Posts by rawitz

    Danke für die (wohlwollenden) Komentare. Aber ich sollte vielleicht auch etwas sagen:


    Beim ersten Bild dachte ich, dass ich schon zu spät gekommen war, weil der Vordergrund schon im Schatten lag. Aber stimmt so nicht, das Licht ist abwechslungsreicher. Obwohl schon nahe an der neoklassischen (oder Mainstream-) Fotografie im Bildaufbau, finde ich die Bildaussage überraschend: Skyline wie Raketenstart hinter Parkidylle. Auch da es keines von den tausenden Frankfurt-Skylines von diesem Standort (meiner Kenntnis nach) gibt. Trotzdem: Motiv bleibt auf der Liste bis zur "Herbststimmung".


    Für das zweite Bild bin ich hin, weil ich wusste. dass am Wochenende diese Parkwiese voll mit Menschen (und Aktionen) ist und ich einen graphischen Baumvordergrund mit einem chaotischen Wiesenhintergrund kombinieren wollte. Leider hatte ich die Hitzewelle nicht einberechnet, und (ausser durchgeknallten Fotografen wie ich) war niemand unterwegs im ganzen Park ausser dem Pärchen mit Rad und ein paar Gänsen direkt unter den Bäumen im Schatten. So ist es ein "Meditationsbild" geworden.


    Das dritte Bild fiel mir unterwegs als "interessant-widersprüchlich" auf, aber ich hab meine 8x10 nicht ausgepackt und nur ein Handy-Notizfoto gemacht. Ein Fehler wie sich zuhause herausstellte und so musste ich nochmal hin. Das Bild wirkt erst gross so ab 1,50m Print.


    Beim vierten Bild habe ich lange gewartet, das irgendein "Rentner mit Hund" diese Bänke "belebt". Aber das Foto sah dann ziemlich langweilig aus, da man die Szene ja wirklich nicht genau so kontrollieren kann, wie man sie im Kopf hat. Tatsächlich ist das leere "Bühnenbild" dann schon die Foto-Lösung, denn jeder kann sich jetzt selbst die "Schauspieler" ausmalen.


    Jetzt fällt mir auch auf, dass ich mit den Farben (Sättigung) etwas zurückhaltend geworden bin. Abgesehen davon, dass diese Farbknallerei überhand genommen hat (einfach weil es technisch geht), habe ich bei den Fotos hier vielleicht auch den überheissen Sommer mit den verbrannten Farben noch im Kopf.


    Gruss

    Rainer

    Also ich habe schon sehr viel schlechtere Montagen auch von Profis gesehen.

    Wenn das thematisch zusammenpassen würde, würden die kleinen "Fehler" wie der Personenschatten wahrscheinlich niemandem gross auffallen. Deutlich ist mir die Braut zu hell, du hast doch die PS-Maske noch, versuche es mal mit mehr "Gegenlicht".

    ich habe diese Diskussion noch live erlebt - so Mitte der 60er.

    Vor allem von Leitz kam das Argument, dass Glasbläschen ein Hinweis auf hochwertige neue Glassorten sind und keinen Einfluss auf die Objektivqualität haben. Richtig: sie wirken nur wie kleine verstreute "Blendenpunkte".

    Die Japaner Hoya ua. waren es dann aber, die neue "Rührtechniken" bei der Glasschmelze erfanden, die immer blasenfreies Glas produzieren konnten. Eigentlich war es technisch egal, aber das natürlich ästhetisch "bessere" Verfahren hat sich dann durchgesetzt, auch bei Leitz und anderen ...


    Gruss Rainer

    Herrlich und Kompliment an dich Dietsch!


    ... das errinnert mich an meine Profi-Reise nach Nord-Mittelitalien, die ich mit der Pentax 67 und dem 75Shift (ua.) gemacht habe, nachdem ich mir mit meiner MamiyaRZ und 75Shift (ua.) das Knie ruiniert und den Rücken fast gebrochen hätte.

    Wo andere Fotografen mühsam mit ihren technischen Kameras herumlaufen mussten, konnte ich rackzack mein Pensum wegarbeiten. (BTW: analog konnte man keine Post-Geometriekorrektur durchführen und niemand wollte stürzende Linien kaufen).

    Meine Agentur war sehr beeeindruckt und hat daraufhin ihren eigenen Fotografen losgeschickt, um das alles nachzufotografieren (ich war Freelancer), aber sie mussten dann alles wegschmeissen, weil der neueingestellte Fotograf an der Uni keinen Kurs mit Tilt/Shift-Reflexkamera erhalten oder gefehlt hatte.

    Und: bei der Diskussion um Belichtung und Konstrastumfang plädiere ich für mehr Toleranz, denn digital sowieso aber auch mit Labor-Printtechnik kann man jede gewünschte "Dramatik" oder "Ausgewogenheit" erreichen. Das sind mE. Interpretationsfragen, die letztlich einzig der Autor entscheidet und damit immer recht hat.


    Gruesse

    Rainer

    Thungsten Diafilme waren auf Kunstlicht 3200k Farbtemperatur aufgestimmt. Der hohe Konstrast von Diafilm erhöht aber zugleich den Farbstich bei Farbtemperaturabweichung, Thungstendiafilme sind/waren deshalb bei Mischlicht problematisch. Da es sie sowieso heute nicht mehr gibt - ein Blaufilter 80a erhöht die Farbtemeratur von Kunstlicht 3200k auf Tageslicht 5500k und macht damit normale Diafilme für Kunstlicht verwendbar. Die Mischlichtprobleme bleiben auch damit.

    Wenn du ebensogut technisch auf Farbnegativ C-41 arbeiten kannst, ist die Entscheidung klar. Durch die Weichheit des Farbnegativfilms ( C-41) kannst du jeden Farbstich im Labor oder digital ausfiltern und auch bei Mischlicht den für dich besten Mittelwert herausarbeiten.

    Viel Erfolg


    Rainer

    Ich wiederum hätte gerne ein schönes Bild angeboten gehabt, auch, weil ich das Geld brauche.

    Inzwischen leicht übersensibilisiert empfinde ich Deine Begrifflichkeit "fremde Bilder vorstellen und auch noch vermarkten" ziemlich empörend.

    Ich wollte hier wirklich keinen Streit eröffnen und habe mich für mein vorschnelles Gequatsche entschuldigt.

    Ich habe auch nicht gesagt, dass man den Verkauf von (eigenen oder) fremden Bilder hier verbieten sollte, sondern nur dass ich mich wohl daran gewöhnen muss, bei einer Bildvorstellung erstmal zu gucken, unter welcher Rubrik gepostet wird: Bildvorstellung oder Verkauf.

    Also, jeder Käufer -hier oder anderswo- kann sich über das tolle Bild freuen. Viel Erfolg!

    Das Bild ist nicht von Hei Sluft, sondern von Heinrich Heidersberger, der vor einigen Jahren sehr betagt gestorben ist. Insofern sind die angefragten technischen Auskünfte vermutlich allenfalls bei der Stiftung Heidersberger zu erfragen. Er hat aber immer hochpräzise im MF und GF und primär auf Glasplatten (Perutz) gearbeitet, weiß ich von seinem ehemaligen Assistenten.

    Entschuldigung, mein Fehler!

    Ich muss mich wohl erstmal daran gewöhnen,wenn hier nicht nur eigene Bilder, sondern auch von anderen Fotografen vorgestellt und auch noch vermarktet werden.

    Trotzdem möchte ich hier gerne ein Fachforum von Fotografen haben, mit denen ich über ihre bildgestalterische und technische Arbeit diskutieren und selbst klüger werden kann. Aber nochmal Entschuldigung ...

    Super Bild - mein Kompliment!

    Aber hier im Fachforum hätten wir auch gerne einige technische Infos - Filmformat, Kamera, Objektiv etc. ....


    Mit Grossformat-PhotoArt Geld zu verdienen wäre natürlich wünschenswert - und dir gegönnt.

    Viel Erfolg wünschen wir jedenfalls!


    Gruesse

    Rainer

    Frank, Danke für die Entschuldigung, wäre nicht nötig gewesen, hab das auch nicht speziell auf mich gemeint empfunden.


    Von keinem der hier vorgeschlagenen Objektive würde jemand von Murks sprechen. Das SA 121 hatte ich auch überlegt dir vorzuschlagen, aber es ist für 8x10 ein extremes Weitwinkel in das man sich erst einarbeiten muss - Verzeichnung, Vignettierung usw. du kennst die teils heftigen Diskussionen hier auch bei meinen Fotos mit meiner 8x10 Handy und SA 120.

    Nicht weil es schlechter ist, sondern weil es viel häufiger auf dem Markt ist, ist das SA121 viel billiger als das SA 165, für das auch in der alten Version schon Spekulationspreise über 1000 eur aufgerufen werden. (ich habe meins damals für 650 eur gekauft, wäre auch mein VK). Mit einem 210 und seinem leichten Weitwinkel für 8x10 (ca. 35 für KB) kannst du dich gut einarbeiten, auch ich arbeite oft mit 210 an der 8x10, was mir an Verstellung fehlt, wird in der Bildbearbeitung "gerichtet".

    Alter Zimmermannsspruch: Verdammt, dreimal abgeschnitten, immer noch zu kurz.

    Viel Spass so oder so

    Rainer


    PS: die Angulone 165 sind mittlerweile auch schon Preisspekulationsobjekte, warum ist mir völlig unklar, würde ich nie gegen ein SA 165 tauschen.

    Hi Frank,

    bei deinen Vorgaben bleibt nicht viel Spielraum. Von den "Normalobjektiven" leuchtet höchstens noch das alte Symmar 210mm dein 8x10 Format aus, aber auch das ohne Verstellmöglichkeiten. Dann eher ein altes Super-Angulon 165, was aber schon deutlich teurer ist, aber schon ein echtes 8x10 WW-Obektiv mit Verstellmöglichen ist.

    Warum willst du dir den Spass mit deiner Kamera mit Objektivmurks versauen?

    Rainer

    Schon klar, nichts für ungut...

    Die erste Regel aus meiner zeitweisen Foodfotografiezeit war: das Buffet wird erst gegessen, wenn das Shooting vorbei ist.


    Rainer

    Ich arbeite auch mit der CPE2, da ich das im Gegensatz zu meiner CPA2 auch am Küchentisch machen kann.

    Ich glaube wir sind uns einig, wichtig ist letztlich auch die Temperaturkonstanz in (!) der Trommel.

    Da ich mit 8x10 und grösser in der Trommel wie mit Fotopapier arbeite, muss ich den Wasserfüllstand in der CPE so hoch wie möglich setzen, aber nicht zu hoch, damit meine Trommel nicht aufschwimmt.

    Entsprechend müsste man dann auch die Mantelbadmessung ansetzen. Kann ich selbst nicht ...

    Hallo,

    ich hatte gestern wohl meinen minimalistischen Tag.

    Das war alles so "schön" draussen, das konnte ich so nicht mehr fotografieren ..





    Übrigens - Vignettierung nicht korrigiert. Wenns mans sehen will, sieht mans. Aber störts?


    Gruss

    Rainer

    Ehrliche Meinung? Bei dem Bild mit dem Sandhaufen war es mir unten zu hell. Das war vor einigen Tagen das Erste, was mir auffiel. Ich fragte mich, warum Du das Bild unten abgeschnitten hattest. Hattest Du vielleicht gar nicht, aber für mich sah es so aus, weil das Objektiv oben dunkler zeichnete. Aber das sind vermutlich die Limite einer Handkamera.Es zwingt einen zu einer bestimmten Bildaussage. - Andersrum wird ein Schuh daraus: ich belichte in der Duka ja auch völlig freiwillig die Ecken nach, um den Blick im Bild zu halten. aber nur manchmal, und zwar aus freien Stücken, nicht notgedrungen.

    Stimmt! Jetzt auf dem kleinen Bildchen vom "Sandhaufen" fällt der Lichtabfall sofort auf. Auf meinem 32´ Monitor mit 4k, mit dem ich meine Fotos bearbeite, eigentlich nicht. Bei einem Grossprint dann auch nicht. Denn siehe oben: Auge sieht jetzt alles zusammengedrängt in der "Mitte".

    Bei der Aufnahme habe ich ohne grosses Nachdenken die Kamera horizontal ausgerichtet, oben im Himmel und unten am Boden war ja reichlich vorhanden, dass ich nach den Scan auch noch "abschneiden" konnte. Das 4x5 Seitenformat der Planfilme wirkt heute schon zu "viereckig", wir sind alle 2x3 vom Kleinbild und noch mehr 9x16 vom Handy und TV gewohnt.

    Mit dem Centerfilter ist das Handy wegen 1,5 Bl. Lichtverlust kein Handy mehr. Aber im Moment benutze ich wohl mehr das Stativ (allerdings ohne Mattscheibeneinstellung nur mit Sucher und Entfernungsscala), denn bei Bl.22 wird es knapp mit AusderHand. Könnt ich also auch mit Centerfilter arbeiten ...Danke für den Tip, wäre ich erstmal garnicht nicht drauf gekommen.

    Gruss

    Rainer