Posts by Peter Volkmar

    Nachdem wir jetzt von 8x10 bei 6x9 gelandet sind noch was zu 13x18 vs 5x7:


    13x18 war meines Wissens nach ab den 50-ern das "Königsformat" zumindest in D, wenn nicht auf Kontinental-Europa. Die ganz großen Formate waren tot und 18x24 auch nicht so verbreitet. Grade in den 50-er und 60-er Jahren war Geld knapp und Objektive teuer. Und dann ist es günstiger, z.B. ein Angulon 120 zu nehmen, was bei 9x12 ca. 38mm Kb entspricht und bei 13x18 24,5mm. Okay, mit 13x18 hat man keine Verstellungen mehr, aber man kann dem Kunden ja auch im Pass-partout ein 11x16 abliefern, da entspricht das 120-er 27mm Kb und man hat noch Verstellungen. Das 210-er Symmar ist bei 13x18 43mm KB, bei 9x12 67mm usw.

    Das nur dazu, weshalb in D vor allem 9x12 und 13x18 verbreitet waren, ab den 70-ern, spätestens 80-ern hat sich das geändert, aber da war massig Geld in der Werbung zu verdienen....


    Also 13x18 in Kontinental-Europa, Inch Formate in den USA.

    GB hatte aber sehr lange noch "Plate", "Half-Plate", "Quarter" usw. Sind die dann u.U. lieber zu " als zu cm gewechselt, da es ihnen durch Zoll näher war und sie eh keine "Deutschen Filme" wollten? Weiß ich nicht, aber nach den "Quarter" hat sich da " durchgesetzt.

    Dann zu Japan: die hatten bis in die 60-er auch Formate, die den "Plate" Formaten entsprechen, warum auch immer. Und dann sind sie auf die Inch-Formate gewechselt. Aber warum? Vielleicht haben sie auch die besseren Märkte dort gesehen, waren den Amerikanern mehr verbunden (die Verbindung mit D war ja keine so gute Idee...), oder was auch immer.


    Somit sind halt sehr viele Märkte und Produzenten bei Inch gelandet. Auch da war keine Verschwörung nötig....


    13x18 Kassetten sind viel billiger, wenn man eh mit Foma oder Adox fotografieren will sollte man die nehmen, sonst 5x7.

    Genau dieses Vorgehen hab ich hier schon mal für die Plaubel beschrieben und erfolgreich angewandt.

    Ohne die Intrepid schlecht reden zu wollen (ich fotografier auch damit): Man muss sich bewusst werden, dass der Schwerpunkt sehr weit von der vorderen Standarte weg ist. Bei der Plaubel und einem 360-er Trioplan hatte ich keine Probleme damit. Bei der Intrepid und einem schwereren Objektiv wäre ich aber sehr vorsichtig und würde mir auch Schwingungen beim Auslösen sehr genau ansehen.


    P Kameras wurden nicht selten "richtig" hergenommen, waren Sie doch die Studiokamera der 80er Jahre.

    Auf welche Studiokameras trifft das nicht zu?

    Nur zur Erinnerung: Ein Privatmann hatte früher nahezu keine Möglichkeit, eine Fachkamera zu kaufen. Linhof wurde von vielen Profifotografen gedisst, da sie Profikameras auch an andere Gewerbetreibende als Fotografen verkaufte, sprich Architekten usw. Von Privatiers war damals nicht die Rede. Gottschalt hat in den 80-ern eine verbesserte Sinar Handy rausgebracht. Er war Architekt und wollte eine einfach zu bedienende WW-Kamera mit Shift haben.



    Bei den Gelenkblöcken sind demzufolge nicht selten die Zahnstangen verschlissen, haben Spiel, oder der Höhenshift kann Macken haben.

    It's not a bug, it's a feature ;-)

    Bei den Ps gibt es Zahnstangen aus Kunststoff. Ich hab mich (unabhängig voneinander) darüber mit einem Ingenieur und einem Lehrer für Werkstoffe unterhalten. Beide meinten, dass das die richtige Variante für selbsthemmende Feintriebe, die bei unterschiedlichsten Temperaturen funktionieren sollen, sei. Natürlich waren die Ps früher regelmäßig zur Revision "zu Hause", da wurden die Kunsttoffzahnstangen getauscht. Reparaturhandbücher gibt es online. Ersatzzahnstangen? Keine Ahnung, ob das Standartware ist. Sollte aber heutzutage mit 3D-Druck kein Thema sein, oder? Ich hab eine P2 ohne jegliche Probleme. Vorher hatte ich eine P, bei der war an der Frontstandarte in der Drehung ein Haker, sprich ein Zahn abgebrochen. Hat über mehrere Jahre funktioniert (wenn man weiter wollte, musste man etwas schubsen), ob es schlimmer wurde weiß ich nicht, ich hab sie mit entsprechender Beschreibung verkauft, die Drehung vorne brauche ich halt fast nie....


    Plaubels wiederum hab ich schon sehr oft ausgenudelt gesehen. Da funktionieren die meisten Einstellungen über Klemmung. Und sehr viele Fotografen wissen nicht, dass nach "fest" "los" kommt. Und da ist eine Reparatur schwer bis gar nicht möglich.



    Du holst Dir für keines Geld z.B. eine Plaubel. Die geht auch schon mal für 600€ weg.

    Kosten die wieder soviel mitlerweile? Ich hab noch irgendwo in einer nicht ausgeräumten Umzugskiste ne 13x18, ohne das "fest-los-Problem", sollte ich mal zu Geld machen :-)

    Moin,


    es gab von Sinar die F auch als 13x18 Variante. Selten, entsprechend gesucht und teuer. Letztens hat hier jemand ein 13x18 Rückteil zur Norma für einen mehr als freundlichen Preis verkauft, da standen die Käufer Schlange :-) . Dann gibt es noch die Variante mit P Rückteil, also eine C. Oder halt was gebasteltes. Muss ja nicht so aussehen, wie das, was Du verlinkt hast. Ob da 3D Druck geht weiß ich nicht, oder ein Teil von jemand, der Dir das aus Metall macht.


    Gruß Peter

    Da bin ich interessiert dran und wollte eine Konversation starten, aber ich hab zuviele Konversationen und kann keine neue starten, nachdem alle Konversationen die ich je geschrieben hab nach dem Update wieder auftauchten. Dauert also etwas, bis ich die gelöscht habe....

    Ich hatte ein 4,5 90mm mit Seperation bekommen. Daraufhin hab ich Herrn Wentzel (?) bei Rodenstock angerufen. Er sagte, dass das auf die Verkittung der Optiken zurückzuführen sei. Ab wann das Problem auftritt weiß ich nicht mehr, aber eine neue Verkittung wurde nach seiner Aussage ab den MC bzw -N Reihen eingeführt und bei denen tritt es nicht mehr auf. Das Ganze ist laut seiner Aussage nicht mit einem vertretbaren Aufwand zu reparieren. Solange es noch nicht zu weit ist kann man damit noch fotografieren, es kann aber bei schwierigen Lichtsituationen Auswirkungen haben. Ich konnte die Optik zum Glück an den Verkäufer zurückgeben. Ich hab ein 6,8 90mm, das nicht betroffen ist. Ich vermeide größere Temperaturunterschiede, aber gerade, wenn es mal im Auto liegt o.ä. läßt sich sowas nicht vermeiden. Ich kenne jemand, der seit Jahren mit einem 4,5 90 fotografiert, das Seperation hat. Auf den Bildern sieht man nichts und es ist nicht schlimmer geworden. Er kann aber mit seiner Kamera auch nicht den vollen Bildkreis der Optik ausnutzen, über 210~215mm gibt die Kamera bei 90mm nicht her....

    Ein konservatives Denken.

    Deine Interpretation.


    Wer heute noch Metallstative kauft, die er in die Ecke stellt, hat entweder zuviel Geld oder zuviel Raum, oder kann kein Englisch, auf jeden Fall hat er zu wenig Ideen, was er mit einem Werkzeug anstellen könnte, wenn es auf dem neuesten technischen Stand wär ;-)

    Du weißt anscheinend, dass Deine Argumente zu wenig Substanz haben, da du erst mal rumpöbelst und unbewiesene Sachen unterstellst.


    Ein Stativ hat Schwingungs- und Dämpfungseigenschaften, plastische Verformbarkeit, Schwerpunkt, Masse, Reibung an Oberflächen, Steifigkeit in den Gelenken, Materialeigenschaften. Mach doch einfach die Beine etwas breiter, dann liegt der Schwerpunkt tiefer, die Grundfläche ist grösser, das Torkeln geringer. Lass die Mittelsäule weg.

    Das ist alles völlig richtig. Trifft nur, wenn ich tmx richtig verstanden habe, weder bei ihm noch bei mir zu. Er hat wohl, wenn er unterwegs ist, eine Ausrüstung, die ihn zufrieden stellt und ich hab für unterwegs eine Chamonix, die auf ein 3342 Feisol (oben hab ich fälschlicherweise das 3442 verlinkt, der Stabilität wegen nehm ich aber lieber 3 statt 4 Segmente) kommt. Eine hervorragende Kombi finde ich, an der sogar Du recht wenig auszusetzen haben dürftest. Und dann werden in dem Test immer von Größe und Aufbau vergleichbare Stative verglichen. Was für einen Vergleichstest ja richtig ist. Hier geht es aber um den Vergleich kleines,leichtes Carbonstativ vs. Bilora/Gitzo 5. Für zu Hause stört mich das Gewicht nicht, bzw. ich will es eher. Wenn ich hier mal die P2 aufbaue und einen entsprechend langen Auszug habe steht es erstmal besser, auch wenn jemand gegenstößt. Ich hab vor, im Spätsommer was hier in der Nähe zu fotografieren. Das mach ich auch mit der P2, da die Kamera auf über 2m muss und ich die P2 komplett von hinten bedienen kann. Da ist das Gewicht auch egal, da ich nicht nur P2 mit Zubehör, sondern auch ne Leiter mitnehm. Ist aber von einem Parkplatz aus, also fahr ich mit dem Auto. Norma hat sein Bilora gerade für 85€ verkauft, für ein Carbon in der Größe muss man knapp das 10-fache hinlegen. Dafür, dass ich die Höhe erst das 2. Mal brauche fänd ichs übertrieben. Was der Test (logischerweise) nicht anspricht ist das Problem der Windanfälligkeit von GF Kameras. Und da ist ein höheres Gesamtgewicht von Vorteil.

    Ansonsten ist ein Stativtest ganz nett, aber man muss immer das Gesamtpaket betrachten. Also welche Kamera mit welchem Verschluss, wie dieser ausgelöst wird auf welchem Stativ und welcher Kopf ist dazwischen.

    Zu dem von dir empfohlenen Kopf: ich komm mit Kugelköpfen bei GF nicht klar. Zudem haben sie immer das Problem, dass die Verbindung zwischen Kugel und Kamerauflage bauartbedingt recht dünn ist. Passt für mich nicht, da ich extra ein Stativ ohne Mittelsäule nehme (in 99,8%).

    ......

    warum solltest Du Dich da einschränken und ein ausgelutsches Profistativ aus den Sechzigern oder Achzigern kaufen.....


    ....Ich habe überhaupt gar nicht von Dir geschrieben, auch nicht, dass Du Dir ein ausgelutsches Profistativ zulegen möchtest.


    ...Wenn Du willst, dann kauf Dir, was Du willst, und stell Dir die Bude mit ausgeleiertem Gerümpel voll, ....


    Merkst Du noch was?


    Und zu Deiner Stativ Empfehlung: Ich hab das Feisol, recht ähnlich dem Stativ, das Du empfiehlst. Noch was leichter (1,14kg), trägt 25kg, nicht ganz so hoch, dafür geht es bedeutend weiter runter. Die Linhof wiegt 3,5kg? Das dürfte einer Sinar C entsprechen. Ich käme nicht auf die Idee, die C auf das Feisol zu packen, das Verhältnis was oben drauf ist und wieviel das Stativ gegensetzt passt mir nicht. Kann jeder machen wie er will, aber wenn wir bei deinem Stativ bleiben mit 1,5kg und dann die Linhof mit 3,5kg drauf und ein vernünftiger Kopf mit 1kg (was schon sehr leicht ist) dann ist das dreifache oben auf dem Stativ, in Bezug auf das, was das Stativ wiegt. Wenn man dann mit nem 300-er fotografiert und es kommt ne Windböhe hat man kein Problem mit der Schwingung.

    Ohne die Birnen mit den Äpfeln zu vergleichen.


    Ein Verschluß ist und bleibt ein Verschluß. Die Frage ist was so ein Verschluß kostet und was man für das ausgegebene Geld bekommt.

    Och, ich bleib mal bei Äpfel und Birnen:

    Wenn ich -aus welchem Grund auch immer- auf eine der beiden Obstsorten den Rest meines Lebens verzichten müsste, würde ich Äpfel wählen, auch wenn ich Birnen liebe ;-)

    Bei mir punktet die Sinar vom Komplettpaket her. Ich hab nativ ein internationales Rückteil, sehr einfach in 4x5, 5x7 oder 8x10, alles torkelfrei. Ich hab soviel Auszug wie ich Platz habe und ich kann alles von der F bis zur P zusammenbasteln.

    Aber deshalb mache ich die Mentor ja nicht schlecht.

    Deshalb zitiere ich auch

    ...... ist doch schön das es noch solch eine Vielfalt gibt.

    Warum ein Prontor komfortabler als der HiLi sein soll versteh ich auch nicht. Wenn man im Studio an der Sinar sitzt braucht man sich nicht von hinter der Kamera wegzubewegen, der Verschluss schließt, wenn man die Kassette einlegt, Blende und Zeit bequem einzustellen usw. Da ist der Prontor, selbst mit dem sauteuren Einstellgerät nicht so komfortabel. Für unterwegs haben natürlich die kleineren und leichteren Verschlüsse wie Prontor oder Copal ihre Vorteile.

    ist sicher das selbe wie mit Filtern vor und hinter dem Objektiv.

    beim Sinar HLV soll man bei kritischen Motiven auch nicht durch den hinten eingesetzten

    Filter fokussieren. Aber wer hat schon Lust durch Grau- oder Farbfilter zu fokussieren.

    Ja klar, das stimmt. Man darf halt nicht vergessen, wofür die Sinar (vorallem P/P2) konstruiert waren. Da waren die kritischen Motive Alltag. Der Filterhalter am HiLi war aber auch in erster Linie für CC-Filter gedacht. Also eine Kiste Diafilm eingetestet (Kiste, nicht Schachtel ;-) ) und dann, solange die in Gebrauch waren z.B. einen 010-er Magenta dringelassen. Das merkt man nicht....