Posts by rawitz

    danke für dein wortreiches propädeutikum ins fach etymologie.ich fürchte nur, dass das völlig überflüssig war. denn ich habe mich nicht an deiner wortwahl "byzantinisch", hier) gestört, sondern an der von rawitz ("byzantinismus"; hier).

    Das hast du dann völlig falsch verstanden. Das Gegenteil hab ich gemeint: Ich meine mit Byzantinismus kein Schipfwort, sondern eine generelles Organisationprinzip, das in der Vergangenheit ( und noch heute) äusserst erfolgreiche Realisationen in der Kunst, in der Architektur, als politische Staatsform und der Religion hervorgebracht hat. Während AK die Architektur gemeint hat, meine ich die Kunstform, die man generell (obwohl nicht nur) mit Ikonenkunst bezeichnet.

    Da kann übrigens Wikipedia schreiben was es will, der politische Byzantinismus war (und ist auch heute existent) keine platte Diktatur, sondern ganz im Gegenteil eine zentralistische Organisation mit detailierten bürokratischen Hierarchiesystemen, von denen jede Stufe ein Eigenrecht behaupten konnte, das auch der Kaiser zu respektieren hatte. Das hat über Jahrhunderte erfolgreich funktioniert (im Vergleich zum Despotismus des weströmischen Kaiserreiches, das dann auch früh beendet wurde). Aber gut ...

    Und um zum Thema zurückzukommen, die Kunstform der Ikonografie würde heute kein ernsthafter Kunsthistoriker mehr als primitiven "Vorläufer" der Renaissance-"Kunstrevolution" der Zentralperspektive (huch, da sind wir ja schon wieder bei der Perspektive), bezeichnen.

    Und ich schon gar nicht, im Gegenteil, ich habe erst jetzt gemerkt, dass meine Bilder im Kern auch ikonografisch aufgebaut sind, ohne dass mir das so klar geworden ist. Ich will noch ein paar Bilder zeigen, dann wird man das sehen.

    Danke erstmal

    Rainer

    Danke an alle, da ist doch eine Menge Bildintelligenz vorhanden. Man muss es wohl nur locken ... oder provozieren.


    Was ich gelernt habe, dass ich wohl doch noch diese Verzerrung der Laternen korrigieren und auch etwas den Morphwulst des Schildes vorne wegnehmen werde. Das ist für mich eher zweitrangig und muss dann auch nicht mehr diskutiert werden.Aber der Bildaufbau als solcher bleibt.

    Das Stilwort Byzantinismus von AK werde ich mir merken, er trifft ins Ziel, in der Kunst der Ikonenmalerei ist da Heiligste immer im Bildzentrum mit abnehmender Heiligkeit der Figuren zum Rand, auch die Raumtiefe ist nicht vorhanden oder als Niederrangigkeit gedacht.

    Ad Klaus, Meyerowitz und Shore entgegenzustellen, macht keinen Sinn. Meyerowitz hat schon immer mit der 8x10 gearbeitet, noch bevor Shore so gegen 1973 auch auch Drängen von Andy Warhol zum Grossformat übergegangen ist.

    Vielleicht meintest du aber Eggleston, den ich absichtlich noch nicht erwähnt habe. Er hat mit seiner Leica die Perspektiven zum Tanzen gebracht, rücksichtslos alles versetzt, wie es bildgestalterisch ihm richtig schien. Und damals Panik unter den Grossmeisterfotografen ausgelöst, weil er mit seinen Farbfotografien auch noch eine Einzelausstellung im MOMA bekam.

    Ich finde beide haben recht. Aber es muss immer dem Bild dienen, nicht Selbstzweck sein.

    Mir ist dieser Tanz ums "goldene Kalb" der ausgerichteten Geometrie eigentlich nie klar geworden. Nur weil es mit der Grossformattechnik mit Parallelverstellung und Scheimpflug geht? In jedem Fernsehclip geht es doch heute perspektivenmässig drunter und drüber, das Auge hat sich heute längst daran gewöhnt.

    Das war in der Frühzeit der Film- und Fotomedien sicher anders. Aber spätestens van Gogh hat doch im Spätimpressionismus auch die Perspektiven zum Tanzen gebracht, und wenn ich im Städel Frankfurtbilder von Beckmann anschaue, in denen alle Details nur so herumfliegen, und sich doch zu einem harmonischen Gesamtbild wieder zusammenfinden, dann möchte ich genauso fotografieren. Wenn es denn ginge ....


    Gruesse

    Rainer

    Hi bonnescape, Hi mec,


    natürlich sollt ihr hier freiweg eure Kritik sagen (und Lob wenn es unbedingt sein muss). Danke.


    Mit dem zweiten Bild werde ich nochmal einen gesonderten >Thread aufmachen, da ich noch einiges hoffentlich interessantes dazu zeigen will. Spart euch eure Kritik noch bis dahin auf bitte.

    Zu Bild 1 gibt es generelle Kritik am Bildaufbau (stürzende Linien zuerst) und an der Detaildarstellung.

    OK, der Bildaufbau ist eine bewusste Provokation, kann man klar ablehnen. Oder kann man auch einfach anders machen.

    Bei den Details ist das so eine andere Sache: Ich bin als Streetfotograf den Realismus verpflichtet, was da ist, ist auch auf dem Foto und was nicht da ist, wird bei mir prinzipiell nicht ala Gurski nach Belieben hineingeklebt. Wenn ich so vorgehen würde, wäre kein Foto mehr glaubwürdig, weil immer gefragt werden könnte, was hat er wegretuschiert und was hat er reingeklebt.

    Die klassischen Streetfotografen kannten dieses Problem nicht. Ich schätze Meyerowitz,Shore, Sternfeld ua. sehr, sie haben mir damals die Augen geöffnet. Aber auch Shore könnte diese natürliche Verzeichnung der Laternen oder des Verbotsschilds NICHT kameratechnisch aufheben, sondern müsste damit leben, wenn das Bild als Aussage so gemacht werden soll. Ich so habe ich es auch akzeptiert.

    Also habe ich hier mal versucht, das "Wunschbild" der Kritiker hinzubiegen. Wenns so besser gefällt:


    Ich habe das Bild nochmal ausgewechselt, sorry.

    Gruesse

    Rainer

    Vielen Dank für die Antwort.

    Das mit dem Luftbildfilm werde ich mal verfolgen.

    Den gibt es leider micht mehr auf dem Markt. Die ab Fabrik aufgekauften Reste wurden eine Zeitlang als Rolleicolor 200 Roll- und Kleinbildfilm angeboten, waren sehr beliebt wegen der besonderen Eigenschaften siehe oben, aber sind alle aus.

    Ich glaube, ich bin der einzige, der noch auf Vorrat hat. Den ich aber für den Rest meines Lebens niemals aufbrauche, deshalb hab ich mit schon überlegt, ob ich mal meterweise davon an sachkundige Praktiker weitergebe. Aber das ist ein anderes Thema.


    Rainer

    Zunächst mal zum Film. Ich weiss es garnicht mehr genau, aber ich habe noch ein paar leere Packungen Porta 5x7 herumliegen, könnte aber auch Fuji NPS 160 gewesen sein, den ich auch für 8x10 verwendet habe. Da ich aber seit ein paar Jahren für meine ULF-Kamera mit 24x37cm notgedrungen auf Luftbildfilm Avicolor 400 umgestiegen bin und mir noch zum Fabrikationsschluss 2 145m Rollen ins Tiefkühlfach gelegt habe, mache ich alles GF nur noch damit. Der Avicolor Negativfilm ist maskenlos und arbeitet mit mehr Kontrast, da er bereits direkt zum Scannen entworfen wurde und nicht mehr zum Umkopieren.

    Aber eigentlich ist das nicht entscheidend. Die normalen Farbnegativfilme sind im Unterschied zu Diafilmen extrem weich in der Gradation, gewinnen dadurch 5 Blenden mehr Belichtungsumfang. Das ist der Grund, warum ich vom Positivfilm auf Negativfilm umgestiegen bin, ich habe damit praktisch keinen Ausschuss mehr durch Fehlbelichtung.

    Weil der Kontrast aber nachträglich beim Scannen erhöht werden muss, wird auch das Filmkorn deutlicher sichtbar als im Diafilm.

    Farbnegativfilme sind viel schwieriger digital zu verarbeiten, die beliebten Scannerautomatiken schneiden gnadenlos die Lichter und Schatten ab. Wichtig ist, dass beim Scannen (oder nachher in der BB) auch die Farbsättigung deutlich erhöht werden muss, was die Farbabstimmung noch schwieriger macht. Es hilft aber nichts. da muss man ran, und die Vorteile des Farbnegativfilms sind insgesamt schlagend.

    Umso fassungsloser war ich zu entdecken, dass es bei der mit allerhand Fizelwerkzeugen vollgestopften Referenz-Scannersoftware Silverfast kein Werkzeug zur Farbsättigung gibt, oder hat jemand von euch eines gefunden. (Finderlohn ist ihm sicher).


    Gruesse erstmal

    Rainer

    Mir geht es nicht um Haarspalterei oder ums schulmäßige Ausrichten.

    Eine Aufsicht, bei der die Filmebene nach hinten geschwenkt ist, dehnt die Waagerechte, also in diesem Fall den Boden mit dem Schild. Das ist der Inhalt meines Kommentars.

    Schon gut, ich wollte dich nicht persönlich damit kontern, sondern das war verallgemeinernd gedacht ....

    Aber die Antwort hab ich schon gegeben: "ich bin sogar so nahe wie möglich vorgegangen, um die maximale Grössenperspektive Vorder/Hintergrund zu bekommen". Für das Alltagsauge eine klare Provokation ...


    Is klar, das Bild wäre viel einfacher und "verständlicher" geworden, wäre ich einfach ein paar Meter noch zurückgegangen. Der Grössenkontrast Vorder-Hintergrund hätte sich gemildert, die stürzenden Linien vermeidbar und alles harmonischer geworden.

    Wollt ich aber nicht.

    Das sollte eigentlich durch eine senkrechte Filmebene noch verstärkt werden.

    Um die Schamhaarspalterei umzulenken - ich hab hier noch ein 13x18 Tankfoto gefunden, das dem Schulfotografen eher gefallen sollte, obwohl ich es ebenso provokant (für das Auge) aufgebaut habe.

    Es scheint auch, als hättest du die Kamera anhand des Parkverbots ausgerichtet. Das gibt dann das Problem, dass das andere Hauptelement dann nicht mittig ist. Beides miteinander zu vereinbaren ist aber auch schwer, da auch das Symbol nicht exakt mittig zur Tür liegt...ein Mittelweg wäre also wohl auch schwierig.


    Klar, das Bild hätte man auch "korrekt ausgerichtet" machen können, die Szenerie als solche kann ich nicht ändern. Will ich auch nicht. Das Bild ist sowieso schon so sehr zentrisch und symetrisch angelegt, so dass mir die Rechts/Links-Unregelässigkeiten gerade recht sind. So hat das Auge was zu tun.

    Durch die Kippperspektive richtet sich alles auf das Verbotsschild aus. Und das soll es auch. Wenn ich mit der 13x18 Handkamera unterwegs bin, kann ich erstmal keine Perspektive korrigieren, erst später in der Bildbearbeitung. Aber hier war das keine Option, ich bin sogar so nahe wie möglich vorgegangen, um die maximale Grössenperspektive Vorder/Hintergrund zu bekommen.

    Mit der Grossformat mache ich keine "Zufallsbilder", dafür ist der Aufwand zu gross. Das Motiv als solches war schon mit der DigiKam gemacht.

    Die wichtigste Entscheidung war das Licht: Bei reinem Vorderlicht wäre mir der Gebäudehintergrund zu vorlaut hell geworden, bei Gegenlicht der Tankhäuschenschatten in den Vordergrund geraten. Das gewählte Seitenlicht lässt gerade noch den Hintergrund im Schatten, den Vordergrund voll im Licht und der Häuschenschatten nach links hebt noch genau richtig die Lichtsymmentrie auf, was ich gut finde, damit das Auge arbeitet.

    13x18 und 90mm aus der Hand geht noch bei 400 ASA und 1/125sek und Blende 16-22. Sicherheitshalber mache ich immer 2 Shots auf der Doppelkassette, auch für mögliche Laborprobleme. Ein leichtes Stativ ist aber meist auch dabei, wenn es keine Sonne gibt.

    Gruss

    Rainer

    Das ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Vorsichtshalber mal 1 /2 bis 1 Blende überbelichten/überentwickeln. Da diese Dias sowieso nicht projiziert oder labormässig vergrössert werden, sollte sich beim Scannen ein leichter Farbstich ausfiltern lassen, Schärfe geht nicht verloren.

    Viel Erfolg

    Rainer

    Zur Neuerüffnung der Galerie nochmal ein Beitrag zur Aldiparkplatzfotografie, diesmal mal "nur" mit der 13x18 Handkamera (SAngulon 90, Colorneg.) aufgenommen. Bevor hier die "Schulmeisterkritik" einsetzt: stürzende Linien könne auch ein Gestaltungswerkzeug sein.


    Was ich seltsam finde, ist, dass manche Leute von Kunst und Freiheit reden, aber direkt dicht machen, wenn einer seine Meinung sagt. Im wirklichen Leben geht es viel direkter zu. Insbesondere in der Welt Medienschaffender. Mir scheint, die Leute ziehen sich hier in ein Biotop zurück, in dem es nur gelegentliche, aber umso lindere Regenschauer geben darf. Der Begriff von "Großformatfotografie", der hier vorherrscht, scheint mir jedenfalls in Richtung Wohlfühlatmosphäre und gegenseitiges Schulterklopfen zu gehen, mit gelegentlicher heroischer Pose für jedermann. Wie es Euch gefällt ...

    Auch wenn du den Rücken von Andreas schlagen willst, halte ich hier gerne meinen hin. Ich war über 30Jahre Berufsfotograf mit eigenem Studio und Angestellten, ich habe mit allen Kameras und Formaten und allen Arten von Kunden weltweit gearbeitet. Ob das "grosse Kunst" war oder nicht, jedenfalls kann ich auch heute noch von meinen Agenturhonoraren und privatem Rentenkonto gut leben. Also: ich kenne die Welt der Medienschaffenden, und deine abwertende Meinung weise ich hier zurück. Es ist richtig, einerseits lebt man in ständiger Konkurrenz miteinander, aber andererseits hält man auch zusammen: NIE wurde zu meiner Zeit von mir oder auch anderen ein Kollege bei Kunden schlechtgemacht, ich habe tonnenweise meinen Kollegenfreunden mit Equipment und praktischer Unterstützung geholfen. Und umgekehrt..
    Eigene Meinung sagen ist immer akzeptiert, immer, aber damit ist noch nicht jede Form akzepiert.
    Und immer auch mitbedenken: vielleicht ist die eigene Meinung auch falsch, soll ja nicht nur bei den Anderen vorkommen.


    Zudem Vorschlag einer "Galerie": eine solche Funktion lässt sich einrichten. Allerdings ist eine Galerie-Funktion in dieser Forensoftware immer nur als reine Bilderschau angelegt, ohne die Möglichkeit, Bilder zu diskutieren oder zu kommentieren. Es wäre also ein reines "Schaufenster".

    Genau eine solche Bilderschau wäre es, wo man auch themenbezogen einstellen, einsehen und vergleichen kann. Und einfach mal rückwirkend oder zur Anregung blätter, ich kenne das vom früheren Forum noch.
    Wenn jetzt hier Bilder eingestellt werden, dann fast immer mit vielen Erklärungen, Geschichtenerzählungen und oft auch Rechtfertigungen, bevor man das Bild gesehen hat. Und promt setzt dann der Gegenhickhack an: schlecht belichtet, stürzende .... usw.

    Stimmt ja, eigentlich ham wir ja die Tage der guten Vorsätze. Dann mach ich auch einen:


    Nicht nur Grossformatfotografen braucht die Berufs-Welt nicht mehr, auch Segelschiffe und Streitrösser usw. werden nicht mehr gebraucht. Trotzdem spriessen die Segelvereine und Reiterclubs nur so aus dem Boden. Was wir vielleicht von Ihnen hier lernen können, dort schätzt man generell jeden, der sich für solchen unpraktischen Dinge begeistern kann, und versucht ihn zu unterstützen und nicht niederzumachen. Dort ist nicht der Dreimastsegler mehr wert als der Einmastsegler, und nicht die Pokale in der Vitrine zählen, sondern die Begeisterung.


    Im LargeFormatPhotographieForum (http://www.largeformatphotography.info), in dem ich seit ebenso vielen Jahren bin, wird genau dieser bei aller Kritik in der einzelnen Sache im Prinzip respektvolle Ton seit Jahren gehalten, obwohl dort wahrscheinlich xfach mehr Mitglieder schreiben und lesen wie hier. Es fällt mir auf, dass je prominenter dort die Autoren sind, und es gibt dort Leute mit einmaligen Sachwissen und beruflicher Fotopraxis, diese umso rücksichtsvoller in den Sachdebatten mit "Einsteiger-Dummies" umgehen. Warum können wir das nicht auch machen ...


    Und ja, ein Galerieforum wäre schon wünschenswert, um fertige Fotos auch themengeordnet einzustellen (auch ohne Kommentar) zu vergleichen und zu diskutieren.


    Als Beispiel sei hier nur die unwürdige Diskussion in Sachen Aldiparkplatzfotografen genannt. Wo sind sie geblieben? Sie wurden erfolgreich vertrieben von Leuten die nie im Leben auch nur ein einzig ansehbares Foto zustandegebracht haben.

    Nö, die Aldiparkplatzfotografen gibt es heute noch ... auch hier im Forum. Sie reden nur nicht so viel, sondern ....


    Schönes Neues!
    Rainer

    Habe nie was anderes behauptet. Muss halt passen, bin ein großer Freund von richtig gestzten Schatten.Grüße

    Jetzt wird es doch so langsam richtig

    Vielen Dank für den wichtigen Hinweis.Da ich mich seit längerem mit dem Thema "Definition einer Skulptur über ihren Schatten" beschäftige werde ich deine Erkenntnisse in meine zukünftige Fotografie einfliesen lassen.
    Grüße

    Jetzt wird es langsam doch noch spannend!
    In den frühen 80er Jahren, als für mich noch nicht klar war, ob ich beruflich in die Fotografie einsteigen sollte, und mit einigen Uni-Freunden nach Amsterdam gekommen bin, sah ich im Rijksmuseum dieses Rembrandt Bild: Nicht sehr gross, unscheinbar in einer Ecke im Museum gehängt, hat es mich umgehauen! Mit diesem Bild als Foto wäre ich durch jede Meisterprüfung gefallen! Und doch ist ALLES richtig gesehen !!!

    Wenn das Licht von Osten kommen würde, würde es auch als Bild nicht mehr so gut funktionieren.


    Das Gebäude auf der linken Seite wäre dann ebenfalls in der Sonne und würde keinen Kontrapunkt zu der sonnenbeschienenen Seitenansicht der Kirche bilden.


    Gruss Sven.

    Bingo!
    Wenn man aus irgendwelchen religösen Gründen die Ostseite im Licht zu fotografieren hätte, müsste man einen anderen Kamerastandpunkt wählen, und bekäme dann ein 08/15 Kirchenfoto, weil die Fluchtperspektive und der Umgebungskontrast weg wären. Kompliment übrigens dafür, dass die Schattenpartien, die bei der Bildaussage wichtig sind, hier wirklich zu sehen sind, und nicht wie hier oft durch Scanfehler versiffen.
    Also auch die Schatten sind bei der Fotografie wichtig!


    Gruesse
    Rainer

    Oho, da hatte ich schon Farbstiche, die waren (analog zumindest) kaum herauszufiltern, weil es komplette Verschiebungen waren (kann auch ein Temperaturproblem gewesen sein). Auch in Photoshop sah das alles sehr krude aus.

    Sogenannte Kipp-Farbstiche sind tatsächlich der Tod des analogen Farblabors. Typisch sind bläuliche Schwärzen und magenta Lichter bei überalterten/-genutzten E-6. Im Photoshop kann man sowas aber (im Prinzip) ausfiltern. Sieht dann mit den sich überkreuzenden Gradationskurven für jede Farbe sehr ungewohnt aus.


    Gruesse
    Rainer

    Muss es eine CCP3 sein?
    Ich habe noch eine gut erhaltene CPA2 mit Lift und diversen Zuhehör als Ersatzgerät, die ich aber wohl nicht mehr brauche....


    Gruesse
    Rainer