Posts by Thomas Kreil

    Meines Erachtens haben die Macher der Photokina aus reiner Geldgier dieser durch die Aufhebung der Trennung der Fachbereiche und der Amateurbereiche den Todesstoß versetzt, die übergroße Konzentration auf alles digitale sowie die exorbitanten Ausstellerpreise, die es gerade den "kleinen aber feinen" Anbietern unmöglich machte, noch teilzunehmen, trugen auch erheblich zum Untergang dieser einst so wichtigen Messe bei. Unendlich viele Hallen, gefüllt mit den Ergüssen von Fotoamateuren, welche von Photolabor(en) ausgespieen wurden und die schon erwähnten inhaltsarmen Live-Celebrations irgendwelcher echten und selbsternannten Fotogurus füllten zwar Quadratmeter und waren, je nach Interpret, mehr oder weniger informativ, aber eben kein urbaner Photokina-Inhalt. Dadurch bedingt gab es beim Messeeinkauf sowohl für die Fotografen als auch für die Händler immer weniger gute Konditionen. Wenn der Hensel-vertreter sagte, daß er früher zu einer Photokina über 90 % seiner Handelsabschlüsse getätigt hat und bei der letzten Photokina im einstelligen %-Bereich lag, sagt das doch schon sehr viel. Und die halb leeren Hallen mir ihren abgetrennten Bereichen und verdekorierten Flächen, mit leeren Kojen von nicht angereisten Austellern etc. sprachen dann doch auch eine deutliche Sprache. Schade, schon wieder wurde ein wertvolles Mitglied der fotografischen Familie dem Maximalprofit der Nachwuchs "kauf" leute geopfert.

    Bastel-Edes Abenteuer in Rotbuche (stümperhafte Holzverbindungen). Da die Dimensionen bei ca 13x18 cm liegen dürften, kann das ein Zwischenstück (Abstandhalter) für die Herstellung eines bestimmten Abstandes zwischen Negativ und Maskierungsnegativ / Dia bei unscharfen Maskierungen für Vergrößerungen mit (im Verhältnis zum Negativ-Format) zu langbrennweitigen Vergroßerungsobjektiven sein. Früher haben die Fotografen ja oft etwas "erfunden", um sich die Arbeit leichter zu machen.


    VG Thomas

    Hallo,


    ich gehen den gegenteiligen Weg und verwende Kindermann 13,5 (10) Liter Tanks. Der Entwickler ist der A03, der regelmäßig regeneriert wir, der letzte Neuansatz bei mir datiert vom August 2014 und war auch nur erforderlich, weil ein Lehrling versehentlich Fixierbad in den Tank gegossen hatte. Also so 20 Jahre + x sind realitätsnah. Damit ist dieser Entwickler seeeeehhhhr günstig. Die Filme 13x18, 4x5" und 9x12 cm stecke ich in selbstgebaute Sammelkörbe zu je 18 Filmen. Damit hält sich auch der zeitliche Aufwand in Grenzen.


    MfG Thomas

    So was kann ich mir nicht verkneifen.



    Die Nitraphot B sind Aufnahmelampen! Dort reicht die geringe Mattierung, eine Opallampe für Vergrößerungszwecke ist da eine ganz andere Nummer. Die Lage der Leuchtwendel führt in Verbindung mit einem Kondensor zu ungleicher Ausleuchtung. Die im Original für Durst gefertigten Opallampen haben einen kleineren Durchmesser als die Nitraphot. Es gab früher in verschiedenen Zeitschriften etliche Diskussionen darüber, daß es für die Oiginallampen eben keinen Ersatz gab. Das gipfelte darin, daß einige Leute zum Glasbläser gingen, eine defekte 300 W Originallampe aufschneiden ließen und diese mit Spiralfedern vor eine 250-W-Standart-Vergrößerungsbirne (2 Stunden Brenndauer!!!) setzten, nur um die Radien einzuhalten. Das Thema ist also nicht trivial!!!!


    VG Thomas

    Hallo Ritchie,
    das stimmt streng genommen nur für reines Glühlicht einer normalen Glühlampe. Schon bei Halogenlicht kommen zusätzliche Spektralanteile hinzu, die ggf. als Unschärfe wahrgenommen werden kann. Da aber unschärfe und Weichzeichnung zwei Paar Schuhe sind und diese W.Z. (Walter Zilly) Objektiv, die Abkürzung steht eben nicht für Weichzeichner!, wie die meisten Weichzeichnerobjektive, ihre so gewollte Weichzeichnerwirkung durch den mehr oder weniger großen Beschnitt der Randstrahlen erhalten, ist es eben auch nicht ratsam, brutal abzublenden. Der berühmte Satz "Blende 22 im Zimmer stimmt immer" geht auf Adolf Lazi in Stuttgart zurück. Im Portrait- und Genrebereich hingegen wurde nur sehr moderat abgeblendet, um eben die gewünschte Bildwirkung zu erzielen. Mit starker Blendung wird jedes Objektiv hart und die bildnerische Wirkung beliebig und austauschbar, eben gerade das, was wir nicht wollen.


    Viele Grüße Thomas

    Der Schwiegersohn von Voigtländer, der das Vergrößerungsobjektiv "W.Z. Objektiv" konstruierte, hieß Walter Zilly. Das Objektiv war für das Format 9x12 cm vorgesehen, um aus einem (anastigmatisch) scharfen Negativ eine weichgezeichnete Vergrößerung zu erstellen. Es besteht nur aus 2 einfachen Linsen und hat dami einen sehr großen Chromatischen Fehler. Beim Vergrößern mit reinem Glühlicht ist das unbedenklich, bei Tageslichtspektrum hingegen tritt eine starke Fokusdifferenz au, die entweder durch eine gut berechnete Verschiebung des Objektives oder ein starkes Gelbfilter gebändigt werden kann. Später sind einzelne Exemplare zu Versuchszwecken in Verschlüsse gesetzt worden.
    Viel Spaß bei Deinen Experimenten!
    Thomas

    Wer sich für Portraits interessiert:


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    Ja, ich interessiere mich für Portraits und mein dislike bezieht sich nicht auf Dich oder Deine Vorstellung dieses Beitrages, sondern auf die, wie immer auch aufwendig konstruierten, gefälschten Bilder. Das Motto "Traue keinem Bild, was Du nicht selbst gefälscht hast!" scheint immer noch zu gelten. Gerade ein Künstler hat nach meiner Auffassung besonders vorsichtig zu sein, werden doch Bilder immer noch als a) Realität, d.h. als wahr angesehen und b) in der Verbreitung dieser Bilder durch berufenen und unberufene der Kontext ganz schnell "vergessen", so daß es mit dieser "neuen Realität" und den damit geschaffenen "Wahrheiten" ganz schnell zu Geschichtsfälschungen kommen kann, da es ja heute en Vogue ist, sich für die Generierung eigener Aussagen irgendwelcher aus dem Zusammenhang gerissener Bilder zu bedienen und von diesen Adepten keinerlei Schuldbewusstsein erwartet werden kann. Schade eigentlich für diese aufwendige Arbeit.

    Die hochlichtstarken Objektive sind für Portraitzwecke vorgesehen und haben allgemein einen Bildwinkel von 30 Grad (nutzbar). Du bräuchtest bei 18x24 ca. 60 cm Brennweite = 20 cm Durchmesser, bei 13x18 um die 40 cm. Hast Du eine Kamera, die a) Objektivplatten dieser Größe aufnehmen kann und die b) stabil genug ist, dieses Gewicht auch zu tragen. Solche Monster gab es auch früher schon in kaum einem Atelier, die Schärfe verrutscht nur allzu schnell...


    VG Thomas

    Bilderpreise:


    Ihr dürft bei Euren Betrachtungen aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen: Ein "Poster" vom Amateur-Kleinbildfilm ist meist nur einfach Schwachsinn, sowohl von der Auflösung her als auch von den Farben / Grauwerten her. Eine Fachvergrößerung vom Planfilm 8x10" war schon immer exorbitant teuer, daher gingen die meisten "Fachpreislisten" der Labore nur bis zum Negativformat 13x18!!! Für Ausstellungsabzüge war meist der Fotograf mit in der Dunkelkammer zugegen oder hat genaue Instruktionen mit geliefert, wie beispielsweise Professor Heinz Föppel oder Ansel Adams. Bedenkt daher auch den Zeitaufwand! Es ist daher nicht verwunderlich, wenn Fotografen die ganze Prozesskette in der eigenen Hand behalten wollten und daher selbst vergrößerten.....

    Die Reproobjektive sind vom offiziellen Bildwinkel her bei 46 Grad, die großen Bildkreisdurchmesser, die oft angegeben werden, beziehen sich auf den Maßstab 1:1 und sind damit genau doppelt so groß, wie bei Unendlich. Die russischen Reproobjektive von Lomo sind keine Ronar-Typen sondern Apo-Tessare, deren Produktion von Zeiss-Jena als Reparationsleistung bei den Russen aufgebaut werden musste. Professor Zöllner hat denen nur die einfache T-Vergütung eingerichtet, nicht die MC-Vergütungen. Der Bildkreis der möglichen Abbildung ist mit Zunahme der Bildfehler zum Rand zu natürlich wesentlich größer.

    Hallo,


    es gibt noch einige Leute, die auch gelegentlich hier im Forum sind, und die auch 8x10" vergrößern. Und das Vertikal und horizontal. Ich selbst habe hier in Zeitz einen 8x10" Homrich vertikal mit Computersteuerung sowie einen Homrich HVA250 (horizontal) mit Ansaugwand in einem dafür eigentlich zu kleinen Labor. Mein Freund Bernd hat in seinem Labor in Gera auch einen HVA 250 sowie einige VA 250 (Vertikal). Unser Freund und Kollege Ingo hat in Löbau einen 8x10" HK horizontal (englisches Fabrikat, wurde seinerzeit von PSL vertrieben), Andreas in Erfurt hat mindestens einen Horizontalen Homrich von Bernd bekommen. Felix H. Gross in Karlsruhe hatte (?) in den umgebauten Räumen einer ehemaligen Tischlerei mindestens 3 horizontale 8x10"-Vergrößerer. Es gibt also noch einige dieser Geräte.


    VG Thomas

    Das Industar 1:9/600 mm ist ein Parallelbau des Vorkriegs-Apotessar 1:9/600 mm mit einfacher Vergütung. Es ist an der Mentor nicht geeignet, maximal könntest Du auf unendlich fokussieren, am besten mit vorgebautem Objektivbrett. Für den Nahbereich, und um den handelt es sich bei Aufnahmeabständen von typisch 1,5 Meter uder etwas mehr, ist maximal sinnvoll das 360-er Tessar verwendbar. Ein längerbrennweitiges Objektiv mit größerer Öffnung, wie es bei Portraits sinnvoll ist, wird vom Hinterlinsenverschluss vignettiert, ist also nur eingeschränkt nutzbar. Selbst beim 360-er Tessar muss der Anschraubring kastriert werden, um auf die Objektivplatte von 137x142 mm anwendbar zu sein.


    VG Thomas

    Diese kontroverse Diskussion füllt bereits mehrere laufende Meter Regalfläche in allen relevanten Bibliotheken und zwar ab 1840...
    Wir werden hier auch bei diesem immer wieder aufgewärmten Thema keine von allen akzeptierte Quintessenz finden können.
    Aber muss man denn alles im Leben stets und ständig in irgendwelche Schubladen stecken können????


    VG Thomas

    Das Industar ist ein in der Sowjetunion gefertigtes deutsches Zeiss-Tessar der Rechnung von 1940 mit der alten T-Vergütung. Prof. Harry Zöllner (Chef Optikentwicklung von Zeiss-Jena) wurde nach dem Krieg nach Russland verschleppt und musste nach dem Krieg dort die russische Fertigung diverser Optiken als Reparationsleistung in Schostka und Leningrad hochfahren. Die Russen erhielten jedoch nicht seine Weiterentwicklung der Vergütungstechnologie. Das daneben stehende Zeiss-Jena Tessar wurde 1964/65 und 1972 auf Grund verbesserter Glassorten jeweils neu überrechnet (stammt aus der Produktion nach 1972) und etwas besser vergütet. Für den Anwender sind die Unterschiede marginal.