Posts by becalm

    Wenn ich hier mitlese, komme ich mir ahnungslos vor wie bei der Quantenmechanik :mrgreen:

    N+-/N-+ kenne ich gar nicht, und irgendwie hab ich auch ohne Barnbaums/Fischer-Piels überlebt.

    Es soll sogar Leute geben, die den Beli einfach nur in die Luft halten...


    Wann mein Negativ mit dem ersten Vergrauen anfängt, ist einfach getestet, mit schwarzer Socke oder mit dem Graukeil.

    Ab hier hilft mir das Zonendenken weiter - will ich die Schatten nicht in Zone 3, sondern in 4 legen, vielleicht der schönen Mitteltöne wegen?, dann werden die Lichter eine N- Entwicklung erfahren müssen, um sie, durch die Überbelichtung, am Wegbrennen zu hindern.

    Ich finde, den Rest macht heute das Splitgraden, und ggf. noch ein bischen Chemie.


    Mir gefällt das Bild, auch wenn es mir den "Morgen" nicht so recht transportiert.

    Der qualmende Schornstein ist ein feines i-Tüpfelchen.

    Ich glaube, ich hätte hier noch Einiges dunkler abgezogen und dann versucht, im Farmerschen Beizbad eine mystischere Stimmung hervorzuholen.

    Nur ein Gedanke..

    Wenn man dagegen mit dem Spot misst, ...würde man mit der Zweipunktmessung den Abstand der Schatten zu den Lichtern ermitteln, einen genauen Durchschnitt bilden..


    Wenn ich einen Durchschnitt bilde, habe ich das Zonensystem nach Adams nicht verstanden. Und wende es folglich auch gar nicht an.

    Der Kurs wird nicht von dem Lette Verein, sondern von der Lette Akademie angeboten.


    Ich hatte den Kurs mal interessehalber für 3 Tage begleitet und kann Struktur, Inhalte und Abläufe nur als hervorragend beschreiben; mein Bericht findet sich in den Tiefen des Forums.

    Kein unötiges Technikgelaber, der Fokus liegt auf schnellem Lernen und baldmöglicher Handhabung der Kamera, um die Ergebnisse dann zu besprechen.

    Andre ist nicht nur altgedienter Profi, sondern vor Allem ein hervorragender Dozent, der Sein Wissen unangestrengt und auch nach individuellem Bedarf zu vermitteln versteht.

    Sowas Bröseliges will man ja nun nicht in der Reserve haben.


    Zahnrad kaufen, Ring drehen, Ring mit Zahnrad verbinden.

    Der Ring selbst sieht mir laut Bild eher nach einer Führung aus, denn als Fixage für die Zähne; in diesem Falle sollte der Neue die roten Zähne nicht abwetzen>> Materialwahl..

    Das Zahnrad auf 4mm zu bohren ist auch kein Problem. Andersrum wärs blöder - aber auch machbar.

    Für den Kauf ist Mädler Dein Ansprechpartner.

    MÄDLER – Ihr Lieferant für Antriebstechnik

    normale Gradation (2)


    Nee, Andreas,

    "normal" war immer schon die 3.

    2 ist "spezial".

    Wiki bestätigt das:

    • 0 = extraweich
    • 1 = weich
    • 2 = spezial
    • 3 = normal
    • 4 = hart
    • 5 = extrahart


    Ich habe auch diesen Film und ihn einmal, weil das auf der Packung stand, in Documol entwickelt.


    Dann würde ich mal den Rollei RHC (high contrast) versuchen ( ich nahm den gerne für Baryt). Der ist aber unbezahlbar derzeit.

    Preiswerter ginge es mit Fomapans Hydrochinonentwickler LQN; den hab ich aber, um in etwa 1:1 an den RHC ranzukommen, maximal 1:1 verdünnt.

    Ansonsten käme mir noch Röntgenfilmentwickler in den Sinn, der reißt nämlich das Röntgenbild binnen 30sec aus dem Silber, ist also das Gegenteil von ausgleichend entwickelnd :)


    Nach etwas rumprobieren bekomme ich nun mit einem Rating von ISO 1/16 bis 1/32


    Kann ich mir unabhängig von den Packungsangaben gar nicht vorstellen.

    Bild 2 könnte von hier aus betrachtet auch ausgesilbert sein - ein bekanntes Phänomen, beim preiswerten Fomaspeed PE war das mal inklusive, sozusagen..

    Zeigte sich bei mir damals wiederholt, und in etwa ähnlich aussehend.

    Raus muß das Zeug ja nun so oder so; wenn Bild 2 beim Schwenken gegen Licht changiert, ist es wohl ausgesilbert .

    Danke für die späte Info, Peer.


    Ja, das war mir zeitnah bekannt.

    Fast noch trauriger als Thomas' Ableben aber empfand ich die Tatsache, daß es hier gar nicht auffiel, daß ein stets hilfsbereiter Mann, ein wahres Urgestein dieses Forums, welches mit Seinen fast schon wissenschaftlichen Abhandlungen, und sonstigen zahlreichen Hilfestellungen und Wissensschaffungen wirkte, in diesem Forum nicht mehr present war.

    Gruß,

    Ritchie

    Splitgrade - wer die Negativentwicklung beherrscht braucht das auch nicht (meine Meinung).


    Moin,

    wenn es für Dich paßt, hast Du alles richtig gemacht:thumbup:

    Da ich aber fest an lokale Kontraste glaube, welche es aufgrund nicht alles könnender Negative zu manipulieren gilt (Tonwertkontrolle), um zu einem gut ausgearbeiteten (und persönlich interpretierten!) Abzug zu kommen - und spätestens hier trennen sich dann unsere Anforderungen - gehe ich den komplexeren Weg.

    Wobei Komfort ein weiteres Thema für mich ist, und sich das Thema Filter inzwischen erledigt haben sollte (Mehrfarbkopf).

    Spaß an unseren Arbeiten jedenfalls dürften wir Beide haben :)

    .. eine brauchbare und aktuelle Anleitung für den Bau eines 4x5 LED Kopfes mit Ansteuerung habe ich leider bisher nicht gefunden.


    Dann hast Du auch nicht gesucht, soviel steht fest.

    Darüberhinaus lohnt es sich aber, sich auch mal selbst mit der Materie zu beschäftigen, allein schon mal fürs Verstehen, welche Deiner Anforderungen auf welche Art abgedeckt werden könnten.


    Licht machen können alle LEDs, da reicht es bereits, eine dieser Glühbirnenersatz-LED-birnen einzuschrauben, und sicher geht damit auch etwas Splitgrade über Ilfords Filter.

    Mit "50 Euro" wäre ich persönlich aber noch nicht mal in der Nähe einer Startlinie gewesen - da gibt es einfach gar nichts, was Zuverlässigkeit hinsichtlich einer gewünscht hohen Qualität bieten würde, und Gekauftes offenbarte dann auch gerne mal nicht kalkulierte Handicaps.

    "Funktioniert super", bei nicht unbedingt erforderlicher Splitgradebelichtung kenne ich aus den Anfängen meiner Entwicklung(en), bietet aber kaum Kontrolle, und reichte mir nicht ansatzweise für das Prädikat "super".

    Flickerfreiheit, Konstanstrom und PWM-Dimmung , dazu eine Ansteuerung mehrerer Farben ohne Vor-und Nachglimmen, das wären z.B. einige Punkte für reproduzierbares Arbeiten mit LEDs, über die man sich Gedanken machen kann, aber scheinbar auch gar nicht nicht muß - die eigenen Anforderungen halt.

    In Einheit jedoch mit technisch und spetral klar definierten LEDs, dazu vielleicht mit einem Multifunktionsgerät von RH Design oder dem Nicholas aus Amiland ( Name vergessen), oder natürlich auch einer eigenen Programmierung via Arduino, Rapsbeere und App, kann man m.M.n. dann, vor Allem überhaupt erst dann, einen Vergleich zum Heiland antreten, wenn es, und genau darum gehts beim Heiland, um Qualität, und auch um Komfort gehen soll.

    Preislich bist Du da allerdings auch nicht mehr weit entfernt, mit dem gleichwertigen Eigenbau.

    unglaublich..... das hat ja wissenschaftliches Niveau....

    :)


    Nennt man tatsächlich Physik, Unterabteilung Optik.

    Manche saßen in der 8. Klasse begeistert vor der Fachkamera ohne Balg und ohne Verschluß, kurz optische Bank - Anderen mußt der Lehrer den Stoff förmlich einbleuen :mrgreen:

    Was hier und heute natürlich nicht Not tut.

    Aber die Frage nach den Auswirkungen des Fokussiervorganges wird doch wohl jemand beantworten wollen.

    Oder, wir schauen mal was das 2nd Law so hergibt, wüst siehts ja erst mal aus.

    Hier wird also im Frontbereich geschaut, aber es gibt auch alte Bekannte - die Schärfeebene ist da, und die Lens Plane, wenn auch nur gestrichelt hier.

    Die Film Plane ist auch da, nur wurde sie der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet :)

    Ziehen wir die gedanklich mal runter, treffen wir wieder auf die gute alte Scheimpflug-Schnittpunktlinie (Line). Und dort auch auf die Objektivebene/Lens Plane und die Schärfeebene.

    Hinten bleibt also alles beim Alten..

    Neu ist die Focal Plane, welche in Distanz "f", also genau eine Brennweitenlänge entfernt, parallel zur Lens Plane verläuft, wobei sie sich mit der Schärfeebene in einem Punkt schneidet, der da nun Hinge Line heißt.

    Hinge heißt "Scharnier", und warum das Ding da so heißt, könnte man sich selbst erdenken; das klärt sich aber später auch noch auf.

    Wichtig ist erst mal nur, daß auch diese dubiose (Parallel-To-Film) Lens-Plane das Hingding kreuzt; somit ergibt sich nämlich vornerum eine vergleichbare Situation wie an der Rückstandarte:

    3 Ebenen, im Bild leider nur Linien, treffen sich in einem Punkt.

    Die Distanz "J" verläuft von optischer Achse bis zum Fußboden, darf aber auch erst mal ignoriert werden.

    Ich bin für ein paar Tage unterwegs, bring das hier aber zu Ende.

    Soviel vorab:

    - Man muß das nicht zwingend wissen, um scheimpflügen zu können; Grenzbereiche sind aber ohne das Wissen nicht immer bedienbar.

    - Ein großer Teil von Euch hat bereits, oder arbeitet grundsätzlich mit diesem "Hinge"-Prinzip, weiß es aber nicht.

    - Ein größerer Teil hat das 1st Law vermittelt bekommen, also nicht nur zu wenig , sondern zum Teil auch noch Mist :)

    - Die Geschehnisse und Auswirkungen des Fokussierens bei geneigter Optik werden ihrer unergründlichen Mystik beraubt, Offenbarungen treten zu Tage :mrgreen:

    Denkbare Hausaufgabe für die Zeit:

    Was genau passiert beim Fokussieren mit Tilt?

    Und ich habe absichtlich hervorgehoben, für welche Anwendung die Konstruktion der hier immer wieder angeführten Sinar P2 ausgelegt ist. Das ist das Maximale an Möglichkeiten einer Großformatkamera technisch verwirklicht

    Hallo, Dieter,

    ausnahmsweise liegts Du hier einmal falsch - es war die Sinar "e", welche bis dato die technisch-konstruktive maximale Verwirklichung darstellte, und zwar jenseits der Kapizäten des Herren Koch.

    Die "e" hatte die unmöglichsten Aufgaben bewältigt, dabei die Standarten ich Richtungen verbogen, die irrsinnig waren, und auf diesem Wege, nach Jahrzehnten der allseits geglaubten Allwissenheit, für bahnbrechende Erkenntnisse zum Thema Verstellungen ans Tageslicht gebracht.


    In der Praxis werde ich das jetzt mal häufiger probieren.

    Praxis ist immer gut.

    In der Sache jedoch finde ich grad auch die theoretische Basis hinter Kurts Formel interessant (welche sich übrigens bei den Drehknöppen an der pfiffigen Sinar wiederfindet), schafft sie doch Klarheit über das eigene Tun.

    Ich wage ja immer noch zu behaupten, daß in diesem Forum kaum jemand weiß, was er da wirklich treibt, wenn die Standarten verrissen werden - es wurde ja auch nie richtig erklärt, stattdessen gab es nur Häppchenwissen..

    Letztlich geht es beim vollumfänglichen Verstehen (allerdings für die Praxis nicht zwingend) um mehr als das gerne gelehrte "die gedachten Achsen Rückteil,Frontstandarte und Schärfeebene treffen sich zur Erfüllung des Scheimpflugschen Prinzipes in einem gemeinsamen Schnittpunkt.

    Haha, in einer Linie, die wir aber im Bild nur als Punkt sehen - die erste Falle.

    Hier wird aber nur ein Teil der Scheimpfl. Erkenntnisse betrachtet - Winkel ja, aber Winkelgrade nein, und vor Allem - was passiert denn da genau??

    Genau das kann einem der Harold Merklinger vermitteln, was ich mir einst auch reinsaugte, mein angelesenes Verständnis später dann mit dem Kurt teilte, worauf Er Wiederum Seine eigenen Beobachtungen in diese gezeigte Formel einfließen ließ...

    Nun, Merklinger betrachtet das ganze Scheimpfl. Patent, gegliedert in "First Law" und in 2nd Law:

    Links, kennen wir; das ist auch verständlich, macht dem Einsteiger aber in der Praxis gerne Probleme.

    Jetzt kommt nämlich die schlimmste Falle:

    Irgendwie sollen wir ja jetzt auf einen Fern- und einen Nahpunkt fokussieren, die sind aber unten und oben ??

    Der Tiltwinkel stimmt nicht und die Fokussierung haut nicht hin; bei Winkelveränderung pfeift aklles wieder ab, wo sind denn jetzt die Punkte, es ist zum Irrewerden, und das Auge ermattet, sieht sowieso nicht mehr scharf.

    Das sind dann so die Phasen, welche vermutlich solche Aussagen wie "Tilt braucht man ja auch nicht unbedingt", oder "bloß kein Evangelium draus machen, Mut zur Unschärfe!" gebären.

    Die Frage war:
    a) welchen Stellenwert Fokus-Unschärfe hat,

    b) wie man Fokus-Unschärfe nutzen kann, um räumlicher Beziehungen im Bild zu erzeugen, und

    c) wie überallige Schärfe für Euch den Raumeindruck bestimmt


    a) In einem GF-Forum gestellt, ist diese Frage eine Farce, denn wo ich mir die Standarten zur Schärfe verbiege, verbleibt auch die Unschärfe - entweder im Nichts, oder gestalterisch im Bild..

    Für mich hat die Unschärfe nicht nur deswegen einen höheren Wert als die Schärfe.

    Sie macht mein Bild aus.

    Schärfe zu erhalten ist fast selbstverständlich, das schafft oft sogar schon ein Autofukus, oder eine zuhe Blende:-)

    Am Ästhetischsten finde ich aber eine nicht offensichtliche Schärfe, wie sie von Weichzeichnern gezeigt wird - überlagert von milder Unschärfe, und somit leicht versteckt.

    Einmal erkannt, offenbart sich forthin Wunderbares.

    Doch wie sieht es nun mit der Unschärfe aus?

    Oft einfach nur gruselig; wem die Unschärfe einen Stellenwert inne hat, der muß eben auch auf die defokussierte Performance der Optik achten.

    Auch hier ist der Stellenwert für mich der Ästhetik untergeordnet.

    c) Gar nicht, es entsteht mir schlicht gar kein Raumeindruck.

    Deswegen werden Optiken, die hier Höchstleistungen zeigen, auch speziell für Flächiges gerechnet (Repro, Vergrößern), woraus sich fast folglich ergibt, daß es auch Optiken gibt, welche einen Bezug zum Raum haben, und jenen auch zeigen.


    b) Also ich finde wirklich, daß sich Unschärfe, Raum, räumliche Beziehungen nicht allein mit der Fokusfrage beantworten lassen.

    Ich hab schon Leute gefragt, die mir Abzüge schickten, mit welcher Optik sie diese, mich regelrecht ins Bild saugende, räumliche Tiefe erzeugten.

    Und diese Tiefe kam nicht ausschließlich von der Blende, oder von partiellen Unschärfen.

    Falsch gedacht also, denn die schnöselige 0815-Optik an einem alten 6x9 Falter war es eher nicht. Auch nicht das Format.

    Da blieb dann nur die Entwicklung des Abzuges übrig - nichts Spezielles, aber dem Motiv sensationell gerecht werdend.

    Wie oben angeschnitten, benutze ich gern Optiken, welche den Raum gut zu schildern vermögen; da der Raum zumeist einen dominierenden Anteil gegenüber dem Motiv hat, will ich auch, daß der Raum ansehnlich wird.

    Ein Motiv also vor solch einem duftig verblassenden Raum hat diesen Bezug, zum Raum, ein paar Varianten des späteren Abzuges zeigen die beste räumliche Wirkung - und diese Abzüge sehen dann eher klassisch aus.

    Weil die damals solche Fragen gar nicht stellten, sondern wissend einfach machten, so kommt es mir vor.

    Ein Portrait vor einer undefinierbar verkrisselten Fläche jedenfalls, welche zudem enorme Unruhe bringt, hat keinen Bezug zum Raum, auch wird der Raum trotz Unschärfe gar nicht räumlich dargestellt.

    Der altehrwürdige Herr Fotograf würde Deine Fragen ad hoc mit "Vordergrund, Mitte, Hintergrund!!" beantworten.

    Ich würde halt noch die geeignete Optik, und eine stimmige Ausarbeitung ergänzen.