Posts by jan

    Guten Morgen Armin,


    es handelt sich um eine Linhof Studienkamera 70. Offensichtlich allgemein in leidlichem Zustand, wobei ich von den Bildern auf den Zustand der Schlittenbahnen schließe. Unter der Voraussetzung, daß die Kamera nicht mehr benötigt, als eine gründliche Reinigung und wenig Pflege, schätze ich einen Wert von ca. 450,- bis 550,-€. Damit liegt sie höher als eine T70, ist aber auch seltener zu finden und wegen ihrer kleinen Dimensionen einigermaßen begehrt. Darüber hinaus passen im Gegensatz zu früheren Ausführungen, welche ähnlich schön und klein sind, die bis zuletzt aktuellen 6x9 Objektivplatten. Kritischster Punkt sind die Verriegelungen des Schwenkrahmens aus gediegenem chemischen Werkstoff, volkstümlich auch Plastik genannt. Leider brechen die vier Haken leicht und können vor allem schon seit Jahren nicht mehr ersetzt werden. Zur Reparatur muß dann der ganze Schwenkrahmen gegen die verbesserte Konstruktion der späten 6x9-Technikas ausgetauscht werden. Schlimmstenfalls kann man aber auch ohne diese Verriegelungen leben, wenn man sie ganz demontiert und die 0-Stellung des Schwenkrahmens den 4 Halteschrauben anvertraut, zumal keine Entfernungsmesserkupplung vorhanden ist, welche eine genaue Fixierung der Filmebene bei der Einstellung über Sucher voraussetzt.


    Hoffe ein wenig geholfen zu haben, der genannte Preis ist natürlich nur eine sehr persönliche Einschätzung, aber der Glaube an ebay nimmt m.M.n. auch schon manchmal religiöse Züge an und ist oft von Zufälligkeiten geprägt.


    Gruß und einen Guten Rutsch (ich selbst stehe diesem Wunsch als Autofahrer allerdings etwas kritisch gegenüber :wink: )


    Jan

    Guten Abend Forum,


    ich möchte Euch allen ein frohes, besinnliches und schönes Weihnachtsfest wünschen. Habt ein paar ruhige, vielleicht auch kreative Tage zum Jahresende. Die Winterlandschaft lockt vielleicht den Einen oder Anderen aus dem Labor in die Natur.


    In diesem Sinne auch ein Glückliches 2011 garniert mit vielen guten Bildern und vor allem interessanten Beiträgen.


    Jan

    Moin Johnars,


    ich wäre, was das Mitziehen anbetrifft, gerade bei Eisenbahnphotographie nicht gar so pessimististisch. Da der Weg durch die Geleise millimetergenau auf dem Bild festgelegt ist und somit genau geplant werden kann, ist es durchaus möglich die Kamera auf dem Stativ mitzuschwenken. Habe ich Ende der 70er Jahre mal machen müssen und hat sogar funktioniert. Zusätzliche Verstellungen sind natürlich eher nicht möglich und mir war die Master-Technika mit gekuppeltem 150er Symmar-S aufgrund ihrer massiven Bauweise und damit inneren Stabilität eine große Hilfe.


    Freundliche Grüße


    Jan


    p.s.: Ich vergaß! :oops: Herzlich Willkommen in der Runde Erwin und beste Wünsche, sowohl für den heutigen Advent als auch für Deine photographischen Entscheidungen.

    Guten Morgen Gerd,


    ja, bitte sende mir Deine Kto.-Daten.


    Im Übrigen wünsche ich trotz der wenig schönen Nachricht allgemein einen schönen 4.Advent.


    Freundliche Grüße


    Jan

    Ich bin einigermaßen gebügelt, hatte ich mir doch erhofft, diesen wirklich interessanten Menschen einmal persönlich kennenzulernen. Da wird ja nun wohl nichts mehr draus und ich lerne einmal mehr, daß man nichts Wichtiges in diesem Leben auf die "Lange Bank" schieben sollte. Deshalb muß mir der PN-Verkehr genügen.


    Die Sache mit dem Archiv und seinem photographischen Nachlass halte ich für eine gute, richtige und wichtige Idee, habe aber nur wenig Hoffnung, daß sich eine halbwegs offizielle Stelle in seiner Umgebung findet, die Dasselbe übernimmt. Meine Erfahrung in diesen Dingen ist da leider gegenteilig, denn dafür müsste ein echtes Interesse an diesen Dingen vorhanden sein und das ist leider selten geworden. Da kommt zuerst einmal die Frage nach den Kosten und vor allem: Was bringt es andererseits ein (nicht später, sondern sofort)? Schon die Bereitstellung temperierten Lagerraums ist den Offiziellen meist schon zuviel Aufwand. Am ehesten findet sich vielleicht noch an einer (Fach-)Hochschule mit Fächern über photographisch-technische Anwendungen eine Bereitschaft zur Übernahme?


    An einem "grünen Nachruf" würde ich mich gern beteiligen wollen. Für wichtiger aber halte ich es, in diesem Forum zukünftig in Peters Sinn miteinander umzugehen, unser Wissen miteinander zu teilen und uns vielleicht hin und wieder ihn und vor allem seine stets hilfsbereite Art ins Gedächtnis zurück zu rufen, bevor wieder einmal Breitseiten verschossen werden. Das wäre dann sein Nachlass für uns, wertvoller als alle Archivblätter und Bilder.


    Grüße in die bedröppelte Runde


    Jan

    Hallo Peter,


    nur zur Info, das Aero-Xenotar 2,8/150 ist wohl wirklich nur in sehr wenigen Exemplaren (weniger 50 Stück, laut Schneider) gefertigt worden.


    Freundliche Grüße und einen sonnigen Sonntag, ideal für Landschaftsphotographie, da mal keine Striche am Himmel.


    Wolfgang

    Hallo Peter,


    man muß einen Dummen eben mit der Nase darauf stoßen :oops:


    Ich hatte den Text schlicht überlesen. Dann hat sich meine Frage wohl damit weitgehend erledigt. Mal sehen, ob ich eine solche Kamera mal irgendwo in die Hand bekomme. Mich würde diese "Suchereinrichtung" doch mal interessieren. In der Anwendung wohl ähnliches gab es in den 50ern und 60ern ja auch für Kleinbild, so z.B. von Voigtländer (Kontursucher) wenn ich mich recht entsinne.


    Zunächst noch einmal Danke für den Hinweis!


    Freundliche Grüße


    Jan


    p.s.: das der Kalart-Entfernungsmesser eine zusätzliche Bastelarbeit ist, die nicht ab Fabrik an der Kamera war, sieht aber schon ein Blinder mit Gehhilfe.

    Vielen Dank,


    eure Antworten haben mich zwar noch nicht wirklich weiter gebracht, aber mir zumindest die eine oder ander Information geliefert.


    @Peter, die Bijou 9x12 muß wohl doch einen E-Messer besessen habe, zumindest irgendein Modell, wenn es denn mehrere Modelle davon gegeben haben sollte. Ich habe zumindest mal eine Abbildung davon gesehen. Das Interessante daran war, daß dieser E-Messer gänzlich in dem viereckigen Gehäuse untergebracht war. Die beiden kreisrunden E-Messer-Fenster waren innen in den oberen beiden Ecken des Gehäuses zu sehen, wenn man gerade in das geöffnete Gehäuse schaute. Damit war der Entfernungsmesser nach zuklappen des Gehäuses auch gänzlich geschützt und von außen zumindest von vorn nicht als solcher zu erkennen.


    Aber egal, ich muß mal schauen, ob ich sonst noch irgendwo Informationen auftreibe. Einstweilen meinen Dank an Euch alle.


    Freundliche Grüße


    Jan

    Moin,


    also so richtig erklären kann ich mir den Preis aber nicht. Sicher ist das Objektiv nicht gerade häufig und im vorliegenden Fall wohl aus der allerletzten Serie und besonders schön im Zustand, aber ob das diesen Preis irgendwie rechtfertigt?? Ich würde, glaube ich, nicht einmal den 10ten Teil dafür ausgeben wollen, obschon die Optik grundsätzlich auch recht gut ist, solange man nicht verstellen möchte. Ist nicht eher anzunehmen, daß da jemand an einem hohen Preisniveau dringend interessiert war/ist? Übrigens gab es auch noch ein Aero-Xenotar 2,8/150mm, welches noch einmal etwas anders konstruiert und um einiges größer ausgefallen ist. Das dürfte richtig selten sein.


    Freundliche Grüße


    Jan


    p.s.: welches ist besser: Xenotar 2,8/150 oder Xenotar 3,5/135 und wie verhält sich das Planar 3,5/135 dazu? Hat da jemand Erfahrung? Man könnte auch noch das Heligon 3,9/150 zur Diskussion stellen.

    Guten Morgen Peter,


    vielen Dank für Deine Antwort. Ja, die von Dir aufgeführten links sind mir auch bekannt, ich suchte noch nach mehr Informationen da mir die 9x12 aufgrund des eingebauten und offensichtlich wohl gekuppelte E-Messers interessant schien. Die Kern-Objektive für die BOLEX H16 und H8 sind mir aus eigener, überaus positiver Erfahrung gut bekannt (die Technika-Reihe übrigens auch :D ). Deren Qualität ließ mich auf eine ebensolche bei der BIJOU hoffen. Aber es ist wohl nicht leicht, darüber etwas zu erfahren, obwohl ich hier auf die schweizer Mitforenten einige Hoffnungen gesetzt hatte. Mal schauen, ob noch etwas kommt?!


    Ich wünsche ein angenehmes Wochenende!


    Jan

    Hallo liebe Mitforenten,


    ist jemandem unter Euch, dem die in den 1920er und -30er Jahren von Kern Aarau hergestellte Laufbodenkamera Bijou ein Begriff ist? Die Kamera soll in den Formaten 6x9 und 9x12 gefertigt worden sein. Im Netz habe nicht wesentlich mehr gefunden, als daß sie gebaut wurde. Anscheinend nicht gerade in hohen Stückzahlen, was bei einer hochwertigen Kamera bei entsprechendem Preis auch nicht verwundert. Die Vollmetall-Kamera war anscheinend ausgestattet mit einem Entfernungsmesser, der im Gegensatz zur Technika / MPP / Graflex oben im Gehäuse integriert war und bei zugeklapptem Gehäuse mit abgedeckt wurde.


    Mich würden detallierte Auskünfte über die technischen Details, besonders zur 9x12 Variante, aber auch zur Fertigung/Verkauf interessieren, möglichst auch informative Abbildungen, wenn überhaupt vorhanden.


    Im Vorraus meinen Dank.


    Freundliche Grüße in die Runde


    Jan

    Moin, moin,


    aus meiner Bücherkiste z.B. noch das


    Technika-Handbuch, Herausgeber Nikolaus Karpf, Verlag Großbildtechnik GmbH München, 1976
    zugeschnitten auf die diversen Technika-Modelle, m.M. nicht so ohne weiteres auf andere Laufbodenkameras zu übertragen, da schon sehr modellspezifisch.


    Fotografieren mit Mittel- und Großformat, Sidney Ray, deutsche Übers. Verlag Dr. Wolf Strache, Stuttgart1981
    fast keine Bilder drin, aber sehr informativ für den ersten Einstieg, u. U. bevor man sich so ein Ding zulegt. War seinerzeit mein erstes Buch zu diesem Thema.


    Großformat-Fotografie, Hermann Brix, Boppard 2003, anscheinend im Eigenverlag erschienen.
    Geschrieben von einem engagierten und anspruchsvollen Amateur, ist es m.M.n. ein schönes S/W Bilderbuch mit guten technischen Anleitungen zum Thema, basierend z.T. auf den eigenen Erfahrungen des Herrn Brix. Anscheinend das jüngste Buch auf dem deutschsprachigen Büchermarkt, aber auch schon wieder vergriffen.


    Vielleicht passt Die Kamera/Das Negativ/Das Positiv, also der Reihe von A.Adams selig hier auch mit rein, weil er darin zu einem Großteil seine Arbeitsweisen mit der GF-Kamera beschrieben hat, aber hier hilft wohl nur anschauen um zu entscheiden. Ansonsten: http://www.zvab.de und Suchworte entsprechend eingeben.


    Der Verlag Großbild-Technik hat im Laufe der Jahre auch mehre kleine Hefte zu den Verstellmöglichkeiten der GF-Kameras (zu dieser Zeit noch ganz ohne englische Einsprengungen im Text, man stelle sich vor, das gabs mal :roll: ) herausgebracht, Du solltest mal auf der Linhof-Seite gucken, ich glaube so etwas hat man dort immer noch im Angebot.


    Freundliche Grüße


    Jan

    Moin, moin,


    ich bin bislang so verfahren, daß ich Schrauben (gegebenenfalls ohne Kopf) in die zu schützenden Löcher gedreht und die nicht zu mattierenden Teile abgedeckt habe. Danach habe ich die Teile in einem Betrieb hier in der Nähe zum Glasstrahlen gebracht. Die Oberfläche ist anschließend perfekt, wenn man zuvor mit dem Bearbeiter spricht und durch ein/zwei Probeflächen den Grad der Behandlung abklärt. Man darf die Teile nur anschließend nicht mehr mit den Fingern berühren bevor sie nicht fertig eloxiert sind.


    Gruß Jan

    Hallo Sanchi,


    es gibt da übrigens noch eine recht einfache, aber sehr praktikable Lösung: Beschaffe Dir 2 eingermaßen dicke, rundum geschliffene Glasplatten, so etwa 10 x 10cm und eine zweite mit ca. 15-20cm im Quadrat. Dann klebst Du, z.B. mit etwas Teppichklebeband, Powerstrips o.ä., die kleinere Platte auf einen stabilen Untergrund, z.B. die Grundplatte Deines Reprostatives (aber natürlich so, daß Du sie ohne etwas zu beschädigen wieder herunterbekommst) wenn Du mit der Kamera von oben darauf schauen möchtest. Die Oberseite versiehst Du mit einem nicht zu dicken Fettfilm und legst die große Glasplatte darauf. Damit hast Du einen allseitig verschieb- und vor allem drehbaren Gleittisch, dessen Gängigkeit Du durch die Wahl der Fettviskosität ideal einstellen kannst. Die Glasplatten kannst Du natürlich beliebig in der Größe nach Deinen Belangen variieren und die Oberfläche lässt sich wunderbar sauberhalten. Abbremsen für Zeitaufnahmen kann man den Tisch recht gut mit "englischem Kaugummi" , dauerelastische Dichtmasse aus dem Karosseriebau, mit der man die obere Platte bei Bedarf am Untergrund "festklebt".


    Viel Spaß beim makrophotographieren!


    Gruß Jan

    Quote from "GerdO"


    Anders. Nicht falsch, sondern anders.
    Dann ist es auch nicht abqualifizierend.



    Gerd



    sooo isses!


    Klaus,


    bloß weil das o.A. und so manche andere Ansicht, von der ich hier hin und wieder lesen durfte vielleicht nicht NUR Deine Meinung darstellt, wird diese deshalb nicht zum Faktum. Es wäre schön, wenn Du einsähest, daß andere Leute zum gleichen Thema auch andere Ansichten haben dürfen, diese auch vertreten und damit in ihrem jeweiligen Umfeld gut fahren. Die Tatsache, daß Du umfassende Kenntnisse von photographischen Techniken besitzt und offensichtlich auch (bewundernswerter Weise!) in Deinem Beruf erfolgreich arbeitest, sollte Dich nicht dazu verleiten, Deine Ansichten als allgemein gültige Weisheiten anzusehen. Sie sind lediglich Meinungen, die Du Dir gebildet hast aber Andere aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen nicht mit Dir teilen müssen. Solltest Du dennoch auf diesem, reichlich hohen Roß sitzen wollen - eigentlich glaube ich das nicht von Dir als einem intelligenten Menschen - dann wäre Dein Verhalten als eingebildet, überheblich und arrogant gegenüber Anderen zu bezeichnen.


    ... aber wie gesagt, eigentlich kann ich es mir nicht vorstellen


    Gruß Jan


    Ach übrigens: Beruflich photographieren, das tue ich auch, nur eben in einem ganz anderen Bereich und nicht als Selbstständiger, obschon ich auch ständig & selbst arbeiten muß um an mein Geld zu kommen und ich fühle mich auch nicht als Amateur oder Berufler auf den Schlips getreten, sondern als zivilisiert pluralistisch erzogener Mensch mit gewissen Vorstellungen über den zwischenmenschlichen Umgang.

    Quote from "klausesser"

    Klingt vielleich blöd, wenn ich das sage, aber: Amateure schätzen das meist falsch ein.


    Hallo Klaus,
    hier gebe ich Dir vorbehaltlos recht: Es klingt ausgesprochen blöd. Ist aber glücklicherweise nur Deine ganz persönliche Meinung, mit der Du gewiß niemanden abqualifizieren möchtest.


    Freundliche Grüße


    Jan

    Guten Tag liebe Mitforenten,


    nachdem ich mir so die Argumente durchgelesen habe, möchte ich doch auch noch meinen "Sempf" dazugeben.


    Fernab jeder "Look"-, Qualitäts- und Stildiskussion und über das Für Und Wider der Digitaltechnik spielt für mich, der ich heute an sich garkeine Verwendung mehr für die großformatige Kamera habe, ein ganz anderer Grund die wesentliche Rolle: Das sinnliche Vergnügen, auf der großen Mattscheibe ein Bild langsam zu gestalten, dazu der ruhige Prozess des Verschluß zu - Kassette einschieben - Schieber ziehen - usw., ... eigentlich fängt es bereits mit dem Aufstellen des Stativs an. Es ist für mich einfach ein Akt der Entspannung und der Freude, am ehesten vergleichbar mit Entspannungsmalerei. Dazu kommt die Freude am Umgang mit einer zwar vielleicht unzeitgemäßen aber liebgewordenen und überschaubaren Präzisionstechnik, fern von Hektik und Automatismen und schließlich und endlich ist der Eindruck, den das fertige Großformatdia auf dem Leuchtkasten oder gar in der Projektion auf mich macht, durch keinen noch so guten Bildschirm/Beamer zu übertreffen. Als Amateur - und der bin ich mit meiner GF-Kamera draußen - darf ich so denken und handeln und ich tue es auch mit viel Genuß, völlig unabhängig von der Meinung Anderer. Für mich ist hier auch der Weg das Ziel, ohne unbedingt ausstellungsfähige Bilder produzieren zu müssen. Wenn solche daraus entstehen ... umso schöner, wenn aber nicht .. auch gut.


    Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag


    Jan


    PS.: Ergänzen kann man vielleicht noch, daß es für mich auch bei der Arbeit eine große Rolle spielt, welches Werkzeug ich in der Hand habe, "ob es mir liegt". Wenn ich gerne mit einem solchen Werkzeug arbeite, dann komme ich auch leichter zu Ergebnissen, mit den ich und dann auch mein Auftraggeber zufrieden ist. So gesehen kann ich auch Berufsphotographen verstehen, die ihren alten, vertrauten Techniken anhängen und die Digitaltechnik nur einsetzen, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

    Quote

    "das Grandagon bringt was weniger Laufboden"


    Also Peter, me i n Grandagon-N 4,5/90 zeigt nicht weniger, sondern garkeinen Laufboden im Bild bei 9x12quer. Das Angulon hingegen schon. Ich denke, daß das Auflagemaß dabei auch nicht die entscheidende Rolle spielt, sondern eher die Bauform und -länge. Mein 75er Biogon zeigt auch bei 4x5inch keinerlei Laufboden im Bild, es hängt aber auch bei unendlich schon fast am Vorderrand des Laufbodens (naja, nicht wirklich, aber doch schon sehr weit vorn) und das trotz versenkter Platine.


    Gruß Jan

    Noch kurz ein paar Worte zur Stereobasis:


    Bei Personenaufnahmen würde ich unbedingt eine etwas geringere Basis bevorzugen. Man muß sich bitte vor Augen führen, daß 1. der "mittlere" Augenabstand bei 62,5mm liegt, folglich ein nicht geringer Teil der Menschheit eine geringere Pupillendistanz hat. Daraus folgt, das diesen Menschen eine Personenabbildung, die mit 65mm aufgenommen wurde, bereits mit übertriebener Tiefe erscheint. Bei Gegenständen, die wir aus unserer Erfahrung heraus gut beurteilen können - wie eben z.B. eine Personenabbildung - stört aber eine zu starke Tiefenwirkung mehr, als eine etwas zu schwache. Als Richtwert kann(!) bei Personenabbildungen ungefähr gelten: Aufnahmeabstand/50 = Stereobasis. Ich habe sehr angenehm wirkende Stereobilder auf Märkten und Veranstaltungen gemacht mit nur 18mm Basis.


    Vorausgesetzt, es sind auch unendlich weit entfernte Gegenstande mit im Bild, darf 1/30stel Nächstpunktentfernung als Stereobasis nicht überschritten werden, wenn man projektionsfähige Dias erreichen will. Im Betrachter geht aber einiges mehr.


    Die 65mm Basis wurde bei der Konstruktion von Stereokameras deswegen als Kompromiss genommen, weil sonst "normale" Motive wie z.B. Architektur und Landschaft wiederum schneller verflachen.


    Sollen speziell Personenaufnahmen projiziert werden, kommt noch ein weitere Punkt dazu: Je weiter der Betrachter sich von der Projektionsfläche entfernt, umso stärker(übertriebener) wird die Stereowirkung. Auch dies sollte speziell bei der Personenaufnahme in 3D berücksichtigt werden.


    Ein schönes Wochenende wünscht


    Jan

    Moin Leute,


    Quote

    "Ich habe einmal mit einer Contaflex mit Stereovorsatz fotografiert. Alleine die Rahmung der Dias war eine Tortur."


    Wenn man nur einmal damit photographiert und dann ein paar Dias zu Fuß projektionsfähig rahmen will (stößt schon konstruktionsprinzipbedingt beim Contaflexvorsatz und baugleichen Strahlenteilern auch anderer Hersteller auf ernste Schwierigkeiten), ist das in der Tat so. Will man mehr, gibt es Justiergeräte als Hilfsmittel. Ich rahme damit einen Stereo-KBFilm (18 Paare) projektionsfertig in ca. 30 Minuten, wenn es sein muß auch schneller.


    Projektionsfertig für die 3D-Projektion heißt: Nach 100 Stereodias verlangen die Zuschauer nach einer Zugabe!!! und nicht, daß sie nach 10 Dias wegen Kopf- und Augenunwohlsein fragen, wie lange es noch dauert.


    Quote

    "Ältere Transmissions-Elektronenmikroskope hatten auch eine Stereoeinrichtung."


    Modernere auch: Heißt Goniometertisch, ist i.d.R. ein zu erwerbendes Zubehör und kostet richtig Motten



    Quote

    "Aber noch poppiger siehts aus, wenn man das mit dem Rasterelektronenmikoskop macht."


    Stimmt vorbehaltlos bei perfekten Präparaten. :D


    Gruß Jan