Posts by jan

    Hallo CP,


    ich kann Dich da gänzlich beruhigen, der Ausspruch mit den Prospekten war der, mit dem ich meinerseits den Stapel in den Kofferraum gelegt bekam. Ich habe das wohl etwas mißverständlich ausgedrückt. Als chronischem Prospekte- und Betriebsanleitungen-Sammler werde ich doch nicht alte LINHOF-, ZEISS-, LEITZ- und andere Fotokataloge wegwerfen, selbst wenn ich sie doppelt habe. Habe ich schon mal gemacht, weil ich lange nicht `reingesehen habe und mich dann schon 4 Wochen später höllisch geärgert. Kommt nicht wieder vor! Allerdings muß ich auch inzwischen mal eine Auswahl treffen, sonst wird es einfach zu viel.


    Zur STV 9x12 und Biogon 4,5/75mm: das Objektiv ist recht langgestreckt gebaut und deshalb liegt auch bei Stellung unendl. die Frontlinse so weit vorn über dem Laufboden, daß auch im Hochformat gerade eben keine Vignettierung erfolgt. Dabei befinden sich die hintersten Fassungsteile etwa 35mm (+-) vor der Filmebene. Die hintere Fassung ist zwar auch noch ein Trum, aber doch so schlank, daß sie eine Hochverstellung bis etwa 24mm erlaubt, was mir, der ich selten Architektur fotografiere, bei weitem reicht. Wenn ich das möchte, greife ich zur Kardan-Bi mit WW-Balgen und habe dann alles was man dafür braucht. Im Hochformat ist sowieso bei etwa 14mm Schluß, weil dann der Bildkreis bei 9x12 ausgereizt ist. Eine 6x12 Techno-Rollex würde da noch etwas mehr erlauben. Auch dort bin ich aber, bedingt durch meine fotografischen Vorlieben, bislang eher selten an die Grenzen gestoßen.


    Klar, ich habe da einen guten Bekannten, der sich fast ausschließlich mit Architektur beschäftigt (ein großer Becher-Freund. Nein, trinken tut er nicht!) Dem reichte nicht nur die Master-Technika nicht, sondern auch seine SINARp2 war nicht genug. Er hat sich dann mit SINAR-Einzelteilen und unter Mithilfe eines Feinmechanikers seine 6x12 SuperWW-Kamera für minimal 38mm Brennweite und gleichzeitig großem Verstellweg selbst gebaut. So hat eben jeder seine Motive und auch seine Probleme damit.


    @ Jürgen,
    danke für die Information, da es gibt offensichtlich mehr als nur Lichtblicke im Servicebereich, wenn so alte Kameras wieder gut hergerichtet werden. Anderswo würde man sie vielleicht kaputtreparieren. Schließlich soll der Kunde ja oftmals möglichst schnell ein Neugerät kaufen und der "Kunden"dienst wird als bilanztechnisch als Belastung empfunden. Halten wir uns den Mann und seine Firma möglichst warm!


    Nur bei der Sache mit den Weitwinkelobjektiven habe ich nicht ganz durch Deine Formulierung geblickt. Wenn Du dies noch einmal erklären könntest?


    Euch beiden vielen Dank!


    Jan

    Moin Jürgen,


    ich war schon etwas früher da, während der Lehre 1977. Der Herr Schoen hieß damals noch Karpf-Hecht (den zweiten Namensteil hatte er in der Firma bekommen, zur Unterscheidung zu seinem damaligen Chef, wie er uns erzählte) und den Kostenteil übernahm mein Lehrbetrieb, aber ich hatte auch damals nicht das Gefühl, daß der weite Weg aus dem Norden in das Land des Franz-Josef Strauß und das Geld umsonst investiert waren. Abgesehen davon habe ich unsere Aufnahme im Hause LINHOF sehr angenehm in Erinnerung. Ich war schon drauf und dran, dies gelegentlich mal zu wiederholen, zumal ihr alle hier im Forum meine GF - Begeisterung wieder ganz ordentlich angeheizt habt. Es scheint sich ja zu lohnen.


    Grüße aus einer verregneten Heide


    Jan

    Moin CP,


    ja, ich denke ich werde in den nächsten Tagen/Wochen doch erstmal ein wenig mit der T70 fotografieren um mir letztlich ein Urteil zu erlauben. Übrigens, irgendwelche höheren Mächte scheint es schon im Fotografenhimmel zu geben: Gestern bin ich bei Bekannten zu Besuch gewesen und habe einen ganzen Stapel alter Foto- und Filmkataloge bekommen (Willste die haben, sonst gehen sie in den Müll?!). Siehe da, bei der Durchsicht des Stapels leuchtet mir eine nahezu unversehrte Originalbetriebsanleitung für eine T70 entgegen, nebst anderen Unterlagen zu Linhof-Kameras. Dies Problem hat sich also erledigt.


    Ich habe, nachgeschaut aber die Seriennummer enthält kein "B", sondern lediglich die Ziffernfolge ohne irgendwelche beigefügten Buchstaben. Sollte aber trotzdem für das BIOGON gedacht sein, denn der Vorbesitzer hat dieses Objektiv mal besessen. Ich selbst habe das Biogon 4,5/75mm. Ich halte die geforderten Preise zwar für hoch, aber bei der Leistung dieser Optik durchaus nicht überzogen. Denn es braucht sich auch heute nicht hinter moderner Optik zu verstecken. Es ist keinesfalls schlechter als mein Super-Angulon 5,6/75mm und auch mein Grandagon-N 4,5/90mm ist nicht wirklich besser. Allerdings bietet das 75er Biogon auch bei 9x12 noch einiges an Verstellmöglichkeit, was das 53er offensichtlich nicht mitbringt. Dazu wird es aufgrund seiner Bauweise so in die Technika gesetzt, das es trotz seines Bildwinkels nicht nötig ist, den Laufboden abzuzklappen und die Hochverstellung der ST V auch ohne aufklappbares Gehäuse hinreichend zu nutzen. Ich will aber nicht abstreiten, daß die Kontrastleistung aufgrund der heutigen, stark verbesserten Vergütungen bei moderner Optik ein gutes Stück besser ist und wenn man ganz aktuelle Optik zum Vergleich heran zieht, wird man sicherlich auch noch weitere Unterschiede sehen, nur haben diese Objektive dann auch ein entsprechendes preisliches Niveau. Dazu kommt - auch bei mir - die emotionelle Begeisterung, ein Objektiv überhaupt zu besitzen, was einmal absolute Spitzenklasse war, heute noch hervorragend ist und von welchem ich, als es in Produktion war und ich fotobegeisterter Schüler, nicht einmal zu träumen wagte. Ich weiß, es ist ein wenig meschugge, aber ich würde, wenn ich bei dieser T70 bleiben sollte, sicherlich irgendwann auch das 53er anstreben.


    Die 6x7 Dias sind in der Tat für die Projektion gedacht, wie auch diejenigen, die schon bisher mit der Super-Rollex an anderen Kameras angefertigt habe. Allerdings ist das dann Hobby, wofür ja die T70 auch gedacht wäre. Für mich geht letztlich eben nichts über eine technisch perfekte, wirklich große Diaprojektion, die den Betrachter möglichst umhaut und bleibende Eindrücke hinterlässt. Schöner wäre natürlich eine gute Projektion in 9x12, aber ich glaube inzwischen, daß mein Plan, mal einen richtigen Projektor dafür selbst zu bauen, aus zeitlichen Gründen in diesem Leben auf der Strecke bleiben wird. Aber man muß ja nicht alles haben und machen.


    Ich habe vorhin mal kurz in das Linhof-Forum geschaut: In der Tat sind bekannte Namen darunter. Ich wusste garnicht, daß LINHOF auf dem Weg ist, sich zu einer zweiten Firma LEITZ zu entwickeln. Ist aber eigentlich auch nicht verwunderlich bei der von denen über lange Jahrzehnte gefertigen Feinwerktechnik. Das ganze Programm lädt schon zum sammeln ein. Es hat allerdings den Nachteil, daß man nur eine 13x18 Technika dort unterbringt wo der LEICA-Sammler 5 Leicas hinstellt. Ich werde mich dort auch mal einschreiben damit dort die Anzahl der LINHOF-Verrückten steigen möge.


    @ alle anderen
    vielen Dank für Auskünfte und Kommentare zum Thema. Ich würde mich über weiteres freuen.


    Gruß Jan

    Moin,


    entschuldigt, daß ich mich in eure Diskussion so ungefragt einmische, aber ich möchte gerne etwas zur Klärung der Begriffe beitragen. In meinem fotografischen Arbeitsbereich hat man sich, völlig unabhängig vom Aufnahmeformat, folgendermaßen geeinigt ohne daraus eine Norm machen zu wollen:


    Maßstab 1:1 - 1:10 = Nahaufnahme
    Maßstab 1:1 - 30:1 / 40:1 (Bereich einstufiger, vergrößerter Abbildung auf dem Negativ/Sensor, mit Hilfe von Lupenobjektiven erreichbar) = Macro- oder auch Lupenaufnahme
    Darüber liegende Vergrößerungen, mit zweistufiger (Objektiv-Projektiv) Technik = Microaufnahme. Bei normaler Lichtoptik bis max. 1500x in der Endvergrößerung sinnvoll.


    Dies ist durch die aktuell interessante Aufnahmetechnik mit Hilfe des Rasterelektronenmikroskops allerdings etwas durcheinandergebracht worden, denn damit sind durchaus auch Abbildungen in sehr niedrigen Abbildungsmaßstäben möglich.


    Man bekommt übrigens durchaus auch diese Aufnahmen im Makrobereich mit GF knackig scharf, wenn man die Schichtdicke des abzubildenden Objekts der erreichbaren Schärfentiefe anpasst und beim Abblenden nicht über das Ziel hinaus schießt (sog. förderliche Blendenbereiche einhalten) und entsprechend korrigierte Objektive (z.B. Macro-Componone / Luminare o.ä.) verwendet. In diesem Bereich kommt der technisch einwandfreien Lichtführung zum erreichen bestmöglicher Schärfe / bestem Kontrast entscheidend höhere Bedeutung zu als im üblichen Arbeitsbereich zwischen 1:1 - 1:unendl., die durch außerhalb des Schärfenbereichs liegende Objektteile bereits merklich gestört wird.


    Gruß Jan

    Guten Morgen CP,


    erst einmal herzlichen Dank für die ausführlichen Informationen. Ich sehe schon, ich werde mich wohl mal mit der Kamera etwas näher befassen müssen, vielleicht sogar ein paar Filme belichten, um zu einem Urteil zu kommen. Es existiert gekuppelt wohl nur ein Xenotar zur Kamera, jedenfalls waren nicht mehr Objektive in dem Koffer beigepackt. Was denkst Du, sollte man für die Kamera zahlen, ohne jemanden zu übervorteilen, aber auch eingedenk der eventuellen Reparatur? Interessant ist die Ausrüstung aber schon deshalb, weil daneben eine Studienkamera 70 existiert sowie die kleine Color 6x9, wobei an letztere ja dann sogar die O-Platten meiner 9x12 passen würden, wobei alles zusammen dann aber auch meine Mittel übersteigen dürfte.


    Bei dem Zusatzsucher ging ich von der Überlegung aus, daß ich erstens doch meist im Querformat arbeite (meist Dias für die Projektion) und zweitens bei weiteren Objektiven ja unbedingt auf die durch den eingebauten Sucher vorgelegten Brennweiten 53mm und 180mm angewiesen wäre, wobei Du sicherlich recht hast, daß man auf die Kupplung der 180mm verzichten könnte. Ich gehe davon aus, das LINHOF die Kupplung nach wie vor durchführen kann, da die Super- Technika V 6x9 ja die gleichen Scheiben verwendet und erst jetzt (leider!) aus dem Programm geht.


    Es erstaunt mich bei Deinen Beschreibungen aber doch etwas, daß Du offensichtlich "Street" - Fotografie mit der Kamera zumindest nicht für abwegig hälst. Sicherlich ist die Kamera fürs arbeiten draußen gedacht und gemacht, aber ist sie Dir für relativ unbeobachtetes, schnelles arbeiten nicht etwas zu groß und auffällig? Zumal man ja im Falle der Verwendung des Weitwinkels auch noch ziemlich dicht `ran muß. Ich meine, ich habe ja mit der 9x12 auch schon manches aus der Hand veranstaltet und zugegebenermaßen haben die Presseleute bis in die 60er Jahre hinein mit solchen Instrumenten gearbeitet, aber die Ergebnisse waren waren auch stilistisch gänzlich anders als das, was man heute unter Reportage versteht. Ich gebe Dir allerdings gerne recht, 6x7/6x9 Dias vom Treiben auf einem südfranzösischen Markt wären sicher eine lohnenswerte Sache, besonders wenn am nächsten Tag Landschaft am Tarn und am übernächsten Architektur in Avignon oder Nîmes anstehen und man eigentlich nur eine Kamera benötigt anstatt derer 2 oder 3.


    Ach ja, was mein vorwiegendes Arbeitsgebiet angeht: Ich beschäftige mich zu weit über 50% mit Mikro- und Makrofotografie, meist mit Kameramikroskopen, also Geräten, die bereits eine Aufnahmeeinrichtung einbaut haben. Dies in allen Formaten von KB (auch digital) über MF bis GF. Ein bißchen 16mm-Film ist auch dabei, je nach dem was der gestellten Aufgabe am besten gerecht wird. Die T70 wäre also wahrscheinlich ein reines Hobby-Gerät für den Spaß an der Sache und eventuell den Urlaub (s.o.).


    zum Schluß noch eine Frage: gibt´s irgendwo eine Betriebsanleitung zur Kamera? Ich befürchte nämlich, daß ich, was den Sucher und Entfernungsmesser anbetrifft, nicht alles ganz richtig mache. Vor allem die Positionen des Laufbodens zur Kurve sind mir nicht ganz klar. Auch simmt die rückwärtige Meßscala nicht überein und die Leuchtrahmen kann ich nicht umstellen usw., usf.


    Einen schönes Herbstwochenende wünscht Dir


    Jan

    Na, wenn ich das so lese, wohne ich ja geradezu in Süddeutschland, so weit südlich der Elbe (Heidjer mit ruhrpott´schem Migrationshintergrund). Natürlich auch von mir ein "Herzlich Willkommen".


    Gruß Jan

    Moin Jürgen,


    nachträglich noch meinen Glückwunsch zur erfolgreichen Reparatur und einer wohlbehaltenen Rückkehr der Ausrüstung. Vor einigen Jahren hatte ich mit einer vergleichbaren Aktion weniger Glück, offensichtlich war die gesamte Ausrüstung in der Werkstatt auf einem Transportwagen o.ä. abgelegt worden und mit diesem zusammen.... , aber das ist eine zwar traurige, jedoch andere Geschichte. Was ich von Dir gerne wüsste: Bist Du, nachdem Du ja inzwischen sicherlich die ersten Proben gemacht hast immer noch zufrieden und wie bewährt sich die T70 in der praktischen Arbeit bei Dir? Benutzt Du diese Kamera als das wofür sie damals angepriesen wurde, also als Handkamera (was ich mit meiner 9x12 Technika auch ab und zu gemacht habe, sogar mit gewissem Erfolg, vor allem in Verbindung mit einem Bohnensack in Situationen in den ein Stativ verboten war) vor allem draußen oder vorzugsweise im Studio? Was nimmst Du damit vorzugsweise auf und welche Brennweiten benutzt Du? Gekuppelt oder eher mit Mattscheibeneinstellung? Machst Du Querformataufnahmen auch aus der Hand? Wenn ja, wie: Kamera auf ins Querformat kippen, oder das Drehrückteil und einen zusätzlichen Sucher nutzen? Und wie ... ?


    Ich weiß, eine Menge Fragen, aber die haben folgenden Hintergrund: ich bin vor einer Woche in den Besitz einer T70 Ausrüstung in recht schönem Zustand gekommen, eigentlich mit dem Auftrag, diese und andere GF-Dinge zu veräußern. Die T70 macht aber doch einen ziemlichen Eindruck auf mich. Ich habe also mal alte Unterlagen gewälzt und überlege, ob ich sie nicht selbst behalte. Leider ist, so meine ich im Moment zumindest, der Meßsucher nicht ganz intakt. So richtig konnte ich ihn noch nicht prüfen, es wird eben inzwischen wieder zu früh dunkel. Ein Anruf bei Linhof bestätigte mir aber, daß eine Reparatur in jedem Falle möglich sei. Also würde ich mal gerne Deinen Rat und Deine Meinung lesen, bevor ich mich entschließe, Geld zu investieren.


    Fragen hätte ich noch ein paar, aber diese sollen im Moment reichen. Ich hoffe, ich bin damit nicht zu nervig.


    Gruß Jan


    P.S.: Ach ja, wer bitte ist "Hr. Zgonjanin"?! Scheint ja Deiner Beschreibung nach ein echter Tip zu sein.

    Guten Morgen allerseits,


    um den möglichen Varianten zwecks Verwirrung noch eine beizufügen: Ich vergaß völlig, zu erwähnen daß Herr Reinhardt, Hannover, mir vor kurzem einen grauen Lunasix III, der noch von meinem Vater stammt und seit Jahr und Tag defekt in der Schublade lag, repariert hat. GOSSEN führt Reparaturen an den älteren, grauen IIIern nicht mehr aus, wie man mir am Telefon bedauernd mitteilte. Bei dieser Gelegenheit stellte er dieses Exemplar auch gleich auf die 1,55V Silberoxyd-Zellen um. Da ich neben dem GOSSEN-Adapter auch noch einen kleinen Vorrat an 1,35V Quecksilberzellen besitze, muß ich jetzt nur aufpassen, was ich wo hineinpacke, "sonst misst es wieder Mist". Nebenbei war die o.a. Reparatur nicht nur erfolgreich , sondern auch äußerst preiswürdig.


    Gruß Jan

    Moin, Moin,


    also ich hab´beide: Der Lunasix III ist seit mehr als 25 Jahren mein Standard-Belichtungsmesser, den ersten habe ich mir vom Ferienarbeitslohn (Telegrafen-Hochbau, klettern mit Steigeisen am Telemastengraf macht Spaß) gekauft, habe mit ihm meine Lehre überstanden, bin immer bestens damit gefahren und habe sicher etliche tausend Belichtungen damit verantwortet. Auch mit dem Adapter für die Silberoxyd-Zellen läßt sich gut leben. Vor ein paar Jahren hat mir die beste aller Ehefrauen den Sekonic 398 M zum Geburtstag geschenkt, seitdem ist er mein häufiger Begleiter: vorzugsweise für die Lichtmessung gemacht, ist er ein Drittel kleiner als der Lunasix III, griffig, fasst sich gut an (ach nein, das heißt ja heute "haptisch"), auch für Leute wie mich im Gebrauch leicht zu verstehen, hinreichend zuverlässig und genau und vor allem: man kann die Batterien getrost vergessen. Er passt damit zur Technika wie zur Leica M3 oder zur Bolex H16 als sei er speziell dafür gemacht. Also für Leute wie uns eigentlich unverzichtbar. Zugegeben, für Spotmessung und dergleichen ist der Sekonic nicht wirklich geeignet und wenn das Licht richtig knapp wird, dann hat Lunasix noch ein paar Reserven, aber eigentlich nur dann. Ich möchte den 398 M nicht mehr hergeben.


    Gruß Jan

    Moin Leute


    ich denke, es sind in der Tat die Universal-Doppelkassetten für Platten- oder Planfilmverwendung wahlweise, mit Auswerfer und Nummerierung 1-2 bis 11-12. Waren seinerzeit besonders preisgünstig mit 93,50 DM zuzügl. UmSt. (1977). Ich besitze zwar welche, bevorzuge aber die seinerzeit auch von Linhof gelieferten Einzel-Metallkassetten und den dazu passenden Zwischenrahmen (auch von Linhof geliefert, aber wahrscheinlich Produktion RADA, nur etwas aufwendiger lackiert). Übrigens gab es dann auch noch im Lieferprogramm von Linhof die GRAFMATIC-Magazinkassette für 6 Planfilme in speziellen Planfilmeinlagen. Zumindest bei mir war diese Kassette aber ein ausgesprochener Reinfall. Eigentlich hat sie nie richtig funktioniert und schließlich habe ich sie vor Ärger über immer wieder verdorbene Filme weggeworfen.


    Gruß Jan

    Moin, moin...


    ich habe noch etwas gefunden, was hier vielleicht weiterhelfen könnte:


    Das Buch "Die photographische Kamera und ihr Zubehör" aus der Reihe "Handbuch der wissenschaftlichen und angewandten Photographie" herausgegeben von Alfred Hay, bearbeitet von Karl Pritschow, Springer, Wien 1931


    Abgesehen davon, daß das rund 600seitige Buch auch sonst für alle interessant sein dürfte, die sich für ältere Großformatkameras, deren Konstruktionsmerkmale und Varianten und vor allem auch den Umgang damit interessieren, sind darin 16 Seiten enthalten, die sich ausschließlich mit den damals gebräuchlichen Kassetten befassen, einschließlich des damals gültigen DIN-Blattes zum Thema.


    Das Buch gab es bei Lindemanns Buchhandlung als Reprint, ich kann es nur empfehlen und vielleicht ist dort noch ein Exemplar zu bekommen oder zumindest die Seiten 277 - 293 als Kopie zu erwerben.


    Übrigens: der "Millionfalz" hat in der Tat keinen Falzrand, das Blech der Kassettenkanten ist schlicht 2x 90° umgelegt, also in der Tat eine Anlege- und keine Einschubkassette. Dazu gab es später einen passenden Adapterrahmen, mit dessen Hilfe man die alten, meiner Meinung nach aber recht guten Kassetten - sie halten einen Planfilm in einem Rahmen auf einer Art Filmandruckplatte recht gut plan - an einem internationalen Rückteil verwenden konnte oder auch kann, so man hat. Ich benutze die Kombination an einem ZEISS-Kameramikroskop mit vorzüglichem Ergebnis, kann aber nicht so ohne weiteres etwas zur Genauigkeit der Übereinstimmung von Mattscheibe zu Planfilmposition sagen, da durch die hier sehr große bildseitige Tiefenschärfe Ungenauigkeiten, wenn sie denn nicht zu groß werden, eher tolerabel sind.


    Gruß Jan

    Moin Leute,


    ich habe nun, dank der neuen Möglichkeiten meines neuen, wenngleich noch nicht ganz fertigen Bureaus den ganzen, alten RADA - Katalog in ein PDF - Dokument verwandeln können und würde dieses, sofern Interesse besteht, Euch irgendwie in diesem Forum zur Verfügung stellen wollen. Voraussetzung ist aber eine kurze Einweisung von Euch zum Wie und Wo, da ich dies bislang noch nie durchgeführt habe.


    So warte ich denn mal auf Eure Antworten.


    Herbstliche Grüße


    Jan


    PS.: Anstandshalber muß ich allerdings sagen, daß der Katalog zwar recht informativ ist und alle gängigen Kassetten abgebildet sind, die oben von Andreas gewünschte genaue Bemaßung aber entgegen meiner Erinnerung auch nicht für alle Kassetten enthält.

    Moin Jutta,


    beim Besuch heute morgen war ich verblüfft, daß das Thema nochmal aufgewärmt wird (nein, ich habe noch immer keine Bilder mit Brillengläsern gemacht: keine Zeit und im Moment steht mir auch keine Kamera mit so langem Auszug zur Verfügung - und ich war auch ursprünglich garnicht derjenige, der die Aufnahmen machen wollte (s.o.).


    Für den Fall, daß Deine Pläne mit einer Lochkamera ernst gemeint sind, hier ein Tipp für die Beschaffung von "perfekten Löchern": sogenannte Lochblenden oder auch Loch - Objektträger (im Gegensatz zu Netzchen unterschiedlicher Maschenweite) aus der Elektronenmikroskopie sind ideal als "Objektiv" für eine Lochkamera geeignet. Bei einem äußeren Durchmesser von 3,02 mm müssen sie zwar gefasst werden, sind dafür aber (auch nach mikroskopischen Maßstäben) äußerst präzise kreisrund mit Lochdurchmessern von 2mm abwärts bis hinunter zu 0,02mm zu bekommen. Sie werden fotogalvanisch aus unterschiedlichen Metallen (hier ist Kupfer das Material der Wahl) in Stärken von 8 - 15 Mikrometern hergestellt und sind damit geigneter als alles, was ich zu diesem Zweck bisher in die Finger bekommen habe.


    Zu bekommen u.a. bei PLANO GmbH in Wetzlar, Tel.: 06441 / 97 65 - 0. http://www.plano-em.com


    Herr Dr. Noli dort ist ein sehr netter Mensch, welcher für derartige "Experimente" jedenfalls mir gegenüber ein sehr offenes Ohr hatte und mir einige dieser O-Träger sehr preiswürdig überließ. Normalerweise sind die Objektträger zu 100 Stück abgepackt, aber auch nicht unbezahlbar, besonders, wenn man sich die benötigte Größe vorher berechnet und nicht fünf Sorten benötigt.


    Andere Quellen gibt es aber auch noch


    Gruß Jan

    Moin Andreas,


    versuche mal, einen alten Prospekt der Firma RADA einzusehen, also diejenigen die auch die blechernen Rollfilmkassetten für alte Plattenkameras hergestellt haben. Dort drin gab es eine Seite mit Abbildungen. Ich besitze zwar genau dieses Blatt, bin aber leider zur Zeit nicht in der Lage, es zu scanen und hier einzustellen, da ich mein Bureau umbaue. Das wird auch noch einige Tage in Anspruch nehmen. Solltest Du keine andere Möglichkeit haben, schreibe mich dann noch einmal an.


    Gruß Jan

    Moin Robert,


    soeben sprach ich mit Herrn Schreyer. Er hat keinerlei Einwände dagegen, wenn seine Adresse als Serviceanlaufpunkt für P & K hier erscheint, machte mich aber darauf aufmerksam, daß neben dem reinen Service nur noch ein Abverkauf geringer Lagerbestände stattfindet:


    S & A electronic, Scheckenbachstraße 11, D - 97 199 Ochsenfurth, Tel.: 09331 / 7030, Fax: 09331 / 5904


    Außerdem kann ich zum Thema noch das recht umfangreiche ehemalige Anleitungsbuch zur Ringblitztechnik empfehlen:


    "Der UR - Ringblitz" von Dr. Arnim Tölke


    Es ist eine ganz interessante Einführung in Technik und spezielle Möglichkeiten der Ringblitzbeleuchtung aber sicher nurmehr antiquarisch zu bekommen.


    Hoffe Dir geholfen zu haben. Bei weiteren Fragen ...


    Gruß Jan

    Guten Abend Robert,


    leider ist die Firma Paffrath & Kemper schon lange nicht mehr existent, die Nachfolgefirma heißt Schreyer & Angly. Ich glaube(!) zu wissen, daß Herr Schreyer einmal bei P & K gearbeitet und später wohl teilweise oder ganz übernommen hat. Vor allem die Ringblitze hat die Firma weitergebaut und auch weiterentwickelt.


    Schreyer & Angly sitzen in Ochsenfurth, ich selbst habe eine recht leistungsfähige Ringblitzanlage von dort in meinem Besitz. Allerdings hat auch diese Firma inzwischen den Bau und Verkauf weitgehend eingestellt. Ich nehme an, vor allem wegen des Erreichens der Altersgrenze. Man ist zwischenzeitlich auch nochmals umgezogen. Herr Schreyer führt aber noch Service und Reparaturen durch, ist ein recht freundlicher und hilfsbereiter Mensch. Da ich ihn morgen ohnedies anrufe, werde ich ihn bei der Gelegenheit fragen, ob ich seine neue Adresse und Telefonnummer hier ins Forum stellen darf.


    Gruß Jan

    Moin Jutta,


    ich kann meine Vorschreiber nur bestätigen. Besitze seit 6 oder 7 Jahren einen Passepartout-Schneider mit 2 Linealen (60cm und 1m) von MAPED, der sich bei mir sehr bewährt hat. Ich habe wohl inzwischen reichlich über 100 Passepartouts in unterschiedlichsten Größen (von Postkarte bis Innenformat etwa 45cm x 60cm) damit zugeschnitten. In der Regel sahen diese sehr gut aus. Das verwendete Messer sollte aber 100%ig scharf sein. Sonst kann es passieren, daß die Messerhaltegriffe aus Plastik nicht stabil genug sind, das Messer seitlich sicher zu halten. In der Folge weicht beim 45° Schrägschnitt das Messer u. U. seitlich aus. Ist mir aber nur ein- oder zweimal passiert, vor dem nächsten Schnitt schaut man sich eben das Messer genau an. Allerdings habe ich bislang nur Erfahrung mit 2mm-Karton, dickeres Material habe ich noch nie ausprobiert und, ja man braucht auch etwas Kraft, um zu verhindern, das daß Ganze bei Schneiden verrutscht. Im Großen und Ganzen ein leidlich gutes Preis/Leistungsverhältnis, vor allem wenn man die Preise für aufwendigere Geräte zum Vergleich heranzieht und Du nicht ständig damit arbeiten mußt.


    Gruß Jan