Posts by Otto Beyer

    Weitere Papierentwickler mit guter Standzeit sind Dektol (Kodak) und Bromphen (Ilford). Beides sind Pulverentwickler und liefern augezeichete Ergebnisse. Man sagt, dass bei Pulverentwicklern i.a. die Standzeit höher ist. Gerade Bromphen ist interessant, wenn man viel Entwickler benötigt. Die Stammlösung wird 1+3 zur Arbeitslösung verdünnt. D.h. mit dem 5 Literansatz erhält man 20 Liter Entwickler. Dektol ergibt 3,8 Liter Stammlösung und die Verdünnung auf Arbeitslösung ist 1+2. Das mit den roten Partybirnen muss man testen, ist aber im allgemeinen nicht so empfehlenswert. Eine super Laborleuchte mit rotem Licht ist die dukalux x-tronic Nr. 2580 von Kindermann. Bekommt man manchmal günstig bei Auflösung eines Röntgenlabors. Foma PE-Papiere haben ihre Schwächen, sind aber für Kontakte gut zu gebrauchen. Das neue RC-Papier von Ilford zeigt im Datenblatt einen sehr guten Verlauf der charakteristischen Kurve bei allen Gradationen. Ist beim Direktbezug aus England auch preislich interessant (z.B. https://shop.silverprint.co.uk/RC-Gloss/products/301/)
    Viel Erfolg beim Start mit der Duka.
    Beste Grüße,
    Otto!

    Guten Tag liebe Freunde der analogen Fotografie,


    Ihr werdet es befürchtet haben, für das diesjährige faf gibt es eine Absage.
    Die Auflagen sind einfach zu hoch, der Spaß würde dabei auf der Strecke bleiben.
    Die Stadt Paderborn hat heftige Auflagen, die wir umsetzen müssten.

    Schade, wir müssen aufs nächste Jahr hoffen.

    Aber keine Regel ohne Ausnahme, wir werden um den 3. Oktober herum natürlich nicht untätig sein.
    Es wird ein ganz kleines Treffen geben, nach jetzigem Stand müssen wir uns in Zehnergruppen aufteilen, das kann sich aber noch ändern.
    Eventuell Exkursionen, oder etwas ähnliches. Die Planung können wir erst konkretisieren wenn die Coronaverordnung NRW für Oktober steht.
    Auch ein Grillabend wäre möglich, oder ein Restaurantbesuch, wir müssen dann sehen was möglich ist.
    Workshops, wenn überhaupt nur unter freiem Himmel.

    Eure Ideen sind willkommen!

    Grüße vom Orga Team
    Klaus Glahe (1. Vorsitzender)


    https://www.fineartforum.eu/

    Welche Lösung passend ist hängt sehr von der Kamera ab. Beim passenden Kompendium ist oft ein Filterhalter dabei. Bei meinem Kompendium (Linhof) ist so ein Filterhalter dabei. Da kann 100x100mm Folienfilter einsetzen oder auf der anderen Seite 105mm Filter einschrauben. Dahinter kann man dann die verschiedensten Objektive montieren und braucht jeden Filter nur einmal. Das ist besonders vorteilhaft wenn man z.B. ein halbes Dutzend Objektive hat.
    Beste Grüße,
    Otto!

    Erst einmal herzlich willkommen im Forum. Habe mal in meinem Linhof-Buch nachgeschlagen. Nach den Abbildungen zu urteilen ist die angebotene Kamera eine Linhof Color und keine Linhof Kardan Color. Die Linhof Color ist das ältere Modell und wurde von 1958 bis 1964 gebaut. Die Kardan Color ist das Nachfolgemodell mit einigen Verbesserungen.


    Die Linhof Color war als Kamera für Landschaftsaufnahmen beliebt. Sie hat mit der Technika Baugruppen gemeinsam. Der Balgen ist fest eingebaut. Objektive sind von 65mm bis 360mm verwendbar. Das Rückteil verfügt über einen Schwenk- Drehrahmen (einfacher Wechsel zwischen Hoch- und Querformat) und ist weder hoch noch seitlich verschiebbar. Mit 2,9 kg ist die Kamera deutlich leichter als eine Studiokamera.


    Wünsche noch einen schönen Sonntag.
    Beste Grüße,
    Otto!

    Vollkommen richtig, nur 1 Liter einfüllen wie im Tankboden eingraviert (2x 120). Und kippen so wie man es von den Jobo-Dosen gewohnt ist, also nicht zu zaghaft sondern wirklich kräftig. Dann kann man in vielen Fällen für alle Filmformate dieselbe Entwicklungszeit nehmen. Wichtig noch, wenn man z.B. für Testentwicklungen weniger als 6 Planfilme nimmt: die äußeren Plätz müssen besetzt sein und die inneren frei lassen. Sonst lösen sich die Filme von den inneren Plätzen durch das Kippen. Wenn man nicht zu kleine Händer hat kann man die Dose zügig mit einer Hand, so wie in der beigefügten Anleitung gezeigt, kippen.
    Beste Grüße,
    Otto!


    PS: Natürlich habe ich in der Dose auch schon einige 50er Schachteln Pancro in PMK entwickelt.

    Mit der Paterson-Dose und MOD54 habe ich schon einige 100 Planfilme entwickelt, meist TMY und HP5+. Nach meiner Einschätzung ist die Bewegung oben zu gering. Speziell zu Beginn der Entwicklung ist kräftiges Kippen angesagt. TMY 15/30/3x kippen (Xtol); d.h. 15 Sek. ankippen, dann alle 30 Sek. 3x kippen. Für HP5+ gilt 15/30/1x (Xtol). Wenn man weniger bewegt muss man die Entwicklungszeit verlängern und die Empfindlichkeit steigt geringfügig. Die Bewegung kann man solange reduzieren bis ungleichmäßige Entwicklung einsetzt, was oben offensichtlich der Fall war.
    Die MOD54-Spirale ist etwas fummelig zu laden. Es gibt vom Hersteller ein sehr gründliches Video dazu:


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    Wünsche viel Erfolg.
    Beste Grüße,
    Otto!

    Die Papierkurve des ILFORD Multigrade FB Warmtone zeigt bei den weichen Gradationen die sog. Grauwertlücke. Dort wo die Papierkurve nahezu waagerecht verläuft werden ein ganzer Grauwertbereich mit einer einzigen Dichte dargestellt; d.h. die Zeichung des Negativs in diesem Bereich verschwindet beim Print. Das ist eine Papiereigenschaft und hat nichts mit den Filtern zu tun. Die älteren VC-Papiere wiesen alle diese Grauwertlücke auf. Das war der Grund warum viele Printer erst später auf VC-Papiere umgestiegen sind, als es bessere Versionen gab. Zu Zeiten der Festgradationen gab es hochwertige Baratpapiere vielfach nur mit Gradation 2 und 3. Auch nur in diesem Bereich liefern die meisten VC-Papiere heute noch ihre besten Ergebnisse. Das ist auch der Grund, warum das Eintesten der Filmentwicklung nach wie vor lohnend ist. Wer zur Grauwertlücke alles etwas genauer wissen möchte kann es hier nachlesen: http://www.darkroomautomation.…ort/appnotevcworkings.pdf


    Beste Grüße,


    Otto!

    Die Idee, einen Stufengraukeil in der Duka direkt auf den Testfilm aufzubelichten und gleich zu entwickeln, ist ein erprobtes Verfahren. In dem ersten Praxisbuch, das ich mir zum Thema Zonensystem angeschafft habe, wurde genau dieses Verfahren gewählt. Das kann man nachlesen bei Phil Davis: Beyond the Zone System (1. Auflage 1981, Seite 109 ff). Dazu gibt es noch ein Workbook mit verschiedenen Bauanleitungen. Die 4. und letzte Auflage des Buchs von 1999 beschreibt die Prozedur auf S. 70 ff.


    Ein Sensitometer für Testbelichtungen von Film, wie man es käuflich erwerben kann, wird meist für Röntgenfilme eingesetzt und verwendet grünes Licht. Das ist für panchromatische SW-Filme, wie sie in der Fotografie meist eingesetzt werden wenig geeignet (Sensibilisierungsschwäche für grünes Licht). Daher wird von Phil Davis in seiner ersten Auflage ein Selbstbau vorgeschlagen. Die 4. Auflage verwendet nur noch den Vergrößerer.


    Die nötige Belichtungszeit für einen Film wird mit Tests bestimmt, so dass alle nötigen Felder des Stufengraukeils sichtbar sind. Für den eigentlichen Test werden dann 5 Testfilme bei Planfilm benötigt. Anschließend werden die Testfilme identisch belichtet und unterschiedlich entwickelt. Durch Auswertung der Kurven wird auf die effektive Empfindlichkeit zurückgeschlossen. Wer es genau wissen möchte, kann das bei Phil Davis nachlesen oder bei Lambecht / Woodhouse: Way Beyond Monochrome.


    Phil Davis hat viele Kurse zu dem Thema in den USA gegeben und die Methode zusammen mit Fotopapiertests war populär und wurde mit entsprechenden Produkten vermarktet. Von seinen Schülern wird sie weiter gepflegt: https://btzs.org/


    Es wird sogar ein Test-Service angeboten: https://youtu.be/GLiadimBwmg Die Testfilme werden mit einer Kaltlichtquelle belichtet.


    Die wesentlichen Nachteile des Verfahrens sind aus meiner Sicht:

    • man erhält die effektive Filmempfindlichkeit nicht auf direktem Wege
    • der Einfluss der Lichtfarbe muss untersucht werden
    • das Streulicht in der Kamera oder allgemeiner, der Einfluss der eigenen Ausrüstung muss empirisch berücksichtigt werden

    Eine Zusammenfassung des BTZS-Verfahrens ist hier zu finden (Seite 45):
    http://www.magnachrom.com/issues/MAGNAchrom.v.1.2.3.pdf


    Viel Erfolg und beste Grüße,
    Otto Beyer!

    Die Belichtung des Testfilms durch Transparentpapier sorgt dafür, dass auf dem Film keine scharfe Abbildung der Wolken zu sehen ist sondern die ganze Filmfläche möglichst gleichmäßig belichtet wird.


    In der etsprechenden Norm zur Filmempfindlichkeit heißt es: "Die ISO-Empfindlichkeit darf mit sensitometrischem ISO-Tageslicht, mit Wolfram- oder Photoflood-Kunstlicht bestimmt werden." Mit den bekannten Apps zur Belichtungsmessung kann man einfach die Farbtemperatur messen.

    Aus praktischen Überlegungen sollte man seine Filme mit dem Licht eintesten, das den geplanten Aufnahmen nahe kommt. Wenn man z.B. im Studio mit Energiesparlampen arbeitet sollte man auch entsprechendes Licht zum Eintesten nehmen oder Tageslicht bei z.B. Landschaftsaufnahmen. Natürlich kann man alles auf die Spitze treiben. Aber in der Praxis hat sich gezeigt, dass man speziell bei GF lieber etwas mehr Licht geben sollte, um gewisse Reserven zu haben. Das ist äquivalent zu höheren Dichten für Zone 1. Bruce Barnbaum empfiehlt z.B. die Schatten nicht auf Zone 2 zu legen sondern merklich höher, um eine bessere Bildqualität zu erzielen.


    Wünsche viel Erfolg,
    Otto!

    Die Belichtung wird durch das Transparentpapier gemessen und der Film wird auch durch das Transparentpapier belichtet (wie eine Milchglasscheibe). Lichtmessung geht vom Objekt in Richtung Kamera.


    Die Kalibrierung des Stoufferkeils wird hier beschrieben:
    https://www.fotografie-in-schw…-planfilme-eintesten.html
    Abschnitt "2.3 Kalibrierung des Stufengraukeils". Tatsächlich weichen die Dichten der Felder des Graukeils von den theoretischen Dichten ab. Auch muss der Schleier berücksichtigt werden, da er ja bei der Belichtung wirkt.