Posts by martinf5

    die Erfahrung zeigt doch immer wieder wie unterschiedlich die Herangehensweise sein kann.

    Ich erinnere mich an ein Treffen in dem ein recht "guter" Fotograf über seine Belichtungsmessung dozierte und auf Grund seiner Erfahrung den Film A für sich bevorzugte, ich wollte es ihm gleich tun, besorgte das nötige Equipment und änderte meine Technik der Belichtungsmessung.

    Mit magerem Erfolg und denkbar ungeeignete Ergebnissen verglich ich anhand eines bekannten Motives Film A mit meinem bekannten Film B.

    Ich stellte dabei fest, dass ich mit den vorgeschlagenen Techniken nicht ansatzweise an meine "Negative" kam.

    Irgendwann fragte ich den Fotografen welchen Vergrößerer er hat und wie er das alles auf Papier bringt,

    er antwortete, er habe nicht einen Vergrößerer und er arbeitet auch nicht in der Dunkelkammer.

    Er digitalisiert seine Bilder und druckt diese dann aus, wohlgemerkt, sehr hochwertig.


    Meine Negative müssen zu meiner Dunkelkammertechnik passen und als Nebeneffekt auch unter die digitale.

    Bei den ILFRODs habe ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt und schraube gerne dann auch mal die Gradationsfilter hoch.

    Und trotzdem ist es nicht der "Bildlook" den ich eben beim Fomapan so gerne mag.

    Ich rieche förmlich die Knödel, das Kraut, den Gulasch und das Glas Pilsner wenn ich den Fomapan lade,

    ein bisschen deftig, etwas schmutzig und eher einfach im Gemüt.

    Dennoch habe ich weder Körnigkeit auf 4x5" zu beklagen, oder eine zu steile Kurve.

    Und selbst als 120er oder 35er ist er meine erste Wahl.


    autsch....


    der eine mag Pommes mit Essig, der andere mit Mayo, wieder ein anderer mit Salz


    was dich enttäuschen wird ist die Ungenauigkeit der Herangehensweise


    nimm ein weißes, graues und schwarzes Handtuch bei gutem Tageslicht,

    miss die Belichtung und entwickle,

    wenn grau nicht grau ist, weiß überstrahlt oder schwarz keine Zeichnung hat,

    dann liegt es sicher nicht am Film

    beides, es kommt auf die Situation an,

    dank dem Sekonic Spotmeter kann ich beides


    immer hübsch die Grenzwerte beachten, also Schatten und Lichter ausmessen und entsprechend belichten/entwickeln


    Was meist schief ging war mit der SLR irgendwie Mittenbetont messen,

    super gepasst hat mir seinerzeit die F5 mit Spotmessung


    und heute, nun denn, GF darf dann schon etwas genauer kalkuliert werden

    ok, mach ich ml den Anfang....

    Der Fomapan 100 ist zunächst eine recht günstige Alternative und wenn man ihn versteht liefert er wunderbare Negative.

    Die ILFORDs sind einfacher zu beherrschen, fast würde ich sagen sie sind Mädchen Filme, aber was auch immer das bedeutet,

    man kommt mit ihnen einfacher klar und der Belichtungsspielraum ist gutmütiger.

    Der Foma 100 hat einen eigenen Charakter und erinnert mehr an Film wie an digitales Kontrastwunder.


    Einfach gut das Licht messen, in HC 110 oder Rodinal 1+50 entwickeln und gut ist.

    Ich verwende ihn nun schon seit über 25 Jahren und habe keine Probleme mit ihm gehabt.


    Foma Baryt ist nicht meine Wahl, auch das RC Papier ist bei durch ILFORD MG ersetzt worden.


    Beim Foma habe ich irgendwie das Gefühl es ist weniger Silber in der Suppe und selbst bei Kontaktbögen gefällt mir das ILFORD MG besser,

    ich habe auch beim Foma Baryt schon braune Flecken nach nur wenigen Monaten gesehen, und das bei gut ausgewaschenen Papieren.


    Bei ILFORD gibt es ja auch das Warmton Papier, wenn es nicht so kühl sein sollte.


    Aber, und das wird häufig vergessen, es kommt auch auf den Entwickler an.

    Seit ca. 3 Jahren nehme ich ILFORD Bromophen, und der Bildton passt mir entschieden besser wie der vom ILFORD MG Entwickler.

    eine mit den Augen wahrnehmbare zweidimensionale Abbildung ist immer ein Bild und jeder ist ein Künstler, selbst die Natur.


    Aber, wem nutzt es was?