Posts by norma

    Das Objektiv habe ich inzwischen an meiner 8x10" angesetzt und habe den Bildkreis mit einem Sinaron S mit 72° Bildwinkel verglichen.

    Das Sinaron kann ich etwa 5° verkippen bis der Bildkreis aus der Mattscheibe wandert, das C-Claron etwas über 10°

    Die Objektive von Rodenstock sind eher verhalten mit den Bildkreisen angegeben, das 210mm ist mit 316mm Bildkreis gelistet, tatsächlich sind es etwa 360mm.

    Das ist der reine ausgeleuchtete Bereich, über die Bildqualität kann ich jetzt nichts sagen.


    Das C-Claron kann ich im Hochformat 50mm aus der Mitte vershiften und bin noch nicht ganz aus dem Bildkreis hinaus.

    Der Bildwinkel wird also bei etwa 90° liegen und der Bildkreis somit bei etwas über 400mm

    Die Lichtstärke ist etwas größer als die gravierte f/5,6

    Ermittelt habe ich f/4,5

    Es zeigt auf der Mattscheibe ein sehr helles und sehr gut einstellbares Mattscheibenbild.


    Jetzt muss ich nur noch Zeit finden um es mit einem Stück Film zu testen.

    Habe noch etwas gefunden, das Datenblatt zum Goerz Gold Dot Dagor, das ist baugleich mit dem Schneider G-Claron der ersten Baureihe.

    Nachdem Schneider die US Goerz Niederlassung gekauft hat wurde eine kleine Serie dieser Objektive noch unter dem Namen Goerz AM Gold Dot Dagor verkauft, hergestellt wurden sie von der Firma Kern in Aarau. Sie sind dann in der Hinterlinse mit "Made in Switzerland" graviert.

    Danach gab es noch eine Serie die mit "Schneider Gold Dot Dagor" graviert wurde, jetzt eine echte MC Vergütung hatte und ebenfalls in der Schweiz hergestellt wurde.


    Interessant finde ich das der Bildkreis mit zunehmender Abblendung auf 87° gesteigert werden kann.


    Shen Hao

    Das würde nach der Winkelfunktion für ein 305mm Objektiv etwa einem Bildkreis von 600mm entsprechen.


    Das Objektiv, welches ich bekommen habe, hat den gleichen optischen Aufbau aber keinen Nachweis mehr graviert das es in der Schweiz gefertigt wurde allerdings steht auch kein "Made in Germany" drauf.

    Jedenfalls scheint das die letzte Ausführung gewesen zu sein wobei ich denke das sie eine zeitlang parallel verkauft wurden, meine Ausführung als Repro Objektiv und die anderen für die Nerts die unbedingt "Dagor" auf dem Objektiv stehen haben wollten. Die waren sicher auch deutlich teurer.


    In einem anderen Thread zeige ich ein D-Claron von Schneider welches in etwa aus der Zeit stammt als Schneider Goerz in den USA übernommen hat.

    Das würde heißen dass das D-Claron auch eine Weiterentwicklung des G-Clarons sein kann.


    Wird sich wohl nicht mehr klären lassen und die Fa. Schneider ist leider nicht sehr auskunftsfreudig was die Vergangenheit angeht.


    Die Tominon Objektive wurden von der Firma Tomioka hergestellt.

    Die bekannten Tominone von 75, 105, 114, 127, 135mm sind alle ganz normale Tessartypen also nichts Außergewöhnliches.

    Es gibt aber auch echte Mikro Objektive mit 17mm und 35mm Brennweite, zu denen habe ich keine Daten.

    Es ist ein Tessar Typ mit guter optischer Leistung, der Bildkreis reicht auf oo für 4x5"

    Polaroid hat viele 127mm Objektive von verschiedenen Herstellern im Laufe der Produktionsjahre.

    Es ging immer darum den günstigsten Anbieter zu finden.

    Am bekantesten ist sicher das Ysarex 4,7/127 das gab es auch unter dem Namen Ysaron, ebenfalls in Polaroid Kameras.

    Enna hat ein 4,7/127 geliefert, Yashica und zum Schluß fanden sich nur noch die Objektive von Tomioka in Copal Verschlüßen in Polaroid Kameras.


    Das Ysarex kenne ich sehr gut, ein sehr nettes kleines Objektiv das es für Kleingeld zu kaufen gibt, lässt sich bei 4x5" noch etwas verstellen wird aber dann nicht mehr 100% scharf in den Ecken.

    Sind aber immer sehr gut im Nahbereich.

    Wenn es über 1:3 hinausgeht können einfach die Linsengruppen von vorn nach hinten und umgekehrt eingebaut werden, dann durchaus brauch bar bis 3:1

    Genauso hat es Zeiss Jena mit ihrem S-Tessar 6,3/120mm gemacht.


    Vermutlich ist die optische Leistung der von mir genannten Objektive identisch, der Aufbau ist es zumindest, man braucht keine Wunder erwarten, die sind eh sehr selten, aber es sind solide Optiken die auch im Nahbereich funktionieren, das tun aber alle Tessar Typen.

    Der größte Vorteil ist das sie günstig zu bekommen sind und häufig in einem Verschluß sitzen.

    In meinem Sammelsorium befindet sich eine weitere seltsame Linse, inzwischen weiß ich das es ein Prototyp von Schneider ist aber warum und wofür er speziell gebaut wurde habe ich nicht herausfinden können.

    Die Außenlinsen haben die Abmessungen des Symmar 5,6/210mm allerdings sind die innen liegenden Linsen größer im Durchmesser so dass das Objektiv in einem Compound Verschluß sitzen muss.

    Der Bildkreis ist größer als der des Symmar was mit dem größeren Durchgang zu tun hat, es leuchtet 8x10" aus habe aber noch nicht genau getestet wie weit der Bildwinkel genau reicht.


    Es ist ebenfalls ein Sechslinser mit dem gleichen Aufbau wie das Symmar.

    Ein Bekannter sagte mir das es ein Apochromat ist und nichts mit den späteren C-Claronen zu tun hat die für die Xerographie gebaut wurden.

    Hergestellt in Jahr 1971 und die Vermutung geht inzwischen dahin es es ein Vorentwurf zum Schneider Symmar S war.


    Hat jemand von Euch bereits eines dieser Objektive gesehen oder sogar nutzen können?


    Das Datenblatt kenne ich aber vielen Dank für das Angebot.

    Es kursieren viele Theorien zu diesen Objektiven, am besten wird sein sich gar nicht damit zu beschäftigen und es schlicht und einfach zu benutzen.


    Wollte es eh hauptsächlich als lange Brennweite in 4x5" nutzen, da wird es sicher über jeden Verdacht erhaben sein.

    Der neuere Plasmattyp ist das G-Claron mit Luftlinse, also als Sechslinser in vier Gruppen gebaut.


    Anscheinend wurde dieses frühe G-Claron von Schneider in den 1970ern in den USA auch unter dem Namen Dagor verkauft, es hatte allerdings f/6,8 zumindest bei den Brennweiten bis 270mm.

    Das ältere Repro Claron gab es zu der Zeit auch als Apo Artar.

    Das war nachdem Schneider Goerz USA gekauft hatte.


    Ist jetzt die Frage, hat Schneider tatsächlich die alten Goerz Rechnungen weitergebaut oder die eigenen Neueren?

    Da sind wohl einige unschöne Dinge gelaufen, ein Bekannter aus den USA wollte sich bei Wisner ein Objektiv für einen modernen Verschluß umbauen lassen, dann war die Anzahlung weg genauso wie das Objektiv, war ein echtes Plasmat aus den 1930ern.

    Für mich ist das Schneider Symmar das beste Plasmat überhaupt, neben dem G-Claron.

    Die Grundidee geht eh auf das Planar von 1896 von P.Rudolph zurück, dann hat es Ernst Arbeit für Schulze&Billerbeck neu gerechnet und unter dem Namen Euryplan angeboten, das gab es auch schon als Satzobjektiv und auch in Objektivsätzen.

    Schulze&Billerbeck wurde dann von Hugo Meyer gekauft und Paul Rudolph hat sich dann daran gemacht das Euryplan ein wenig zu ändern um ein neues Patent dafür zu erhalten.

    Dann wurde es mit enormen Werbeaufwand angepriesen und diese Werbung wirkt bis heute nach.

    Mit dem Meyer Plasmat habe ich etliche Aufnahmen gemacht aber die angepriesene besondere Bildwirkung muss man sich meistens einreden, das zum Plasmat erfundene Kunstwort "Sphäroachromat" fand ich allerdings sehr kreativ, klingt sehr wertig, sagt aber nichts aus.


    Die verbale Luftpumperei ist also keine Erfindung aus heutiger Zeit.


    Bei offener Blende zeichnet es halt sehr weich was aber allein schon wegen der 8 Glas/Luftfächen kaum wundert.

    Es wurden nach dem Krieg ein paar Plasmate noch mit Vergütung hergestellt, das würde mich mal interessieren wie sie bei offener Blende abbilden.


    Aber auch ein Symmar ist bei offener Blende nicht so reinrassig scharf und hat einen recht eigenwilligen Charrakter, es lohnt sich es auszuprobieren.

    Was ich meine sind immer die Linsengruppen auch wenn ich von Einzellinsen geschrieben habe.

    Bei der Sache mit dem Coma, Distorsion und Farbsäumen wurde einfach vergessen dazu zu schreiben dass das nur für die einzelnen Linsengruppen gilt, niemals für das Gesamtobjektiv.

    Wenn das Gesamtobjektiv solche Fehler hätte wäre es kein Anastigmat, nicht einmal ein Aplanat.

    Rein von der Logig her, warum sollte Schneider für eine "Klitsche" wie Wisner ein extra Objektiv konstruieren und bauen?

    Der Aufwand würde niemals im Verhältnis zu den Kosten stehen, auch wenn die Wisner Plasmatsätze recht hochpreisig waren würde der Preis niemals die Kosten decken.

    Eine Gravur zu ändern ist dagegen ein nicht nennenswerter Mehraufwand.

    Wie viele von diesen Wisner Plasmaten wurden denn verkauft? Wer hat überhaupt jemals eines in der Hand gehabt oder auch nur eine Abbildung davon gesehen?

    Und dann soll Schneider hierfür ein komplett neues Objektiv gerechnet haben?

    Das ist meiner Meinung nach völlig unrealistisch.


    Wenn das komplette Objektiv solche Fehler hätte wie dort beschrieben dann wäre es kein Plasmat und auch kein Anastigmat.

    Auf der einen Seite heisst das Objektiv Plasmat ist aber dem Protar von Zeiss nach empfunden, ja was denn nun?

    Eins davon geht nur.


    Das Ganze ist ein einziger Werbetrick gewesen aber anscheinend sind nicht Allzuviele darauf reingefallen.


    Rodenstock hat Objektive für Sinar und für Linhof mit anderen Namen versehen, ist also nichts Neues gewesen.


    Vor vielen Jahren habe ich schon mit Kombinationen aus verschiedenen Linsengruppen vom Symmar Aufnahmen gemacht, solange ich immer ein Doppelobjektiv verwendet habe waren die Aufnahmen 100% scharf und kontrastreich.

    Es geht sogar eine Linsengruppe von einem Symmar und eine von einem Angulon zu verwenden, probiert es doch mal selber aus, Ihr werdet überrascht sein.


    Dieses Wisner Plasmat ist ein völliger Humbug, mit ein paar G-Claron Objektiven bekommt Ihr exakt die gleichen Ergebnisse für einen Bruchteil des Geldes, steht halt nur nicht "Wisner Plasmat" drauf.

    Wenn man sich die Daten der Objektive anschaut dann erkennt man sehr schnell das es sich nicht um eine extra Konstruktion handelt sondern lediglich um die Einzellinsen der G-Clarone.

    Ist aber ein genialer Zug, einfach einen andere Gravur verpassen und den Preis entsprechend anheben.

    Z.T. mussten die Zellen Adapterringe bekommen so dass z.B. die von dem 150mm G-Claron auch in den Verschluß Gr.I passen aber das sind Pfennigartikel.

    Die Lichtstärke passt zu den G-Claronen, der angegebene Bildwinkel und auch die Brennweiten.

    Die Einzelgruppen der G-Clarone sind schon sehr gut korrigiert und können daher ohne Weiteres untereinander kombiniert werden.

    Auch als Einzellinse liefern sie abgeblendet schon recht gute und brauchbare Ergebnisse.


    Wer also einen solchen Satz haben möchte sollte sich ein 150mm, 210mm, 240mm und 270mm G-Claron besorgen, sind die 100% baugleichen Objektive, haben nur einen anderen Namen.

    Heute habe ich ein älteres Schneider G-Claron 9/240mm bekommen, die Seriennummer datiert es auf 1971.

    Bisher habe ich das immer für eine Legende gehalten aber es ist tatsächlich ein voll verkitteter Dagor Typ.

    Vorne und hinten je drei verkittete Linsen.


    Jetzt wüsste ich gerne ob es sich vom Bildkreis her von den neueren Plasmat Typen unterscheidet.

    Dieser Kopf hält auch eine 8x10" Kamera ohne Probleme, er ist dazu noch relativ kompakt und nicht so übermässig schwer.

    Mit Gebrauchsspuren aber voll einsetzbar.

    Verkauf wegen Überbestand bei Stativen und Köpfen

    Preis wäre 129 Euros inkl. DHL Paketversand.


    Für die Photogrammetrie gab es z.B. von Zeiss als längere Brennweiten für die Reihenmesskammer RMK23 (Aufnahmeformat 23x23cm) das Telikon A 6,3/61cm oder das Topar A 4,5/46cm für Aufnahmeformat 23x46cm oder das Topar AS 2/46cm für Aufnahmeformat 18x18cm.

    Wo ich Deinen Beitrag gelesen habe fiel mir ein das mein 6,3/750mm auch ein Telikon war und kein Sonnar. Es sah in etwa so aus wie das 270mm Tele Arton mit einer kleineren Frontlinse und einer riesigen Hinterlinse.

    Das gesamte Gehäuse war aus einem einzigen Stück Aluminium gegossen damit es absolut Verwindingssteif war und keine Eigenspannungen mehr hatte.

    Vermutlich habe ich bei der Angabe zum Gewicht etwas geschummelt, es kann auch mehr als die 20kg gewogen haben.

    Bei den Tessaren handelt es sich um ganz normale Rechnungen, es sind die klassischen Designs.

    Die Lichtstärke war dadurch möglich weil nur ein kleiner Teil des Bildkreises genutzt wurde.

    Das 610mm Tessar kann bis 30x40cm genutzt werden, die Luftbildkameras hatten damals meine ich um 13x18cm.

    Daher war das kein Problem.


    Die Firma Schneider hatte in den 1930er Jahren ein Aero Xenar im Angebot, die gab es bis 500mm Brennweite und waren spezielle Rechnungen.

    Von Voigtländer gab es das Heliostigmat 2,5/355mm speziell für den Portraitbereich.

    Habe zur Info Bilder mit angehängt.

    Beides sind absolute Seltenheiten und ich habe das Aero Xenar bisher einmal als Angebot gesehen und das Heliostigmat einmal als Angebot bei einer Versteigerung.

    Das sind absolute Sammlerstücke, die Preise daher entsprechend.


    Die Tessare für die Luftbildfotografier gibt es öfter mal, hatte ein 4,5/360mm das mit "Fliegertruppe" graviert war, stammte also aus dem WWI

    Das ist aber ein ganz normales Tessar gewesen aber wie ich schon schrieb sind die längeren und lichtstärkeren Tessare auch keine speziellen Rechnungen.


    Ich hatte auch ein Sonnar 6,3/750mm, vergütet mit einem eingebauten Verschluss aus dem WWII

    Hat etwa 20kg gewogen und war sicher ein rattenscharfes Objektiv. Wurde meines Wissens für den 18cm Rollfilm genutzt.

    Weiterhin gab es noch ein Sonnar 1,4/400mm. Das kenne ich aber nur von Abbildungen.

    Zeiss hat noch deutlich mehr Luftbildobjektive gebaut, selber habe ich aber nur das 750mm besessen.

    Das Zeiss Topar soll ein sehr gutes Objektiv sein, allerdings gab es das nur in kürzeren Brennweiten.


    Die Firma Astro im Berlin hat ihre Fernbildlinsen auch für Aerographie verkauft, die gab es bis 2000mm f/11 und auch lichtstärker wenn gewünscht.

    Von Dallmeyer London gab es das Pentac 2,9/8" und ich meine auch schon eines in 12" gesehen zu haben, das waren Heliar Nachbauten. Die gibt es manchmal einigermaßen preiswert.


    Von diesen ganzen Luftbildobjektiven würde ich jetzt keine Wunder erwarten, das was die können kann eine einfache Tele Xenar auch für einen Bruchteil des Geldes.

    Wenn Du etwas Lichtstarkes für Portraits suchst empfehle ich z.B. die Canon Achromate, die gab es als Nahlinsen bis 77mm Filtergewinde.

    In 500mm und 1000mm Brennweite. Das entspricht der Lichtstärke von f/7 bzgw. f/14

    Die sollten bis 13x18 und das 1000mm bis 8x10" brauchbare Ergebnisse liefern und das für eine überschaubare Summe an Geld.


    Achromate gab und gibt es in verschiedenen Brennweiten und Größen von diversen Herstellern.

    Wenn Du experimentierfreudig bis kannst Du auch eine einfache Nahlinse ausprobieren, z.B. die Focar Nahlinsen von Voigtländer zum Tele Dynarex 5,6/350mm haben ein 95mm Gewinde und die gab es in 750mm und 1000mm wenn ich mich recht erinnere. Glaube das ich die beiden sogar besitze.


    Google doch mal im Netz nach dem "Wollaston Lens" Das sind solch einfache Linsen gewesen und die hat sogar jemand wieder aufleben lassen.