Posts by Varg

    Eine Technika V in 13x18 ist sehr selten und kostet viel Geld. Denke unter 3500 Euros kaum zu bekommen. Eine gute Wahl ist sie aber trotzdem.

    Eine Technika IV ist bedeutend günstiger, gibt es schon mal unter 1000 Euros. Für Porträts ist sie genauso gut verwendbar.

    Sonst würde ich immer zum Sinar System raten, es wurde am meisten verkauft und daher gut verfügbar. Ausbaubar bis 8x10 und bei entsprechender Geschicklichkeit kann man sich auch ein 11x14" Rückteil dafür bauen.

    Eine Sinar Norma ist immer eine gute Wahl.

    Objektive gibt es ohne Ende, von sehr preiswert bis Megan teuer. Ich würde zu Objektiven der 1950er/60er raten.

    Schneider Symmare und die Tele Xenare erfüllen genau das was Du suchst und sprengen kein Loch in die Kasse.

    Ihr Wissen über Optik ist beeindruckend, ebenso wie Ihre sorgfältig kontrollierte experimentelle Arbeit, die Sie hier zeigen. Ich wusste nicht, dass H. Kuhn, dessen Arbeit ich seit vielen Jahren bewundere, maßgeblich an der Entwicklung der Imagon-Linse beteiligt war ... Ich danke Ihnen für diese Lektion.

    Norman

    Heinrich Kühn war der geistige Vater des Imagon und Dr. Staeble hat es gebaut, mehr empirisch als hoch wissenschaftlich.

    Die beiden haben sich sehr gut verstanden und Dr. Staeble war anscheinend ein sehr geduldiger Mensch, er musste wohl etliche Modellversionen fertigen bis für Heinrich Kühn alles passte.

    Ich mag die Fotos von Kühn auch sehr gerne. Besonders die aus der Zeit des Wiener Kleeblatts, Kühn, Henneberg und Watzek.

    Deren Experimente mit Gummidrucken, Autochrome Verfahren und Weichzeichnern sind auch historisch sehr interessant.

    Es gab auch viel Korrespondenz zwischen ihnen und Alfred Stiglitz und Edward Steichen in den USA.

    Die haben damals ähnliche Ansätze verfolgt allerdings mit deutlich kleineren Formaten als in Wien.

    Wie die Zeiten sich doch ändern.

    Da ich mehr im Großformat fotografiere biete ich nun mein 120mm Imagon zum Kauf an.

    Ursprünglich war diese Brennweite für das 6x6cm Format gedacht, so zu lesen in dem Buch von Alfons Scholz und auch bei Neumüller ist das nachzulesen.

    Später hat Rodenstock es auch für Kleinbildkameras angeboten und dieses hier ist die letzte Serie die davon noch hergestellt wurde.

    Es ist sowohl der Kleinbild Fokussierstutzen mit dabei der einen T2 Gewindeanschluss hat und ein Zentralverschluss.

    Somit ist das Objektiv an allen Kameras des Weltmarktes adaptierbar.

    T2 Adapter gibt es für ein paar Euros im Netz zu kaufen. Falls gewünscht kann ich gerne einen für M42, Pentax oder Nikon separat anbieten. Kann sein das auch noch einer für Canon EF dabei ist. Am besten nachfragen und ich schaue dann was hier rumliegt.

    Um das Objektiv an Mittelformat Kameras verwenden zu können ist ein passender Verschluss Gr. 1 mit dabei. Ich habe das Objektiv in dieser Form an einer Rolleiflex SL66, Plaubel Peco Junior 6x9 und auch an der Sinar mit Rollfilmkassetten verwendet.

    Der Verschluss bietet die Zeiten von 1-1/125 Sek. und läuft einwandfrei. Anschlussring ist mit dabei.

    Mit dabei sind die drei passenden Siebblenden, die Sonnenblende und die original Schachtel von Rodenstock. Die gehört zwar zu einem älteren Modell aber passt hier natürlich auch.

    Das Glas ist vergütet, frei von Kratzern, keine Separationen, keine Flecken. Der Fokus läuft einwandfrei.

    Alles so wie es sein soll.

    Ein einmaliges Angebot, in dieser Form wird es nicht noch einmal angeboten werden.

    Das 120mm Imagon kann sehr gut für 6x7cm und auch noch für 6x9cm genutzt werden.

    Meiner Meinung nach ist es am besten im 6x7cm Format aufgehoben aber es leuchtet auch noch 9x12cm bzw. 4x5" aus aber in den Formaten sind die Ränder nicht mehr so schön gezeichnet, das ist aber wie immer auch Geschmacksache.

    Preis 399 Euros

    Gerne an Abholer aber Versand ist ebenfalls möglich. Versendet wird in einem DHL Paket für 6,99 Euros.

    Zahlungen via PayPal Freunde & Familie oder zzgl. den 2,6% Gebühren wenn es mit Käuferschutz sein soll.

    Ich wollte gern drei Weichzeichner mit einander vergleichen um die Unterschiede direkt zu sehen.

    Ein Stillleben ist dafür ganz gut geeignet, denke ich zumindest.

    Die erste Aufnahme habe ich mit einem Rodenstock Imagon 200mm h/5,8 @h/5,8 aufgenommen

    Die Zweite mit der Emil Busch Quarzlinse 200mm f/4,5 @f/6,3

    Die dritte Aufnahme dann mit meinem selbst gebauten Nikola Percheid Objektiv 200mm f/4,2 @f/6,3

    Bei der zweiten Aufnahme habe ich mich verleiten lassen die größere Sternblende zu benutzen, das war dann doch zu viel denke ich, das Bild hat sicher seinen Reiz aber mit der zweiten und kleineren Blende mit f/9 wäre der Vergleich fairer gewesen.

    Das Objektiv besteht halt nur aus einer Linse, das Imagon immerhin aus einem zwei Linsen Achromaten und das Perscheid dann schon aus drei Linsen.

    Das Perscheid Objektiv habe ich aus einem drei Linsen Anastigmaten selber so geändert das es ziemlich genau dem Emil Busch Nicola Perscheid Objektiv entspricht.

    In dem Buch "Lichtbilder mit dem Imagon" von Alfons Scholz steht ein Auszug aus der Patentschrift von der Fa. Busch zu dem Perscheid Objektiv.

    Leider hat Herr Scholz aus diesem Text die falschen Schlüsse gezogen und behauptet dass das Perscheid Objektiv ein abgewandelter Aplanat sei.

    Es ist aber herauszulesen das es sich um einen Dreilinser handelt der von seiner bestmöglichen astigmatischen Korrektur soweit abgeändert wurde das die Zerstreuungskreise eine gewisse genau festgelegte Größe erhalten. Im Grunde völlig simpel.

    Es gibt daher keine dieser Objektive die als Aplanate ausgeführt sind. Ich habe selber ein 360mm original Objektiv von Fa. Busch und es ist genau so gebaut wie von mir beschrieben.

    Anscheinend hat die Beschreibung von Scholz dazu geführt das an vielen Stellen behauptet wird dass das Objektiv ein Vierlinser sei. Aber warum hätten sie das tun sollen wenn ich mit deutlich weniger Aufwand besseres erreichen kann?

    Bei meinem Objektiv habe ich nun den Abstand zwischen den beiden vorderen Linsen so verändert das die gewünschte Weichzeichnung zu erreichen ist, ab etwa Blende 1:11 ist es wieder scharf zeichnend.

    Durch diesen Eingriff verringerte sich die Brennweite von Ursprünglich 210mm auf ~200mm und die Lichtstärke erhöhte sich dadurch natürlich etwas.

    Es ist eine ähnliche Vorgehensweise wie es Voigtländer bei bei dem Universal Heliar gemacht hat nur das dort die Mittelinse verschoben wird. Im Resultat ist das sehr ähnlich.

    Der Nachteil bei dem Voigtländer Objektiv ist das sich durch die variable Verstellung die Brennweite verändert, es ist genau genommen ein Zoomobjektiv ohne Kompensator, daher wird das Bild weicher wenn die Brennweite abnimmt.

    Bei dem 300mm Universal-Heliar ist die Brennweite bei der max. Weichzeichnung noch etwa 270mm.

    Das ist der Hauptgrund warum das Objektiv nie für 18x24cm/8x10" empfohlen wurde.

    Das Ganze schreibe ich hier weil sich vielleicht doch der eine oder andere dafür interessieren könnte. Gerade weil die Perscheid Objektive so teuer gehandelt werden ist es sicher eine kostengünstigere Alternative einen Dreilinser umzubauen.

    Die Bildwiedergabe dieser Objektive finde ich sehr schön und sie lässt sich gut über die Blende steuern.

    Heinrich Kühn, der Vater des Imagon hat das eher bemängelt weil es ihn störte das wenn er mehr Tiefenschärfe haben wollte die Weichzeichnung zurück ging.

    Da war das U-Heliar im Vorteil weil sowohl die Tiefenschärfe wie auch die Weichzeichnung steuerbar war.

    Alle seine Erfahrungen flossen dann in die Entwicklung des Imagons.

    Interessieren würde mich jetzt noch einen der vielen US amerikanischen Weichzeichner zu testen, Kühn und auch Neumüller haben die Objektive geradezu verteufelt, sie wäre eher wollig und würden kein scharfes Kernbild erzeugen.

    Vielleicht ergibt es sich noch das selber auszuprobieren.

    Alle Aufnahmen mit Fuji UM-MA, 9x12cm, Kodak HC 110, 1+39

    Sinar Norma mit HLV

    Gelbfilter 3x


    Diese Schraube ist ein Nietbolzen. Eine Schraube würde nicht halten in dem dünnen Aluminium Gehäuse. Das dieser Bolzen aus vergütetem Stahl ist, ist nötig weil er hoher Belastung ausgesetzt wird, bricht er irgendwann halt ab, ein regelrechter Ermüdungsbruch.

    Linhof hat sicher eine Vorrichtung dafür um den Nietrest in der richtigen Position auszubohren, ohne eine solche würde ich es auch nicht machen wollen, der Bohrer würde unweigerlich in das viel weichere Aluminium wegwandern und es beschädigen.

    Außerdem muss dann anschließend wieder ein neuer Bolzen eingenietet werden, das kann man nur wenn die entsprechende Presse vorhanden ist.

    So wird es wohl Linhof machen, denke das sie das auch bei einer Super Technika IV noch tun werden.

    Ich hatte eine Technika V mit diesem Problem. Ich habe mir damals eine 2,5mm dicke Messingscheibe gedreht mit 16mm Durchmesser, in der Mitte einen Stahlbolzen eingesetzt der von hinten einen Kragen hatte. Die Scheibe dann mit vier Schrauben M3 in das Gehäuse verschraubt.

    Das hat einwandfrei gehalten. Wichtig war die Schraubenköpfe zu sichern so das sie sich nicht lösen konnten.

    Die Kamera habe ich vor vielen Jahren gegen eine andere getauscht, ich habe nie wieder etwas davon gehört aber ich gehe davon aus das es immer noch funktioniert.

    Es kann so auf jeden Fall immer wieder mit wenig Aufwand repariert werden.

    Bevor Du fragst, ich kann solche Sachen leider nicht mehr bewerkstelligen weil meine Hände zu stark eingeschränkt sind, über 40 Jahre Verschleiß zollen ihren Tribut.

    So dramatisch sind die Defekte ja nun auch nicht. Die abgerissene Schraube ist leider ein typischer Defekt ebenso der Schieber für die Graflock Klemmen.

    Ich würde schauen ein gebrauchtes Rückteil zu bekommen, das wird auf jeden Fall günstiger als es bei Linhof reparieren zu lassen. Ist aber nur wichtig wenn mit Rollfilmkassetten gearbeitet werden soll.

    Für die Schraube gibt es ebenfalls Lösungen, es muss nicht immer alles Original sein, Hauptsache es funktioniert einwandfrei und vor allem zuverlässig.

    Balgen gibt es preiswerte aus China, die werden völlig ausreichen.

    Ein Tipp beim Kleben der Belederung. Das ist kein Leder sondern ein besonderer Kunststoff. Der sollte nicht mit Pattex oder ähnlich lösemittelhaltigen Mitteln verklebt werden, der Kunststoff schrumpft danach und das sieht echt s..... aus.

    Original wurden diese Bezüge mit Schellack geklebt, das geht mit ein wenig Übung genauso gut.

    Absolut! Man muss aber den intensiven Ortholook mögen.

    Alles Gute bekommt man halt nie zusammen.

    Zum Üben und um in das Thema GF Fotografie überhaupt richtig reinzukommen sind diese Filme perfekt.

    Bei Landschaftsaufnahmen ist ein Orthofilm keine schlechte Wahl, mit einem leichten Gelbfilter, um die überhöhte Blauempfindlichkeit zu dämpfen, sind damit sehr gute Ergebnisse zu erzielen.

    Etwas tricky ist das Vergrößern weil der Film einen blau gefärbten Träger hat. Mit etwas Übung hat man das aber auch schnell raus.

    Von der Kamera möchte ich mich zwar nur ungern trennen aber ich kann sie mit meine Hand nicht mehr halten, was sehr schade ist weil ich sehr gerne damit Freihand Aufnahmen gemacht habe.

    Die Kamera hat Gebrauchsspuren aber nichts dramatisches. Der Balgen ist noch aus Leder, er hat zwei kleine Löcher die ich sicher verklebt habe und seit Jahren benutze ich die Kamera so. Diese Löcher sind durch durch ein Missgeschick entstanden, der Rest des Balgens ist einwandfrei lichtdicht. Ich habe das eben nochmals getestet.

    Ich wollte jetzt einen neuen Balgen einbauen lassen aber das überlasse ich jetzt einem möglichen neuen Besitzer, der Preis ist entsprechend angepasst.

    Zu der Kamera gibt es ein passendes Schneider Symmar 5,6/135mm mit der nummerngleichen Steuerkurve, es sind auch die entsprechenden Anschläge am Laufboden montiert so dass das Objektiv sicher auf Unendlich justiert ist. Die Schärfe passt auf den Punkt.

    Der Laufboden und die Fokussieren gehen einwandfrei. Der Entfernungsmesser ist sauber und klar zu erkennen und stimmt ebenfalls.

    Das Objektiv ist sehr gut erhalten, das Glas sauber und klar, der Verschluss funktioniert in alles Zeiten. Keine Garantie auf die 100% Genauigkeit der Verschlusszeiten weil ich kein Messgerät dafür habe aber meine Aufnahmen waren immer einwandfrei belichtet.

    Dazu gehört natürlich der original Linhof Handgriff mit dem entsprechenden Drahtauslöser und der Schneider Kreuznach Sucher. Die Verspiegelung ist nicht mehr ganz in Ordnung kann aber ohne Probleme so verwendet werden.

    Mit dabei ist der Lichtschacht, auch noch aus Leder.

    Bei Bedarf kann ich auch noch die Linhof Sonnenblende mit den Einlegefiltern anbieten, dann bitte extra anfragen.

    Mein Preis wäre so komplett wie angeboten 1049 Euros zzgl. den tatsächlichen Versandkosten oder Ihr macht mir ein Angebot.

    Eine sehr schöne Kamera und es macht Spaß damit loszuziehen und aus der Hand zu Fotografieren. Ein entsprechendes Blitzgerät kann ich gerne mit dazu legen, hat den Vorteil das damit sogar eine automatische Belichtung möglich ist.

    Eine Steuerkurve für ein 250mm Objektiv habe ich dazu und eine für ein 150mm Objektiv sollte auch noch da sein, hier bitte bei Interesse auch nachfragen.

    Gerne an Abholer so das die Kamera in Augenschein genommen werden kann. Ansonsten eben Versand im DHL Paket.

    Zahlungen via PayPal Freunde & Familie oder zzgl. den 2,6% für den Käuferschutz wenn gewünscht.

    Es gilt hier das Übliche, keine Gewährleistung wegen Privatverkaufs.

    Sehr seltene Doppelplanfilm Kassetten mit Contessa Nettel Gravur. Format 9x12cm

    Für Glasplatten oder mit entsprechenden optionalen Einsätzen auch für Planfilme geeignet.

    Passen sicher auch an verschiedenen anderen Kameras, an welche kann ich aber nicht sagen.

    Bei bedarf messe ich sie genau aus.

    Sehr guter Zustand, wurden anscheinend nur sehr selten gebraucht.

    Mit den originalen Kartons.

    Ich würde dafür 45 Euros aufrufen wegen des Zustandes. Bei Ebay sind die deutlich teurer.

    Versand zu den tatsächlichen Portokosten möglich oder an Abholer.

    PayPal Freunde & Familie oder zzgl. den 2,6% für den Käuferschutz.

    Die Kollineare sind auch Heute noch einwandfrei zu nutzende Objektive.

    Bei Arbeitsblende sind Unterschiede zu den modernen Objektiven nicht oder kaum sichtbar, wie Du schon selber geschrieben hast.

    Die fehlende Vergütung kann sich bemerkbar machen im Gegenlicht aber ich finde das häufig dem Ergebnis zuträglich. Positiv ist das die Schatten dadurch aufgehellt werden. Mir persönlich liegt das mehr als die kontrastreichen Negative mit MC vergüteten Objektiven.

    Gegenüber dem Dagor hat das Voigtländer geringere sphärische Aberrationen, bei meinem 300mm Dagor muss ich ordentlich nachfokussieren wenn ich es abblende, bei meinem 250mm Kollinearen ist es kaum relevant.

    Du hast hier eine sehr schöne Kombination, freue mich schon darauf weitere Ergebnisse zu sehen.