Posts by Karlheinz

    Quote from "Mark S."

    Vielleicht hat ja auch jemand eine Empfehlung für ein Dauerlicht (eventuell Tageslicht?).


    Hallo,


    ich mache mir Gedanken, was sich denn der Architekt bei seiner Beleuchtung mit Fenster und Lampen gedacht hat. Das versuche ich zu erhalten und helle nur dort auf, wo der Kontrast zu groß wird oder wo ich einen Akzent setzen will.


    Gruß
    Karlheinz

    Quote from "lightmodulator"

    Da es sich ja um Kunstlicht handelt müsste ja eigentlich auch Kunstlichtfilm benutzt werden, oder?


    Als Kunstlicht kann man Leuchtstofflampenlicht nicht bezeichnen. Kunstlicht hat eine Farbtemperatur von 3200 bis 3400 Kelvin, bei Leuchtstofflampen wechselt das und tritt oft als Grün in Erscheinung. Es gibt da extra Magentafilter dafür http://heliopan.de/produkte/korrekturfilter_neonlicht.shtml. Vielleicht hast Du es auch mit hochwertigeren Tageslicht-Leuchtstofflampen zu tun.


    Wenn Du schreibst, überwiegend Leuchtstofflampen, wäre das restliche Licht interessant. Fällt da Tageslicht rein, sind Halogenstrahler (Kunstlicht) an der Decke, dann musst Du Dich entscheiden. Mischlicht ist immer schwierig. Ein warmer Farbstich ist dabei besser als weiße Wände mit Blaustich.


    Mach doch mit Deiner Digitalen ein Probebild, dann siehst Du die Farbwirkung. Wenn die Leuchtstofflampen eh bunt sind, kommt es vielleicht auf die exakte Farbwiedergabe nicht so an, dann würde ich mich eben an dem restlichen Licht orientieren.


    Gruß
    Karlheinz


    Hallo Nikolaus,


    ich habe den V750, der ähnlich ist und 9x12. Die Filme scanne ich ohne Glas. Ich habe mir anstelle des Glases eine Maske aus ein Millimeter starkem Blech anfertigen lassen, da lege ich die Filme drauf und die biegen sich zum Glück auch nicht durch. Das mit dem Glas habe ich nicht ausprobiert, weil das wieder zusätzliche Flächen zum Saubermachen sind.


    Ich glaube, dass ich vier Wochen gewartet habe. Das hing dann beim Zoll, der wollte 19 Prozent Umsatzsteuer. Die Verarbeitung von dem Rahmen finde ich einwandfrei.


    Bei der Schärfe wirst Du wahrscheinlich mehrere Scans machen müssen um die Schärfeebene herauszufinden. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die bei diesem Scanner tatsächlich von Gerät zu Gerät unterschiedlich sein sollen.


    Gruß
    Karlheinz

    Quote from "wwelti"

    A propos Digicam. Eine billige kleine Digicam mit manueller Einstellmöglichkeit ist praktisch, wenn man sie dabei hat. Das mag zwar hier auch keiner hören, aber ich finde daß man damit durchaus annehmbar testen kann, ob eine Belichtungseinstellung für eine Lichtsituation geeignet ist.


    Doch doch, ich will so was hören :D . Manche Digitalkameras können noch Spotmessung, haben ein brauchbares Histogramm und mit ein bisschen Übung hat man schnell raus, ob der Kontrastumfang für den eigenen Film passt.
    Gruß
    Karlheinz

    Quote from "klausesser"

    Ich fotografiere grundsätzlich auf Diafilm. Üblicherweise 50 oder 100ASA.


    Hier ein 100ASA Kodak EPP:


    Mir gefällt das Bild recht gut.


    Klaus hat zweifellos Recht, dass Diafilm die universellste Lösung auch zum Einscannen ist. Vor allem kann man Filter zum Schwarzweißumwandeln viel besser in Photoshop oder Gimp oder was Du hast, nachbauen und das sogar partiell. Du hast immer konstante Ergebnisse, weil der Entwicklungsprozess feststeht.


    Trotzdem, bei mir spielen noch andere Faktoren eine Rolle, die _nicht_ die bestmögliche Bildqualität oder größtmögliche Auflösung zum Ziel haben. Da ist erst einmal die unbewiesene Behauptung, dass ich es sehe, wenn ich ein Bild von einem richtigen Schwarzweißfilm vor mir habe. Mir gefällt das einfach besser, es geht nichts über einen HP5 oder FP4, finde ich, obwohl ich auch ab und zu mit Diafilm fotografiere. Das hier zum Beispiel ist ein HP5:


    [Blocked Image: http://guenster-photo.de/Bilder/AngelaHerzog1993-4.jpg]


    Das Kippen der Dose, der Geruch in der Dunkelkammer gefallen mir, das Hantieren damit überhaupt macht Spaß und wenn ich nichts vergessen habe, Temperatur, längere Entwicklungszeit bei flauem Motiv, genug Flüssigkeit bei mehreren Filmen in der Dose, kein Staub, keine Trockenflecken, keine Kratzer, Entwickler nicht abgelaufen und so weiter, dann bin ich glücklich.


    Das hört sich vielleicht unprofessionell an, aber genau der Spaß an der Arbeit fließt in die Arbeit ein und überträgt sich, das behaupte ich mal, auf das Motiv/Modell. Mir gefallen meine Bilder jedenfalls wirklich gut :) und sie erfüllen ihren Zweck. Das würde ich bei der Wahl zwischen bestem technischen Ergebnis und größtmöglichen Spaß bei der Arbeit auch mit in die Entscheidung einfließen lassen.


    Gruß
    Karlheinz

    Hallo Bruno,

    Quote from "Bruno"

    Dazu noch eine Frage an Karlheinz: Bei welcher Temperatur und welcher Entwicklungszeit sowie Kipprhythmus entwickelst Du?


    Ich habe auch Jobodosen, die 2500. Bei 20 Grad entwickle ich den FP4 Plus 7 Minuten. Dabei kippe ich die Dosen in der ersten Minuten durchgehend, danach jede Minute zehn Sekunden. Zum Ende des Kippens drehe ich sie noch zwei Umdrehungen. Die 20 Grad sind im Sommer schwer zu halten, dann wechsle ich auf 24 Grad und fünf Minuten, versuche aber immer so lange wie möglich bei niedriger Temperatur zu entwickeln.


    Du könntest ein kontrastreiches Motiv fotografieren, Dir darin sechs bis acht unterschiedliche Blendenstufen suchen, die Dir notieren und nach dem Entwickeln schauen, was daraus geworden ist, also ob die noch gut mit Zeichnung zu sehen sind. Dann weißt Du es ganz genau.


    Gruß
    Karlheinz

    Quote from "klausesser"


    Wenn ich ehrlich bin sagen mir Die Fotos auf Deiner Seite auch nicht das Geringste - gestalterisch ohne jede Finesse, technisch uninspiriert . . bitte entschuldige.


    Allerdings hätte ich Dir das normalerweise nie so gesagt.


    Warum nicht? Ich freue mich über jeden, der sich meine Bilder anschaut und sich dazu äußert. Du machst das auf eine erfrischende direkte Art. Ja-Sager gibts genug. Dass Dir die Bilder nicht gefallen, damit kann ich leben. Mir gefallen auch nicht alle Deine Bilder. Zuviel Tempo, zuviel Technik, kommen die Models da mit?, frage ich mich. Keine Ruhe, manchmal auch keine Substanz in meinen Augen.


    Quote from "klausesser"


    Wenn man wie ich beruflich jeden Tag sehr viele Fotos sieht wird man auf eine Art wählerisch die sich oft Leuten entzieht, die das "traditioneller" tun.


    Mir gehts ähnlich. Täglich landen Bilder in der Redaktion, wo man sich fragt, müssen die denn das Fotografieren ständig neu erfinden? Einfach ein gutes Bild von einem Ereignis, ohne Schnickschnack weil er technisch möglich ist, das wärs.


    Quote from "klausesser"


    Die Welt verändert sich, die Visualisierung der Welt verändert sich - und DAS ist WIRKLICH spannend.


    Ich seh das entspannter. Es gab schon immer gute traditionelle Bilder, die einfach auf eine unterhaltsame Art das zeigen was da ist, optimalerweise mit einer erkennbaren Handschrift des Autors. Die wirds auch weiterhin geben. Die Avantgarde kann man damit nicht vergleichen, finde ich. Für beides gibt es Publikum, weil die Geschmäcker glücklicherweise unterschiedlich bleiben.


    Gruß
    Karlheinz

    Hallo Bruno,


    also bei mir geht es nicht so genau. Nach mehreren verschiedenen Filmen und Entwicklern bin ich beim Film Ilford FP4 mit dem Entwickler Kodak HC-110 bei Kleinbild, Roll- und Planfilm hängengeblieben, weil mir diese Kombination bei Motiven mit hohem und niedrigen Kontrast am besten gefällt. Am allerbesten hat mir allerdings der Entwickler Emofin von Tetenal gefallen, vor allem bei hohem Kontrast und Spitzlichtern ist der einsame Klasse. Leider habe ich die Schaumbildung trotz Befolgung sämtlicher Ratschläge, die das Internet hergibt, nicht bändigen können.


    Ich wähle weniger wegen dem Scanner sondern aufgrund meines Geschmacks aus. Plan- und Rollfilme scanne ich mit dem Epson V750, Kleinbild mit Nikon LS-2000. Beim Epson kommen die Filme etwas weicher, was mir besser gefällt als die knackscharfe Schärfe des Nikon, aber dafür ist die Planlage beim Epson eher mäßig. Man könnte auch Glas nehmen, Monochrom hat Halter im Programm, aber das sind mir dann wieder zuviel Glasflächen, die man putzen muss, da bin ich recht faul. Aus dem Grund wäre auch ein Trommelscanner nichts für mich obwohl mich das schon reizen würde.


    Zur Planlage bei 120er und 220er Rollfilm kann ich Dir nichts sagen, weil ich noch nie einen 220er verwendet habe. Wenn es absolut plan sein muss, kommst Du beim Epson um Glas nicht herum. Direkt drauf legen würde ich den Film nicht, da bekommst Du schnell Newtonsche Ringe. Mit dem Epson geht dann auch nass, da gibt es extra ein "Fluid Mount Accessory".


    Gruß
    Karlheinz

    Hallo,


    mir sagen die Bilder nicht viel. Ich habe eher den Eindruck, dass es um das technisch Machbare geht, also um ein Panorama mit einer gigantische Auflösung. Wenn ich diese ganze Technik abziehe, bleibt für mich nicht viel übrig. Es fehlt an Vorder- und Hintergrund, Formen- und Farbenkontrast, ich weiß nicht wohin ich schauen soll, es ist wie ein Suchbild.


    Das erinnert mich an die Anfänge der Fotografie, als die Leute mit der Lupe die Bilder nach Details abgesucht haben. Das stelle ich mir schon faszinierend vor, was es da zu entdecken gibt. Trotzdem würde ich es nicht tun, weil mir das Herumgeklicke zum Zoomen und Bewegen auf den Nerv geht. Ich möchte ein Bild in einem Blick erfassen und nicht in Ausschnitten denken.


    Allerdings habe ich Achtung vor der Technik und dem Wissen, so ein Bilder überhaupt zu erschaffen.


    Gruß
    Karlheinz

    Quote from "klausesser"


    Karlheinz - ich gehe davon aus daß auch Du vielleicht hin und wieder überlegst, eine halbe Blende heller oder dunkler zu schießen . . oder? Das hat dann ja Gründe.
    Oder z. B. auf Deinen Aufsteckblitz ein Hütli zu setzen, den Blitz zur Decke oder gegen eine Wand zu richten usw.


    Bedeutet nicht Beides, das Licht zu kontrollieren?


    Klaus, jetzt reden wir knapp aneinander vorbei. Ich versuchs mit einer neuen Variante: Das Licht ist in einer Form vorhanden, die mir gefällt oder nicht. Ich entscheide, ob ich einen Blitz nehme oder das vorhandene Licht wirken lasse, ob ich die Blende aufmache, oder Bewegung durch eine längere Zeit zulasse. Das wäge ich ab und mache dann ein Bild vom idealen Augenblick. Wann der ist, das kriegt man ins Gefühl. Spätestens hinterher ist man schlauer. Dieser eine Augenblick wird richtig belichtet. Ich rechne mit keinem doppelten Boden. Ich habe mir das so angewohnt, dafür Lehrgeld bezahlt, jetzt bin ich mir sicher.


    Ich drücks für mich so aus: Im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten (Leitzahl) reagiere ich auf das Licht und gleiche in meinen Augen Unzulänglichkeiten aus, die mir nicht gefallen. Ich kontrolliere nicht das vorhandene Licht, sondern das, was auf meine Linse trifft. Insofern sind wir wohl nicht weit von einander entfernt.


    Quote from "klausesser"


    Ich kenne aber auch Bildjournalisten die immer versuchen, mit einem optimalen Licht zu arbeiten - einige davon, die für Geo oder den NG oder Stern arbeiten haben z. B. meist eine Mini-Blitzanlage dabei (Norman, Lumedyne), wenn sie Reportagen/Features über Wissenschaftliche Themen z. B. fotografieren . . . die gestalten auch bei Reportagen ihr Licht.


    Das finde ich schade. Ich erwarte von einer Reportage, dass sie die vorhandene Lichtstimmung wiedergibt und keine künstliche Atmosphäre schafft. Es gibt solche Bilder, wenn ich sie erkenne, blättere ich schnell weiter. Ich bin sogar mit meinen unzufrieden, wenn ich unauffällig indirekt blitzen musste, das gibt nicht das Geschehen wieder, wie ich es erlebt habe. Vom direkten Blitzen ganz zu schweigen. Aber manchmal ist leider so ein Bild besser als gar keines.


    Quote from "klausesser"


    Letztlich aber kontrolliert jeder den Moment, in dem er auslöst


    Im ganz beschränkten Rahmen. Sogar beim Portrait sollte man das Model nicht überstrapazieren. Auch da gibt es eine Spannungskurve, nach deren Abfall es einfach vorbei ist.


    Quote from "klausesser"


    und er kontrolliert auch durch die Wahl von Zeit und Blende die Art und Weise des Ergebnisses.


    Ganz eindeutig Ja :smile:


    Quote from "klausesser"


    Im Übrigen habe ich hier GAR NICHTS und NIEMANDEN als unprofessionell bezeichnet!


    Das habe ich so verstanden.


    "Mir genügt ein Bild, nämlich das Bild, deshalb mache ich meistens nur eines"


    Quote from "klausesser"


    DAS, lieber Karlheinz, kannst Du Deiner Oma erzählen . . . wenn Du journalistisch fotografierst. Ich stelle mir gerade vor: Merkel und Westerwave treffen den iranischen Präsidenten . . und Karheinz macht EIN Foto: DAS Foto . . . da macht er sicher viele Bildredakteure so richtig glücklich . . :mrgreen:


    Bei so einem Termin weiß man nie was einen erwartet und wie sich was entwickelt. Also versuche ich komplett alles zu fotografieren, Übersicht und Details. Geht es aber um den entscheidenden Augenblick, das Händeschütteln, die Übergabe, der Elfmeter, der Weltrekordversuch im Bierkistenstapeln samt Scheitern, das Anstecken der Ringe, der erste Schritt auf dem Mond :lol: , lieber Klaus, da wette ich mir Dir, da gibt es nur ein Bild das wirklich passt. Alle anderen fallen ab. Auf das eine konzentriere ich mich. Das mache ich ohne Motor, Winder oder sonst eine Serienbildfunktion, denn das ist so was von unbefriedigend. Ich hab's ausprobiert, hatte aber nie die Ergebnisse, die mir gefallen. Aber das findet jeder für sich heraus. Meines ist bestimmt nicht das Alleinseeligmachende.


    Quote from "Peter K"


    Und das auch noch streng nach dem Zonensystem belichtet. :mrgreen:


    Da kannst Du einen drauf lassen. :wink: Genau so gehts, Peter. Kennst Du Fred Picker? Von dem gibts ein paar Filme über seine Arbeitsweise. Der macht genau das.


    Gruß
    Karlheinz

    Quote from "klausesser"


    Fakt ist: DU bestimmst, wann Du auslöst und wie Du belichtest. Allein von daher hast du die Kontrolle über das Licht.


    Ich weiß nicht, ob Du berufsmäßig fotografierst - als Profi kennt man eigentlich nicht, etwas so nehmen zu müssen wie es kommt.


    Jetzt muss ich doch noch mal meinen Senf dazu geben. Ich arbeite seit 30 Jahren als Bildjournalist und muss bei 90 Prozent aller Bilder die Gegebenheiten nehmen wie sie kommen. Die Termine von irgendwelchen Veranstaltungen stehen fest, da kann ich selbst nicht auf besseres Wetter drängen. Das als unprofessionell zu bezeichnen geht für mich ziemlich am Thema vorbei. Was heißt überhaupt professionell? Für mich heißt es schlicht, davon zu leben, keine dicke Ausrüstung haben zu müssen.


    Für mich ist das eine Herausforderung, die mir großen Spaß macht. Nämlich das zu nehmen was da ist. Mit dem auszukommen, was vor Ort ist. Und daraus das Beste zu machen. Bilder zu machen, denen man das chaotische Drumherum und irgendwelche Unzulänglichkeiten nicht ansieht. Mir genügt ein Bild, nämlich das Bild, deshalb mache ich meistens nur eines. Was hilft mir Bracketing oder sonst eine Automatik im entscheidenden Moment? Das Glück für die korrekte Belichtung im idealen Moment zu haben? Nein danke, das ist mir dann zu unprofessionell.


    Gruß
    Karlheinz

    Quote from "Peter K"

    Aber warum hat Adams ausgerechnet 10 Zonen verkündet wo doch 7 oder besser noch 12 auch "magische" Zahlen sind?


    Vielleicht dachte er, das es leichter zu merken ist? Ich hab keine Ahnung. Jedenfalls gibt es mehrere Ansichten dazu. Das Bildbearbeitungsprogramm LightZone http://www.lightcrafts.com/lightzone/ baut auf dem Zonensystem auf und verwendet 16 Zonen.


    Quote from "Peter K"

    So was nennt man "Lichtwechsel" und ist fast so fatal wie wenn jemand im Fotolabor das weiße Licht an macht während ein Bild im Entwickler liegt.


    Ich denke, dass die Ergebnisse berechenbarer werden, wenn man beim Messen die kritischen Lichtquellen, die Spitzlichter verursachen, gezielt ausklammert.


    Gruß
    Karlheinz

    Quote from "klausesser"

    Wie sonst?


    Unter unkontrollierten Bedingungen eben. Die sind für mich gegeben, wenn ich von Sonne und Wolken abhängig bin. Oder von einem künstlichen Licht, das nur einen Akzent setzt. Das soll so bleiben, das will ich in meine Messung nicht einfließen lassen. Im Studio habe ich auf jeden Fall Kontrolle über das Licht, da macht für mich die Lichtmessung einen Sinn.


    Gruß
    Karlheinz

    Quote from "Peter K"

    Adams hat das Zonensystem erst viel später veröffentlicht und auch nur für SW-Film, denn bei Farbfilme kann die Entwicklung nicht variiert werden. Jedenfalls nicht ohne die Farbwiedergabe negativ zu beeinflussen.


    Wann er es veröffentlicht hat und ob er es in diesem Fall benutzt hat, weiß ich nicht. In den Grundzügen gab das Zonensystem da schon zehn Jahre. Das war ja auch nicht von ihm, er hats ausgefeilt.


    Es geht zumindest mir weniger um das Angleichen des Kontrastes mit unterschiedlichen Entwicklungszeiten, das funktioniert eh nur bei einzelnen Filmen, also Planfilm und dann in schwarzweiß wegen der Farbverschiebung zufriedenstellend. Viel wichtiger ist die eigene Vorstellung der unterschiedlichen Helligkeitsbereiche im Bild, dabei sind die Zonen eine große Hilfe.


    Quote from "Peter K"

    Wenn ein Belichtungsmesser gleich welcher Art das vom Objekt reflektierte Licht mißt ist das Objektmessung. Im Gegensatz zur Lichtmessung mit der das auf das Objekt fallende Licht gemessen wird.


    Sehe ich genau so. Nur verwende ich die Lichtmessung unter kontrollierten Bedingungen, nicht wenn durch irgendein Fenster zufällig Licht hereinscheint, das ich nicht berücksichtigen möchte, weil erstens die reflektierende Stelle weiß bleiben kann und mir dieses Licht die Helligkeit der gesamten Szene reduzieren würde. Also lasse zumindest ich es aus der Messung draußen. Was machst Du denn, wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt und der Sonnenstrahl plötzlich aus der Messung draußen ist. Dann werden plötzlich sämtliche Wände heller und ändern obendrein ihre Farbe. Das kann's ja nicht sein.


    Gruß
    Karlheinz

    Hallo,


    bei dem Motiv rate ich von Lichtmessung oder integral ab. Damit werden Lichtwerte berücksichtigt, die ich gar nicht haben will, wie die Fenster oder die Lampen. Die können und sollen weiß ohne Zeichnung bleiben. Deshalb messe ich mit einem Handbelichtungsmesser die wichtigen Stellen, die noch Zeichnung haben sollen. Dann sehe ich erst einmal, ob das auf dem Film oder Sensor noch unterkommt, was bei dem gezeigten Motiv ein Grenzfall werden dürfte. Habe ich doch Spielraum, kann ich die Gesamthelligkeit anheben. Bei Digital hebe ich die eh an und belichte grundsätzlich soviel, wie es nur geht, ohne dass Tonwerte in den mir wichtigen Lichtern abgeschnitten werden.


    Bekomme ich den Kontrast nicht unter, muss ich Lampen aufstellen oder Blitze und die Bereiche in der Helligkeit anheben, die mir zu dunkel sind. Die Graukarte hilft mir bei der Belichtungsmessung nichts. Sie hilft mir bei der korrekten Farbe und vermittelt mir vielleicht einen groben Eindruck von der Helligkeit der gemessenen Fläche.


    Entweder gehe ich die wichtigen Flächen mit dem Belichtungsmesser ab, damit ich unwichtige Lichter und Schatten draußen lassen kann, oder ich mache das bequemer mit einem Spotbelichtungsmesser. Alles andere ist zumindest für mich viel zu unsicher. Ich brauche dafür auch keine drei Belichtungen. Was soll da rauskommen? Die mache ich nur, um eigene Fehler auszugleichen, also wenn ich mal vergessen habe, den längeren Auszug mitzuberücksichtigen oder mir einen Kratzer im Film eingefangen habe oder die Datei, was vorkommen soll, vielleicht mal eine Macke hat.


    Quote from "Peter K"

    Denn selbst St. Ansel hat nur mit einem alten Weston Selenbelichtungsmesser gearbeitet als er für Kodak 8x10"-Kodachrome ausprobiert hat.


    Schon, aber er hatte sein Zonensystem, Objektmessung gemacht und später einen Spotbelichtungsmesser benutzt.


    Gruß
    Karlheinz