Posts by holunderbaer

    bei welchem Objektiv?

    Angulon 6,8/65; 6,8-22
    Angulon 6,8/90; 6,8-32
    Xenar 4,5/105; 4,5-32
    Press-Xenar 4,7/127; 4,7-32
    Tele-Xenar 5,5/240; 5,5-32


    Irgendwo habe ich gelesen, dass man die Angulone auf mindestens f/45 umbauen lassen kann...
    Vielleicht sind das ja auch Objektive mit Beugungs-Verhinderungs-Schutz ?!? :lol:


    Grüßle
    Jörg

    Ich denke, Schneider wird sich beim Einkauf des Compur schon was gedacht haben

    Das hoffe ich doch sehr! Im Umkehrschluss muss ich dann davon ausgehen, dass sich Schneider auch in den 50ern was dabei gedacht hat als kleinste Blende 22 bzw. 32 zu verbauen... Mehr ist nicht möglich!


    Grüßle
    Jörg

    So richtig komme ich aber eben nicht mit. Das mag an meinem Beruf oder meiner Ausbildung liegen

    Also ich kann Friedrich nur zustimmen. Hier sind viele Aspekte doch ausgiebig und auch recht verständlich von Theorie bis Praxis ausdiskutiert worden; es gibt sogar links um Beugung exakt zu berechnen, Tabellen zum einfachen ablesen und Bilder zum angucken. Eigentlich alles da was der unbeugsame Knipser so braucht . :D


    Falls du etwas nicht verstanden hast, dann frag doch einfach gezielt nach...


    Grüßle
    Jörg

    Für Deine maximale Bildgrösse von 60cm Breite, normalem Betrachtungsabstand, Sehvermögen, Blende 32 und im Format 4x5" siehst Du keine Beugungsunschärfen

    Hallo Andreas,


    genau so eine Aussage wünscht sich so´n Greenhorn wie ich: JA oder NEIN! Soviel zur Beugung. Für mich also ehr kein kritischer Punkt.


    Wo finde ich denn Daten zur Schärfe und zum Kontrastverhalten von alten Objektiven?


    Grüßle
    Jörg


    P.S.: Siehste, Richie, letztlich ist doch Konsens da :D . Hätte mich auch gewundert....


    P.P.S.: Hallo Winfried. Ich erinnere mich noch wie ich vor 25 Jahren stolz mit meinem 10,5/1100er an einem sonnigen Tag in verschneiter Landschaft einen Kirchturm in der Ferne fotografieren wollte - und NIX gesehen habe! Da habe ich ne Menge draus gelernt! Luft ist nicht nichts...
    Bei Tieraufnahmen beschränken sich die Meisten auf 300 bis max. 600mm und ersetzen Brennweite gerne durch Nähe (ich sage nur "Tarnzelt"). Wenn ich damit in den Himmel gucke... Tja, da mangelt es dann an Brennweite und vor allem Öffnung...

    Die physikalischen Grundlagen sind bei allen Kamerasystemen dieselben.


    Andreas

    Tja, die Aussage kommt mir irgendwie bekannt vor - aber Mancher kriegt dafür was auf die Mütze :lol:

    Die Physik, die dahinter steht, ist nachvollziehbar und widerspricht ja nicht der von Mittelformat, Kleinbild, Minox, Handy...

    Da das hier doch etwas sein soll was Spaß macht und ein Hobby für die meisten Leute ist sollte man doch nett, entspannt und fair bleiben... Sach ich ma so.... :D


    Grüßle
    Jörg

    Ein Diskussionsstil, der mir nicht wirklich zusagt.

    Dann solltest du mit Pauschalaussagen und Interpretationen dessen, was Andere geschrieben haben, entweder ein wenig besonnener umgehen oder mit Widerspruch leben können. Finde ich ;)


    Natürlich verleitet die (digitale) Fotografie heute viele Leute dazu, die Kiste alles selbst entscheiden zu lassen. Seit der Handy-Selfie-Zeit sowieso.


    Aber manche Leute die kleinere analoge und digitale Formate nutzen haben sich gelegentlich auch tiefere Gedanken über ihr Hobby gemacht. Und auch die digitale Fotografie kann durchaus eine Herausforderung mit technischen Problemen sein über die sich jemand mit einer analogen Grossformatkamera nie Gedanken machen muss. Da schadet etwas Respekt vor Anderen wirklich nicht! GRÖSSE alleine ist in meinen Augen kein Grund für Überheblichkeit. :thumbdown:


    ...wie eben andere physikalische Grundlagen auch, mit denen man erst im GF wirklich konfrontiert wird..

    Das klingt bei dir so als könnte nur ein Rolex-Träger die Uhrzeit begreifen und nur Ferraribesitzer autofahren... Ich hoffe mal, ich habe dich da völlig falsch verstanden...


    ENDE!

    Und hier fängt vielleicht auch der Spass richtig an - Ausprobieren, Kennenlernen, das eigene Objektiv finden, oder besser noch das dem Sujet schmeichelnde Objektiv finden - Auflösung und knackende Schärfe sind bei Weitem nicht alles.
    Schnell mal ein Bild machen und gleich entwickeln - es gibt zahlreiche Gründe neben der Perfektion, mit dem schweren Gelumpe loszuziehen, aber das steht nun wirklich in den wenigsten Büchern

    Hallo Ritchie,


    da stimme ich die wieder zu. Theorie ist als Grundlage wichtig, aber lebendig und ansprechend wird ein Bild vielleicht gerade erst durch das Unperfekte. Und wer sein "Gelumpe" so gut kennt, dass er dessen Stärken und Schwächen gezielt einsetzen kann, der beherrscht es wirklich. Ich halte mich da als zukünftiger Neueinsteiger im Großformat grob an die Aussage von Detlev Motz:


    "Wer als Anfänger die Gestaltungsregeln der Fotografie ignoriert, hat keinen Verstand.
    Wer sich aber fotolebenslang daran klammert, hat keine Phantasie."


    Am Verstand fürs Großformat arbeite ich gerade, die Phantasie wäre mein Wunschziel!! :thumbup:


    Im Prinzip strebe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten schon ein möglichst, auch technisch, gutes Ergebnis an. Daher nehme ich hier an Infos auch so viel mit wie es geht. Ich möchte nicht als Erstes unnötiger Weise Müll produzieren und dann mal nachfragen. So was würde mir den Spaß nehmen.


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    Hallo Andreas,


    danke für den Link. Ich benutze bisher folgenden Rechner:


    http://www.erik-krause.de/schaerfe.htm


    Grüßle
    Jörg

    Seeing beeinflußt stark die Abbildung, speziell bei Planetenfotografie und Doppelsternen kleiner als 1 Bogensekunde Differenz. Würde sie sich bei 15m schon bemerkbar machen, bräuchte man wohl kaum noch Teleskope bauen, das wäre dann sinnlos.

    Im Prinzip ist es aber genau so!


    Aus eigener Erfahrung (APS-C, 800mm) kann ich sagen, dass z.B. Mondaufnahmen über eine Distanz von 384.000.000m durchaus gestochen scharf sein können, aber damit ein auf dem Boden sitzendes Tier aus 50m ähnlich scharf abzulichten ist praktisch nicht möglich! Und weil das so ist können die Sternengucker mit Vergrößerungen arbeiten die für Tierfotografen unrealistisch sind.


    So ist für euch eine 200fache Vergrößerung realistisch, aber du wirst keinen Tierfotografen mit 200facher Vergrößerung arbeiten sehen (das wären bei APS-C etwa 5300mm Brennweite, bei Vollformat 8600mm!). Je länger die Brennweiten umso kürzer muss die Distanz werden...

    Grüßle
    Jörg


    P.S.: Canon hat mal ein FD 14/5200mm gebaut. Aber eine Naheinstellgrenze von 120m und ein Gewicht von 100kg habe sich anscheinend nicht durchgesetzt...

    Wenn man nur "kleine" Abzüge (z.B. 50x60 cm) machen will, kann man das Seeing ruhig vergessen. Wenn man jedoch die bestmögliche Abbildungsleistung des Objektives voll ausnutzen möchte, z.B. für ein wirklich großes Bild in "Gursky-Dimensionen", und man mit bestmöglicher fotografischer Technik arbeitet, wird auf einmal das Seeing zum begrenzenden Faktor.

    Ja klar, Wilfried, aber da zeigt sich, dass du in völlig anderen Dimensionen arbeitest als ich in meinen kühnsten Träumen! Wenn du ein Großformat-Dia um einen ähnlichen Faktor vergrößerst wie ich ein APS-C-Bild, dann haben wir beide bei einem guten 360mm-Objektiv ähnliche Probleme mit dem Seeing. Was du als "klein" bezeichnest ist für mich schon "riesig". :D


    Grüßle
    Jörg

    Hallo Wilfried,


    meine Objektive sind nur bis Blende 22 bzw. 32 abblendbar. Muss ich in diesem Bereich (wenn ich die konstruktionsbedingt kleinstmögliche Blende verwende) bereits mit Beugungsunschärfe rechnen und so einen hohen Preis für die Randschärfe bezahlen?


    Für mich ist Fotografie nie perfekt sondern immer ein Kompromiss zwischen unendlich vielen Faktoren. Jeder fotografierende Mensch gewichtet diese Faktoren anders, hat andere Ziele und geht andere Kompromisse ein. Wäre das nicht so würden wir alle mit der Agfa Synchro Box knipsen - und das ist ja offensichtlich nicht so.


    Mich persönlich interessieren am Grossformat eigentlich 4 Aspekte:

    • sie ist langsam, umständlich, unpraktisch, für Aussenstehende völlig nutzlos, mechanisch und optisch interessant und ermöglicht es viele Parameter bewusst zu beeinflussen - und damit für mich als Laien unendlich viele Möglichkeiten etwas falsch zu machen
    • detailreiche Bilder mit sehr hoher Schärfe (ehr bei Weitwinkel, Architektur)
    • selektive Schärfe (da ist dann eine Randunschärfe ehr ein angenehmer Aspekt!)
    • Verstellmöglichkeiten, denn die hatte ich noch nie


    Kennst du im Internet einen guten Rechner für Großformat? Wenn man in solchen Rechnern etwas mit Zahlen jongliert bekommt man manchmal ein besseres Gefühl für die Dinge, die man tunlichst nicht machen sollte. Das Auflösungsvermögen ist aber doch ein theoretischer Wert bei dem die genaue Bauart des Objektives unberücksichtigt bleibt, oder? Da bekomme ich doch einen theoretischen Idealwert für eine Brennweite/Blende/Zerstreukreis unabhängig von der Qualität der Optik. Egal ob Angulon oder Super-Angulon, ob Xenar oder Apo-Symmar, ob vergütet oder nicht,...


    Dein Vorschlag mit dem pneumatischem Auslöser ist ja finanziell eine ehr eine günstige Lösung, scheint dir aber einen deutlichen Qualitätsvorsprung zu bieten. Auch wenn mich das etwas erstaunt... aber ich bin ja zum Lernen hier *g*

    Solche speziellen Maßnahmen bringen aber nur dann wirklich was wenn man an ALLEN Fronten gleichzeitig "aufrüstet", wozu so fein einstellen wenn die Filmlage nicht annähernd so genau ist?

    Das sehe ich auch so: es ist alles relativ. Ich werde erst mal optimieren, was ich habe. DAS zu nutzen wird mich schon genug fordern. Momentan bin ich selbst definitiv meine größte Fehlerquelle! ;(


    Das mit dem Seeing wundert mich immer noch. Bei langen Belichtungszeiten kann ich das nachvollziehen. Bei 800mm an APSC ist das ein wirkliches Problem - aber das ist doch auch eine Frage der anschließenden Vergrößerung, also des von dir angesprochenen "Anspruches". Da kann ich dir leider nicht ganz folgen...


    Also das mit dem Nachschwingen bei Alu-Stativen kann ich so nicht bestätigen. Allerdings gebe ich auch zu, dass ich keine Erfahrung mit Carbonstativen habe. Nach meiner Erfahrung sind an Stativen andere Fehlerquellen für das Nachschwingen ausschlaggebender: 1. der Stativkopf, 2. eine Mittelsäule und 3. der Beinauszug. Das eigentliche "Dreibein" ist, wenigstens bei Gitzo, tadellos.


    Grüßle
    Jörg

    Du meintest die Physik hinter der Kamera, und mit der brauchte ich mich beim Kleinbild nicht zu beschäftigen - im Grossformat schon.

    Das freut mich, wenn dir das ohne Physik Spaß macht und du das wirklich glaubst. Aber nicht Jeder stellt das Einstellrad auf Vollautomatik und knipst drauflos. Mancher interessiert sich auch für die Physik in der Kamera.
    Normalerweise schreibe ich, was ich meine:


    Die Physik, die dahinter steht, ist nachvollziehbar und widerspricht ja nicht der von Mittelformat, Kleinbild, Minox, Handy...

    Wahrscheinlich ist es einfach meine Unwissenheit - ich hatte keine Ahnung, dass es für Licht, Glas und Emulsionen anscheinend widersprüchliche physikalische Gesetzmäßigkeiten aufgrund der Filmgröße gibt. Hoffentlich wissen deine Motive mit welcher Physik du gerade fotografierst...

    Für beste optische Leistungen solltest Du Wilfrieds Tips beherzigen, und dann ernsthaft Deine Optiken entsorgen.

    Danke für den konstruktiven Tipp. Sehr hilfreich. Vielleicht solltest du nicht ganz aus dem Auge verlieren wo meine Ziele liegen:


    Außerdem denke ich, dass ich es einer wunderschönen professionellen Fotoausrüstung von 1955 auch schuldig bin sie ordentlich zu nutzen - so viel Respekt bin ich den Konstrukteuren von Linhof schon schuldig!! "Perfektion" werde ich, realistisch betrachtet, sicher nie erreichen können.

    Ein 135er Xenar reicht locker für 4x5", ein 210er Xenar geht auch an 5x7" - find ich ausreichend

    Wir sind uns sicher einig, dass es nicht nur 2 Xenare gibt - ich habe Keines von Beiden.

    Hallo Wilfried,


    im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche ich halt an keiner Stelle etwas zu verschenken - obwohl natürlich der Gedanke an so ein großes Filmformat Manchen dazu verleiten könnte davon auszugehen, dass man da Fehler nicht so doll sieht. Ich habe immer gerne Qualitätsreserven, egal ob ich sie nutze oder nicht! Außerdem denke ich, dass ich es einer wunderschönen professionellen Fotoausrüstung von 1955 auch schuldig bin sie ordentlich zu nutzen - so viel Respekt bin ich den Konstrukteuren von Linhof schon schuldig!! "Perfektion" werde ich, realistisch betrachtet, sicher nie erreichen können.


    Die erwähnten Listen kenne ich im GF noch nicht, aber aus eigener Erfahrung habe ich mich im digitalen Bereich manchmal für das "schlechtere" Objektiv entschieden, weil es an meiner Kamera bei eigenen Tests bessere Ergebnisse geliefert hat. Labor ist Labor, Praxis ist Praxis.


    Über die Streuung kann ich natürlich keine Aussage machen - so viel zum Vergleichen habe ich nicht...


    Du würdest also für Schärfe bis in die Ecken auch deutliches Abblenden bis f/22 empfehlen!?


    Dass Filmplanlage und exakte Parallelität von Objektiv-Hauptebene und Filmebene ein Problem sind glaube ich gerne. Da bin ich mir bei meiner Technika III und den Original-Linhof-Doppelkassetten auch nicht wirklich sicher. Beim Rollex sehe ich da weniger Fehlerquellen.


    Die Mattscheibe wollte ich schon ersetzen, aber ich habe erst jetzt (peinlich, peinlich!) mal ein Einstelltuch verwendet und festgestellt, dass die Originalmattscheibe makellos und recht gut ist. Bei der Einstell-Lupe (Rodenstock 4-fach) habe ich mich auch gefragt, wie andere Leute damit in die kritischen Ecken kommen - zumal genau die auf der Linhof-Homepage gezeigt wird.



    Für präzises Einstellen fand ich es übrigens hilfreich, die Einstell-Skala durch eine preiswerte Meßuhr auf eine 1/100mm-Skala zu "upgraden". Die Feintriebe von besseren Kameras sind definitiv gut genug, um auf 1/100mm genau einzustellen zu können!

    Also da weiß ich jetzt leider nicht was du meinst....


    "pneumatischen Fernauslösern"... "BULB" also!?! Aha. Ich mach mich direkt mal kundig. Wäre in deinen Augen der Zeitauslöser am Objektiv auch eine Alternative? Das ginge aber nur für Belichtungszeiten bis max. 1 Sekunde. Ja, auch diese Fehlerquelle ist sehr einleuchtend. Danke für den Tipp. Wieder ein Fehler den ich nicht selbst "entdecken" muss!


    "Seeing" ist auch bei Großformat ein Thema? Das wundert mich jetzt schon etwas. Bei APS-C kenne ich das: ich habe Jahre gebraucht bis ich zum Mond ein richtig gutes Seeing hatte. Bei sehr langen Brennweiten ist das klar, aber hier auch??


    Stativ: Gitzo Studex, Serie 5, Alu, Kurbelsäule eingefahren, Plaubel-Neiger - das sollte reichen ;o))


    Ich werde NUR s/w machen. Für alles Andere muss ich mich erst mal bei s/w beweisen! Was genau ich dann aus den Negativen mache... das muss ich mir noch überlegen...


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    Hallo Xipho,


    ja, ich habe das Angulon 6,8/90. Es ist wirklich winzig. Damit kann ich die Technika auch einfach zusammen klappen. Gut zu wissen, dass die Bildfeldwölbung derart groß sein soll. Wenn ich Schärfe bis in die Ecken brauche werde ich ordentlich abblenden!


    Dann sollten die Xenare/Tele-Xenare also zum Freistellen gut funktionieren, oder?!? Das Kontrastverhalten höre ich gerne! Stimmt, die Bildkreise sind nicht allzu groß, aber bei der Technika III komme ich durch den Balgen eh schnell an Grenzen. Ist halt doch keine optische Bank...


    Grüßle
    Jörg




    Grüßle
    Jörg