.


    Ich meine ich hätte eine ähnliche Frage schon mal in einem Digitalforum oder einer Zeitschrift gesehen, wo man Langzeitbelichtungen mit addierten Timelaps verglichen hat. Die Ergebnisse waren sehr ähnlich.


    Ich bin aber auf deine Ergebnisse der weiteren Versuche sehr gespannt. Und lasse mich natürlich auch gerne eines Besseren belehren. Man lernt ja nie aus. ;)

    Aus meinem Langzeitprojekt "Isar".


    Die Isarmündung bei Deggendorf. Vorne die Isar und hinter den Inseln die Donau.

    Die Mündung ist eher unspektakulär. Das Isardelta dagegen ist sehr sehenswert.



    Schneider Super Angulon 90mm f/8, Ilford FP4+, Rodinal, Orangefilter

    Heute habe ich das erste Foto des Schneider Super Angulon 9/90 entwickelt.

    Um die Kirche aufs Bild zu bekommen, habe ich die Frontstandarte um ca. 5cm nach oben geschoben. Zusätzlich musste ich die komplette Kamera leicht nach oben schwenken, um auch die Kirchturmspitzte im Bild zu haben. Trotz der relativ extremen Verstellungen finde ich die Vignettierung noch erträglich.

    Ich sehe noch keinen Grund einen Centerfilter nutzen zu müssen.


    War das Absicht, mit dem angeschnittenen Vordach beim ersten Foto?


    Sharif

    Absicht nicht, aber mehr ging bei meinem 180er nicht drauf. Ich, bzw das Stativ stand schon mit dem Rücken am Zaun. Auch das Linhof Logo und unten die Treppen benötigen mehr "Luft". Ein 150er oder 135er wäre für das Motiv die bessere Wahl - habe ich aber noch nicht.


    Heute habe ich es auf Canson Infinity Arches 88 in 384x307 mm gedruckt, nachdem ich es auf einem Epson V850 gescannt habe. Ich bin wirklich begeistert, was GF auflöst. Im rechten verglasten Vorraum ist unten rechts bei der Heizung eine Steckdose, die man noch gut erkennen kann!


    Hallo zusammen,


    vielen Dank nochmal für die Angebote auf meine Suche nach einer GF-Kamera. Ich habe mich für eine Chamonix C45-H1 mit einem Schneider Symmar-S 5.6/180mm entschieden. Eine Brennweite, die für mich auch bezogen auf Kleinbild oder Mittelformat etwas gewöhnungsbedürftig ist. Das Ganze kam wohlbehalten mit 3 Planfilmkassetten aus dem Schwarzwald bei mir an.

    Gestern und heute Morgen habe ich die ersten 6 Aufnahmen gemacht und am Nachmittag entwickelt. Ich wollte erst einmal testen, ob alles funktioniert. Bei einer Kassette bin ich mir nicht sicher, ob etwas Licht reingekommen ist (siehe 2. Bild).

    Aber alles in Allem hat es hervorragend funktioniert. Es hat viel Spaß gemacht, bei den ersten Fotografien etwas mit Rise und Swing zu experimentieren. Fotografisch ist das natürlich nichts, ich wollte nur etwas ausprobieren.


      
    Ilford Fp4+ bei ISO 125, entwickelt in Rodinal 1:50, 15 Min, Orangefilter. 1. Foto mit ca. 3cm Rise. 2. Foto leicht Swing