Posts by norma

    Hatte mal ein 240mm Zeiss Weitwinkel Dagor, das hatte 100° Bildwinkel und war dicht an den 600mm dran, Zeiss hatte es mit 560mm angegeben, soweit ich mich noch erinnere, tatsächlich konnte es noch mehr aber der darüber hinausgehende Bildkreis entsprach nicht den Qualitätsansprüchen von Carl Zeiss Jena.

    Diese Objektive sind aber unendlich selten, meines war sogar nachträglich vergütet.

    Trotzdem könntest Du danach Ausschau halten.


    Ein Standard Dagor von 300mm Brennweite schafft bereits 90° Bildwinkel wenn es stark abgeblendet wird, so war jedenfalls die Aussage des Herstellers.

    Von den Ecken darf man dann aber keine besonders hohe Auflösung erwarten.


    Alternativ müsste auch das 305mm G-Claron das auch noch schaffen.

    Im Netz machen Informationen die Runde das diese Objektive 90° Bildwinkel schaffen, tatsächlich ist er deutlich größer als die 64° die Schneider angegeben hat.

    Bei diesem Bildwinkel wären es bei 305mm mindestens 600mm Bildkreis und auch schon ein opulentes Weitwinkel.

    Ansonsten das 355mm G-Claron, das wird von ULF Usern bis 12x20" (etwa 600mm Bildkreis) verwendet und soll dann auch noch Reserve zu Verstellen bieten.

    Diese Brennweite ist immer noch ein recht starkes Weitwinkel, es ist relativ klein und in einer Normalfassung machmal für schmales Geld zu bekommen.


    Das ältere Fujinon W 5,6/300 wurde mit 80° angegeben wird aber auch mehr schaffen.


    Problem ist das Du um das Probieren nicht herum kommen wirst.


    Vor vielen Jahren hat ein Bekannter von mir sich eine Superweitwinkelkamera gebaut die er mit Fotopapier bestückt hat.

    Als Objektiv nutzte er letzendlich eine Blende aus 0,03mm dickem Lehrenblech und eine einzelne Meniskuslinse.

    Mit dieser Kombination sind ihm unglaublich scharfe Aufnahmen gelungen.

    Die Belichtungszeiten waren aber auch etwas Atem raubend.

    Bei einer solchen Konstruktion wird man viel experimentieren müssen bis die richtige Kombination zwischen Aperture und der Linse zueinander passt.

    Denke das die Kamera allgemein bekannt ist.

    Es ist eine sehr kleine und kompakte Mittelformat Kamera mit der sich alle wichtigen Verstellungen vornehmen lassen.

    Es ist sowohl das Rückteil für die 6x6 bzgw. 6x9 Rückteile dabei, natürlich inkl. der Mattscheibe und der Lichtschacht ist ebenfalls dabei. Ist ein sehr gesuchtes Zubehörteil und wird auch entsprechend hoch bezahlt.

    Weiterhin ist das Rückteil für die Blechkassetten mit dabei, ebenfalls mit Mattscheibe.

    Objektivplatte für Gr.0 Objektiv, weitere auf Anfrage vorhanden.

    Rollfilmkassetten 6x9cm mit Zählwerk, 2 Stück

    Weitwinkel Balgen ist ebenfalls dabei, den findet man fast gar nicht mehr.


    Diverse Glasplatten zum Experimentieren, schon lange abgelaufen liefern aber immer noch Ergebnisse

    Diverse Planfilme 6,5x9

    Im Hp5+ sind noch 16 Blatt, in der Karton NP 15 ist noch verschlossen, der B&G enthält noch 14 Blatt, NP22 hat noch 20 Blatt

    Sechs Blechkassetten für das Rückteil, ohne Planfilmeinlagen.

    Jobo 2000 Entwicklerdose mit 6,5x9 Einsatzspule

    Dichtschaum, für den Einsatz bei diesen Kameras immer gut, wird auch mit geliefert.

    Preis für alles komplett wäre VB 490 Euros zzgl. den üblichen Versandkosten.

    Verkauf erfolgt von Privat, daher keine Gewährleistung.

    Die Kamera stand zu lange ungenutzt herum, daher muss sie nun weg.


    Zusätzlich dann noch:

    Eine Jobo 2000 für drei Spulen, mit 2x 6,5x9cm Spulen, so wie die abgebildete, und 1x für Kleinbild/Rollfilm (VB 99Euros)


    Oder alles zusammen gegen Gebot.

    Es gibt da durchaus Unterschiede, der Chip der Fuji soll etwa bis 380nm gehen, von der Nikon D70 bis etwa 370nm, es gibt aber wohl auch welche von anderen Herstellern die bis unter 300nm gehen aber wohl mehr die alten Videokameras die noch keinen Bayer Pattern verwendeten.

    Die Frage ist dann halt wie empfindlich die Sensoren sind und wie hoch der UV Anteil im Licht ist.

    Ist der Anteil gering und das sichtbare Licht ausgefiltert dann kommt es natürlich zu starkem Rauschen.

    Für meine Zwecke werden die 380nm ausreichen.

    Hier noch eine Aufnahme die ich mit einer umgebauten Fuji X-A2 aufgenommen habe.

    Bei der Kamera wurden vom Hersteller der Moire - und UV/IR Blockfilter entfernt.

    Den Weißabgleich habe ich so eingestellt das die meisten Farben natürlich aussehen, lediglich das Blattgrün wird ins purpur verschoben.

    Alles was deutliche Anteile UV oder IR reflektiert wird verfälscht wieder gegeben.


    Der Sinn hier ist das ich mit dieser Kombination technische Untersuchungen machen will, entsprechend der Filterung kann ich so Aufnahmen in jedem Band machen.

    Das Bild entstand mit der Linsenkombination 100/75mm und ist auf etwa f/11 abgeblendet.

    Je länger die Brennweite wird umso besser wird die Bildqualität, hier ist sie in der Mitte schon sehr gut.


    Hier dann ein paar Fotos, der umgebaute Verschluß ist heute erst fertig geworden und die Linsen dafür trafen auch erst heute Morgen ein.

    Der Verschluß ist ein alter Prontor Press, in den habe ich Adapterringe aus Messing gesetzt um die einzelnen Linsen aufnehmen zu können.

    Die Blendenskala habe ich mit Millimeter graviert um die jeweilige Blende ausrechnen zu können.

    Hier habe ich sechs verschiedene Brennweiten: 100mm, 150mm, 200mm, 300mm, 500mm und 1000mm

    Damit und aus den Kombinationen lassen sich insgesamt 21 Brennweiten zusammenstellen, die kurzen Kombinationen sind eher für 6x9cm Format aber ab der Kombi 150/200mm geht es dann mit 4x5" los.

    Diese Linsen sind echte Menisken, also konvex/konkav ausgeführt.


    Rechts daneben dann die Kombination für Kleinbild, Nikon und auch für Sony FE und Fuji FX Bajonettsystem.

    Hierfür habe ich die Brennweiten: 35mm, 40mm, 50mm, 75mm und 100mm. In den nächsten Wochen kommt noch eine 125mm und eine 500mm aus den USA dazu, die waren unschlagbar günstig.

    Hier habe ich einen Größe 0 Blendenfassung genommen in die ich ebenfalls Messing Adapter eingesetzt habe.

    Diese Linsen sind als Plankonvex ausgeführt weil es sie in diesen kurzenbrennweiten nicht anders gab.

    Für die verschiedenen Brennweiten kommen Zwischenringe und/oder ein Balgengerät in Frage.


    Natürlich können die Linsen des Verschlusses mit denen der Blendenfassung getauscht werden.


    Ausserdem habe ich noch einige 1 Dioptr., 2 Dioptr. und 3 Dioptr. Linsen von Linos mit 20mm Ø. Die anderen sind alle mit 1" Ø


    Weiterhin habe ich noch eine Asphäre von Zeiss mit etwa 110mm Ø und etwa 250mm Brennweite, eine negative Linse, auch Zeiss mit 120mm Ø, Brennweite habe ich noch nicht ausgemessen und eine mit 220mm Ø und 400mm Brennweite.

    Das wäre aber eher etwas für ULF Fotografen.


    Allesamt aus Quarzglas gefertigt.


    In den Jahren hat sich ganz schön was angesammelt.


    Ein Grund warum ich mit diesen Linsen gerne arbeite ist das mit ihnen auch graphischen Film ohne Weiteres belichten kann, es kommen sogar richtige Grautöne zum Vorschein. Mit Standardobjektiven ist mir das nie wirklich gelungen.

    Mit Fotopapier wird es ähnlich sein.

    Vielleicht fange ich sogar noch mit Wetplate oder einem anderen Prozess an der ebenfalls für UV Licht aber nicht rot und grün empfindlich ist.

    Oder ich verkaufe den ganzen Schmontz wieder wenn ich andere Grappen im Kopf habe.


    Die Art der Weichzeichnung der Quarzlinsen ist schon sehr speziell, wüsste jetzt nicht wie das anders in dieser Form zu bewerkstelligen wäre.


    Eine gesplittete Belichtung? wie meist Du das, eine scharfe erste Aufnahme und eine unscharfe Zweite als Doppelbelichtung?

    Das Ergebnis wird schwer vorhersehbar sein.


    Wirklich ansprechend finde die Variationsbreite die mit diesen Gläsern möglich ist, wenn ich alles beachte geht es von sehr weich bis zu einer anständigen Schärfe.


    Notwendig ist das zwar nicht unbedingt aber das sind viele andere Dinge in Leben auch nicht, wir machen es aber trotzdem ;)

    Hier ein direkter Vergleich zwischen einer Aufnahme mit offener Blende und Abblendung auf etwa f/16

    Das Problem mit dem beschriebenen Blendenfleck hat sich als mangelnde Ausführung meines Reflexschutzes herausgestellt.

    Daher gibt es damit keine Probleme mehr.

    In der rechten Aufnahme ist deutlich zu sehen wie die Schärfe zunimmt.

    Da das Objektiv kein planes Bildfeld hat sondern die Bildebene gekrümmt ist wird der Vordergrund schärfer.

    Diesen Effekt hat man sich bei den frühen Landschaftsobjektiven auch genutzt, so etwas wie verstellbare Kameras, zum Verlagern der Schärfebene gab es noch nicht.


    Nach diesen ersten Versuchen kann ich dazu übergehen auch mit 4x5" Aufnahmen zu machen, wird schwieriger werden weil das Bild auf der Mattscheibe deutlich dunkler sein wird als im Sucher einer Kleinbildkamera.

    Außerdem habe ich festgestellt das es extrem wichtig ist mit dem Auge genau zentrisch zum Sucher zu sein, das liegt sicher an der Fresnelllinse, durch die sich überlagernden Lichtwellen scheinen Interferenzen aufzutreten und bei schrägem Einblick ändert sich die Schärfe deutlich, nur wenn ich genau mittig blicke passt sie dann auch im Negativ.


    Alles in Allem begeistert es mich durchaus was mit nur einer Linse möglich ist, unvergütet, wohlgemerkt :)


    Die Blauempfindlichkeit von photographischen Schichten geht bis unter 300nm

    Bei den 300nm ist die Lichtempfindlichkeit noch etwa 30% und geht dann weiter herunter bis sie bei etwa 200nm auf Null fällt weil das Licht dann sogar von der Luft gesperrt wird. Alles unter diesem Wert müsste also im Vakuum erfolgen.


    Die aus der Frühzeit verwendeten Kron - und Flintgläser ließen bestenfalls noch 350nm passieren, darunter geht gar nichts mehr.

    Bei Quarzglas habe ich bei 250nm noch eine Transmission die auf dem gleichen Level liegt wie im sichtbaren Bereich, bei Standardglas liegt sie bei 350nm nur noch bei einen Bruchteil davon der bei einer normalen Belichtungszeit keine Spuren auf dem Film mehr hinterlässt. Hier müsste das andere Licht ausgefiltert und dann sehr lange belichtert werden um es sichtbar zu machen.


    Je nach Dicke der Gläser kann es weniger sein und der Wert passt auch nur bei Verwendung einer einzelnen Linse.


    Daher geht es nur mit Quarz - oder mit Calzium Flourorit Gläsern.


    Daher hat die Empfindlichkeit der Schichten nur sekundär damit zu tun.


    Hier drei Grafiken die diese Thematik etwas besser aufschlüsseln.

    Die erste zeigt die spektrale Empfindlichkeit von Fotografischen Schichten (wikipedia)

    Die Zweite die Transmission von Standardglas aus der optischen Industrie

    Die Dritte dann die Transmission von Quarzglas



    Manieristisch passt, kitschig eher nicht.


    Irgendwie habe ich das Gefühl die Bilder schon gesehen zu haben.


    Vielleicht liegt es daran das die Fotos an den Computern nachgebessert werden, vielleicht zum gro0en Teil dort entstehen und sehr kühl und seltsam glatt wirken. Nahezu grafisch. Das ist eventuell dem Thema geschuldet.


    Leider gibt es kaum Details dazu: https://minimalismmag.com/winners-2020-2021/


    Dort kann mann sich auch die anderen Siegerbilder anschauen.



    Technisch sind sie ohne Frage gut und mitunter als Großabzug in einem städtischen Loft für eine Gewisse Zeit gut aufgehoben. ;)

    Hier eine Aufnahme die zwar nur mit Kleinbild entstanden ist aber das ist zunächst nur der erste Schritt.

    Das Objektiv besteht aus einer einzelnen Linse aus Quarzglas mit 75mm Brennweite und der Lichtstärke von 1:3,2

    Verwendet habe ich den Ilford FP4+ den ich in Wehner entwickelt habe.


    Weil das Objektiv aus dem Quarz gefertigt ist kann alles Licht zwischen 185nm - 2100mm ungehindert passieren und so wird der Spektralumfang des Films komplett genutzt.

    Nach oben ist hier bei etwa 680nm Schluß aber nach unten reagiert der Film noch auf deutlich unter 380nm, also dem nicht sichtbaren UV Bereich.


    Dieses UV Licht hat einen anderen Brennpunkt als das sichtbare Licht und daher entsteht ein zweites sehr dünnes Geiterbild was sich wie ein feiner Schleier auf das Motiv legt.

    Dadurch entsteht ein einzigartiger Weichzeichner Effekt, ein realativ scharfes Bild in der Mitte, soweit das mit einer Linse möglich ist, und dazu die Weichzeichnung.


    Ein ähnliches Objektiv wurde um 1900 von Hanovia in Newark USA hergestellt, das Kalosat war sündhaft teuer und ebenfalls aus Quarz gefertigt aus genau dem von mir beschriebenen Grund.

    Bei Verwendung von unsensibilisierten Material oder bei den meisten alten Fotoprozessen wird nur das blaue und UV Licht verwertet, da die normalen Objektive alles Licht <400nm sperren geht hier einiges an Reserve verloren. Besonders die Kittstellen sperren das UV Licht.


    Leider habe ich nur eine Plankonvexlinse die nicht das Optimale ist aber die Ergebnisse finde ich schon recht interessant und ich werde mir wohl für 4x5" einen Linsensatz aus fünf oder sechs verschiedenen Brennweiten zusammenstellen, dann aber als Menisken die bessere Ergebnisse liefern vor allen beim Abblenden. Die Plankonvexen Linsen neigen extrem zum Blendenfleck.


    Günstig wird das nicht aber was soll man sich sonst gönnen in diesen Tagen.

    Eine solche Linse mit 25mm Durchmesser kostet etwa 150 Euro und dann muss noch ein Verschluß entsprechend umgebaut werden.


    Hier dann mal eines meiner Ergebnisse:


    Könntest Du einmal den äußeren Durchmesser und den Durchmesser der "Einstülpung" messen? Zu letzterem habe ich dir eine Skizze gemalt... Ich würde gerne rauskriegen, ob das Teil trotz Einstülpung auf den Revolver am 138er passt.

    Jemand war zwar schneller als Du aber die Info wollte ich Dir trotzdem geben.

    Der größte Ø ist 78mm, der Topf ist 70mm, da wo Dein Pfeil liegt.

    Es scheint so zu sein das die f/4,5 Heliare einen nicht unwesentlichen größeren Bildkreis haben.

    Meine Ergebnisse mit den 3,5/75mm waren in dem Bildränder und Ecken deutlich schlechter.

    Deine Ergebnisse sehen jedenfalls gut aus.

    Bei 1,5m Entfernung sollte es eh keine Probleme mehr geben.

    Habe mal einen Versuch mit einem 75mm Heliar im 6x9 Format unternommen und es leuchtet das Format aus. Es war sogar die f/3.5 Version.


    Das Verhältnis ist das gleiche wie ein 105mm an 9x12cm zu verwenden.


    Das 4,5 Heliar hätte noch einen etwas größeren Bildkreis.


    Scharf waren die Ecken und Ränder natürlich nicht mehr, auch abblenden brachte nich so viel mehr.


    Wenn es Du aber nur um das Ausleuchten geht müsste das 105er an 9x12 funktionieren, ob es für 9x14 :?:

    Sehr guter Zustand, arbeitet zuverlässig, alle Zeiten laufen, auch die langen.

    Das Glas ist MC vergütet und ohne Fehler.

    Anschlussring ist mit dabei, es handelt sich dabei um einen Durst Ring der auch als Objektivplatine verwendet werden kann.


    Das Objektiv ist mit Sinaron S, 72° gebrandet, wurde also über Sinar verkauft.

    Zwei Deckel sind mit dabei


    Würde es für 350 Euros abgeben.


    Versand nach Wunsch zu den tatsächlichen Portokosten im DHL Paket


    Mit Anspruch meine ich ganz einfach dass das Schärfeemfinden, falls es soetwas gibt, unterschiedlich sein kann.

    Mitunter werden Fotos gezeigt die keinerlei Grundschärfe aufweisen, manchmal sogar hier im Forum zu finden.

    Den Fotografen scheint das nicht zu stören.

    Daher meine Vermutung dass der Focusshift manchen gar nicht als solcher auffällt.


    Für meine Fotos erwarte ich ein gewisses Maß an Schärfe, die ist natürlich unterschiedlich, ein Trioplan von 1930 erreicht nicht die Qualität eines Apo Sironar S aber eine Grundschärfe ist halt da.

    Bei meinen 135mm Dagor waren meine ersten Versuche z.T. eher weich obwohl ich genau fokussiert hatte, nur eben nicht mehr nach dem Abblenden.

    Wollte Euch gerne ein Beispiel zeigen aber ich habe meinen Flickr Account entmüllt und viele Bilder gelöscht und es ist mir z.Zt. nicht möglich es wieder zufinden, weiß partout nicht auf welcher Platte ich die Datei habe :-x


    Es spielt sicherlich auch noch eine Rolle ob auf Unendlich, im mittleren oder Nahbereich gearbeitet wird, der Shift macht sich in der kurzen Distanz eher bemerkbar.


    Vor einigen Monaten habe ich mit einem Bistigmat von Rodenstock fotografiert, welches einen ordenlichen Shift hat, daher kann dieser durch das Verschieben in der Fassung durch einen genauen Betrag kompensiert werden.


    Bei zwei Aufnahmen hatte ich vergessen die Optik zu verschieben da ich aber auf Unendlich fotografierte und auf f/25 Abgeblendet hatte war das Bild, entsprechend des Rahmens eines Zweilinsers, genauso scharf wie die anderen Fotos bei denen ich das Ritual eingehalten habe.


    Beim Bistigmat ist es allerdings ein Shift der durch die mangelhafte Farbkorrektur verursacht wird, in der Auswirkung aber vermutlich keinen Unterschied macht.

    Selber stehe ich zum Pictuaralismus, z.B. Gertrude Käsebier "Heritage of Motherhood"

    https://www.artic.edu/artworks/43813/heritage-of-motherhood

    Es ist ein sehr starkes Bild auch wenn es nicht scharf ist, so what?

    Platin Print!


    Ausserdem mag ich die Bilder die ich mit dem Suter "Stella" machen kann:

    Ebenfalls nicht richtig scharf aber allemal interessant.


    Allerdings ist auch ein rattenscharfes Zeiss Doppel Protar eines meiner Lieblingsobjektive:


    Was lerne ich daraus, wenn ich mich nicht einer Richtung verschreibe darf ich jede einschlagen :P

    Die Geschmäcker sind verschieden und ich hoffe das ich keinen Angriff auf einen Fotografen / Künstler gestartet habe, das war bestimmt nicht meine Absicht.


    Bei Ansel Adams hat sich mit zunehmendem Alter die Sturheit und konsequente Ablehnung von allem, was seiner nach Meinung nach, nicht realistisch war relativiert.

    Das kann ich gut verstehen, bei mir ist es ähnlich, ich sehe die Dinge inzwischen lockerer auch wenn ich mich das eine oder andere Mal etwas ereifere.


    Einige seiner Bilder liebe ich und ich habe es auch genossen die Motive und auch seine Vintage Prints in Real Life zu sehen, mit seinen Portraits habe ich aber meine Schwierigkeiten.


    Vom Marketing verstand er wirklich etwas, schon genial in seinen Büchern jedem Foto einen eigenen Text mit zu geben, wenn ich beschreibe wie ich ein Foto gemacht habe und noch dazu warum und wie es sich angefühlt hat dann zieht es einen Betrachter eher in seinen Bann als wenn das Bild nur "schweigend" gedruckt ist.

    Denke das auch die Vehemenz seiner Ablehnung gegenüber allem was nicht auf den Punkt scharf ist geht ebenfalls in die Richtung, letztendlich haben er und seine Weggenossen sich selber einen guten Markt geschaffen, was ich völlig in Ordnung finde, schließlich mussten sie davon leben.


    Interessant fand ich immer wie er um die Fotos von Stieglitz herumgedruckst hat, eigentlich waren sie ihm zu weich weil Stiglitz nur Platindrucke gemacht hat die im Papierfilz entstehen und nie die Auflösung eines Gelantine Prints erreichen können.

    Da Stieglitz der größte Förderer von Adams war wurden seine Aussagen aber nie so deutlich, nur kleine Andeutungen.


    Jedenfalls gibt es sehr viele Fotografen, auch aus der Schaffenszeit von Adams, die herausragende Werke schufen es aber nie in den Fotografen Olymp geschafft haben. Mir fällt dann immer Josef Sudek ein der mit nur einem Arm Fotos mit der GF Kamera gemacht hat die eine Kraft ausstrahlen die ich unglaublich finde.


    Da aber Adams immer wieder ein Thema ist und sein wird hat er letztendlich alles richtig gemacht und daher versuchen bis heute viele in seinem Fahrwasser zu schwimmen, ähnlich ist es auch bei Edward Weston.


    Es ist schwer Landschaften zu fotografieren und sich sagen lassen zu müssen das man versucht Adams zu kopieren. Nicht jedem ist es gegeben einen eigenen Stil zu entwickeln, ist auch schwierig wenn man realistisch in der Darstellung bleiben möchte.

    Meistens gelingt das nur noch mit Provokation habe ich das Gefühl.


    Am besten man verbleibt si wie Diane Arbus die sagte " Niemand wird Deine Bilder jemals so lieben wie Du selbst"

    Da hat sie nicht unrecht mit.