Posts by TomT

    Quote from "samsang"

    ... ist genau der Grund warum ich so unsicher bin, knapp 800 Euro für einen Scanner auszugeben und "akzeptable" Ergebnisse zu erzielen ist nicht ganz das,
    was ich mir unter so einer Investition erhoffe -


    Na ja, für exzellente Ergebnisse wirst Du dann wohl einen Hasselblad/ Imacon Scanner brauchen, die sind mit Sicherheit die absolute Referenz im Moment, allerdings kosten sie auch entsprechend je nach Modell ab ca. 9200 Euro (Flextight X1) aufwärts.


    Die Frage ist die, nach dem Zweck? Was willst Du hinterher mit dem Scan machen? Beispiel: Der V700/ V750 schafft real ca. 2400 dpi für Durchsichtvorlagen (Negative, Dias). Bei dem Format 4x5 hat Dein Scan dann ca. 12000x9600 Punkte. Bei 300 dpi Druckauflösung reicht dies für einen Print von ca. 100 cm x 80 cm, ggf. etwas kleiner, wenn man noch Ränder abzieht. Was den Kontrast bzw. Dichtumfang betrifft, wirst Du sowieso nicht alles auf das Papier bringen, was Film und Scanner leisten, entsprechend wirst Du das Negativ/ Dia passend für diese Art der Verarbeitung belichten müssen und ggf. mit einer Bildbearbeitung noch mal Anpassungen machen müssen.


    Die nächste Frage ist: Wieviel Geld kannst und willst Du ausgeben?


    Am Ende wirst Du immer einen Kompromiss machen müssen, es sei denn, Du mußt über Geld nicht nachdenken, weil Du genug davon hast.


    Meine Erfahrung zeigt, daß ein Flachbettscanner mit Durchlichteinheit sicher nicht die beste Lösung ist. Mit der richtigen Scansoftware sich eine Menge erreichen läßt. Wenn Du auch farbig arbeitest, ist eine Farbkalibrierung absolut notwendig. Für kleinere Formate als das Mittelformat ist ein richtiger Filmscanner die bessere Wahl. Brauchbare Filmscanner für Kleinbild sind aber auch nicht so teuer.


    Gruß Tom

    Quote from "jsch"

    Hallo,
    einige unsortierte Anmerkungen:


    - Für Architektur finde ich digitale Kameras besser geeignet. Stichworte: mehrere Belichtungen ineinander kopieren, um vorbeifahrende/-laufende Autos/Menschen zu eliminieren oder um den Helligkeitsumfang in den Griff zu bekommen. Digitales Mittelformat oder Canon mit TS-E. Digitale Architekturbilder strahlen eine Klarheit aus, die mir besser gefällt als mit Film fotografierte Architektur.


    Dem digitalen "Krams" kann ich zur Zeit nicht viel abgewinnen, speziell die digitalen Spiegelreflex-Systeme finde ich nicht so doll. Sowas hatte ich mal, ist bei ebay gelandet. Hauptsächlich ist mir das Sucherbild viel zu klein, um brauchbare Bildgestaltung zu machen. Selbst die "vollformatigen" haben zumeist ein kleineres und dunkleres Sucherbild als es meine Nikon FM2 Ende der 90er Jahre hatte. Eine größere Mattscheibe erleichtert das Arbeiten ungemein. Vielleicht kommt daher auch meine Begeisterung für 4x5 und 8x10. Mittelformat ist schon "untere Grenze" für die Mattscheibengröße. Digitales Mittelformat zzgl. entsprechend leistungsstarker Hardware für die Bearbeitung der großen Dateien etc. kann/ will ich mir ehrlich gesagt nicht leisten.


    Quote from "jsch"


    - Für Landschaften finde ich 4x5 (Laufboden) wegen des Kamera-Transports am besten geeignet. Hier gefällt mir die "organische" Anmutung des mit Film fotografierten Bildes besser als die digitale Variante.


    Wie schon weiter oben gesagt, wäre das Transportproblem bei mir nur untergeordnet zu sehen.


    Quote from "jsch"


    - Generell finde ich, dass das gewünschte Endergebnis (sprich Bild) die Kamera/Objektiv-Kombination vorgibt. D.h. wenn man ein Bild im Kopf hat, ergibt sich die dafür notwendige Technik meist automatisch.


    Braucht man wirklich für jeden Anwendungsfall eine eigene Kamerausrüstung?

    Hi,
    ich arbeite mit einem Epson V750pro für MF und GF und bin damit zufrieden. Kleinbild (35mm) scanne ich jedoch lieber mit einem richtigen Filmscanner. Den V750pro (inkl. Silverfast Ai, EZ-Color Kalibrierungssoftware und Kalibrierungstarget) habe ich gekauft, weil der bei Monochrom für 729 Euro günstiger war als der V700, zu dem man den Kalibrierungskram und die Version Ai von Silverfast nicht serienmäßig dazu bekommt und demzufolge hätte extra kaufen müssen. Wenn man lieber mit einer anderen Software scannen möchte, ist der V700 sicher auch keine schlechte Wahl. Angeblich hat der V750 irgendwie eine bessere Optik, den Unterschied konnte in diversen Testberichten jedoch niemand so richtig nachweisen. Mir ging es beim V750 eher um die bessere Softwareausstattung gegenüber dem V700.


    Gruß Tom

    Hallo Klemens,


    zunächst hast Du recht, es war der Workshop mit Herrn Wolf. Ursprünglich wollte ich auch ins Ruhrgebiet (dieses Jahr), der Kurs fiel jedoch bei 3 Teilnehmern und 2 Absagen leider aus. Der Kurs eine Woche später in Frankfurt fand dann mit 3 Teilnehmern statt - zum Glück. Den Workshop generell würde ich weiterempfehlen, wenn man entweder in den GF-Bereich einsteigen möchte bzw. dies mal kennenlernen möchte, oder auch dann, wenn man schon etwas Erfahrung hat und konkrete Fragen und Probleme hat. Profis brauchen diesen Workshop nicht. Wenn Du mehr zum Workshop wissen willst, schick mir eine Nachricht hier im System oder eine Email.


    Die ursprüngliche Idee, daran teilzunehmen, war die folgende: Speziell im Bereich "Tilt" hatte ich immer Probleme, dies richtig einzusetzen. Theoretisch war klar, wie es geht, in der Praxis hat es nicht immer funktioniert. Der Kurs war insofern erfolgreich, daß ich in diesem Bereich dazugelernt habe und jetzt sicher meinen ArcBody noch etwas besser nutzen kann. Ein weiteres Ergebnis ist, daß ich "Blut geleckt" habe an noch größeren Formaten - deshalb bin ich auch in diesem Forum gelandet.


    Die Aufnahmen mit dem ArcBody sind sicher etwas besser bedingt durch die Tatsache, daß ich mit der Kamera und der quadratische Bildgestaltung jetzt schon länger arbeite. Auch eine Rolle spielt, daß ich natürlich versucht habe, die Großformatkameras auszutesten und Grenzen kennenzulernen. Gegenüber dem ArcBody kann man doch noch das eine oder andere zusätzlich verkehrt machen. Die Anmerkungen von Lars unter meinen Bildern sind nicht ganz aus der Luft gegriffen.


    Für das Interesse an Großformat (egal erstmal ob 4x5 oder 8x10) war weniger die (mögliche erzielbare) Qualität entscheidend, eher die Art, wie man damit arbeitet bzw. arbeiten kann. Größere die Mattscheibe, intensivere Auseinandersetzung mit dem Motiv, höherer Spaßfaktor bei der Aufnahme. Nebenwirkungen sind höhrere Kosten, mehr Gewicht und natürlich die Frage, was man mit so großen Negativen oder Dias weiter anstellen will etc.


    Ich schätze mal, wenn ich mir tatsächlich eine "große" kaufen sollte, trifft eher zu "Befriedigung des Kindes im Manne" wie Du es so schön formuliert hast. Trotzdem sollte es sich ein wenig einpassen in meine aktuellen Möglichkeiten und Voraussetzungen, die ich ja auch beschrieben habe.


    Eine Faltkamera kommt eher nicht in Frage, die Möglichkeiten einer optischen Bank möchte ich schon haben, dies wäre auch ein Unterscheidungsmerkmal zum ArcBody, eine Konkurrenz in der eigenen Fototasche möchte ich auf jeden Fall vermeiden. Für 4x5 (opt. Bank) sprechen auch zur Zeit die Preise auf ebay, eine Plaubel opt. Bank 4x5 bekommt man dort ohne Objektiv für 70-120€. Eine Sinar F2 schon für ca. 250€, in den letzten Tagen ging eine komplette Toyo incl. 150er Objektiv und Koffer für gute 210€ weg - sehr einladend vom Preisniveau. Von der Mattscheibe und dem Spaßfaktor aus gesehen ist 8x10 natürlich "King size".


    Im Moment ist es noch offen, ob und wann und in welchem Format ich eine "große" kaufen werde. Ich habe auch schon daran gedacht, eine 4x5 mit einer 6x7 Rollfilmkassette zu betreiben. Dann könnte ich meinen Vergrößerer problemlos nutzen (Durst M70 mit Computersteuerung). Ob das eine für mich sinnvolle Lösung ist, weiß ich aber auch noch nicht. Auch überlegt habe ich, den ArcBody mit einem Planfilmmagazin zu betreiben, dies hätte den Vorteil, von Bild zu Bild über Push/Normal/Pull entscheiden zu können, wie es für die Arbeit nach dem Zonensystem nötig ist. Dieser Vorteil ist ja bei (großen) Planfilm-Kameras "fest eingebaut".


    Trotzdem auch für Deine Anmerkungen ein Dankschön.

    Hallo Forum,


    in meiner Galerie


    http://grossformatfotografie.d…ails.php?album=947&page=1


    gibt es jetzt etwas zu sehen. Die Fotos sind bei einem Großformat-Workshop in Frankfurt entstanden. Ich hatte dort Gelegenheit mit einer Shen Hao Laufboden-Kamera und einer Plaubel Profia im Format 4x5 und mit einer Plaubel Profia 8x10 zu arbeiten. Natürlich habe ich auch mit meinem ArcBody fotografiert. Anmerkungen, Anregungen sind herzlich willkommen. Fragen beantworte ich gern.


    Gruß Tom

    Hallo,


    vielen Dank für Eure Antworten. Es sind ja noch einige Aspekte und Erfahrungsberichte zusammengekommen, über die es sich lohnt, nachzudenken. Ich werde da Thema mal weiterverfolgen, "ergebnisoffen" wie das jetzt in der Politik heißen würde ;)


    Gruß Tom

    Für alle, die keine konkrete Vorstellung von einem ArcBody haben, hier ein paar Infos:


    http://www.luminous-landscape.…ews/cameras/arcbody.shtml
    http://www.luminous-landscape.com/reviews/inverter.shtml
    http://www.jafaphotography.com/arcbody.htm


    Der ArcBody ist eine Fachkamera. Er bietet max. 28 mm Shift (Objektiv nach oben) und +/- 15° Tilt. Seitliches Shiften geht durch 90°-Drehung (ist ja bei quadratischen Bildern kein Problem. Shift nach unten realisiert man am besten mit dem Inverter-Mount, dann hängt die Kamera Kopf über.


    Die Arbeitsweise ist wie im GF auch. Auf ein Stativ stellen, einstellen des Bildes mit dem 90° Spiegelsucher oder auf der Mattscheibe (die richtig hell ist), Blende und Verschlußzeit einstellen, schließen des Verschlusses, Mattscheibe runter, Filmmagazin dran, Schieber raus, auslösen. Lediglich das Problem mit den (vielleicht zu kleinen) Bildkreisen hat man hier nicht, die Objektive sind Rodenstock-GF-Linsen, die leuchten 6x6 immer aus.


    Der Großformat-Workshop hat gezeigt, daß manche Einstellungen auch beim ArcBody besser auf der Mattscheibe ggf. mit einer Lupe zu beurteilen sind. Der Spiegelsucher ist nicht immer optimal.


    Die Bilder aus dem Workshop (4x5, 8x10 und die ArcBody-Bilder) gibt es in ein paar Tagen in meiner Web-Galerie zu sehen.


    Tom

    Quote from "cherub"

    Moin Tom,
    Bei den finalen Bildern kommt es natuerlich an, wie gross Du werden moechtest. Wenn Dir 20x25cm^2 reichen, dann greif zum Kontakten. Ich mache am liebsten 30x40cm^2 oder 40x50cm^2. Zugegeben, bei 30x40 sehe ich noch nicht den grossen Unterschied zwischen (m)einer 6x7 Kamera gegen meine 4x5". Aber bei 40x50cm^2 ist es klar sichtbar. Bei 40x50cm^2 sehe ich aber noch keinen Unterschied zwischen 4x5" und 8x10". Wenn ich aber auf das eine (!) Panorama gucke, was ich vergleichen kann (etwa 60x120cm^2), dann sehe ich einen Unterschied auch zwischen den beiden.


    Vergrößerungen mache ich schon gerne, aber bei 30x40 ist aus Platzgründen Schluß. Insofern denke ich schon, daß der qualitative Unterschied zum 6x6 cm^2 nicht so riesig sein wird.


    Quote from "cherub"


    Ein 4x5" Vergroesserer ist auch noch bezahlbar und von der Groesse her kann man auch noch mit einem Tischgeraet arbeiten, wobei bei meiner Deckenhoehe bei 40x50cm^2 Schluss ist.


    Das Argument bezahlbarer 4x5-Vergrößerer ist sicher ein Argument pro 4x5.


    Quote from "cherub"


    Beim Bildermachen gibt es sicherlich noch mehr Meinungen. Fuer mich ist auch die Verstellung das zentrale Motiv fuer die Benutzung einer GF-Kamera, also Architektur und Landschaft. Aber wirklich verstellbare Optiken sind in 8x10" kaum bezahlbar (fuer mich zumindest), fuer 4x5" aber eigentlich die Regel.


    Ich habe inzwischen herausgefunden, daß Objektive mit großen Bildkreisen und entsprechenden Reserven für Verstellungen nicht nur etwas teurer sind, sondern daß die Auswahl sehr begrenzt ist. Im Weitwinkel-Bereich gibt es eigentlich nur das Super Angulon 165mm von Schneider, die anderen Linsen sind alle für 5x7 bzw. 13x18 gerechnet und leuchten bei starker Abblendung 8x10 noch aus, ohne Reserven für Verstellungen zu haben. Das 8x10-Foto, das ich mit dem 121er Super Angulon gemacht habe, spricht eine deutliche Sprache, 35mm Shift nach unten bei Blende 22 zeigt schon, daß der Bildkreis nicht gereicht hat.


    Quote from "cherub"


    Und dennoch -- das Mattscheibenbild der 8x10" ist einfach der Wahnsinn. Die Moeglichkeit das Negativ von der Groesse her als "echtes" Bild wahrzunehmen ist einfach genial. Aber realistisch gesehen werde ich die Kamera ausserhalb meiner vier Waende auch in Zukunft nur extrem selten und sehr geplant benutzen.


    Allerdings. Dagegen ist 4x5 klein und Mittelformat ein Spielzeug.


    Quote from "geno"


    Beim 8"x10" Format und kontakten ist vielleicht noch folgendes zu sagen. Bei 4"x5" kannst
    du den Auschnitt nachträglich beschneiden und diesen dann wieder hochvergrössern (in Grenzen natürlich),
    beim kontakten geht das dann halt direkt zulasten der Bildgrösse.


    Das Thema "Ausschnitt" sehe ich nicht so kritisch, mit dem ArcBody mache ich zu 95% Dias in Farbe und S/W. Da man bei einem Dia nachträglich auch eher nichts machen kann, bin ich es schon gewohnt, bei der Aufnahme alles richtig zu machen. Fehler passieren natürlich trotzdem mal, logisch, aber wem passieren die nicht?


    Quote from "klausesser"

    Hi Tom!
    Mir selbst macht 8x10" einfach am meisten Spaß - es ist einfach geil. Punkt.
    Mehr Gründe muß es ja auch nicht geben . . . . 8)


    Aber unterschätze nicht den deutlich höheren Aufwand - in jeder Hinsicht!
    Gruß, Klaus


    "Einfach nur geil" kann ich schon bestätigen! Über den höheren Aufwand bin ich mir schon im klaren.


    Quote from "Ulrich Drolshagen"


    Wenn der erwähnte Workshop bisher Dein einziger Berührungspunkt mit GF war, dann brauchst Du für 10-12 gute Bilder wahrscheinlich deutlich mehr als 10-12 Blätter pro Jahr. Man glaubt es kaum, was man bei einer so simplen Konstruktion wie einer GF Kamera alles falsch machen kann; selbst dann, wenn einem die Arbeitsweise im Prinzip und theoretisch klar ist.


    Ulrich


    An dieser Stelle sehe ich eher nicht so das große Problem, die Arbeitsweise meines ArcBody ist im Prinzip wie bei einer GF, lediglich ist der Bildaufnehmer ein Hassi-Magazin statt einer Planfilmkassette.



    Quote from "johnars"

    Es ist eigentlich ganz einfach 8x10 ist ziemlich genau 4x die Fläche von 4x5 :mrgreen:


    Oder als Parallele zu PC Bildschirmen, wenn du da mit diesem kleinen Zeugs nichts anfangen kannst so wie ich z.B mit dem I-Phone und all dem kleinen Zeugs, dann bist du reif für 8x10!


    8x10 rockt 4x5 swingt;--)))
    Gruss Armin


    Na ja, von Kleinbild habe ich mich schon verabschiedet, ein iPhone ist manchmal praktisch, aber wenn's Spaß machen soll, muß es mal größer sein. :lol: Die Frage ist halt nur: "Wie groß?" Es soll ja sogar noch Leute geben, die es noch größer als 8x10 machen und Spaß dabei haben 8)


    Insgesamt möchte ich mich bei Euch für die Antworten bedanken. Den einen oder anderen Denkanstoß habt Ihr mir doch gegeben. Weitere Meinungen sind natürlich immer gern gesehen.


    Gruß Tom

    Hallo,


    vielen Dank zunächst für Eure Antworten. Wie ich daraus erkennen kann, sollte ich wohl noch ein paar Informationen mehr geben.


    Zunächst zum Ist-Stand: Ich fotografiere mit meinem ArcBody hauptsächlich Architektur und Landschaft, beides möchte ich auch im Großformat machen und von den größeren Verstellmöglichkeiten profitieren. Gelegentlich fotografiere ich mit dem ArcBody auch mal meine Familie, so mein kleiner Sohn mal still hält (falls nicht, gibt es noch eine "normale" Hasselblad, die ist schneller).


    Auf einem Großformat-Workshop mit einem professionellen Fotografen aus Hannover hatte ich Gelegenheit mit einer Laufbodenkamera und einer optischen Bank im Format 4x5 sowie einer optischen Bank im Format 8x10 zu arbeiten. Die optischen Bänke fand ich sehr überzeugend in beiden Formaten. 8x10 war aber schon eine starke Erfahrung!


    Grundsätzlich möchte ich mich schon auf ein Format festlegen. Daß man mit 8x10 auch 4x5 machen kann (z. B. mit Adapterplatine) ist mir klar, aber die Blickwinkel bei gleicher Brennweite sind doch sehr unterschiedlich. Daher stelle ich mir die Frage, wie sinnvoll das (für mich) dann ist. In der Festlegung auf etwas sehe ich keine Einschränkung, sondern den Ansporn, über ein Motiv stärker nachzudenken. Daß man dann manchmal kein Foto machen kann, stört mich nicht.


    Die Preise für Filmmaterial spielen eine eher untergeordnete Rolle, da das Fotografieren mit einer GF-Kamera recht viel Zeit in Anspruch nimmt, die neben Beruf und Familie zwar da ist, aber eben in Maßen (und nicht in Massen). Daher würde im GF wahrscheinlich eher zutreffen "10-12 gute Bilder im Jahr" (Zitat eines großen Fotografen). Das wären dann bei Ilford ca. 55€ pro Jahr für Filme, bei Efke, Adox und Foma deutlich weniger.


    Mit der Überlegung zu 8x10 hatte ich weniger die Bildqualität oder das Endformat im Sinn, sondern eher die Tatsache, daß man auf einen Vergrößerer verzichten könnte, weil ein Kontakt schon groß genug ist, damit er bei der Verarbeitung und dem Betrachten Spaß macht. Dies wäre bei 4x5 nicht so (meine private Meinung).


    Natürlich kann man auch 8x10 in Rotation entwickeln, dazu müßte ich aber ein eine entsprechende Dose investieren, wahrscheinlich gibt es sogar welche, die an einen CPE 2plus passen. Mit der Bemerkung zur Schalenentwicklung bin ich von meinen aktuellen Voraussetzungen ausgegangen.


    Ich denke schon, daß ich sowohl mit 4x5 als auch mit 8x10 glücklich werden kann, ich suche eine Lösung, die sich gut in teilweise bestehende Möglichkeiten integriert (Übertreibung: Wenn ich erst ein Haus bauen muß, um Prints in 3m x 4m von einem 11x14 Negativ zu machen, läuft etwas schief!). Und natürlich sollte auch der finanzielle Aufwand überschaubar bleiben. Und wie schon oben geschrieben, möchte ich herausfinden, ob es noch andere Punkte gibt, über die ich mal nachdenken sollte. Eine Bewertung und Entscheidung kommt erst danach. Meine Emotionen sagen zwar "so groß wie möglich und so schnell es geht", aber ob das langfristig gut und richtig ist, möchte ich bezweifeln. Deshalb überlege ich lieber vorher. Der Schritt von Kleinbild-Spiegelreflex zum ArcBody war auch ein Prozeß, der bei mir fast ein Jahr überlegt wurde und ich bin noch immer von der Richtigkeit überzeugt - und trotz Großformat-Fieber fotografiere ich noch immer gern mit dem ArcBody. Das Großformat sehe ich auch eher als Ergänzung und i-Tüpfelchen.


    Gruß Tom

    Hallo,


    ich bin momentan am überlegen, mit welchem Format ich ins Großformat einsteigen sollte. Natürlich habe ich schon Überlegungen zu Vor- und Nachteilen beider Formate (aus meiner Sicht, für meine Randbedingungen) angestellt, die ich mal kurz schildern möchte:


    zu 8x10:
    - SW-Negativ groß genug für Kontaktabzüge, die Spaß machen.
    - digitale Weiterverarbeitung kein Problem, da passender Scanner vorhanden
    - teurer als 4x5 (Anschaffung der Kamera, Linsen etc., sowie Filmmaterial)
    - riesiges Bild, Spaßfaktor
    - Entwicklung der Negative in der Schale (Möglichkeit vorhanden)
    - Vergrößerer für 8x10 schließe ich aus Preis- und Platzgründen definitiv aus
    - neues Stativ notwendig


    zu 4x5:
    - kleineres Bild (vgl. zu 8x10)
    - für Kontakte eigentlich zu klein
    - Anschaffung eines 4x5 Vergrößerers nötig (das 6x7 Gerät könnte dafür ja verkauft werden)
    - preiswerter als 8x10 (Anschaffung, Filme)
    - digitale Weiterverarbeitung kein Problem, da passender Scanner vorhanden
    - Entwicklung in der Dose (vorhanden) ist ggf. besser zu handhaben und genauer reproduzierbar gegenüber der Schalenentwicklung
    - der "Sprung" von meinem ArcBody (Shift+Tilt von Hasselblad mit Rodenstock GF-Linsen) zu 4x5 ist nicht so wirklich groß, gute Prints sind auch vom Mittelformat möglich - lohnt der Aufwand?)
    - vorhandenes Stativ einsetzbar (stabiles älteres Berlebach Holzstativ)


    Meine Frage(n) an Euch:


    Gibt es noch andere Aspekte, über die man bei der Formatwahl nachdenken sollte/ müßte?
    Habe ich in meinen bisherigen Überlegungen Fehler gemacht?


    Fragen zu Gewicht, Transport spielen für mich keine Rolle, wenn es klein und leicht sein muß, habe ich ja den ArcBody, den ich auch nicht hergeben will. Eine richtige GF-Kamera wäre für mich der i-Punkt der Fotografie, nicht jedoch für "täglichen Einsatz". Daher steht auch schon fest, daß ich eine optische Bank gegenüber einer Laufboden-Kamera bevorzuge.


    Über hilfreiche Antworten freue ich mich natürlich, Empfehlungen für eine spezielle Kamera erwarte ich eher nicht, das wäre erst der nächste Schritt.


    Gruß Tom

    Hallo Stephan,


    ich hatte letztens die Gelegenheit mit einer 4x5 Shen Hao zu arbeiten. Die ist ganz ok, bietet recht viele Verstellmöglichkeiten und ist klein und leicht. Das Rückteil ist drehbar. Bis 75 mm ohne versenkte Objektivplatte, kürzere Brennweiten mit versenkter Objektivplatte kein Problem, Weitwinkelbalgen vorausgesetzt. Die Kameras kommen auch Shanghai, China. Zu kaufen bekommst Du sie in Deutschland u. a. bei Dieter Wolf in Hannover. http://dieter-r-wolf.de Die Adresse des Herstellers ist http://www.shen-hao.com (oben rechts kann man von mandarin auf englisch umschalten)


    Gruß Tom

    Quote from "johnars"


    Mit welcher Blende hast gearbeitet?
    Gerade bei Weitwinkel Objektiven nimmt der Bildkreis bei f 32 und kleiner immer noch ein schönes bisschen zu!
    Aber wie ich oben geschrieben habe, kann es sein, dass du ein Rübe erwischt hast in Bezug auf Bildkreisdurchmesser!
    Frohes austesten!


    Gruss Armin


    Hallo Armin,


    f=22, Shift = -35 mm (Frontstandarte nach unten). Das war eindeutig zuviel, ca. 15...20 mm. Ich muß das Bild noch einscannen, dann kann ich es ja mal einstellen. Mit dem weiteren austesten ist das (noch) etwas schwierig, da ich (noch) keine 8x10 besitze.


    Gruß Tom

    Bei einem Großformat-Workshop habe ich die Gelegenheit gehabt, mit einer 8x10 und dem 121er Super Angulon zu fotografieren. Das Negativ (S/W) ist inzwischen entwickelt. Der erste Eindruck bzgl. Schärfe ist gut, die Reserven im Bildkreis bzgl. Shift sind aber sehr begrenzt. Viel mehr als 10..15 mm sind eher nicht drin. Sonst macht die Linse aber schon Spaß.


    Gruß Tom

    Hallo Sanchi,


    danke für den Tipp mit der Lochkamera, das ist sicher eine überlegenswerte Alternative.


    Quote from "sanchi heuser"

    Der Preis von guten Planfilmkassetten steigt nämlich sehr hoch, wenns in die ganz großen Formate geht :roll: .


    Dazu steht an anderer Stelle hier im Forum folgendes zu lesen: "Der Spaßfaktor erhöht sich mit dem Quadrat der Filmfläche. Der Kostenfaktor auch." Nach meinen Erfahrungen im GF-Workshop und den ersten Recherchen zu Angeboten und Preisen von neuen und gebrauchten Kameras kann ich das voll bestätigen. Um die Kosten wieder hereinzubekommen, kann man ja einfach aufhören, schlechte Fotos zu machen :)


    Gruß Tom

    Hallo Tim & Peter,


    danke für das "Willkommen".
    Der GF-Workshop hat mir auch einige neue Erkenntnisse für meinen ArcBody gebracht (ich bin ja der Meinung, der ArcBody ist eine der kleinsten Großformatkameras), aber das es kein Heilmittel gegen den GF-Virus gibt, habe ich schon befürchtet. 4x5 war ja schon ziemlich nett, aber 8x10 war der Hammer bei der Arbeit. Und von 8x10 kann man auch einen Kontakt machen, der groß genug ist. Mein aktuelles Labor geht nur bis 6x7 und viel mehr Platz habe ich dort auch nicht. Letzte Nacht hab ich eigentlich nur damit verbracht, herauszufinden, wo und wie man preiswert an eine 8x10 kommt. Vielleicht selbst bauen? Mal sehen... Erstmal bleibt es beim ArcBody in der Praxis und der 8x10 im Kopf.


    Der Fotograf, der den Workshop geleitet hat, ist öfter in meiner Gegend hat angeboten, gemeinsam fotografieren zu gehen, wenn er mal da ist - rein privat. Dann reichen für den Anfang auch zwei Planfilmkasetten und eine Packung Filme ;)


    Gruß Tom

    Ich bin neu hier (war zu vermuten in dieser Rubrik). Seit mehreren Jahren bin ich mit einem ArcBody im Format 6x6 auf Motivsuche im Bereich Architektur und Landschaft. Letztes Wochenende war ich auf einem GF-Workshop in Frankfurt und hatte dort Gelegenheit mit einer Laufbodenkamera (Shen Hao, 4x5) und zwei optischen Bänken (Plaubel, 4x5 und 8x10) zu arbeiten. Jetzt bin ich wohl endgültig mit dem GF-Fieber infiziert...


    Die Bilder aus dem Workshop muß ich noch entwickeln, dann werde ich sie mal zeigen und zur Diskussion stellen. Mal sehen, was es hier noch so an Anregungen gibt.


    Falls es Leute aus der Region Göttingen/ Kassel hier gibt, wäre auch mal ein persönlicher Austausch denkbar.


    Gruß Tom