Posts by jan

    Hallo Steff (wie schreibst Du Dich denn nun?!),


    so ist das, wenn man einander nicht näher kennt. Hätte ich um Deinen Beruf gewusst, hätte ich mir selbstredend diese Ausführungen gespart.


    Mir ist zu den Linsenoberflächen übrigens noch etwas eingefallen. Sind die Flecken scharf begrenzt? Mir ist nämlich mal folgendes untergekommen: Ein großes Hörsaal-Epidiaskop (ist schon ein paar Jahre her) mit senkrecht stehendem Objektiv (Leitz EPIS mit 1:3,5/450mm, also ein ordentlicher Fromtlinsendurchmesser) ist mal nach der Benutzung nicht gleich wieder abgedeckt worden und ein wenig an die Seite, ans Fenster geschoben worden. Dann kam das Universitäts-Boden- und Fensterputzgeschwader und hat beim Fensterputzen mit Putzmittel reichlich rumgesaut, mit dem Ergebnis, das auch die o.a. Optik einiges an Spritzern abbekommen hat, was dann nicht bemerkt oder auch egal war. Jedenfalls sind diese Fensterputzmittelspritzer eingetrocknet und ich habe dann nach einigen Tagen vergeblich versucht, die entstandenen Flecken zu entfernen. Zumindest die Vergütung war an diesen Stellen hinüber. Vielleicht habe auch Deine Objektive da etwas abbekommen, was sie nicht vertragen haben.


    Gruß Jan

    Guten Morgen StePH,


    wenn es Pilzbelag sein sollte, kann man diesen relativ problemlos mit z.B. AJAX-Glasrein beseitigen, hingegen bekommt man Pilzbelag mit den sonst oft in Verbindung mit Optik gern benutzten Reinigungsmitteln Äthanol / Benzin / Xylol / Chloroform eher schlecht bis garnicht weg. Zurück bleibt an den vormals befallenen Stellen meist eine leicht angegriffene Oberfläche, oftmals fehlt aber nur die Vergütung an der Stelle, wo die Pilzhyphe saß. In Abhängigkeit vom prozentualen Anteil der befallenen Linsenoberfläche kann man das aber oft vernachlässigen, der Leistungsverlust durch eine kleinflächige Schädigung der Oberfläche im praktischen Gebrauch dann kaum wahrnehmbar.


    Wenn Du ein solches Glasreinigungsmittel auf wässriger, alkalischer Basis benutzt, ist es sehr wichtig, sparsam damit zu hantieren! Auf keinen Fall sollten Flüssigkeitsreste in die Fassung laufen können. Im Gegensatz zu z.B. Alkohol verdunsten sie von dort nicht gleich und können Schaden anrichten. Zu bedenken ist auch unbedingt, das Alkalien grundsätzlich Gläser angreifen, und die eher weichen optischen Gläser sind da besonders gefährdet. Wenn ich so vorgehe, bringe ich die Flüssigkeit in minimaler Menge mit einem Wattestäbchen auf und habe schon gleich ein zweites, trockenes parat liegen, um die Reste wieder aufzunehmen, sodaß die Glasoberfläche dem nur kurz ausgesetzt ist. Grundsätzlich sollten diese Wattestäbchen so oft gewechselt werden wie möglich und ein polierendes Reiben vermieden werden. Auch setzt man mit dem Wattestäbchen in der Mitte der Linse auf und bewegt sich spriralförmig nach außen. Nie umgekehrt! Fängst Du am Fassungsrand an, besteht immer die Gefahr, daß sich ein hartes Staubkorn (z.B. ein winziges Sandkörnchen), welches sich dort in eine Ecke verkrochen hat, von Dir spiralförmig über die ganze Linseoberfläche gezogen wird und dort seine Spuren hinterlässt. Deshalb die Oberfläche auch vor dem Putzen abblasen.


    So wie Du das Phänomen beschreibst, scheint das aber einen anderen Grund zu haben. Vielleicht solltest Du mal nachforschen, ob die Objektive nicht vielleicht in einem Labor oder in einem Schrank gelegen haben, in dem sich auch Chemikalien befunden haben. Z.B. kenne ich den Effekt, daß über Jahre Gegenstände, die sich in der Umgebung einer Salzsäureflasche befinden, die nicht zusätzlich mit einer Säurekappe verschlossen ist, mit einem hellen, stumpfen Belag beschlagen. Dies, obwohl man die Säureflasche gemeinhin als "dicht" bezeichnen würde. Dieser (Salzsäure-)Belag läßt sich zwar auch abwaschen, aber es ist schon schwieriger, ihn wirklich zu beseitigen und ich weiß nicht, inwieweit optische Oberflächen beschädigt werden.


    Die Blendlamellen sind meist "angelassen", d.h. die Lamellen werden aus dünnem, noch weichem Stahlblech gestanzt, danach geglüht und durch rasches abkühlen gehärtet. Damit sind sie aber spröde und würden leicht brechen. Deshalb folgt noch ein sogenanntes "Anlassen", wodurch sie Ihre Flexibilität zurückerhalten. Die Stahlfolien werden langsam mäßig angewärmt und wieder abgekühlt. Dabei laufen die ehemals blanken Oberflächen gelbbraun bis blau an. Diese Anlass-Farbe gibt dem Fachmann Auskunft über den Zustand des Materials. Um Gleichmäßigkeit im Aussehen zu gewährleisten, werden die Lamellen anschließend oft noch brüniert, d.h. sie werden mit einer Chemikalienkombination behandelt, die dem Stahl eine der beschriebenen Anlass-Farbe gleiche Färbung gleichmäßig verleiht. Ähnliches sieht man z.B. an Gewehrläufen. Diese Färbung ist bei einer Blendenlamelle natürlich willkommen, ist sie doch erstens dunkel, kann zweitens auch normalerweise nicht abbröckeln, da sie ja nicht auf sondern in der Oberfläche sitzt und bietet drittens auch einen gewissen Schutz. Übrigens sprechen Metallurgen bei solchen und anderen Materialoberflächenbehandlungen, die z.T. auch noch tiefer in das Materialgefüge eindringen in der Tat manchmal von einer "Vergütung".


    Gruß Jan

    Moin Hans-Jürgen


    "Lange Vorrede, kurze Frage: Welche Thermometer benutzt ihr?"


    Kurze Antwort: Gescheite Thermometer aus dem Laborhandel, z.B. OMNILAB, sind dann zwar keine ebay-Schnäppchen, taugen aber was und könnten auch reklamiert werden, ist aber noch nie nötig gewesen!


    Gruß Jan

    Moin Steph,


    zugegeben, ich hatte das bislang übersehen.


    Bei aller Liebe, die gezeigten Projektionen sind schon toll, wenngleich nicht ganz das, was ich mit einer Projektion machen möchte. Aber ansonsten schiessen die Dinger sowohl leistungs- wie gewichts- und vor allem wahrscheinlich auch kostenmäßig bei weitem über das hinaus, was ich bei meinen schon sicherlich etwas hochgestochenen Wünschen beabsichtigen würde. Wahrscheinlich benötigt man auch einen 380V Drehstrom-Anschluß oder gar einen eigenen Moppel. Von der Kühlung der Dias, die bei dieser Anwendung sicherlich auch keine Umkehr-Unikate sein dürfen, mal ganz abgesehen. Wahrscheinlich haben diese Dinger ein Kühlgebläse bei dem einem im Saal die Hosenbeine flattern würden.


    Aber eine Anregung zur technischen Problembewältigung ist es schon, deshalb vielen Dank für den nochmaligen Hinweis. Man soll eben gründlich lesen, bevor man den Mund aufmacht.


    Gruß Jan

    Guten Morgen Leute,


    @ Carum


    natürlich sollen die Bilder gut werden, aber das macht bekanntlich nicht der Projektor, sondern der Knipser hinter der Kamera.


    Aber Spaß beiseite, genau dies ist ja der Grund für meinen Wunschgedanken: Eine Projektion, die mindestens Faktor 2 besser ist als MF. Wenn ich bei 6x7 ein Panorama projizieren möchte, gehe ich bei der Verwendung von WESS- oder GEPE- Rahmen von einem Format von ungefähr 2,6 x 6,8 cm aus. Kann ich ein 6x12 cm Dia mit vergleichbarer technischer Ausstattung an die Wand bringen, sollte ein ernstzunehmender Qualitätsvorsprung sichtbar werden. Wie ich das oben beschrieb, habe ich mir das mal vor etlichen Jahren anschauen können und war damals sosehr beindruckt, daß ich das auch machen wollte und gespart und zusammengekratzt habe, bis ich mir eine Master-Technika kaufen konnte. Nur waren damit meine Möglichkeiten erschöpft und meine Projektionstechnik blieb bei MF stehen, was ja zugegebenermaßen auch nicht schlecht ist.


    @ Christoph


    nein, ich will keine Kleinserie auflegen. Vor interessiertem Publikum projizieren aber vielleicht schon. Auch gehen meine Wünsche da doch über das heimische Wohnzimmer hinaus, weil mir meine Erfahrung zeigt, daß - übrigens gilt das auch schon für den Vergleich von KB- und MF-Dias - eine solche Projektion erst dann so richtig zeigt was in den Bildern steckt, wenn man so projiziert wie es bei Dia- und Multivisionsschauen vorgemacht wird. Ich denke da schon an das, was ich selbst anschauen konnte, also so 5-7m Bildbreite. Natürlich nicht nur, aber auch. Erst dann wird der Unterschied in der Leistungsfähigkeit zwischen der Formaten richtig deutlich und hier setzt sich auch eine MF-Projektion bereits ganz erheblich von einer KB-Projektion und natürlich erst recht von einer auch noch so gut und teuer produzierten Beamerprojektion ab. Außerdem möchte ich in der Bildgröße schon etwas über dem liegen, was ich mit einer Großvergrößerung (1 - 1,5m Kantenlänge) so erreichen kann, obwohl dieser Vergleich natürlich hinkt. Übrigens projiziere ich auch im Wohnzimmer nach Möglichkeit auf 2,2m Bildbreite, auch wenn ich dafür mal Tische und Stühle rücken muß.


    Der Grund, warum ein Vergrößerungsobjektiv sich nicht so richtig zur Projektion eignet liegt an zwei anderen Stellen: für eine korrekte Ausleuchtung des Bildfeldes wird die Wendel oder auch der Lichtbogen der Lichtquelle in der Hauptebene (Blendenebene) des Objektivs abgebildet. Die sorgfältige Wahl des Projektionskondensors ist entscheidend für die Größe dieser Abbildung. Diese Abbildungsgröße ist der eigentliche Maßstab für die Lichtstärke meines Projektionsobjektivs. Die Lichtstärke des Objektivs alleine bringt noch nicht die Helligkeit. Andererseits kann der Kondensor noch so groß abbilden, wenn das Objektiv seinerseits nicht die nötige Öffnung bietet, um diese Abbildung weitgehend oder besser zur Gänze aufzunehmen. Also nur das korrekte Zusammenspiel zwischen der Größe der Lichtquelle, Brennweite des Kondensors und Lichtstärke des Objektivs bietet die nötige Helligkeit und deren gleichmäßige Verteilung für eine knackige Projektion.


    Dazu kommt aber noch ein technisches Problem: Da, wo die Wendel der Lichtquelle abgebildet wird, also mitten im Objektiv, konzentriert sich auch eine gehörige Portion Wärmestrahlung. Zwar gilt diese Beleuchtungsanordnung auch für jeden korrekt eingestellten Kondensorvergrößerer, nur ist ein solcher in der Regel weder mit einer solchen Lichtquelle ausgestattet, wie sie für die Projektion nötig ist, noch und vor allem bleibt der Vergrößerer nicht stundenlang eingeschaltet, sodaß sich die Wärmebelastung der Optik in Grenzen hält. Aus diesem Grunde sind Projektionsobjektive zwar eher nicht ganz so hoch korrigiert wie Vergrößerungsobjektive, aber normalerweise aus freistehenden Linsen ohne Kittschichten konstruiert.


    Neben einer leistungsfähigen, aber auch nicht zu lauten Lüftung mit entsprechender Luftleitung zu den neuralgischen Stellen des Projektors ist es erforderlich, Wärmeschutzfilter vor dem Dia anzubringen. Ferner gibt es heute die Möglichkeit, die Kondensoroberflächen mit einer dichroitischen Vergütung zu belegen, welche das sichtbare Licht durchlässt, einen Großteil der Wärmestrahlung jedoch reflektiert. DIA-AV Regina Strube bot das mal auch nachträglich an für einen Preis von ca. 30,- € je Linsenoberfläche. Es ist dies allemal sinnvoll, da für einen Erhalt der nicht ganz billigen GF-Dias die Bildfenstertemperatur 55 - 60°C nicht überschreiten sollte, andereseits zu dicke Wärmeschutzfilter die Farben der Projektion doch recht erheblich ins Cyan verschieben.


    Ihr seht sicher, wenn man da anfängt, sich ernsthafte Gedanken zu machen, wird nach und nach klar, daß man schon einiges an Zeit, Material und auch nicht zuletzt Geld investieren muß um über die o.a. Bastellösung hinaus zu kommen. Auch ohne gleich in eine Kleinserie einzusteigen.


    @ acroell


    Du hast recht, den hatte ich ganz vergessen. Ich hab´ gleich gestern mal bei Noble, Kamerawerk Dresden, angerufen. Eine äußerst liebenswürdige Dame versprach, mir Unterlagen dieses Gerätes zuzusenden, wenn sie denn noch vorhanden seien. Mal sehen, was kommt. Das Gerät wurde in höchstens 40 - 50 Exemplaren gefertigt, bei einem Preis von ca. 4000,- DM. Es hat sich wohl nicht durchgesetzt und wurde schnell wieder aus dem Programm gestrichen. Offensichtlich gibt es doch nicht so viele Spinnerte, die meinen, GF-Projektion sei besser als Beamer (obwohl, Beamer gab´s ja "damals" noch nicht).




    Ich wünsche Euch allen ein schönes Adventwochenende


    Gruß Jan

    Guten Morgen Christoph,


    naja, wenn man ein anderes Gerät zu einem solchen Diaprojektor umstricken möchte, der letztlich wirklich gut und lichtstark projiziert und vor allem dauerhaft problemlos zu benutzen ist, also über eine bloße Guck-mal-es-funktioniert-Bastellösung hinausgeht, wird man schon eine Reihe von Metallarbeiten ausführen müssen, die ich nicht ausführen kann. Schon deshalb nicht, weil mir die Räumlichkeit für eine Metallwerkstatt fehlt.


    Bleiben wir nur bei dem Beispiel Vergrößerer: Dieses Gerät ist normalerweise weder mit einer genügend starken Lichtquelle, noch mit einer entsprechenden Kühlung für das Dia ausgestattet. Hat ein Vergrößerer auch nicht nötig. Es fehlt eine funktionelle und genaue Diaführung und es eignet sich ein Vergrößerungsobjektiv nicht wirklich zur Diaprojektion, also muß ein solches, möglichst hochwertiges Projektionsobjektiv nicht nur beschafft, sondern auch mit einer entsprechenden, mit einer Scharfstellmöglichkeit versehenen Führung ausgestattet werden.


    Über die Rahmen müssen sich ebenfalls Gedanken gemacht werden, obschon ich da bereits Exemplare aus Holz besitze. Diese entsprechen aber nicht meiner Vorstellung eines praktikablen Wechselrahmenprinzips. Also auch hier Neukonstruktion und kleine Serie anfertigen.


    Mir schwebt eben eine Projektionsmöglichkeit vor, welche den Qualitätsvorsprung eines 9x12 Dias auch wirklich auf die großflächige Leinwand bringt. Nicht nur zu eigenen Erbauung, sondern auch zur Vorführung von z.B. großen Landschaftspanoramen (6x12), in die man sich hineinstellen kann und an den Bäumen die Blätter zählen. Es sollte schon eine Lösung sein , die wenigstens den technischen Stand eines guten Schiebeprojektors aus den 1950/60er Jahren, verbunden mit moderner Lichttechnik (z.B. 36V 400W Halogen) besitzt. Ganz klar: Vor allem wenn man eine Projektion vor Publikum realisieren möchte, ist das weder schnell gebastelt noch eine billige Angelegenheit.


    ... und um das ganz klar zu sagen: Ich glaube nicht, daß sich anschließend damit Geld verdienen lässt. Im besten Fall lassen sich mit einem etwaigen Erlös aus öffentlichen Vorführungen die Schmerzen etwas lindern. Darum muß der Spaß nicht nur erdacht werden, es muß ein williger Feinmechaniker gefunden werden, der mit Engagement daran mitarbeitet weil ihm die Sache Spaß bereitet, ohne übliche Stundenlöhne zu fordern. Das ein Solcher nicht alles umsonst machen kann, ist auch klar, aber allein die Beschaffung der Materialien kostet einiges an Geld. Vor allem aber ist wichtig, einen Mann zu finden, der, wenn sich beim arbeiten herausstellt, daß etwas nicht so funktioniert, wie man es erdacht hat, nicht anfängt zu meutern weil er Teile 2-3mal ändern, neu anfertigen soll oder nacharbeiten muß. Sei versichert, so einer ist garnicht einfach zu finden.


    Christoph, gib mir mal gelegentlich Deine emil-Adresse per pN. Ich werde die Zeichnung heraussuchen, scannen und versenden. Wird aber ein paar Tage dauern.


    Gruß Jan

    Moin Wolfgang,


    ja, sowas habe ich schon gesehen, auch in Funktion. Gab es bis in die 1970er Jahre von der Firma LIESEGANG. Danach wurde Anfang der 1980er ein 9x12 Projektor von GÖTSCHMANN vorgestellt, in der Form und Anwendung ähnlich einem Overhead-Projektor, nur qualitativ erheblich besser und entschieden mehr Licht. Beide konnte ich mir damals überhaupt nicht leisten, stand aber mit offenem Mund vor der Projektionswand. Später hätte ich dann kaufen können, aber dann gabs nichts mehr.


    LIESEGANG hatte die Produktion eingestellt und der GÖTSCHMANN ging wohl nie in Serie. Seitdem denke ich über Selbstbau nach. Komponenten wurden inzwischen hinreichend beschafft, aber wie das so ist: Die Zeit fehlt und ein williger Feinmechaniker.


    Es muß allerdings noch einen Hochleistungsprojektor in Produktion für diese Formate geben, sogar als eine Art Magazinprojektor, kombiniert mit einer Starklichtquelle. Zumindest habe ich in den letzten Jahren verschiedentlich Anzeigen darüber gesehen. Momentan überlege ich gerade, wo und suche selbst. Nicht, daß ich jetzt so ein Ding anschaffen möchte, da ist Hauptfrau stark dagegen, weil dann die Familie zum Kaffetrinken nicht am Tisch, sondern am Projektor sitzen müsste, aber interessieren täte es mich schon.


    Von dem ehemaligen LIESEGANG-Projektor besitze ich übrigens sogar so etwas wie eine Konstruktionszeichnung. Wenn also Interesse besteht, sowas selbst zu versuchen würde ich auch eine Kopie `rausrücken.


    Gruß Jan



    o.k., o.k. ich bin mal wieder zu spät dran und hab´meiner Wunschvorstellung freien Lauf gelassen, Tschuldigung!

    Guten Morgen Andreas,


    das ist natürlich ein tolles Angebot, aber es macht ja auch eine Menge Arbeit. Da ich selbst aber auch eine Reihe von Unterlagen besitze, wäre es sinnvoll, zunächst die Titelseiten zu scannen, damit Du Dir nicht mehr Arbeit machst als nötig. Was mich, wenn es Dir möglich ist, jedoch rasend interessieren würde, sind Bilder Deines Gerätes, vor allem des Arbeitstisches und der Zusatzgeräte und Kleinteile. Ich bin halt chronischer Prospekte- und Gerätebildersammler. Außerdem kann ich Dir auf diese Weise vielleicht helfen, die eine oder andere Klarheit zu beseitigen, was die Zuordnung der Teile angeht.


    Übrigens gab es das Panphot I auch in einer späten Version mit Xenon-Hochdrucklampe. Mein eigenes war jedoch Baujahr 1948, wie aus den seinerzeit noch vorhandenen Kaufbelegen hervorging. Herausgebracht hat LEITZ dieses Photomikroskop übrigens im Jahre 1934, ca. 4 Jahre, bevor das im wesentlichen kompatible Forschungsmikroskop Ortholux heraus kam, welches sich dann mit nur leichten Modifikationen als ungemein universell zu verwendendes und auszubauendes Stativ über mehr als 30 Jahre am Markt gehalten hat. Das Panphot war damals der Vorreiter einer ganzen Anzahl ähnlich konzipierter Geräte, welche von mehreren Firmen kurz vor und auch nach dem II. Weltkrieg herausgebracht wurde, so beispielsweise das Ultraphot I von ZEISS Jena. Alle mit Kameras in Formaten 9x12 bis hin zu 18x24. Das Ultraphot I war aber auch 1939 schon wahlweise mit einer CONTAX Kleinbildkamera oder auch einer MOVIKON 16mm Kinokamera auszurüsten. Das Panphot gab es übrigens auch in sehr seltenen inversen Version.


    Großbildtechnik hielt sich übrigens in der wissenschaftlichen Mikrophotographie im Bereich der Metallurgie noch bis in die neunziger Jahre. Dann erst hat auch hier die Computertechnik mit ihren großen morphometrischen Auswertemöglichkeiten die konventionelle Auswertung der Negative auf dem Leuchtkasten verdrängt. In der Biologie/Medizin hat schon in den 1970ger Jahren mehr als 80% der Mikrophotographie auf KB stattgefunden.


    Aber ich gerate ins labern, vielleicht interessiert Dich das auch alles garnicht und Du möchtest eingentlich nur photographieren. Also viel Spaß damit.


    Gruß Jan

    Guten Morgen Andreas,


    so wie Du das Gerät beschreibst, ist es wohl das vollständigste Exemplar, von dem ich bislang gehört habe. Toll ist vor allem auch der Holztisch. Er ist recht selten, wahrscheinlich wurde er oftmals entsorgt.


    Die Bogenlampe ist eine etwas zweischneidige Angelegenheit. Einerseits ist eine Gleichstrom-Bogenlampe (Du bräuchtest also für 220/240 V Wechselstrom einen Gleichrichter und entweder vorher einen Trafo und/oder hinterher einen Vorwiderstand, eine Wechselstrom-Bogenlampe ist ineffektiv) wohl die beste Lichtquelle für die Mikroskopie, die man sich wünschen kann. Einerseits hat sie einen homogenen, kreisrunden Brennfleck (Krater) von 2-3mm Durchmesser mit tageslichtähnlicher Farbtemperatur, gerade so groß, das man damit sehr gut alle Beleuchtungsaperturen auch im Dunkelfeld ausleuchten kann. Die Energie der Lampe deckt recht problemlos alle Anforderungen lichtzehrender Verfahren ab. Aus dem weitgehend spitzen- und linienfreien Kontinuum kann man sich von UV bis Infrarot praktisch alle Wellenlängen herausschneiden, die man für sein jeweilig angewendetes Beleuchtungsverfahren benötigt. Andererseits produziert vor allem eine anstelle von Reinkohlen mit Dochtkohlen betriebene Lampe nitrose Gase, welche im Zimmer nicht unbedingt der Gesundheit zuträglich sind. Du solltest also mindestens für gute Lüftung sorgen oder besser für eine Absaugung. Die kann man aus einem vollflexiblen Schlauch wie er für eine Dunstabzugshaube benutzt wird und einem alten, aber leistungfähigen Haarföhn bauen. Das hat ein Bekannter von mir vor Jahren mit gutem Erfolg so gemacht. Allerdings wird man wohl auf Dauer Probleme mit der Beschaffung von Kohlen bekommen, es sei denn, Du hast auch da einen Vorrat mitbekommen. Ich will Dir da nichts aufschwatzen, aber im Fall, das Du unbedingt damit experimentieren möchtest, aber keine Kohlen bekommen kannst, ich habe noch ein paar unangebrochene Pakete Reinkohlen und auch Dochtkohlen, speziell für die Mikroskopie.


    Ein Umbau auf 12v/100W Halogen ist nicht so eine große Schwierigkeit. Es gab sogar mal eine spezielle Adapterplatte, welche man mit Hilfe der 3 Befestigungsschrauben, die jetzt die gesamte Wechselbeleuchtung seitlich am Stativ halten, befestigen konnte. Diese trug das für die moderneren LEITZ-Lampen übliche Wechselbajonett, an welches dann die Niedervolt- oder Halogenbeleuchtungen oder auch wiederum ein Spiegelhaus zur Verwendung von 2 - 3 unterschiedlichen Lichtquellen angesetzt werden konnten. Wenn Du möchtest, könnte ich Dir die Platte aus dem Kopf - leider habe ich sie damals mit fortgegeben - skizzieren. Einen solchen Bajonettring sollte ich noch irgendwo haben und ich meine auch, noch ein oder zwei Niedervolt- Lampenhäuser in meinem Fundus zu besitzen. Ich müsste halt etwas auf dem Dachboden Kartons durchsuchen. Aber vielleicht reicht ja auch erst einmal die angebaute 30W Niedervoltbeleuchtung. Birnen sind meines Wissens über LEICA Microsystems, Bensheim, noch zu bekommen, wenngleich sie einigermaßen teuer sein dürften. Ich brauche diese Birnen auch noch ab und zu, aber mein letzter Kauf liegt einige Jahre zurück, da sie andereseits auch lange halten. Ein Problem beim Betrieb einer 100W Leuchte könnte für Dich die Stromversorgung werden. Du brauchst immerhin einen Trafo der dauerhaft 8 - 10A liefert und das möglichst als Stelltransformator. Allerdings gibt es heute auch elektronische Varianten.


    Im Ganzen einen tolle Sache, nochmals meinen herzlichen Glückwunsch


    Einen schönen Freitag wünscht


    Jan

    Lieber Andreas,


    auch die Leicaphotographen hat der liebe Gott geschaffen und wie bei jeder Produktion gibt´s zwar auch hier das eine oder andere Ausschußexemplar aber in der Mehrzahl sind die ganz vernünftig.


    Aber zum Panphot: Herzlich Willkommen im Kreise der GF- und MF- Mikrophotographen, eine aussterbende Spezies, die am guten Bild interessiert ist. Mit "digital" ist nicht nur alles viiiel besser, man kann auch mehr herumspielen mit den Dateien, das Bild als solches ist dann nicht so interessant. (Ich bitte um Entschuldigung, aber ich habe da so meine Erfahrungen mit den Argumenten...)


    Welches Modell hast Du denn? Das schwarze I mit Bogenlampe oder schon das hammerschlaggrau lackierte IIer. Ich weiß nicht, wann der Wechsel stattfand, 1952 erscheint mir aber eher ein wenig zu früh. Ich besitze seit 16 Jahren ein graues, davor hatte ich ein Panphot I, welches ich dann gegen mein jetziges tauschen konnte. Beides tolle Geräte, nur ist das graue etwas ergonomischer und zweitens kompatibel mit dem geradezu unendlichen Zubehörprogramm des Ortholux und seiner Nachfolger. Interessieren würde mich, welches Zubehör Du jetzt Dein eigen nennst. Ist es für Durchlicht oder auch für Auflicht ausgerüstet oder gar eine Pol-Ausführung. Ist vielleicht gar eine Mehrstrahl- oder 2-Strahl-Interferenzeinrichtung dabei? Die verspräche nämlich tolle Bilder. Aber auch ohne diese denke ich, Du wirst viel Freude damit haben und manche Stunde das photographieren vergessen vor lauter schauen und Schwelgen in einer Welt, die man sonst nicht sieht.


    Kurz, wenn ich Dir da irgendwie helfen kann, mit Rat oder auch mit Literatur, es wäre mir eine Freude.


    Gruß Jan

    Moin Leute,


    mich täte schon mal interessieren, ob einer von Euch zufriedenstellend mit einer Grafmatic-Kassette arbeitet?! Wie ich schon mal schrieb, habe ich vor Jahren mal eine (gebraucht) teuer erworben, hatte aber durch die Bank Lichteinfall auf den Filmen. Ich habe versucht, sie reparieren zu lassen (kostete nochmal einiges an Geld), was aber nichts brachte. Zum Schluß ist sie dann den Weg alles Vergänglichen gegangen. Aber es ist eben doch der Gedanke sehr reizvoll, zum Beispiel bei einer Portrait-Serie oder im Flugzeug bei ohnehin beschrängtem Platz nahezu so schnell zu sein wie mit einer Rollfilmkassette. Wie sind Eure Erfahrungen?


    Gruß Jan

    Moin CP,


    ich habe da einen recht einfachen Vorschlag:


    Nimm den Standartenrahmen einer SINAR P, aber ohne den Triebkasten für die Verstellungen und die Bankbefestigung. In diesen Rahmen kannst Du ein SINAR-Rückteil einsetzen, welches Dir den Ansatz aller bekannten Filmträger im Hoch-oder Querformat ermöglicht. In die Vorderseite setzt Du eine SINAR-Objektivplatine, deren Bohrung Du so groß ausführst, daß Du dort einen Schneckengang mit einem Objektiv Deiner Wahl anbauen kannst. Als Schnecke empfiehlt sich übrigens der variable Zwischenring der 6x7Pentax. Bringst Du das Loch mit einer gewissen Hochverstellung an, wie z.B. bei der LINHOF 6x12PC vorgemacht, kannst Du, bedingt dadurch, daß die SINAR-Platine quadratisch ist, Hoch-, Tief- und Seitenverstellungen vornehmen, ganz nach Wunsch und mit einfachem Umstecken der Platine. Da der Rahmen dreiseitig eine T-Nut besitzt, kann dort nach Belieben ein Sucher und/oder Zubehörschuh angebracht werden. Seitlich ist relativ leicht z.B. die Befestigungsschiene für den LINHOF-Handgriff angebracht. Die einzige, etwas aufwendigere Bastelei ist die stabile, gute Anfertigung einer Stativbefestigung.


    Wenn Du Dir das genau ansiehst, hat die ganze Kamera eine große Ähnlichkeit mit einer TECHNAR bzw. SINAR Handy. Mit der nötigen feinmechanischen Werstatt im Rücken lassen sich natürlich die Einzelteile entsprechend modifizieren oder auch komplett anfertigen. Zum Beispiel könnte ein X/Y-Trieb aus der Mikroskopietechnik ein stufenloses verstellen ermöglichen. Ist nicht zuletzt eine Frage des Aufwandes, den man treiben möchte und des Geldes, was man investieren kann. Ein Feinmechaniker, wenn man ihn korrekt bezahlen muß, ist eine ganz schön teure Angelegenheit, während man die Mehrzahl der o.a. Einzelteile gebraucht bekommen kann.


    Gruß Jan

    Hömma dschustra,


    nu mach ein´n ma nicht älter als nötich, fon 60 binnich nochn bissken wech. Aber et stimmpt schon, wat vanümpftiget wa dat damals auch schon.


    Gruß Jan (Heidjer, wie geschrieben, mit ruhrpott´schem Migrationshintergrund)




    @ Jürgen
    Richtich, datt is auch maine Mainunk, obwohl, den Baanack die klaine Knippskiste is aunich fon schlechte Eltern.

    Moin Marco,


    ja bin ich, da ich mich durchaus mit dem Gedanken trage, an diesem Kurs vielleicht im nächsten Jahr mal teilzunehmen, wenn es sich lohnt, was aus Euren positiven Kritiken ja so herauszulesen ist!


    Danke schon mal für das Angebot. Wir müssten nur noch klären, wie man in Deine Niederschriften Einsicht nehmen könnte.


    Gruß Jan

    Lieber Thomas,


    ich wiederspreche Dir nur ungern, aber ich behaupte, daß ein solcher Schmetterlingsflügel als Motiv durchaus ein gestochen scharfes Bild ergeben kann, vorausgesetzt, ich setze die vorhandene Technik fachgerecht ein. Denn was bitte macht einen gestochenen Bildeindruck aus? Es ist die Tatsache, daß man bei genauer Betrachtung des Bildes, eventuell mit einer Lupe, zusätzliche Information gewinnen kann. Etwa in der Art, wie ich auf einer Landschaftsaufnahme bei einem Baum mit der Lupe die Blätter zählen kann. Eine gute Kontrastleistung tut subjektiv ein übriges.


    Der Schmetterlingsflügel verfügt durchaus über einen solchen Detailreichtum, sieh ihn Dir mal mit der Lupe oder gar einem Mikroskop an. Von einer detaillosen " Leervergrößerung" kann dann gar keine Rede sein. Das Motiv gibt es also schon her; wenn Du es in Deinem Bild nicht wiederfindest, liegen die Grenzen also nicht beim Motiv, sondern bei den Gerätschaften und deren Handhabung und nicht zuletzt auch beim leider begrenzten Auflösungsvernögen des Films, insbesondere des Farbfilms.


    Ich sehe durchaus, daß sich Euere eigentliche Diskussion auf einer anderen Ebene abspielt und möchte mich da sonst auch nicht noch einmal einmischen, dies deshalb nur als technischer Hinweis. Ansonsten siehe bitte meinen Beitrag oben.


    Eine gute Nacht wünscht Euch


    Jan

    Moin Stephan,


    nein, benutzt habe ich die noch nie, aber auf der Photokina `92 dran rumgedreht. Dort stand diese Kamera, aus Holz, auf großem Holzstativ, sorgfältig grau metallic lackiert und sah aus wie eine Kamera aus restlos vergangenen Zeiten. Man hat mir auf meine Nachfrage hin glaubhaft versichert, daß (damals!) die Kamera durchaus gebaut würde und jederzeit zu erwerben sei. Über den Preis kann ich nichts mehr sagen, aber ich glaube, noch das damals ausgehändigte Prospektblättchen zu besitzen. Bei Interesse könnte ich es suchen, scannen und versenden.


    Gruß Jan

    Zitat:
    "Also bevor ich Tauwasser vom Kühlschrank filtere und mir dann Pilzsporen oder Bakterien einschleppe ..."


    Lieber Ralf,


    genau deshalb sollst Du filtrieren! Porengröße 1Mikrometer idealerweise, das schafft auch das letzte Bakterium. Aber, --- bilden wir uns bloß keine Schwachheiten ein. In der Umgebungsluft schwirrt ohnehin soviel davon herum, daß auch im A.dest., ein offener Behälter und die richtigen Temperaturen vorausgesetzt, sich in durchaus überschaubaren Zeiträumen einiges tummelt. Glaube mir, ich weiß, wovon ich da spreche. Aber Tim hat absolut recht, ein Ionenaustauscher in der Wasserleitung ist das einzig Wahre und bewährt sich beileibe nicht nur fürs Fotolabor.



    @ Thilo ... aber nur wenn Du einen mit Umlufttrocknung hast und auch dann solltest Du nicht auf die Filtration verzichten, hier sind nämlich Fusseln die ständigen Begleiterund die haben auf dem Hochglanz dann auch nicht wirklich was zu suchen.



    Gruß Jan

    Hallo Hako,


    wenn Du in Münster wohnst, hast Du auch `ne Uni mit ihren Forschungslabors in der Nähe. Versuch doch da mal, eine Verbindung zu knüpfen. Meist arbeiten dort nette Menschen und diese Labors benötigen zumeist entmineralisiertes Wasser, manchmal sogar Kubikmeterweise für ihre Laborspülmaschinen. Einfach mal anfragen, vielleicht hast Du Glück und es findet sich ein Weg über die Kaffeekasse oder so.


    Gruß Jan

    Moin, Moin,


    das ist nach meiner Erfahrung entschieden zu heiß. Wenn Du ohnehin Zeit zum Lufttrocknen hast, kannst Du auch perfekten Hochglanz erreichen, indem Du Dein Bild auf eine (sehr saubere und kratzerfreie) Glasplatte aufquetscht. Nicht zu stark drücken beim aufquetschen! Anschließend die Platte vom überschüssigen Wasser befreien und einigermaßen senkrecht an die Zimmerwand stellen. Wenn die Bilder trocken sind, fallen sie dann ab. Ich habe aber vor allem immer die Bilder zuletzt, also nach der eigentlichen Wässerung noch einmal ein paar Minuten in A.dest. gebadet, um Stippen im Hochglanz zu vermeiden. Der im normalen Leistungswasser meist enthaltene Kalk bleibt sonst nach dem verdampfen des Wassers zwangläufig auf dem Hochglanz zurück. Ein kleiner Spritzer Netzmittel (TWEEN o.ä.) dort hinein ist sicher von Vorteil, auch um die Bildoberfläche leichter von kleinen Luftbläschen zu befreien, die sich während der Wässerung dort angesetzt haben. So habe ich das gemacht, bevor ich eine Trockenpresse hatte. Ist aber auch nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern mir schon von erfahreneren Laboranten beigebracht worden.


    Gruß Jan


    Übrigens: Destilliertes Wasser findet sich unter anderem im Auffangbehälter für das Tauwasser eines Kühlschranks mit Gefrierfach in nennenswerter Menge. Für diese Zwecke muß es allerdings unbedingt noch einmal gefiltert werden.