Posts by jan

    Quote from "jan"

    Meinen ganz herzlichen Glückwunsch!!!


    Vielleicht berichtest Du mal mit Bild? Die Rahmen würde ich entweder aus dünnen Furnier- oder Sperrholz herstellen, die originalen Wechselrahmen bestehen daraus, oder nach Zeichnung aus Aluminiumstreifen zusammenkleben/verschrauben (z.B. mit Flüssigaluminium). Ich hätte im schlimmsten Fall auch ein Muster zur Verfügung, stammt zwar nicht von Liesegang, sondern war für einen mit dem AVANTI vergleichbaren LEITZ-Projektor gedacht, aber ich denke, Machart und Größe dürften ziemlich gleich sein.


    Gruß Jan


    Oha, dabei wollte ich nur einen Schreibfehler bereinigen... :oops:

    Meinen ganz herzlichen Glückwunsch!!!


    Vielleicht berichtest Du mal mit Bild? Die Rahmen würde ich entweder aus dünnen Furnier- oder Sperrholz herstellen, die originalen Wechselrahmen bestehen daraus, oder nach Zeichnung aus Aluminiumstreifen zusammenkleben/verschrauben (z.B. mit Flüssigaluminium). Ich hätte im schlimmsten Fall auch ein Muster zur Verfügung, stammt zwar nicht von Liesegang, sondern war für einen mit dem AVANTI vergleichbaren LEITZ-Projektor gedacht, aber ich denke, Machart und Größe dürften ziemlich gleich sein.


    Gruß Jan

    Herzlichen Glückwunsch,


    .... einerseits, andererseits...wieso eigentlich? :D


    Bei einigermaßen korrektem arbeiten muß(!) das einfach funktionieren. Ich habe im Laufe von 14 Jahren wohl einige hundert, wenn nicht sogar über tausend Filme so entwickelt, nachdem ich zuvor über 4 Jahre die originale KODAK-Chemie mit sechs Bädern benutzt habe. Ich habe nie einen Unterschied bemerken müssen. Vorausgesetzt natürlich, die Chemie ist in Ordnung. Ich kann es nur empfehlen, wenn der Platz vorhanden ist und man genügend Durchsatz hat. Eine "ATL" kostet auch nicht mehr die Welt, nur den Stellplatz muß man haben.


    Einen sonnigen "Tag der Arbeit" wünsche ich

    @ Klaus


    Ich spreche nun auch nicht gleich von 3000,- €, daß wäre mir auch viel zuviel. Ich habe meines gebraucht, aber in gutem Zustand für 950,-DM mit 75mm Nivellierkalotte und Sachtler Hydroneiger VIDEO 14II, erwerben können, dazu kam der MANFROTTO Kalottenadapter für meinen LINHOF-Neiger. Ich denke ein Betrag in dieser Größenordnung übersteigt nicht gleich das Budget eines engagierten Amateurs oder gar Professionellen, obschon ich gerne zugestehe, daß dieser Betrag sicherlich ganz besonders günstig war. Wie ich bereits schrieb, wird man auch zunächst ohne den teuren Hydrokopf glücklich, mir ging es ja vor allem auch um das "tragbare" Stativ bei gleichzeitiger unvergleichlicher Stabilität. Stative dieser Art werden übrigens immer wieder einmal in der "NATURFOTO" angeboten. Bei Tierphotographen genießen diese Sttive inzwischen ein gewisses Renomée.


    @ Daniel


    ich hatte keineswegs den Eindruck, daß Du etwas schlecht zu machen versuchst. Wie auch, wenn Du das Teil nicht aus eigener Anschauung kennst. Sieh es Dir aber einmal genau an, wenn Du Gelegenheit dazu hast. Davon abgesehen bin ich heute der festen Überzeugung, daß ein sehr gutes Stativ einen höheren Einfluß auf die Bildqualität hat als ein hochkorrigierter Apochromat. Gedacht habe ich früher aber genauso wie Du, s.o. in meinem ersten Beitrag. Ich sehe die Ausgabe nicht als hinausgeworfen an, aber das schrieb ich ja schon.


    Ich wünsche eine Gute Nacht, der Sonntag war schön aber anstrengender als ein Sonntag eigentlich sein sollte.


    Gruß Jan

    Hallo Daniel,


    was die Vibrationsanfälligkeit anbetrifft, kann ich Dir sagen, daß das von mir angeführte Stativ und seine Verwandten durch seine spezielle Machart trotz ihres geringen Gewichts über jeglichen Zweifel erhaben sind. Ich konnte mir anschauen und ausprobieren, daß eine Arri 535 (komplett mit Kassetten, Film und Akku sicherlich gegen 30kg), montiert mittels eines Segmentneigers auf ein eher "spidderig" aussehendes SACHTLER-Stativ mit in dem Fall allerdings 16mm Carbonrohrbeinen, stand wie auf einen Betonklotz montiert. Dabei mit einem Finger in den Führungen des Segmentneigers ohne jedes ruckeln zu bewegen. Nicht umsonst kosten diese Stative nicht nur Ihr Geld, sondern sind auch in der Filmindustrie heute nicht mehr wegzudenken.


    Gruß Jan

    Hallo Klaus,


    das kann ich so nicht bestätigen, denn ich habe mir zunächst für mein HEILER-Stativ eine Mittelspinne zugelegt - die Bodenspinne ist fürs Gelände nicht wirklich geeignet finde ich - und dann habe ich ja auch den unmittelbaren Vergleich zum Gitzo 3 & compact4. Ich kann Deine Einwände zur Handhabung und auch Höhenverstellung aller 3 Beine nicht bestätigen, vor allem wenn ich die nötige Drehbewegung der Muffen gegenüber dem blitzschnellen arretieren - lösen und wieder arretieren mit Hilfe der Klemmhebel betrachte. Wenn die Stativbeine nur einigermaßen sauber gehalten werden, gleiten sie beim lösen der Klemmung und anheben des Stativs von selber heraus und brauchen in der entsprechenden Position nur wieder geklemmt zu werden. Aber wie dem auch sei, hier wie dort hat ein jeder seine Prioritäten. Meine liegen eben inzwischen eindeutig beim "SACHTLER" o.ä und mein Beitrag an dieser Stelle sollte nicht mehr als eine Anregung sein, sich ein solches Stativ genauer anzusehen, nach Möglichkeit einmal zu leihen um danach eventuell seine Entscheidung zu treffen.


    Gruß Jan

    Moin, moin,


    ich möchte einmal Werbung machen, für eine Lösung, welche ich seit 6 Jahren für die Photographie bevorzuge:


    Cine/Video-Carbonstative sind zwar schon einigermaßen teuer, ich hätte mir füher auch nie vorstellen können, daß ich jemals so viel Geld in ein Stativ stecken könnte. Bis zu dem Moment, wo ich ein Sachtler ENG mit Hydrokopf und wahlweise Adapter für meinen Linhof 3D-Neiger auf die Sachtler Nivellierkalotte mal für ein paar Tage ausleihen konnte.


    Resultat: NIE wieder was anderes, auch wenn es selbst gebraucht eine Stange Geld kostet. Allerdings habe ich selbst aus Kostengründen kein Sachtler-, sondern ein Heiler-Stativ (Sachtler/München und Heiler/Mannheim arbeiteten lange Zeit zusammen, daher sind die Stative recht ähnlich, die Unterschiede liegen vorwiegend in den Köpfen) erworben, auch benötigt man zum photographieren das weitaus teuerste Teil, den Hydroneiger nicht unbedingt, man kommt mit einem Manfrotto-Adapter für den Kugelkopf o.ä. auch recht weit. Aber das Stativ ist bei maximaler Vibrationsfreiheit und gleichzeitig hoher Belastbarkeit vergleichsweise federleicht, jedenfalls im Vergleich zu GITZO, BERLEBACH & Co. Dabei leichter zu verstellen und, wenn man es sauber hält, mit einer Hand zusammenzulegen. Auch sind diese Carbonstative bei Kälte ähnlich angenehm zu handhaben wie Stative aus Holz.


    Mit Hydrokopf gehören die Zeiten, wo einem die Kamera wegkippt, weil man eine Klemmung nicht angezogen hat, der Vergangenheit an. Die schwere 9x12 (oder auch größer) bleibt auch mit 400er Objektiv in der Position stehen, wie man sie losgelassen hat und nur für die eigentlichen Aufnahmen KANN man den Kopf klemmen. Ich besitze seit vielen Jahren GITZO und habe dieses Stativ immer geschätzt, aber seitdem ich ein solches Cine-Stativ mein eigen nenne, bleibt das GITZO i.d.R. zuhause. Es ist ist, so schwer es mir fällt, dies zu sagen, eine vergleichsweise schlechte Alternative. Meine Empfehlung: Sparen und dann etwas vernünftiges kaufen. Ich bereue es nicht, das Geld dafür investiert zu haben.


    Gruß Jan

    Moin Klaus,


    ja natürlich, daß ist auch eine gute Sache wenn Dein Einstellpunkt vorher festliegt, beispielsweise für die berühmten Edgerton´schen Kurzzeitaufnahmen von Gewehrkugeln oder eben auch Deinen Wassertropfen. Bei 2 sich kreuzenden Lichtschranken hast Du darüber hinaus aber noch den Vorteil, daß Du einigermaßen sicher sein kannst, daß Dein Piepmatz zum Beispiel die Kamera nur auslöst, wenn er sich auch im Bildfeld UND in der Schärfeebene befindet und dann hat man in der Tat eine "Schärfefalle", vorausgesetzt natürlich, die Sache ist gut justiert.


    Gruß Jan

    Moin, moin,


    ...naja, Schärfefalle ... früher hieß sowas "Lichtschranke". Wird übrigens u.a. angeboten von Isarfoto Bothe. Zwar im Online-Katalog nicht direkt für die Verwendung an GF-Kameras, wohl aber sicher dafür zu modifizieren, z.B. unter Zuhilfenahme eines ROBOT-Aulösemagneten. Der drückt selbst einen Prontor-Press-Selbstspannerverschluß durch. Wen es interessiert, der könnte sich z.B. die hervorragenden Insekten- und Vogelaufnahmen von Stephen Dalton ( Im Flug gestoppt, Poesie des Augenblicks usw.) und die dafür angewandte Technik anschauen. Er hat zwar im Wesentlichen mit KB und MF gearbeitet, aber die grundsätzliche Technik lässt sich mit einiger Sicherheit auch auf GF adaptieren, und "scharf" in jeder Beziehung sind seine Bilder allemal, ganz ohne Autofocus und CANON-Elektronik.


    Gruß Jan

    Moin Alexander,


    ich habe zwar diesen Vergrößerer auch nicht, aber etwas Erfahrung im Umgang mit Kaltlichtspiegel-Halogenlampen in Projektoren.


    Deine Halogenlampe benötigt ja einen Transformator. Sieh doch einmal nach, auf welche Eingangsspannung dieser eingestellt ist und ob man diese variieren kann (220-230-240V). Es ist heute bei vielen Hausnetzen so, daß diese auf 230V laufen, d.h. Spannungsspitzen können unter Idealbedingungen auch noch ein gutes Stück höher liegen. Frag mal bei einem örtlichen Elektriker nach oder bei den Stadtwerken. Falls dem so sein sollte, bekommt dann Deine Lampe, wenn der Trafo auf 220V eingestellt ist, ständig einige % Überspannung. Bei einer Halogenlampe, die system- bzw. bauartbedingt sowieso an ihrer Leistungsgrenze betrieben wird, ist das stark Lebensdauer fressend. Dann solltest Du den Trafo gegebenenfalls danach einstellen, soweit möglich.


    Übrigens ist ein Betreiben bei tieferer Unterspannung auch nicht sonderlich förderlich, da der durch die in die Lampenfüllung eingebrachten Halogene ausgelöste Kreislauf der sich ablösenden und anlagernden Metallionen erst bei den entsprechenden Betriebstemperaturen in Gang kommt. Dieser Kreislauf ermöglicht den Betrieb der Lampe dauerhaft unter hoher Last ohne daß der Glaskolben beschlägt und der Glühfaden schneller als üblich durchbrennt und ergibt dann auch die gewünschte höhere Farbtemperatur als eine normale Niedervoltglühlampe.


    Die Hinweise meiner Vorredn... nein -schreiber gelten natürlich weitgehend uneingeschränkt.


    Gruß Jan

    Guten Abend Leute,


    also, um mal auf die ursprüngliche Frage zu antworten: ich besitze zu meine Super-Technika V 9x12 ein Xenotar 2,8/150mm, welches recht ansehnliche Ergebnisse auch schon bei geringer Abblendung (2,8-4, 4, 4-5,6) ergibt. In diesem Sinne existierte auch einmal ein ZEISS-Satz mit Biogon 4,5/75mm / Planar 3,5/135mm / Sonnar 5,6/250mm. Vorausgesetzt, daß keine Verstellungen verlangt werden, gewährleisten diese Objektive auch bei relativ weit geöffneter Blende recht ordentliche Bildresultate. Vor allem auch das Planar kenne ich näher und darf sagen das es zu außerordentlichen Leistungen fähig ist. Diese Optiken stammen aus der Zeit der großformatigen Pressekameras und sind deshalb mindestens 30-35 Jahre alt. Leider muß man zumindest bei den ZEISS-Optiken in der Regel eher tief in die Tasche greifen.


    Ob das nun die richtige Ausrüstung für "Schtriet" ist, wage ich ein wenig zu bezweifeln, aber in jedem Fall kann man damit in Verbindung mit Entfernungsmesser und Formgriff, eventuell unter Zuhilfenahme eines Bohnensacks zu guten Ergebnissen aus der Hand kommen, ich habe es des öfteren mit Erfolg so gemacht wenn ein Stativ aus unterschiedlichen Gründen nicht zum Einsatz kommen konnte. Wenn man es recht besieht, war die Laufbodenkamera ja auch ursprünglich mal dafür gedacht.


    Ferner besitze ich z.Zt. ein Xenotar 2,8/100mm (für 6x9) sowie ein Xenotar 2,8/80mm (bis 6x7) in Verbindung mit einer T70, die ich im Moment zur Verfügung habe. Diese Objektive sind, zumindest für anspruchvolle Diaphotographie, durchaus auch bei Offenblende verwendbar. Leider sind offensichtlich Objektive wie einstmals das ERNOSTAR 1,8/100mm für 6x9 in etwas modernerer Form wohl nicht zu bekommen.


    Das größte Problem entsteht wohl eher bei der korrekten Entfernungseinstellung. Die zur Verfügung stehende Tiefenzone, die bei f/2,8 und 150mm scharf abgebildet wird, bedingt eine 100%ige Justage/Parallelität der Standarten und eine stabil gebaute Kamera ohne ausgeschlagene Lager und Schlittenführungen, sonst kann man das Geld für die teuren Planfilme auch unter der Dusche zerreissen.


    Ich meine aber, daß diese etwas andere Art der Gf-Photographie durchaus ihren Reiz hat und einen oder auch mehrere Versuche wert ist.


    Gruß Jan

    Hallo Hans-Jürgen,


    in einer Beziehung kann ich Dich trösten: Immersionöl, ursprünglich Cedernöl wird es seit mehr als 100 Jahren in der Mikroskopie eingesetzt.


    Bei Zeiss in Jena hat man überdies in den 1870er oder 80er Jahren auch mit sogenannten "Flüssiglinsen" unter anderem unter Verwendung von Zimtaldehyd zur Erreichung von hoher chromatischer Korrektur bei Mikroskopobjektiven experimentiert. Zwar wurden die Erwartungen erfüllt, aber genau die Probleme einer dauerhaften Abdichtung ließen u.a. eine Serienfertigung nicht zu.


    Wenn Du Deinen Tubus neu schwarz lackieren möchtest, kann ich Dir aus eigener, unschöner und gerade ein paar Monate zurückliegender Erfahrung nur raten, einen Lack mit Härter zu benutzen, da sonst die Gefahr besteht, daß Du Dir die Oberfläche dieser Lackierung beim anschließenden auslegen der Gravuren mit weißem Lack wieder ruinierst. Eventuell ist eine Verwendung unterschiedlicher Lacke (z.B. Zellulose-Lack und Acryl-Lack) für Oberfläche und Gravurenauslegung möglich, wenn sich die Lacke vertragen. Hier macht nur Versuch klug.


    Gruß Jan


    corpus arteficiosum


    "Jau..." Hach, heimatliche Klänge! :D Ich glaube Du hättst als Wohnort das Ruhrgebiet garnicht erwähnen müssen.

    Moin Hans-Jürgen,


    tu Dir bitte den Gefallen und lasse die Finger von dem Immersionsöl. Der Tipp ist zwar sicherlich gut gemeint und es stimmt auch, daß die optischen Eigenschaften dem Kanadabalsam ähneln, aber Du müsstest die "Kitt"-fläche nach außen hin abdichten, sonst hast Du das Immersionsöl in relativ kurzer Zeit auch dort hängen, wo Du es nicht nur nicht haben möchtest, sondern, wo es auch dem Bild schadet: Außen auf anderen Linsenoberflächen.


    Immersionsöl hat nämlich eine gewisse Kriecheigenschaft. Mikroskopiker, deren (z.T. recht teure) Immersionobjektive vorn undicht geworden sind, können ein leidvolles Lied davon singen. Dazu sind manche Immersionsöle recht gute Lösemittel, lösen also u.U. auch innen im Tubus andere Kittungen oder Lakierungen an.


    Wenn Du Kanadabalsam benutzen möchtest, solltest Du nicht den Kanadabalsam benutzen, der für die Mikroskopie angeboten wird, er ist in Xylol gelöst und schwindet beim eintrocknen. Es gibt ihn (eventuell von MERCK) noch als festes Material, wobei Du die Qualität "optisch klar" und "duktil", nicht "splitterhart", benutzen solltest. Das Harz ist in dicker Schicht gelblich, die hauchdünne Kittschicht wird Dir aber wasserklar erscheinen. Aufbringen kannst Du es als Bröckchen auf eine der Linsenoberflächen, danach beide (Halb-)Linsen vorsichtig erwärmen und dann, nach dem Schmelzen des Balsams zusammenfügen. So aufgebracht schrumpft der Balsam nicht. Du solltest aber vorher einigermaßen üben, speziell das Erwärmen ist nicht einfach, der Balsam darf sich nicht(!) verfärben. Üben könntest Du gut mit einigen kleinen Glasscheiben.


    Solltest Du aber lieber mit gelöster Substanz arbeiten wollen, empfehle ich Dir eher "Malinol", zu erhalten bei "CHROMA". Dieses Eindeckmittel aus der Mikroskopie, ebenfalls in dicker Schicht gelblich, ansonsten glasklar in verarbeitetem Zustand, schwindet fast nicht beim trocknen, ist deshalb sehr beliebt für Kittungen die sehr lange halten müssen. Benötigt aber einige Wochen bis zur restlosen Verfestigung. Soll es nicht solange halten (aber doch schon ein paar wenige Jahre) kannst Du es auch mit "ENTELLAN neu" (das"neu" ist wichtig!) von MERCK versuchen. Dies härtet wesentlich schneller aus, ist wasserklar, verlangt aber auch einige Übung beim verarbeiten, damit die Kittfläche sauber aussieht. Um die Zentrierung brauchst Du Dir bei einer solchen Optik nicht so viele Gedanken machen. Du wirst die beiden Linsen ja nicht halbmillimeterweise gegeneinander verschieben und ein 10tel ist prozentual zum Gesamtdurchmesser der Linsen eher zu vernachlässigen. Du hast ja keinen hochgezüchteten Apochromaten vor Dir und für die korrekte Ausrichtung zueinander hast Du ja schon vorgesorgt.


    Den gereinigten Tubus würde ich an Deiner Stelle aber vielleicht doch zaponieren, da das Messing nach meiner Erfahrung schneller wieder anläuft als einem lieb ist und da Du auf der anderen Seite doch recht viel Arbeit investiert hast ...


    Solltest Du sonst keine Möglichkeit sehen, an solche Kittmittel heranzukommen (fester Kanadabalsam in unterschiedlichen Qualitäten hat man sehr oft zum aufkitten von petrographischen Proben benutzt, sollte also z.B. in einem geologischen Universitätsinstitut zu bekommen sein, mal nachfragen. Du brauchst ja keine Mengen.), kannst Du Dich gerne noch einmal an mich wenden.


    Viel Schbass


    Jan

    Moin, moin,


    Zitat:
    Ich sehe die Technika als so eine Art 4x5-inch-Leica an.


    ..also ich kann das schon nachvollziehen und mit etwas üben klappt das auch. Man braucht auch nicht unbedingt 1600 ASA und es geht oft auch ohne Blitz und auch mit ´nem Bohnensack anstelle eines Stativs, vorausgesetzt die Knipskiste ist in Ordnung, korrekt justiert und hat einigermaßen lichtstarke Optik (z.B. Xenotar 2,8/150mm o.ä.), die man nicht erst auf 22 abblenden muß um scharfe Bilder zu bekommen. Das ist jedenfalls meine positive Erfahrung. Viel Spaß dabei!


    Gruß Jan

    Moin, moin,


    ich habe dieses Problem zwar eher nicht, da ich wie Ralf draußen mit der Technika in der LOWE-Tasche bzw. Rucksack umher renne, aber habt Ihr schon mal an ein Traggestell (Kraxe) gedacht? Da könnte man doch den Kamerakoffer so wie er ist draufschnallen, das Stativ gleich dazu und dann wie einen Rucksack tragen. Jedenfalls habe ich das in früheren (Camping- und Wander-) Zeiten manchmal mit Zargesboxen so gemacht. Die Kamera bliebe geschützt im gewohnten Behältnis und der Tragekomfort war immer ganz beachtlich, fast wie Rucksack.


    Gruß Jan

    neenee Uli,


    Du hast da schon richtig gelesen, denke ich. Die Fresnellscheibe, die mir vorliegt, ist recht fein "beringt" und diese Ringe, also die Linsensegmente, sind ihrerseits mattiert. Das macht die Scharfstellerei ja auch einigermaßen schwierig, wie ich schon schrieb. Ich weiß auch deshalb nicht recht, ob so etwas wirklich erstrebenswert ist. Ich selbst habe über meiner Mattscheibe (die im intern. Rückteil natürlich :P !) die originale Fresnellscheibe von Linhof geklemmt. Ist auch nicht wesentlich weniger hell, lässt sich besser scharfstellen, meine ich und ist durch die Klemmhalterung vor allem auch schnell entfernt, wenn nötig.


    Gruß Jan

    Moin,moin,


    "Und noch ne Frage: gibt es Fresnellinsen, die auch zugleich Mattscheiben sind, und die von der nicht glatten seite matt sind? "


    Ja, gibt es, habe ich auch ... mal geschenkt bekommen und passt, wie ich leider feststellen musste, nicht (!) in mein Linhofrückteil, weil etwas zu klein. Ist in der Tat schön hell und leidlich gut verwendbar (die Scharfeinstellung damit ist nicht so der Brüller, mag aber Gewohnheit sein). Ich konnte sie an einer alten LEITZ Plattenkamera für 9x12 ausprobieren, mit der ich sie auch gemeinsam vor Jahren bekam, aber ich weiß beim besten Willen nicht, wo die herkommt bzw. wer sie hergestellt hat und an den edlen Spender komme ich auch nicht mehr heran.


    So gerne es mir leid tut, aber ich glaube, das war jetzt zwar eine Antwort aber keine Hilfe.


    Gute Nacht
    Jan

    Moin, moin,


    "Ich glaube, das Xenon Gerät sprengt etwas die Dimensionen: "


    ... das glaube ich allerdings auch. Bei aller Liebe: Aus welcher Steckdose im Wohnzimmer sollen denn die 3 - 8000W kommen??! Und aus welchem Portemonaie die täglichen 200,- € Leihgebühr? Schließlich muß ja auch noch angefahren und abgeholt werden.


    Aber mit rumspielen würd´ ich schon mal gerne.


    Gruß Jan

    Moin Leute,


    es hat doch etwas länger gedauert, da ich in den letzten Wochen etwas stark eingespannt war, aber nun will ich mal mein Versprechen einlösen.


    Ich habe ja schon im Dezember, wie bereits berichtet, bei NOBLE angerufen und man hat mir dort versprochen, mir Informationsmaterial zuzusenden. Dies habe ich inzwischen erhalten. Der Brief enthielt ein kurzes, sehr freundliches Anschreiben sowie die Photokopie des seinerzeitigen, zweisprachigen Prospektblattes. Leider ist die Abbildung des Projektors recht duster, es lohnt kaum den Scan. Also werde ich den ohnedies nur kurzen, deutschen Text abschreiben:


    Projektor NOBLUX 4x5


    Der Großbildprojektor NOBLUX 4x5 wurde speziell für die anspruchsvolle Präsentation professioneller Diapositive im Format 4"x 5" (9x12cm) und im Rollfilmformat 6x12cm (5x12cm) entwickelt.


    Der Produktphilosophie der Werke NOBLE entsprechend ist dieser Stehbildwerfer bei praxisgerecht einfachem Aufbau und optimalem Preis-Leistungsverhältnis mit allen Merkmalen für eine optimale Bildwiedergabequalität ausgestattet.


    - Höchste Bildschärfe und Brillanz durch Fachprojektionsobjektive von NOBLAR T und NOBLAR


    - Wechselobjektive für optimale Bildgröße und Projektionsentfernung


    - Hohe Lichtleistung bei maximaler Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung durch eine spezielle Innenreflektor-Halogenlampe und ein optimiertes asphärisches Lichtführungssystem


    - Geräuscharmes Kühlgebläse und Wärmeschutzfilter zum Schutz des Dias vor zu großer Erwärmung


    - Formatgerechte einfache Bedienung


    - Spezialzubehör


    Diese Leistungsmerkmale lassen den Projektor für jeden Panorama- und Großformat-Fachfotografen zum unentbehrlichen Werkzeug zur Präsentation seiner Spitzendias in Studio und Labor werden.


    In der Grundausstattung, mit dem preisgünstigen Standardobjektiv VISIOPLAN, wird er darüber hinaus jeden Liebhaber der Panoramafotografie besonders ansprechen.


    Technische Merkmale:


    - Großbildprojektor für Dias der Nenngrößen 14x14 cm und 7x14 cm
    Nutzformate 4"x5" (9x12 cm) sowie 6x12 cm (5x12 cm)


    - Standardobjektiv VISIOPLAN 4/280mm


    - Halogenlichtwurflampe mit Innenreflektor 230V/500W (115v/500W) Sicherung 4,1A (6,3A) Sockel GY 9,5 Lebensdauer ca. 50 Std.


    - Diawechselschieber für Einzeldiaprojektion, abnehmbar als Wechselstelle


    - 3-linsiges Kondensorsystem mit Asphäre und Wärmeschutzfilter


    - Geräuscharmes Kühlgebläse


    - Sicherheitsthermowächter


    - Schalter für Projektionslampe


    - Höhenverstellung


    - Netzanschluß 220-240V/50Hz oder 110-120V/60Hz, je nach Ausführung


    - Gewicht 12Kg mit Objektiv


    - Abmessungen 650mm x 290mm x 200mm


    Zubehör

    - Koffer


    - Wechselobjektiv NOBLAR T 6,7/360mm mit Zwischentubus


    - Wechselobjektiv NOBLAR T 4/420mm mit Zwischentubus


    - Gläser und Masken für Format 5x12cm und 4"x12"


    - Noblux B70


    - Bildbandführung für Rollfilm mit motorgetriebenem Transport (Anm.: Ich glaube, es ist diese Bildbandführung, welche als B70 bezeichnet wird, obschon 2 getrennte Punkte aufgeführt sind)


    Es folgt noch ein übliches Diagramm zu den Projektionsverhältnissen Bildgröße : Projektionentfernung für die 3 aufgeführten Objektive, aus dem hervorgeht, daß die Mindestprojektorentfernung beim 280er bereits reichlich 2m beträgt und sich dann eine Bildbreite von ca 0,9 - 1,0m ergibt.


    Beigelegt hatte man mir noch einen kompletten Rahmen für 5x12 cm Panoramadias als Muster. Dieser besteht aus zwei ca. 2mm starken Glasplatten im angegebenen Format, an den Kanten sorgfältig geschliffen und alle 4 Ecken 45° abgeschrägt, jeweils einer schwarzen und einer weißen Kartonmaske, sowie 4 selbstklebenden Umrandungsstreifen in grün und weiß für alle 4 Seiten der zusammengefügten Diagläser. Folglich ging die Rahmung in etwa so vor sich, wie sie bis in die 1960er Jahre hinein auch für KB-Dias allgemein üblich wahr, bis dann die bis heute üblichen Kunststoffrahmen auf den Markt kamen. Die Methode ist zwar einfach und sicherlich auch verbesserungswürdig, aber gegebenenfalls auch ohne Werkssupport fortführbar, da man sich Gläser passender Größen, Kartonmasken und Klebestreifen relativ leicht selbst beschaffen könnte.


    Leider hat man sich zur Freigabe der Konstruktionszeichnung nicht durchringen können, wie man mir schrieb. Ob man aber die Pruduktion wieder in Gang bringen kann für eine Auflage von 1-3/12 Dutzend?? Ich selbst kann mir im Augenblick eine solche Investition von vielleicht 2500,- € leider nicht leisten obschon ich stark interessiert wäre. Aber man müsste hat mal nachfragen: Vielleicht kann ja noch ein einzelnes Exemplar aus vorhandenen Teilen zusammengesetzt werden. Manchmal ist so etwas aufgrund eines Ersatzteilüberhangs möglich. Voraussetzung für ein solches Telefonat sollte aber eben auch ein finanzieller Überhang sein, sonst kommt man sich dort veräppelt vor.


    Adresse: KAMERAWERK NOBLE GmbH Dresden-Germany,
    Bismarckstraße 56, D-01257 Dresden, Tel.: 0331/2806-0


    So weit, so schön! Betrachten lässt sich das Gerät übrigens, mehr schlecht als recht weil nur sehr klein gezeigt, in den älteren LINHOF-Gesamtkatalogen aus der Mitte der 1990er Jahre.


    Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag


    Gruß Jan


    Ps.: Ich hoffe, jetzt alle Schreibfehler gefunden zu haben. :oops:

    Moin Uli,


    "Dass Fensterputzmittel, wie oben angedeutet, bei einem Objektiv die Vergütung angefressen haben sollten, kann ich mir nicht vorstellen. Gerade die Standardvergütung aus Magnesiumfluorid gilt als chemisch sehr resistent und auch als mechanisch ziemlich abriebfest."


    Erstens gilt dies im wesentlichen für moderne Vergütungen und die sind nicht selbst sonderlich stabil, sondern werden zusätzlich mit einem im Brechungsindex passenden, schützenden, harten Belag versehen. Zweitens hatte dieses Objektiv, wie ich oben bereits schrieb, ähnlich den angesprochenen Vergrößerungsobjektiven, schon zu Zeiten, in denen ich damit in Berührung kam einige Jahre auf dem Buckel. Hörsaalprojektoren dieser Art stammen meist aus den 1960er Jahren oder sind gar noch älter. Wenn Du in der Erinnerung noch weiter, bis in die 50er Jahre, zurückgehst, wird Dir vielleicht bekannt sein, daß man zu dieser Zeit davor gewarnt hat, vergütete Linsenoberflächen überhaupt anders zu reinigen, als mit einem weichen Marderhaarpinsel und etwas sauberer Druckluft. Ich spreche hierbei nicht(!) von Weichvergütungen, die im Innern optischen Geräts noch bis in die 90er Jahre hier und da angewendet wurden. Viertens sind Industriereinigungsmittel nicht unbedingt mit Haushaltsmitteln zu vergleichen, zumal wenn sie unverdünnt aufgebracht werden. Laß mal nur unverdünnten MEISTER PROPER versehentlich einige Stunden oder gar Tage, so daß er nicht trocknen kann, auf eine, mit einem ungehärteten (Öl-)Lack lackierte (z.B. Möbel-) Oberfläche einwirken. Ein Abbeizer schafft auch nicht wesentlich mehr und MEISTER PROPER ist dann immer noch ein gewöhnliches Haushaltsmittel. Fünftens mag es zwar sein, daß Du Dir etwas nicht vorstellen kannst, aber manchmal gibt es eben Dinge, die über die Vorstellungskraft und Erfahrungen des Einzelnen etwas hinaus gehen.


    @ Steff: Uli hat vergessen zu erwähnen, daß Wasserstoffperoxyd in dieser Konzentration nicht nur die Haut bleicht, sondern auch ganz gut beißt! Und das tut es auch am Auge!! Setze also bitte eine Brille dabei auf! Das Wasserstoffperoxyd oder vielmehr der entweichende, naszierende Sauerstoff oxidiert organische Bestandteile der benetzten Fläche auf und kann dabei ganz gut heiß werden, schäumen und spritzen, vor allem, wenn die leichte Filmdose mit einigen Kubikzentimetern dieser Flüssigkeit umkippt. Sei also bitte etwas vorsichtig damit, ansonsten ist die Empfehlung von der Wirksamkeit her sehr gut.



    Gruß Jan